Ja, der schöne Traum von Europa, wer hat den nicht.
Ich auch.
Frieden?
In meiner Jugend, in der Nachkriegszeit gab es den Slogan: nie wieder Krieg. Denn da waren die Folgen noch zu spüren.
Dann schau Dir mal an, wo die Bundeswehr zur Zeit überall im Einsatz ist. Denn wir sind global. Die Soldaten müssen die Wege nicht mehr zu Fuss machen.
Bei dem Ukraine-Konflikt hat die EU nicht gerade geglänzt.
Und Du meinst, das mit den Menschenrechten, die weitestgehend geachtet werden, wird sich z.B. bei den Briten nun ändern?Ein Riesengebiet, in dem Menschenrechte weitestgehend geachtet werden, ohne nationale Grenzen, die kulturelle und ethnische Gruppen trennen.
Ja, das ist ein gutes Argument.Ich habe die Freiheit, in Europa leben und arbeiten zu können, wo ich will.
Oder wenigstens die Freiheit, innerhalb der EU reisen zu können, wohin ich will, ohne dass mein Zielland an der Grenze entscheiden kann:
"Nö, dessen Nase gefällt uns nicht, den lassen wir nicht rein."
Das wird in der Welt ja immer schwieriger. Eine Bekannte erzählte, sie seien in den 80er Jahren mit dem Motorrad quer durch Nord- und Mittelafrika gereist, was heute unmöglich wäre.
Oder die vielen Hippies, die nach Indien oder Goa aufgebrochen sind, durch Mittel- und Südamerika ...
Voll Zustimmung. Doch hast Du das Gefühl, das leistet die EU?Mit einer einheitlichen Außenpolitik, einheitlichen Streitkräften, einheitlicher Polizei, einheitlichen Steuergesetzen, einheitlichen Bürgerrechten, einheitlichen Umwelt-, Sozial-, und Arbeitsschutz-Gesetzen.
Ob die für mich in Berlin oder Brüssel gemacht werden, ist mir nicht wichtig. Ob da Italiener, Portugiesen, Franzosen, Deutsche oder Dänen oder doch Deutsche die richtigen Argumente haben, ist mir egal.
Das Argument zählt.
Wichtig ist mir, dass Gesetze und Regeln für alle Menschen um mich herum gleichermaßen gemacht werden.
Statt dass meine Realität in der Vorstandetage von Goldman-Sachs, den Clubs der City of London, in den Hinterzimmern Washingtons bzw. Moskaus oder der Parteizentrale in Peking entschieden wird.
(der gesamte Text) wäre wünschenswertWas ich ändern will?
Mehr Transparenz...
ich habe aber das Gefühl, die EU bewegt sich in die diese Richtung
Und ich würde so hoffen, dass der Austritt der Briten zu einem Umdenken in die von Dir "geträumte" Richtung geht, dann könnten auch die Briten wieder eintreten.dass meine Realität in der Vorstandetage von Goldman-Sachs, den Clubs der City of London, in den Hinterzimmern Washingtons bzw. Moskaus oder der Parteizentrale in Peking entschieden wird.
Antworten
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28.06.2016, 09:07
AW: Was bringt uns die EU, was finden wir gut, was wollen wir ändern?
Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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28.06.2016, 09:23Inaktiver User
AW: Was bringt uns die EU, was finden wir gut, was wollen wir ändern?
@ Elenya
Ohne die EU bzw. deren Vorgängen gäbe es Schengen nicht.
Ich erinnere mich noch in den 70ern müsste man den Ausweis an der französischen Grenze vorzeigen.
Inwieweit das mit Arbeiten möglich war, weiß ich nicht.
Die Beziehung zu den Frankreich war in meiner Kindheit speziell.
Mein Vater ist in der französischen Besatzungszone aufgewachsen und, dass seine Schwester nach Frankreich für Aupair und Studium ging, war wohl eine lange Debatte. Auch in den 70er/80ern war das Verhältnis... schwierig.
Das Glück mit dem Frieden... hängt auch an bilateralen Verträgen. Mit jedem Land einzelne Verträge abzuschließen, kostet Zeit, Geld und Personal.
Und.. es bringt Verdruss.
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28.06.2016, 09:34Inaktiver User
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28.06.2016, 09:45Inaktiver User
AW: Was bringt uns die EU, was finden wir gut, was wollen wir ändern?
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28.06.2016, 09:59Inaktiver User
AW: Was bringt uns die EU, was finden wir gut, was wollen wir ändern?
Dann würden sie erst recht nicht wieder eintreten, denn der "Superstaat Europa" ist für die Briten ein Schreckgespenst.
Ich halte eine gemeinsame Linie bei manchen Fragen - vor allem in der Sicherheits- und Außenpolitik - für dringend nötig. Auch eine Europäische Armee und eine Europa-Polizei wäre für mich denkbar.
Und natürlich einheitliche Umweltgesetze.
Schon bei den einheitlichen Steuern wird es schwierig - und noch viel mehr bei den Renten und Sozialausgaben. Die sind in den einzelnen Staaten extrem unterschiedlich.
Beispiel: Renteneintrittsalter und Nettoersatzquote. Zum Vergleich .
Deutschland liegt unter dem OECD-Durchschnitt (57,1 Tendenz nach unten), das Renteneintrittsalter wurde für alle auf 67 hoch gesetzt.
In krassem Gegensatz dazu Österreich: Gesetzliches Renteneintrittsalter Frauen: 60 Jahre, Männer 65 (die meisten gehen noch früher). Nettoersatzquote um die 80%
Natürlich ist das auf Dauer kaum durchzuhalten. Aber das Thema ist eine Heilige Kuh - die Ösis würden vermutlich eher aus der EU austreten, als sich den Deutschen anzupassen.
Und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Deutschen glücklich darüber wären, den Ösis ihre frühen und relativ hohen Renten zu finanzieren, während sie selbst viel schlechter abschneiden.
Dasselbe gilt für die Sozialausgaben: Die sind in manchen Ländern üppig, in anderen nicht. Da sich aber niemand etwas wegnehmen lassen möchte, hätten bei Abstimmungen über solche Themen die Austrittsgegner die Nase vorne.
Wahrscheinlich auch in den Nettozahlerländern, die nicht auf Dauer die Melkkuh für die anderen machen möchten.
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28.06.2016, 14:52Inaktiver User
AW: Was bringt uns die EU, was finden wir gut, was wollen wir ändern?
Das weiß ich doch alles.
Ich kenne die Geschichte der EU wirklich ganz gut.
Mich wundert eben nur dieses: Ohne die EU wäre das uns das alles nicht möglich.
Die EU ist ein - aus meiner Sicht gelungenes - Konstrukt der Zusammenarbeit von Staaten.
Es gibt aber eben auch andere Möglichkeiten dazu.
Das hier:
ist denke ich ein wichtiger Punkt.
Die EU ist auf ne Weise "praktisch".
Denn sie regelt ne Menge Dinge auf einmal für viele Staaten.
Es gibt aber gleichzeitig bei fast allem, Sonderregeln für bestimmte EU-Länder, so dass es dann eben doch wieder Einzellösungen für bestimmte Staaten gibt.
GB war da führend bei den Sonderlösungen - auf eigenen Wunsch. Andere Staaten würden gerne mehr, dürfen aber nicht - so die ärmeren Länder.
Vermutlich gibt es nicht eine einzelne Regelung für die es keine Ausnahme gibt, es gibt ja nicht mal eine gemeinsame Währung.
Ich sehe die EU glaube ich recht pragmatisch.
Und ich glaube auch, dass es sehr schlau von der Poiltikern war, zuerst auf wirtschaftliche Zusammenarbeit zu setzen und nicht ideologisch vorzugehen.
Ich glaube, das wäre auch die gesündeste Basis weiterzumachen.
Pragmatischer Zusammenschluss eigenständiger Staaten, die gerne in etlichen Bereichen zusammen arbeiten wollen.
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28.06.2016, 14:53Inaktiver User
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28.06.2016, 15:01Inaktiver User
AW: Was bringt uns die EU, was finden wir gut, was wollen wir ändern?
Ich glaube nicht, dass wir hier überall schon so weit wären, wenn wir einzelstaatliche Abkommen hätten - es betrifft ja nicht nur D-Frankreich, sondern auch Frankreich-Spanien etc.
Oder versteh ich dich da falsch?
Welche?Die EU ist ein - aus meiner Sicht gelungenes - Konstrukt der Zusammenarbeit von Staaten.
Es gibt aber eben auch andere Möglichkeiten dazu.
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28.06.2016, 15:01Inaktiver User
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28.06.2016, 15:11Inaktiver User
AW: Was bringt uns die EU, was finden wir gut, was wollen wir ändern?
Es muss ja nicht nur bilateral sein, es können sich ja auch mehrere Staaten zusammen schließen.
Es gibt doch tausende Beispiele für Abkommen in denen sich mehrerer Staaten zu bestimmten Zwecken zusammenschließen - ob militärisch, wirtschaftlich, im Reiseverkehr, als Zollunion.
Die EU vereint halt einiges davon - aber dann auch wieder nicht. s. die oben angesprochenene Sonderregelungen für einzelne Länder.



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