Antworten
Seite 3 von 90 ErsteErste 123451353 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 899
  1. User Info Menu

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    In Bezug auf die Fachrichtung, da hast du sicherlich Recht. Ein Sohn studiert Mathematik, der hat keinerlei Probleme, um den wird sich jetzt schon gerissen. Der andere studiert Politikwissenschaften, da sieht es schon anders aus. Ich komme ja ursprünglich aus dem Rhein-Main-Gebiet, einer wirtschaftlich sehr starken Region, habe jahrelang mit meinem Ex-Mann eine Firma im Baunebengewerk geführt und sehe da einen wirklichen Fachräftemangel. Aber der ist eben auch vielfach selbstgemacht, teils mit Unterstützung der Agentur für Arbeit. Viele Firmen nehmen für sie unbezahlte Praktikanten oder Langzeitarbeitslose, den Arbeitslohn müssen sie ja nicht tragen, den übernimmt das Amt und nach Ablauf der geförderten Zeit wird gekündigt und der Nächste genommen. Allgemeine Praxis, hundertfach so erlebt. Ausgebildet wird kaum, und sicher, viele Lehrberufe werden nicht gewählt, die Vergütung ist im Verhältnis zu anderen Lehrstellen sehr gering.

    Hier im Osten kenne ich wenige, die auch woanders hingehen würden, liegt aber vielleicht daran, dass ich bislang noch nicht so viele junge Leute hier kenne. Von meinem Neffen, auch Rhein-Main, weiß ich, dass er auf jeden Fall ins Ausland geht, ist fest eingeplant, auch wegen der politischen Situation hier, die er nicht mehr als gut empfindet. Aber das hängt auch von den Lebensumständen ab. Es hat sich wohl nicht viel geändert oft in den alten Rollenstrukturen, andere Verwandtschaftsmitglieder werden wohl klassisch leben wollen, Mann verdient, Frau hütet die Kinder, da sind Standortwechsel nicht angedacht. Es gibt immer noch viele in der jüngeren Generation, die wohl doch nicht so flexibel sind, wie man erwartet.

    Europa als reine Wirtschaftsunion? Ja, ich denke, das würde so eher gewünscht sein, denn es wird oft nicht mal verstanden, was genau dort angestrebt wird. Erklärt wird aber auch nichts, siehe TTIP, hier durften ja noch nicht mal mehr die Abgeordneten einsehen und mitreden, das schafft Misstrauen und Ablehnung. Viele EU-Bürger haben zudem noch eine ganz große Angst, ihre nationale Identität zu verlieren, das war ja auch für den Brexit ein maßgeblicher Faktor. Diese Angst wird aber nicht ernst genommen, ich sehe da, gerade hier in D gleich wieder den Versuch, das unter Rechtspopulismus einzuordnen. Dieses unsägliche Kategorisieren in jede Richtung ist meiner Ansicht auch mitschuldig am Verfall der Systeme.
    Geändert von Besserhaber (16.08.2016 um 11:29 Uhr) Grund: Muss mich wohl doch endlich mal mit dem Zitieren befassen

  2. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Ich sehe Bildung und Demokratie mittlerweile nur noch als Grundvoraussetzungen, nicht mehr als Säulen des Wohlstandes. Es ist eine Bildung, die mittlerweile Menschen überall auf der Welt geniessen, die dann mit den Industrienationen konkurrieren.

    Somit mutiert Bildung von einem Wettbewerbsvorteil schlicht zu einer Voraussetzung.

    Über den Sinn einer universitären Bildung für die Hälfte der Bevölkerung will ich gar nicht mal reden.

  3. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Über den Sinn einer universitären Bildung für die Hälfte der Bevölkerung will ich gar nicht mal reden.
    siehts du diese universitäre Ausrichtung positiv und notwendig, wie die meisten Eltern ?

  4. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    siehts du diese universitäre Ausrichtung positiv und notwendig, wie die meisten Eltern ?
    Ich halte sie in dieser Breite nicht für sinnvoll. Das Problem ist jedoch, dass sie praktisch notwendig gemacht wird, als wäre sie eine Eintrittskarte ins Berufsleben, selbst wenn diese Bildung konkret sehr wenig zum beruflichen Erfolg beiträgt.

  5. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich halte sie in dieser Breite nicht für sinnvoll. Das Problem ist jedoch, dass sie praktisch notwendig gemacht wird, als wäre sie eine Eintrittskarte ins Berufsleben, selbst wenn diese Bildung konkret sehr wenig zum beruflichen Erfolg beiträgt.
    ich sags mal gemein,

    früher reichte ein Hauptschulabschluß zum Kaffeekochen, und Auskunft geben, heute ist ein Bachelor notwendig, sind diese Automaten wirklich so kompliziert oder erkennen sie ob man eine gute Ausbildung hat

  6. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich sags mal gemein,

    früher reichte ein Hauptschulabschluß zum Kaffeekochen, und Auskunft geben, heute ist ein Bachelor notwendig, sind diese Automaten wirklich so kompliziert oder erkennen sie ob man eine gute Ausbildung hat
    Es ist noch nicht einmal das. Eine reguläre Ausbildung kann unheimlich viel vermitteln. Ich selbst hatte mich auf einen Ausbildungsplatz in der Luft- und Raunfahrttechnik beworben. Aber diese Plätze waren so begehrt, dass ich zwar in die engere Auswahl kam, aber dann doch auf der Strecke blieb. Ich brachte einen ganzen Tag mit den anderen Bewerbern in einem Assessment-Center zu, und es war eine interessante Erfahrung.

    Aber so studierte ich halt.

    Die Duale Ausbildung könnte m.E. noch viel mehr leisten, als es heute bereits der Fall ist.

  7. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Sie kamen zum Ergebnis, dass künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren bis zu 18 Millionen der jetzt bestehenden Stellen überflüssig machen könnten.

    Die von Joblift hochgerechneten 805.000 neuen Arbeitsplätze würden dieses Loch nur zu etwa fünf Prozent füllen. "Allerdings werden sicherlich weitere Berufe entstehen, die diese Kluft verringern werden", gibt Karlstetter zu bedenken. Das könnten Jobs sein, die man sich jetzt noch gar nicht vorstellen kann,


    das wird unser System verändern, die Auswirkungen umfassend sein, wie vielleicht die Industrialisierung ? was macht man mit den Beschäftigungslosen und vor allem Ausbildungsmäßig nicht geeigneten.

    Vollzeit Katzen streicheln und davon leben können ?

    Arbeitsmarkt: Roboter werden Millionen Jobs vernichten - DIE WELT

  8. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie kamen zum Ergebnis, dass künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren bis zu 18 Millionen der jetzt bestehenden Stellen überflüssig machen könnten.

    das wird unser System verändern, die Auswirkungen umfassend sein, wie vielleicht die Industrialisierung ? was macht man mit den Beschäftigungslosen und vor allem Ausbildungsmäßig nicht geeigneten.

    Vollzeit Katzen streicheln und davon leben können ?
    Diese Meldung habe ich heute auch gelesen.
    Andere Prognosen sehen das Ganze nicht so dramatisch

    Klar ist jedoch, dass es Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt geben wird. Es werden mehr besser ausgebildete und spezialisierte Leute gesucht. Das muss nicht immer eine akademische Ausbildung sein. Die größte Nachfrage besteht derzeit nach Facharbeitern.

    Daneben bleiben natürlich auch noch einfache Jobs, besonders im Dienstleistungssektor. Ob sie ausreichen bzw. ob die Leute diese Jobs annehmen, wenn die Sozialversorgung auch ohne Arbeit gut klappt, wird sich noch heraus stellen.

  9. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Diese Meldung habe ich heute auch gelesen.
    Andere Prognosen sehen das Ganze nicht so dramatisch
    .
    Die populäre Sicht vom «Ende der Arbeit» hat allerdings einen grossen Haken: Sie hat sich bisher als falsch erwiesen. Trotz revolutionären Produktivitätsfortschritten geht heute weltweit eine deutlich grössere Zahl von Menschen einer Arbeit nach als noch vor 100 oder 150 Jahren. Das gilt auch für die Schweiz und für Österreich.

    die Bevölkerung hat ja abgenommen

    Arbeit wird nicht verschwinden, die Produktivität wird steigen, das Problem ist, die Bildung , der Zugang dazu und natürlich wie wird der Job bezahlt und gewichtet in der Gesellschaft.
    Wieviel Brotloses arbeiten, kann sich, oder will das System sich leisten und mit welcher Bezahlung. ( ihr wist schon brotlos heist, man hat am Ende des Tages nichts geleistet was man in der Hand halten kann, aber trotzdem gearbeitet hat )

    es Fehlen solche Kapitäne wie Henry Ford,

    jeder meiner Arbeiter, soll sich ein Auto leisten können.

    für viele Akademiker kommt ein ungläubiger Blick, wenn sie mitbekommen was ein wirklicher Facharbeiter verdient, und sehen es nicht ein, sie haben ja studiert, da muß man viel mehr verdienen.

  10. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Interview mit Gary Shilling: Die Märkte nehmen das «Helikoptergeld» vorweg - NZZ Finanzen: Fonds

    Was bedeutet das insgesamt?

    Schaut man sich heute in der Welt um, so sieht man geringes Wachstum und negative Zinsen bei etwa einem Drittel aller ausstehenden Staats- und Unternehmensanleihen in der Euro-Zone, der Schweiz, Dänemark, Schweden und Japan – das zeigt mir, dass das System aus den Fugen geraten ist und dass etwas Dramatisches passieren wird. Ich kann nicht sagen was. Vielleicht wissen wir in einem Jahr mehr, aber es wird sehr wahrscheinlich nicht erfreulich sein.


    wovon Leben eigentlich die Banken (ihre Angestellten u Aktionäre), Pensionsfond, Anleihenkäufer wenn sie mit Geld verleihen Verlust machen, reicht das für Champus, Yachten, ... und werden immer Reicher.
    OderLeben die eher von Luft und Liebe und Gottvertrauen ?

    Die Aktien sind wirklich sehr hoch bewertet. Nimmt man das Kurs-Gewinn-Verhältnis, wie es Robert Shiller berechnet, dann müssten die Notierungen um 40% fallen, um die Bewertung auf den langjährigen Durchschnitt zurückzubringen. Dazu kommt, dass die Gewinnentwicklung bedenklich ist, weil sie in einem Umfeld stattgefunden hat, das sich durch geringe Umsatzzuwächse und eine tiefe Inflation auszeichnete.

    Interview mit Gary Shilling: Die Märkte nehmen das «Helikoptergeld» vorweg - NZZ Finanzen: Fonds

Antworten
Seite 3 von 90 ErsteErste 123451353 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •