Antworten
Seite 2 von 90 ErsteErste 12341252 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 899
  1. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    heute ist Hunger noch ein politisches Phänomen; es gibt grundsätzlich genug zu essen für alle, aber die Verteilung klappt nicht.

    Wehe uns, wenn es je soweit kommt, dass das Essen nicht mehr reicht!

    gruss, barbara
    Bae, dann ziehen wir aufs Land, und bauen selber an und melken die Kühe, wo ist denn schon wieder der Tetra-Pack Stutzen an dem Ding.

    Ps:
    ja Müsli kochen ist nicht leicht.
    Geändert von Inaktiver User (14.08.2016 um 16:57 Uhr) Grund: Ps eingefügt

  2. User Info Menu

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Warum es Hunger gab und gibt, dazu gibt es verschiedene Thesen.

    Bewusst eingesetzt wurde er schon öfter.

    Hunger in der Geschichte des 20. Jahrhunderts | bpb

    Die Idee, sich aufs Land zurückzuziehen und selbst anzubauen, ist ja nicht schlecht.

    Nur benötigen wir jetzt ja schon deutlich mehr Fläche als in Deutschland zur Verfügung steht, um uns zu ernähren. Praktikabel wäre das also auch nicht.

  3. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    bis ca 1850 war ein Staat mächtig, wenn er mehr Lebensmittel produzierte, wie seine Bevölkerung verbrauchte, dadurch wurden Kriege erst möglich, mit einem Überschuß an Männern geführt.

    zb alle Invasionsversuche in Rußland scheiterten am Nachschub, in diesem riesigen Land.

    heute liegt die Gefahr in instabilen Staaten,

    Paradoxerweise würden mehr Bildung und mehr Wohlstand zunächst auch nicht zu einem Rückgang des Migrationsdrucks führen. Denn es sind eher die gebildeteren, urbanen Schichten, die überhaupt das Wissen und die Mittel zur Auswanderung haben. Zudem nimmt das Risiko einer sozialen und politischen Destabilisierung in den Herkunftsländern eher zu, wenn junge Leute trotz besserer Bildung keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben.

    verkraftet die Welt, das westliche System, unsere Denkweise, Vorbildwirkung was ein gutes Leben (Status)betrifft.

    Quelle

  4. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Zitat Zitat von Butterblume Beitrag anzeigen
    Wir sind im Umbruch und sollten unsere Möglichkeiten zielführend einsetzen, zum Guten.
    meinst du zb sowas

    Wenn Tiroler an einem Seil ziehen « DiePresse.com

    Der Meinung waren auch die Einwohner der Südtiroler Gemeinde Sexten, die eines Nachts im Herbst 2013 ihre Kettensägen zur Hand nahmen, zehn Hektar Lifttrasse abholzten und so recht deutlich für die jahrelang von Naturschützern bekämpfte Fusion der Skigebiete Helm und Rotwand eintraten. Die Verbindung wurde vor zwei Jahren umgesetzt. Seit Betriebsbeginn habe sie den zwei Skigebieten Umsatzzuwächse von 55 Prozent gebracht,

  5. User Info Menu

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    An Umbrüche mit 55% Umsatzsteigerung hatte ich nicht gedacht
    flying is the art of falling to the ground without touching

  6. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Ich denke nicht, dass unsere Strukturen am Ende sind, aber wir befinden uns mitten in einem Transformationsprozess. Es wackeln gerade mehrere Säulen im System.

    Aus der Bankenkrise entstanden Staatsschuldenkrisen. D ist davon weniger betroffen, in anderen EU-Ländern nehmen die Schulden stark zu. Würden die Zinsen jetzt wieder steigen, hätten viele dieser Länder noch größere Probleme als jetzt. Also flutet Draghi den Euroraum mit einer Geldschwemme, was zu Blasen führt und die Sparer schleichend enteignet. Teilweise gibt es ja schon Negativzinsen.

    Die klassische Industriegesellschaft löst sich schon seit Jahren schleichend auf, in letzter Zeit auch noch beschleunigt durch die zunehmende Autotmatisierung, Stichwort Industrie 4.0
    Das führt dazu, dass auch die für die Industriegesellschaft typische Trennung in Arbeit und Kapital nicht mehr greift. Die Kampfrhetorik geht ins Leere.
    Die am stärksten zunehmenden Arbeitsformen sind prekäre Beschäftigungen bzw. Kleinunternehmer, die Arbeiter und Unternehmer in Personalunion in sich vereinen.

    Das bedeutet auch, dass tradierte Vertretungen wie die Gewerkschaften immer mehr an Macht verlieren und dass auch getrennte Vertretungen wie Arbeiter- und Wirtschaftskammer ihren Zweck nur noch teilweise erfüllen. Die Menschen in den neuen Beschäftigungsformen fallen durchs Raster, keiner fühlt sich für ihre Vertretung zuständig.

    Das allein bedingt schon viele Umwandlungsprozesse und gesellschaftliche Verwerfungen - nun kommt auch noch die Flüchtlingskrise dazu. Der Moment ist sehr ungünstig, aber man kann es sich nicht aussuchen.

    Soll es gelingen, unsere Strukuren möglichst schonend für die Bevölkerung und für den inneren Frieden umzubauen, bedarf es eines klaren Kopfes und klarer Entscheidungen, denen man nicht aus dem Weg gehen sollte. Aussitzen und hoffen, dass sich nichts ändern wird, ist die dümmste Veriante.

    Ich finde es sehr bedauerlich, dass die Diskussion über die Flüchlinge so emotional geführt wird, die Gesellschaft wird dadurch regelrecht gespalten. So wichtig es ist, sich um diese Menschen zu kümmern, so sehr fehlt mir manchmal der Blick auf das, was sich dadurch in unserer eigenen Gesellschaft verändert und auf die Folgen dieser Polarisierung.

    Keine Ahnung, warum die Transformationsprozesse, die sich auf dem Arbeitsmarkt abspielen und die für die jungen Leute so entscheidend sind, so wenig thematisiert werden. Ist es zu kompliziert oder zu abstrakt?
    Mein Eindruck ist, dass die Flüchtlings- und Migrationsdiskussion die anderen wichtigen Themen zu stark überlagert, auch wenn beides natürlich nicht ganz getrennt gesehen werden kann - vor allem deswegen, weil der überwiegende Anteil dieser Migranten in der Sozialhilfe landen wird, was hohe Kosten nach sich zieht.

    Für eine Gesellschaft, deren Arbeitsmarkt sich gerade in einem massiven Umbruch befindet und wo im Zuge der Automatisierung viele Arbeitsplätze verschwinden, kann sich das zu einer ernsthaften Belastung der Sozialsysteme auswachsen.

    Die Strukturen werden mE. in weiten Teilen halten - nur beim Sozial- und Rentensystem befürchte ich harte Einschnitte für die meisten Menschen, die nicht gerade von Haus aus reich oder Beamte sind.

  7. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Ich denke, das Thema wird nicht sonderlich aufgegriffen, da schlicht Antworten fehlen. Alte Unterteilungen mögen zwar noch bestehen, sind aber plotzlich nicht mehr ausschlaggebend. Auf einmal ist es nur ein Gegensatz von armen und reichen Menschen, einer kalten Realität, der ein Mantel der Ideologie nur noch umgehängt wird.

    Die alten Säulen der Industriestaaten helfen nicht mehr. Weder Demokratie, Bildung, Integration, noch der Welthandel sichern den Wohlstand.

    Eine Generation blickt auf ihre Kinder und denkt, dass es ihnen schlechter gehen wird. Was soll man da sagen?

  8. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke, das Thema wird nicht sonderlich aufgegriffen, da schlicht Antworten fehlen.
    Ich denke nicht, dass Antworten gänzlich fehlen. Man tastet sich vor - und das ist wahrscheinlich der sinnvollste Weg, mit neuen Herausforderungen umzugehen.

    Ich denke, das Neue zeichnet sich durchaus schon ab, nur wird es oft noch nicht erkannt.
    Ein Beispiel: Es entstehen zunehmend wieder Commons - Gruppen von Gleichgesinnten - sowohl im virtuellen Raum als auch auf regionaler Ebene.

    Gerade im Lebensmittelbereich geht der Trend wieder stark in Richtung Regionalisierung: Man möchte wissen, woher die eigene Nahrung kommt, wer sie produziert - das nützt allen, sowohl den Produzenten wie den Konsumenten. Noch mag dieser Bereich gering sein, aber er wächst stetig.

    Dasselbe gilt für Sharing-Modelle. Auch wenn Viele - wie Uber und AirBnB - sehr schnell in die kommerzielle Schiene kippen, ist es immerhin einen Versuch wert.

    Ich denke, dass es sinnvoll wäre, ein paar Bereiche zentral für die EU zu regeln. Dazu gehören die Sicherheitspolitik, der freie Markt und die Verteidigung (auch der EU-Außengrenzen).
    Viele andere Dinge sollten auf die Ebene der Regionen oder der Nationalstaaten zurück kommen. Die EU hat sich das Subsidiaritätsprinzip auf ihre Fahnen geschrieben - daran sollte sie sich immer wieder erinnern.

    Man sollte auch hinterfragen, ob es sinnvoll ist, dass wirklich alle Länder, die jetzt dem Euroraum angehören, auch dabei bleiben sollten oder ob es nicht besser wäre, wenn manche wieder ausscheiden würden (GR), damit sie eine Chance haben, wieder auf die Beine zu kommen (auf niedrigerem Preisniveau).

    Die Idee eines "Bundesstaates" Europa ist nach dem Brexit ohnehin eine Illusion. Sollte die EU-Kommission versuchen, das mit Gewalt durchzudrücken, werden noch mehr Länder aus der EU austreten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die alten Säulen der Industriestaaten helfen nicht mehr. Weder Demokratie, Bildung, Integration, noch der Welthandel sichern den Wohlstand.
    Ich halte Demokratie und Bildung nach wie vor für die zwei wichtigsten Säulen des Wohlstands.
    Und auch ein überschaubares Bevölkerungswachstum.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Generation blickt auf ihre Kinder und denkt, dass es ihnen schlechter gehen wird. Was soll man da sagen?
    Die Zeit, in der es allen Kindern wirtschaftlich besser ging als ihren Eltern ist vorbei. Möglich war das in den Zeiten des Wirtschaftswunders, als es wirtschaftlich immer nur bergauf ging.
    Aber es gibt nach wie vor Kinder, die ihre Eltern wirtschaftlich abhängen.

  9. User Info Menu

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Bildung ist nach wie vor ein wichtiger Schlüssel, aber selbst eine beste Ausbildung garantiert schon lange nicht mehr finanzielle Unabhängigkeit. Seit Einführung des Bachelorstudiums ist auch da die Anerkennung gesunken. Bachelor ist nichts Wert, meine Söhne müssen also noch mindestens den Master nachschieben, dann werden zumindest für den einen erst mal unbezahlte Praktika anstehen, bis er also dann mal Geld verdient, von dem er leben kann, gehen noch ein paar Jahre ins Land.

    Selbst die vielbeschworenen Fachkräfte, die angeblich so händeringend gesucht werden, sind oft nicht viel besser dran. Einige Bekannte, Fachkräfte in gesuchten Berufen, verdienen hier im Osten der Republik, in dem ich jetzt lebe, gerade mal den Mindestlohn, Arbeit gibt es nur in Zeitarbeitsfirmen. Die wirtschaftliche Lage bleibt also prekär, ohne Aussicht auf Aufstieg. Da wird, so denke ich, schon dem einen oder anderen der demokratische Gedanke abhanden kommen. Mit sehr großem Erschrecken höre ich hier Meinungen, die ich vorher noch nie in dieser Form gehört habe und das sind keine Einzelmeinungen.

    Europa ist für viele doch schon gescheitert, der Großteil der Bevölkerung in den meisten Ländern würde sich heute vermutlich gegen Europa aussprechen. Es bröckelt an allen Enden, siehe Frankreich, Italien, den Niederlanden....

    Um den Wohlstand wenigstens annähernd zu sichern, werden, so denke ich jedenfalls, wieder alte Mechanismen zum Tragen kommen, Tauschgeschäfte, gemeinsame Anschaffungen, vielleicht eine gemeinsame Landbewirtschaftung auf kleinem Raum, wird ja jetzt schon immer mehr gemacht. Aber wenn man sich selbst versorgt, der fragt sich dann auch vielleicht, warum man den aufgeblähten Staatsapparat noch braucht. Und wer kräftig einzahlt, der will auch Leistung sehen, die wird aber zwangsläufig immer geringer ausfallen. Momentan sehe ich aber auch keine politische Kraft europaweit, die sich allem mit neuen, vielleicht auch wagemutigen Ideen entgegenstemmt. Die alten Systeme sind zwar schon lange nicht mehr effizient, Neues aber noch nicht am entstehen und die Strukturen, die so verfestigt sind, aufzubrechen, ist schwierig.

  10. Inaktiver User

    AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?

    Zitat Zitat von Besserhaber Beitrag anzeigen
    Bildung ist nach wie vor ein wichtiger Schlüssel, aber selbst eine beste Ausbildung garantiert schon lange nicht mehr finanzielle Unabhängigkeit.
    Nicht mehr automatisch. Das hängt sehr stark vom Studienfach ab.

    Zitat Zitat von Besserhaber Beitrag anzeigen
    Selbst die vielbeschworenen Fachkräfte, die angeblich so händeringend gesucht werden, sind oft nicht viel besser dran. Einige Bekannte, Fachkräfte in gesuchten Berufen, verdienen hier im Osten der Republik, in dem ich jetzt lebe, gerade mal den Mindestlohn, Arbeit gibt es nur in Zeitarbeitsfirmen. Die wirtschaftliche Lage bleibt also prekär, ohne Aussicht auf Aufstieg.
    Mag sein, dass es im Osten der Rebulik so ist. In anderen Gegenden ist es anders.

    Ich kenne junge Leute, die keinerlei unbezahlte Praktika machen mussten und bestbezahlte Jobs haben - hängt natürlich stark von der Branche ab. In den MINT Fächern sind die Chancen jedenfalls sehr gut.
    Wären deine Söhne bereit, woanders hin zu ziehen? Auch ins Ausland?

    Zitat Zitat von Besserhaber Beitrag anzeigen
    Europa ist für viele doch schon gescheitert, der Großteil der Bevölkerung in den meisten Ländern würde sich heute vermutlich gegen Europa aussprechen. Es bröckelt an allen Enden, siehe Frankreich, Italien, den Niederlanden.....
    Ja, die Zustimmung sinkt. Hängt mE auch damit zusammen, dass in den letzten Jahren auf Teufel komm raus versucht wurde, die EU zu "vertiefen", dh. sie zu einem einzigen Superstaat bzw. einer Transferunion zusammen zu backen. Das wollen die meisten Bürger nicht.

    Würde sich die EU auf das besinnen, was sie anfangs war - eine Wirtschaftsunion - wäre die Zustimmung sicher größer. Auch im Bereich Sicherheit wäre eine Mehrheit dafür.

    Zitat Zitat von Besserhaber Beitrag anzeigen
    Um den Wohlstand wenigstens annähernd zu sichern, werden, so denke ich jedenfalls, wieder alte Mechanismen zum Tragen kommen, Tauschgeschäfte, gemeinsame Anschaffungen, vielleicht eine gemeinsame Landbewirtschaftung auf kleinem Raum, wird ja jetzt schon immer mehr gemacht.
    Systeme wie Allmende und Genossenschaft können durchaus attraktiv und sinnvoll sein, gerade für Bevölkerungsgruppen mit weniger Geld. Andere Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen werden sich nicht umsetzen lassen - aber die Sharing Ökonomie könnte manches abfedern, auch wenn sie natürlich kein Allheilmittel ist.

Antworten
Seite 2 von 90 ErsteErste 12341252 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •