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Thema: Die Presse

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    AW: Die Presse

    Nach Interventionen aus dem Hause Springer soll Verleger Dirk Ippen die Veröffentlichung investigativer Berichterstattung über Julian Reichelt verhindert haben, der heute überraschend als Bild-Chefredakteur gefeuert wurde (Quelle). Laut New York Times habe Springer-Vorstandschef Döpfner in einer Mail geschrieben die Vorwürfe gegen Reichelt müssten sehr vorsichtig behandelt werden. Denn Reichelt sei "wirklich der letzte und einzige Journalist in Deutschland, der noch mutig gegen den neuen DDR-Autoritätsstaat rebelliert". (Quelle)

    Ich bin gerade einigermaßen sprach- und fassungslos.
    Meine Rechte sehe ich nicht beschränkt oder bedroht. Ich sehe mich bedroht durch Rechte und Beschränkte. Und lieber glaube ich Wissenschaftler/innen, die sich auch mal irren, als Irren, die glauben sie seien Wissenschaftler.
    Netzfund

  2. Inaktiver User

    AW: Die Presse

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    Nach Interventionen aus dem Hause Springer soll Verleger Dirk Ippen die Veröffentlichung investigativer Berichterstattung über Julian Reichelt verhindert haben, .........


    .
    Davon hatte ich heute morgen gelesen und dass die Journalisten des Ippen-Medienverlags sich gemeinsam gegen die Entscheidung wehrten, ihre Recherche nicht zu veröffentlichen.
    Es war damit nur eine Frage der Zeit, wie lange Springer Reichelt halten konnte- aber dieses Zurückhalten der Recherche-Ergebnisse durch Ippen ist tatsächlich zum k .....

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    AW: Die Presse

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... aber dieses Zurückhalten der Recherche-Ergebnisse durch Ippen ist tatsächlich zum k .....
    ... im Strahl, wenn das kein Einzelfall bleibt, sondern der Springer-Verlag auf diese Art nicht nur die eigenen Leser/innen manipulieren kann.
    Meine Rechte sehe ich nicht beschränkt oder bedroht. Ich sehe mich bedroht durch Rechte und Beschränkte. Und lieber glaube ich Wissenschaftler/innen, die sich auch mal irren, als Irren, die glauben sie seien Wissenschaftler.
    Netzfund

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    AW: Die Presse

    Gerade ist beim Spiegel ein Kommentar online gegangen zur Causa Julian Reichelt, in der genau das geschrieben steht, was mir bei der Sache auch durch den Kopf gegangen ist.

    In die Berichterstattung über den Fall des gefeuerten »Bild«-Chefredakteurs Julian Reichelt hat sich in den letzten Tagen ein merkwürdig prüder Ton geschlichen. Inzwischen entsteht der Eindruck, Frauen seien stets und grundsätzlich die Opfer in Beziehungen mit männlichen Vorgesetzten – auch dann, wenn sie selbst eine solche Beziehung wünschten. Hinter einer solchen Sicht steckt ein Weltbild, in dem Frauen nicht imstande sind, selbstbestimmt die Entscheidung darüber zu treffen, mit wem sie ins Bett gehen wollen. Das ist eine besonders perfide Art der Diskriminierung, weil sie sich als Fürsorge tarnt.

    Fall Julian Reichelt
    Die Entmündigung der Frau

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    AW: Die Presse

    Und? Ändert das irgendwas am Verhalten Reichelts?
    Meine Rechte sehe ich nicht beschränkt oder bedroht. Ich sehe mich bedroht durch Rechte und Beschränkte. Und lieber glaube ich Wissenschaftler/innen, die sich auch mal irren, als Irren, die glauben sie seien Wissenschaftler.
    Netzfund

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    AW: Die Presse

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    Und? Ändert das irgendwas am Verhalten Reichelts?
    Das will ich doch nicht hoffen

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    AW: Die Presse

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    Und? Ändert das irgendwas am Verhalten Reichelts?
    Die sind ja bei BILD wie zu Ulbrichts Zeiten, da musste die Partei erst genehmigen, ob zwei sich Liebende im gleichen Verlag ein Verhältnis eingehen durften.
    Die jungen Männer haben es heutzutage ziemlich schwer, sie müssen nach einem beruflichen Aufstieg immer damit rechnen, von einer Verflossenen der Anmache bezichtigt zu werden.
    Kein Wunder, dass so viele junge Männer beziehungsgestört sind, kein Risiko eingehen und eher tindern.
    Wenn Reichelt schwul wäre, hätte er diese Probleme jetzt nicht, dann wäre das sicher ohne Beanstandung gelaufen und in der LGBT Szene positiv erwähnt worden.
    Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.
    Aristoteles

  8. Moderation

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    AW: Die Presse

    Zitat Zitat von Monaline Beitrag anzeigen
    Gerade ist beim Spiegel ein Kommentar online gegangen zur Causa Julian Reichelt, in der genau das geschrieben steht, was mir bei der Sache auch durch den Kopf gegangen ist.

    [...]
    Ich finde den Kommentar in der Argumentation sehr schwach und hätte von Bettina Gaus, die ich sonst schätze, etwas anderes erwartet.

    Sie ignoriert die Erkenntnis ihrer Kolleg*inn*en, die schon im März 2021 zur Causa Reichelt schrieben:
    Dass einige der Frauen, mit denen er zeitweilig sein Privatleben geteilt haben soll, beruflich von ihm abhängig waren, störte Reichelt offenbar nicht. Dabei ist das die entscheidende Grenze. Das Privatleben auch eines »Bild«-Chefs geht die Öffentlichkeit nichts an – solange er es nicht unzulässig mit Beruflichem vermischt.
    Quelle, Hervorhebung von mir

    Ihm wird nicht vorgeworfen, dass er mit unterschiedlichen Frauen sexuelle Beziehungen unterhielt. Solange diese einvernehmlich waren, geht das wirklich niemanden etwas an. Der Vorwurf ist der, dass er Frauen, die sich mit ihm einließen, berufliche Chancen ermöglicht und die, die sich von ihm abgewandt haben, fallen gelassen haben soll.

    Aus diesem Grund werden ihm Machtmissbrauch und Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen vorgeworfen. Gaus weiß das offenbar, das entnehme ich dem Kommentar, ignoriert es dann aber in der Konsequenz, die sie zieht: Wenn jetzt jedoch einvernehmliche sexuelle Beziehungen pauschal als »Machtmissbrauch« eingestuft werden [...] - nein, werden sie nicht. (Quelle)

    Es wirft ja schon mal kein gutes Licht auf den Herrn, dass es für die Wirtschaftskanzlei, die im Auftrag der Compliance-Abteilung des Verlags im Frühjahr die Vorwürfe gegen den Bild-Chef aufklären sollte, extrem schwierig war, Aussagen von Zeuginnen zu bekommen:

    Das Gros der Frauen, so heißt es, wolle sich gegenüber der Kanzlei nur anonym äußern, zu groß sei ihre Angst vor Konsequenzen. Reichelt, so scheint es, hat in der Redaktion eine Kultur der Angst geschaffen, die es nun schwer macht, die Fälle aufzuklären. Die Furcht vor seiner Rache ist offenkundig groß.

    (Quelle s. 1. Link)


    Würde eine Frau in einer Leitungsposition ihr untergebene jüngere Männer ebenso behandeln, wie es Reichelt vorgeworfen wird, wäre dies genauso kritikwürdig, und auch, wenn es ein homosexueller Mann täte (@Rixator).
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

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    AW: Die Presse

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Sie ignoriert die Erkenntnis ihrer Kolleg*inn*en
    Quelle,
    Der wichtigste Satz in diesem Spiegelartikel ist meiner Meinung nach dieser:

    Aus Verlagskreisen heißt es, die Hinweise seien oft nicht explizit genug gewesen, zu viel Hörensagen, zu wenig Belastbares, zu viel Anonymes.

    Und das spricht ja wohl auch Bände:

    Der Erste, der sie öffentlich machte, mehr raunend als aufklärend, war vor einer Woche der Komiker Jan Böhmermann.

    Das hat er einfach drauf, der Böhmermann: "mehr raunend als aufklärend". Man kann ja mal einfach mal etwas in den Raum raunen. Etwas wird dann wohl schon hängen bleiben. Ich mag diese Art nicht, Entweder soll er stichhaltige Beweise vorlegen oder die Klappe halten. Aber dieses 'Raunen' find ich unanständig.

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    AW: Die Presse

    Zitat Zitat von Monaline Beitrag anzeigen
    ……
    Das hat er einfach drauf, der Böhmermann: "mehr raunend als aufklärend". Man kann ja mal einfach mal etwas in den Raum raunen. Etwas wird dann wohl schon hängen bleiben. Ich mag diese Art nicht, Entweder soll er stichhaltige Beweise vorlegen oder die Klappe halten. Aber dieses 'Raunen' find ich unanständig.
    Böhmermann ist unanständig!
    Das hat er mehrfach beweisen, mit den üblen Gedicht über Erdogan, in der Diskussion mit Lanz wegen Streck und Kekule und auch in anderen Angelegenheiten hat Böhmermann seinen widerlichen Charakter gezeigt.
    Wer diese Art mag, bitteschön, das ist keine Satire mehr, ich finde es abartig.
    Ich schau mir das nicht an.
    Geändert von Rixator (21.10.2021 um 20:57 Uhr)
    Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.
    Aristoteles

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