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Thema: Die Wahl der Qual
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01.08.2016, 11:50Inaktiver User
AW: Die Wahl der Qual
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02.08.2016, 13:02
AW: Die Wahl der Qual
Faszinierend. Ein einziger Beitrag zum Thema, aber ein richtig guter. Interessant finde ich Deine Einschätzung, daß wir Nummer 4 schon recht nahe sind. Hätte ich so nicht behauptet, aber gewisse Tendenzen sind nicht zu leugnen.
Vor diese schwere Wahl gestellt würde ich mich wohl auch für den Kommunismus entscheiden. Zum einen ist mir das am ehesten vertraut und es würde mir nicht so total schwerfallen, mich da hineinzugewöhnen. Zum anderen finde ich die Ideologie als solche faszinierend, auch wenn sich mein Optimismus in Grenzen hält, wenn es um die Frage geht, ob jemals irgendwo die Phase "Diktatur des Proletariats" überschritten wird, aber es wäre eine tolle Utopie.
Mich faszinieren Gedankenspiele dieser Art und Meinungsaustausch darüber, vor allem wenn es nicht nur um Fragen wie "Kaffee oder Tee" geht. Es erfordert natürlich eine gewisse Bereitschaft, sich ernsthaft auf die Fragestellung einzulassen und zu überlegen, was das für das eigene Leben bedeuten würde. Und so stabil unsere Gesellschaft auch zu sein scheint, niemand ist sicher, daß es nicht auch ganz schnell wieder ganz anders kommen kann.Berufswunsch?- Hm, ja... am Liebsten was mit Tieren- Schlachter oder so...
Wie das schmeckt? Na ungefähr so, als ob man ein abgebranntes Fischerboot ableckt.
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02.08.2016, 16:52Inaktiver User
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02.08.2016, 20:47Inaktiver User
AW: Die Wahl der Qual
Wenn gestattet, und da offensichtlich eh keine weitere ernsthaft Beteiligung zu erwarten ist, nehme ich doch die "Nummer 4" mal im Detail.........
Absolute Monarchie ist vorbei, keine Frage.
Führerkult ham´a auch nicht.
Bleibt Ideologiefrei. Das mit trifft es ja schon mal.
Nun ja. Ein trefflicher Streitpunkt.
Es ist zwar formell nicht ein Regent......er/sie versteckt sich hinter etwas mehr als 600 anderen.................aber im Prinzip ? Kanzler/in hätten wir ja.
Das hatten wir ja schon. Echt schrecklich das. Null Verlässlichkeit und Kontinuität
Das dies so ist, kann kein ehrlicher Mensch bestreiten. Noch heute legt sich kaum einer freiwillig mit unmittelbaren "Obrigkeiten" an. Die sind nur anders strukturiert als damals.
Volltreffer !
Der Wohlstand ist gerade so temperiert, dass alle satt und halbwegs zufrieden sind.
Die Wertschöpfung läge um ein vielfaches höher, aber eben nicht für die Wertschöpfenden.
Nicht für umsonst geht die Schere zwischen arm und reich seit Jahrzehnten immer schneller auseinander. Nutznießer sind die modernen Lehensherren.
Adliges Familientum, wurde einfach durch wirtschaftliches ersetzt. Wo ist der Unterschied?
Richtig, es gibt keinen.
Und "nicht anecken" wird einem angesichts der drohenden Konsequenzen auch leicht gemacht. Besser Klappe halten.
Erstens kann einem auch hier "jederzeit und alles mögliche" entzogen werden.
Das nennt sich dann Maßregeln der Besserung- und Sicherung. Ein vom Volk kaum beachteter Teil des sogenannten "Nebenstrafrechts". Jederzeit und völlig willkürlich einsetzbar.
Und zu Beschränkungen und Kontrolle der modernen Technik, gab es ja auch reichlich Vorstöße seitens der Lehensherren.........................äh, Verzeihung, Politiker.
Tatsache ist längst, dass man das Handynetzt jederzeit nach Belieben abschalten kann. Damit auch das Internet.
Dessen Zensur erweckt in regelmäßigen Abständen Begehrlichkeiten seitens der Herrschenden., da es das einzige von ihnen nicht absolut kontrollierte Medium ist.
Von der Leine´s "Stoppschild" ist da noch eines der eher harmlosen Beispiele. Chinesische ""Lösungen"" schweben ihnen da schon eher vor.
Und wo genau sind wir nun nochmal so weit weg von Nummer 4 ????
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05.08.2016, 14:19
AW: Die Wahl der Qual
Na ja, so ganz ideologiefrei sind wir ja auch nicht. Man glaubt daran, daß der Markt es schon irgendwie richten wird- was er natürlich auch tut, aber eben nur eindimensional, nach Rentabilitätskriterien. Wie man vor diesem Hintergrund Dinge wie Energieversorgung, Post und Telekommunikation oder gar das Gesundheitswesen privatisieren konnte, wird man nur verstehen, wenn man die individuellen Profite sieht, die auf Kosten der Allgemeinheit erwirtschaftet werden.
Auch sonst gibt es noch einiges ideologisches, das Faszinierende ist nur, daß sich die daraus resultierenden Handlungsansätze weitgehend gleichen.
Vom "Führerprinzip" sind wir schon weit weg, hat doch unsere [editiert] alle Hände voll damit zu tun, ihre eigene Anhängerschaft hinter sich zu halten. Interessante Konstellation... Daraus folgt aber geradezu zwingend der nächste Punkt:
Heuto so, morgen so kann man eigentlich nicht wirklich sagen, auch wenn es einige 180°-Wendungen gegeben hat. Die waren aber weniger darin begründet, daß die "Führerin" ihre Ansichten spontan geändert hätte, vielmehr hat sie sich spontan der vermeintlichen Mehrheitsmeinung angepaßt oder Entscheidungen konsequent vermieden, so daß äußere Einflüsse das Ruder übernommen haben.
Auch im nächsten Punkt bin ich eigentlich anderer Meinung. Die Menschen hier sagen schon offen ihre Meinung. Und es ist toll, daß wir die Freiheit dazu haben. Die Sache hat nur zwei Haken:
1. Man kann laut fordern, was man will, es wird sofort jemand kommen und das Gegenteil fordern.
2. Man kann Mißstände offen anprangern. In autoritären Gesellschaften würde man dafür eingesperrt oder schlimmeres. Hier wird man schlicht ignoriert. Es muß schon eine riesige Protestwelle sein, so groß, daß der nächste Wahlsieg dadurch gefährdet ist, sonst passiert nichts.
Was den Wohlstand angeht, bin ich voll bei Dir. Die Massen haben eben so viel, daß sie nicht wirklich aufbegehren. Und tun sie es doch einmal, werden sie geschickt gegeneinander ausgespielt. Die, die die Fäden in der Hand halten, sitzen weit oben in den Kulissen, unsichtbar und unberührbar.
Ja, direkt entzogen wird einem so schnell nichts. Aber was nützt das tollste Handy ohne Netz? Oder das schnellste Auto, ohne die richtige Umweltplakette? Wir sollten nicht klagen, andere würden es lächerlich finden, aber natürlich gibt es Begehrlichkeiten. Mal muß der Umweltschutz als Vorwand herhalten (wobei man die wahren Ursachen für die Probleme weitgehend unberührt läßt), mal ist es die innere Sicherheit und der Schutz vor der Terrorgefahr, die die Eingrife in die Persönlichkeitsrechte rechtfertigen müssen.Geändert von ganda55 (05.08.2016 um 18:15 Uhr) Grund: Provokation rausgenommen.
Berufswunsch?- Hm, ja... am Liebsten was mit Tieren- Schlachter oder so...
Wie das schmeckt? Na ungefähr so, als ob man ein abgebranntes Fischerboot ableckt.



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wenn , wenn ich auf der Startseite das berühmte "das ändert sich ab......." lese. 