Es war Dabbeljuh Bush, der das Märchen vom bösen Diktator Saddam in die Welt gesetzt hat, damit man ihn zum Präsidenten wählt und damit er den Irak überfallen kann und dem Orient westliche Moral und Denkweisen aufzwingt.Zitat von Inaktiver User
Es hat hier nicht das Volk entschieden. Es hat nur der Kriegsgewinner entschieden. Die Ermordung Saddams hat ja wohl nichts mit Demokratie zu tun, denn das Volk hat hier nicht entschieden.
Der Westen hat verdammt nochmal im Orient nichts zu suchen. Die Amerikaner verbessern nicht die Welt, indem sie mit ihren Kriegen den Menschen MacDoof und CocaCola aufzwingen.
Geld zerstört die Welt. Für Geld zerstört der Mensch aber alles, selbstv seine eigene Mutter.
Warum fällt Dabbeljuh nicht in die Türkei ein? Da werden doch auch die Kurden verfolgt, gefoltert und hingerichtet?
Tja, dort gibt es kein Öl.
Dem Iraker ist es gleich wer das Land regiert. Dort wollen die Menschen Frieden wie du und ich. Erst seit Dabbeljuh Bush sterben täglich hunderte Menschen dort.
Eines Tages wird der Irak einen Ayatollah Khomeni haben und ein "Gottesstaat" wird errichtet und alle Westler werden rausgeschmissen.
Wenn der Mensch aus der Geschichte nicht lernt, dann wiederholt sie sich zwangsläufig.
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03.01.2007, 11:46
AW: Zur Hinrichtung Saddam Husseins ...
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03.01.2007, 13:40
AW: Zur Hinrichtung Saddam Husseins ...
@ Sadam wurde nicht wegen der Vernichtung eines kurdischen Dkkorfes verurteilt sondern wegen der Vernichtung eines schiitischen Dorfes. Seine Verbrechen gegen die kurdische Bevoelkerung sollten naechste Woche verhandelt werden.
@ Regentroepfchen
Der Artikel im International Herald Tribune war wirklich interessant.
Vorallem dass der irakische Ministerpraesident Maliki sich in Rechtsfragen von den irakischen Ayatollahs beraten laesst und nicht von Richtern und Gerichten
Und fuer aller hier die immer davon reden was das irakische Volk will, der irakische Praesident Jalal Talabani, ein Kurde, hat sich aus Prinzip gegen die Todesstrafe ausgesprochen, auch gegen die Hinrichtung Sadams. Auch im Irak gibt es differenzierte Meinungen.
Es ist ein Armutszeugnis fuer die Regierung unter Maliki dass sie es fuer noetig befunden hat mit der Hinrichtung geltendes irakisches Recht zubrechen und nicht im Stande war die Hinrichtung in einem wuerdigen Rahmen abzuhalten. Das sind ganz schlechte Aussichten fuer die Zukunft.
Zitat:
"Der erste Richter im Prozess gegen Sadam, der Kurde Rizgar Amin ohne jegliches persoehnliches Interesse an dem toten Tyrannen, kritisierte am Montag dass die Hinrichtung unter irakischen Recht illegal gewesen sei:
'Die Durchfuehrung von Sadams Hinrichtung waehrend des Eid al-adha it illegal nach Kapitel 9 der Strafprozessordnung. Artikel 27 besagt dass niemand nicht einmal der Praesident (Jalal Talabani), Urteile die von einem Gericht verhaengt wurden aendern oder aufheben kann, und das die Durchfuehrung einer Verurteilung zum Tode nicht vor Ablauf von 30 Tagen, nach dem das Berufungsgericht das Urteil bestaetigt hat, stattfinden darf.
Ausserdem widerspricht die Erhaengung waehrend des Eid al-adha irakischem und islamischen Brauch. Artikel 290 des Strafgesetzes von 1971 (welches zu grossen Teilen waehrend des Prozesses gegen Sadam zur Anwendung kam) besagt dass kein Todesurteil waehrend der Staatsfeiertagen und den religioesen Feiertagen durchgefuehrt werden darf.' "
Quelle http://www.juancole.com (bitte entschuldigt die etwas holperige Uebersetzung)
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03.01.2007, 13:43
AW: Zur Hinrichtung Saddam Husseins ...
@ Ruby
Ich verurteile ganz entschieden dass sich die irakische Regierung ueber herschendes irakisches Recht hinweggesetzt hat.
Und ein Grossteil der Iraker hat sich von den amerikanischen Besatzern Demokratie und Rechtssicherheit erhofft und ist bitter enttaeuscht worden. Siehe unter anderem Abu Ghuraib, Fallujah.
Wenn man deiner Argumentation folgt koennte man auf die Idee kommen die Iraker wuerden den jetzigen Status quo vorziehen.Geändert von Cassis (03.01.2007 um 13:50 Uhr)
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03.01.2007, 14:18Inaktiver User
AW: Zur Hinrichtung Saddam Husseins ...
Einmischung ist von uns aus auch kaum möglich - sorry, war dumm ausgedrückt.
Zitat von Inaktiver User
Ich finde, wir müssen die Entscheidung der Iraker, ihn zu hängen akzeptieren - sie haben ihre Gründe. Genauso hätten wir akzeptieren müssen, wenn sie ihn freigesprochen hätten - zwar zähneknirschend, aber wenn es der Wille der Iraker gewesen wäre?
Aber geht ja auch gar nicht um meine Meinung, meine moralischen Vorstellungen, sondern um die der Iraker. Erst hatten sie Saddam, der ihnen sagte, wo's langgeht. Jetzt stehen religiöse Führer bereit, um ihnen zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben. Der Westen mischt sich massiv ein; es geht darum, Interessen zu wahren...
Inwieweit die Hinrichtung dem Willen der Iraker entsprochen hat, das können wir hier im Westen nur ahnen. Die Verhältnisse dort sind unendlich kompliziert; selbst Fachleute können nur vermuten.
Yeti, Du schreibst, daß Bush Saddam zum Buhmann gemacht hat.
Stimmt nicht, Saddam war noch nie Engelchen. Er hat schon lange vor Bush gemordet, er hat ein Dorf ausgerottet, angeblich war er selbst mit seiner eigenen Sippe nicht gerade zimperlich.
Es ist nicht schade um ihn.
Die USA wussten immer, wer er ist, auch als sie ihn brauchten im Krieg gegen den Iran.
Ich finde auch, daß der Westen nichts im Orient verloren hat.
Aber - wir brauchen Öl, und das gibt es nun mal im Irak. Oder auch in Libyen...der nächste Schurke, bitte.
Wie gehen wir mit Ölstaaten um, die eine sogen. Schurkenregierung haben? Schwierig...
Ruby
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03.01.2007, 14:37Inaktiver User
AW: Zur Hinrichtung Saddam Husseins ...
..und dennoch gibt es Bilder von jubelnden Irakern, die feiern, weil der verhasste Diktator tot ist. Es gibt Gespräche mit Leuten, die sagen, daß ihre Angehörigen jetzt endlich gerächt worden sind.
Zitat von Cassis
Wir können hier nicht für die Iraker sprechen - das können sie nur für sich selbst.
Ähnlich ist es mit der amerikanischen Besatzung.
Es mag Iraker gegeben haben, die sich davon Sicherheit erhofft haben. Aber es gab auch viele, die von Anfang an gegen die Besatzung von Fremden waren, die aus einem anderen Kulturkreis kommen, eine gänzlich andere Lebensweise haben und letztlich ihre auch eigenen Interessen im Auge hatten.
Ich glaube nicht, daß die Iraker so leben wollen, wie es jetzt im Moment ist. Dei Nachrichten sind erschreckend, kaum ein Tag vergeht ohne Anschläge, ohne Tote...
Aber: wie kann man den helfen? Blinder Aktionismus hilft doch nichts, auch wenn wir die Umstände unerträglich finden, unter denen die Menschen dort existieren müssen. Die Zustände dort überfordern uns..
Müssten wir nicht die Iraker erst mal fragen, was sie wollen? Ich sage ja nicht, daß "wir" nichts tun sollen - aber was wäre angebracht? Es muss was geschehen. Aber was???
Mich macht die Lage dort ziemlich hilflos.
Ruby
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03.01.2007, 14:43
AW: Zur Hinrichtung Saddam Husseins ...
Egal, wie man es dreht und wendet - es ist einer Demokratie, die sich immer und überall die Menschenrechte an ihre Fahnen schreibt, schlichtweg unwürdig, sich auf dasselbe Niveau zu begeben wie die angeblich unzivilisierten islamischen Länder.
Mit welchem Recht werden Todesurteile ausgesprochen??? Es ist einfach nur anmaßend und selbstherrlich, sich über das Leben anderer hinwegzusetzen. Egal, welche Verbrechen begangen wurden.
Frage mich wirklich, wie ein Schwarzenegger sich fühlt, wenn er mit seiner Unterschrift ein Gnadengesuch ablehnt. Ich finde es von der Stadt Graz mutig, dass sie sich dagegen "mit ihren Mitteln" gewehrt haben und ihren "Lokalprinzen" dahin geschickt haben, wo er hingehört.
Aber noch mal ´ne andere Frage. Wo blieben eigentlich die Stimmen der westlichen Demokratien zum Todesurteil an SH? Wer hatte denn den Mumm, sich öffentlich kritisch zu äußern? Habt ihr was von unserer Frau Merkel gehört oder seitens der EU? Ich NICHT .... Vielleicht will man sich doch nicht mit den USA anlegen. Man war doch schon ungezogen genug, indem man nicht jubelnd mit ins irakische Feld gezogen ist. Und dass das Todesurteil seitens der USA gepuscht wurde, das ist ja wohl außer Zweifel. Doppelmoral verkauft sich halt doch immer besser, als eine eigene Linie zu fahren. Das war immer so und wird wohl immer so bleiben. Alles andere ist eine Illusion.
LG pragma02Geändert von Pragma03 (03.01.2007 um 14:49 Uhr)
Carpe diem!!
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03.01.2007, 16:03
AW: Zur Hinrichtung Saddam Husseins ...
@ Ruby
Wir diskutieren aneinander vorbei. Ich bezweifle ueberhaupt nicht dass es sehr viele Iraker gibt die sich persoehnlich erleichtert fuehlen und das Gefuehl haben ihren Toten Angehoerigen wurde Gerechtigkeit zuteil. Und ich halte dass auch fuer ein legitimes Gefuehl.
Aber mir geht es um die politische Dimension dieser Hinrichtung.
Und in meinem Augen ist und bleibt diese Hinrichtung in dieser Form und zudiesem Zeitpunkt ein unglaublicher politischer Fehler der den Konflikt nur weiter anheizen wird. Allein der Prozess der gegen ihn gefuehrt wurde war nicht rechtstaatlich, und der erste Richter wurde ausgewechselt weil er mit den staedingen Einmischungen der Regierung nicht 'zurechtkam'.
Das ein Prozess gegen Sadam Hussein mit einem Todesurteil enden wuerde habe ich von Anfang an fuer unausweichlich gehalten, aber ich haette es mir nicht traeumen lassen das es so schnell und so schlampig durchgefuehrt werden wuerde.
Und was den fehlenden Protest von Merkel angeht, ich haette es fuer viel heuchlerischer gehalten wenn sie die irakische Regierung kritisiert aber weiterhin zu den Hinrichtungen in den USA scweigt
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03.01.2007, 17:22
AW: Zur Hinrichtung Saddam Husseins ...
Hallo Cassis,
da hast du wohl recht, was unsere Bundeskanzlerin anbelangt. Immerhin hat sie Putin gegenüber Farbe bekannt. Das ist in unserer, aus gegenseitigen Interessen bestehenden, politischen Landschaft nicht selbstverständlich. Dafür hat sie meinen Respekt. Aber letztlich sind es nur Lippenbekenntnisse, die nicht wirklich zum Tragen kommen, wenn sie nicht auch konsequent "gelebt" werden. Aber die wirtschaftlichen Interessen gehen wohl vor. Da müssten wir uns dann ja wieder selber an die eigene Nase fassen. Was tun WIR ALLE denn? Gehen wir einmal wöchentlich au die Straße, um unseren Unmut zu bekunden? Tuns die Amerikaner? NEIN, weil wir eben letztlich auch nur Lippenbekenntnisse abgeben. Sie kosten nichts und kosten uns nicht unsere Bequemlichkeit.
Zum Glück gibt´s immer wieder Menschen, die eben auf ihren eigenen Vorteil verzichten, um Dinge voran zu bringen. Aber die Masse ergeht sich doch nur im Schwätzen und wenn und aber. Aktiv werden hingegen, das ist wieder eine andere Ebene.
Also meine Frage. Sind wir nicht genauso heuchlerisch wie viele andere? Bin etwas ratlos ....
LG pragma03Carpe diem!!
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03.01.2007, 17:22
AW: Zur Hinrichtung Saddam Husseins ...
Hallo Cassis,
da hast du wohl recht, was unsere Bundeskanzlerin anbelangt. Immerhin hat sie Putin gegenüber Farbe bekannt. Das ist in unserer, aus gegenseitigen Interessen bestehenden, politischen Landschaft nicht selbstverständlich. Dafür hat sie meinen Respekt. Aber letztlich sind es nur Lippenbekenntnisse, die nicht wirklich zum Tragen kommen, wenn sie nicht auch konsequent "gelebt" werden. Aber die wirtschaftlichen Interessen gehen wohl vor. Da müssten wir uns dann ja wieder selber an die eigene Nase fassen. Was tun WIR ALLE denn? Gehen wir einmal wöchentlich auf die Straße, um unseren Unmut zu bekunden? Tuns die Amerikaner? NEIN, weil wir eben letztlich auch nur Lippenbekenntnisse abgeben. Sie kosten nichts und kosten uns nicht unsere Bequemlichkeit.
Zum Glück gibt´s immer wieder Menschen, die eben auf ihren eigenen Vorteil verzichten, um Dinge voran zu bringen. Aber die Masse ergeht sich doch nur im Schwätzen und Wenn und Aber. Aktiv werden hingegen, das ist wieder eine andere Ebene.
Also meine Frage. Sind wir nicht genauso heuchlerisch wie viele andere? Bin etwas ratlos ....
LG pragma03Carpe diem!!
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03.01.2007, 20:22
AW: Zur Hinrichtung Saddam Husseins ...
Die 68er, die 70er und auch die 80er, die ständig auf die Straße gingen, daß eine gerechte Verteilung der Mächte und des Geldes stets gegeben ist, genau diese Leute regieren heute und machen das Gegenteill von allem.
Vorne an sehe ich Leute wie Schily als größten Wendehals und räuber der demokratischen Rechte. Dann war mit vorn der Unsozialkanzler Schröder, der die gröpßte Pleitewelle seit Weltkriegsende herbeiführte, der den Armen nahm und den Imperien gab, die von unfähigen Menschen geführt werden. Schröder der Rechtsanwalt, der aus Unrecht Recht machte und die Rechtsanwälte segnete. Er ist der Kanzler, der die Wirtschaft du Fall brachte. Er war der, der zum erstenmal Deutsche Soldaten in den Krieg führte. Dies geschah zusammen mit der angeblichen Friedenspartei, den heuchlerischen Grünen.
Leider gibt es den Schröderismus noch immer, denn die EU hat Druck gemacht. Das Deutsche Volk aber schläft weiter und glaubt an den Weihnachtsmann.
Wenn Schäuble nun seine Idee mit den Flugzeugabschüssen durchkriegt, dann nämlich wird die Regierung vor dem Volk geschützt und niemand mehr schützt das Volk vor der Regierung. Die Demokratie wird scheibchenweise vernichtet.
Die Imperien haben unser Geld, die Imperialisten haben es verschleudert.
Wir aber bringen unser Geld zur Bank, damit die Imperien es vermehren. Aber wir kriegen vom Gewinn nur einen kleinen Teil. Beim Verlust haben wir die volle Rechnung zu zahlen.
Welch eine zwiespaltige Welt. Wir alle machen uns zu Opfern des schnöden Mammons.
Der Islam verbietet diese Art von Geldvermehrung. Ist das nicht viel menschlicher?
BTW: was hat das alles noch mit Saddam zu tun?


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