Ist es wirklich Freiheit, mich so und so zu verhalten, nur weil mir das mein Glauben oder meine Familie so suggeriert bzw. mich so erzogen hat, dass ich zum Beispiel es nicht als frei sondern als äußerst unangenehm empfinde, einige Körperteile von mir zu zeigen?
Es ist und bleibt ein Zwang, ob er nun von der Religion kommt oder von der Familie oder ob ich ihn mir selbst auferlegt habe.
Freiheit ist was anderes. Freiheit ist auch, mich so zu zeigen, wie ich bin und wer ich bin.
Es ist erschreckend, dass es Frauen (aus unseren Breiten) auch noch gut finden, dass Frauen ihren Körper verstecken.
Antworten
Ergebnis 581 bis 590 von 4597
Thema: Burkini-Verbot
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13.06.2016, 00:43Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
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13.06.2016, 00:47Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
.überflüssig
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13.06.2016, 01:07
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13.06.2016, 01:21
AW: Burkini-Verbot
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Geändert von Rotfuchs (13.06.2016 um 06:43 Uhr)
Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)
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13.06.2016, 01:47Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Mal angenommen, ein Burkini oder eine Burka sei ein Mittel zur Unterdrückung von Frauen. Afghanistan z.B. legt diese Einschätzung sogar nahe. Jetzt mal angenommen, es sei so.
Gewaltanwendung ist ja auch verboten, - obwohl es irgendwo Leute gibt, die daran sogar freiwillig in irgendeiner Weise Spaß haben (Sado Maso). Sollte man es jetzt deshalb nicht mehr verbieten, jemand anderen zu schlagen?
Wenn man Gewaltanwendung verbietet, können es Sado Maso Anhänger zu Hause in den eigenen vier Wänden trotzdem einvernehmlich tun (sich schlagen usw.). Aber in der Öffentlichkeit eben nicht.
Es ist auch verboten, eine Person an Ketten zu legen oder einzusperren. Deshalb können es zwei Leute trotzdem zu Hause einvernehmlich tun, sich gegenseitig anketten z.B., machen ja auch welche (Sado Maso Spiele), aber eben nicht in der Öffentlichkeit. Man kann nicht jemand in der Öffentlichkeit an Ketten herumführen. Außer bei einer Demo vielleicht, um damit etwas auszusagen.
Und so wäre es auch mit Burkinis und Burkas. Zu Hause, und im eigenen Schwimmbad, oder in von moslemischen Gemeinden errichteten Schwimmbädern, also quasi eine geschlossene Gesellschaft, in der darüber Einvernehmen herrscht, kann es dann ja getragen werden. Aber nicht in der Öffentlichkeit, nicht in öffentlichen Schwimmbädern.
Alles steht und fällt damit, ob man eine Burka/Burkini und Ähnliches als generell unterdrückerisch für Frauen ansieht.
Echte Männer? Oder Blödmänner, die den Frauen die "Freiheit und Erhabenheit unter der Burka" nicht gönnen?:
Kabul: Männer demonstrieren in Burkas für Frauenrechte - Panorama - Süddeutsche.de
Mitte der neunziger Jahre kamen die radikalislamischen Taliban in Afghanistan an die Macht. Sie beraubten die Frauen fast aller Rechte: Sie durften nicht mehr arbeiten, ab dem Alter von acht Jahren nicht mehr zur Schule gehen, ohne die Begleitung eines männlichen Blutsverwandten das Haus nicht mehr verlassen und selbst wenn, dann nur mit Ganzkörperschleier.Geändert von Inaktiver User (13.06.2016 um 02:29 Uhr)
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13.06.2016, 07:03
Geändert von Analuisa (13.06.2016 um 16:17 Uhr) Grund: Userthematisierung, Crossposting gelöscht
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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13.06.2016, 07:21Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Ja sicher!
Da sind wir gegensätzlicher Meinung.Es ist und bleibt ein Zwang, ob er nun von der Religion kommt oder von der Familie oder ob ich ihn mir selbst auferlegt habe.
Freiheit ist was anderes. Freiheit ist auch, mich so zu zeigen, wie ich bin und wer ich bin.
Wieviele Leute heiraten kirchlich, weil sie meinen, dass ihre Religion ihnen das vorschreibt?
Tun die das alle unter Zwang und sollten dann bitte nur noch aufs Standesamt gehen, denn "aus religiösen Gründen" = gezwungen?
Vielleicht verstehe ich Dich falsch, aber genauso hört sich das für mich an.
NIcht dass sie es tun, dass sie die Wahl haben.Es ist erschreckend, dass es Frauen (aus unseren Breiten) auch noch gut finden, dass Frauen ihren Körper verstecken.
Ich fände es ganz schön erschreckend wenn ich gezwungen wäre meinen Körper zu zeigen, ebenso wie ich es erschreckend fände wenn ich gezwungen wäre ihn zu verstecken.
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13.06.2016, 07:29Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Das stimmt - wegen der Komponente "Sex in der Öffentlichkeit", nicht wegen des Schlagens.
Es gibt z.B. öffentliche Boxkämpfe, da schlagen sich 2 in der Öffentlichkeit und das ist nicht verboten.
Grundsätzlich ist das was da verboten ist ja die Körperverletzung, es wird nicht dadurch verbotener dass man vor Zeugen körperverletzt.
Ah.Es ist auch verboten, eine Person an Ketten zu legen oder einzusperren. Deshalb können es zwei Leute trotzdem zu Hause einvernehmlich tun, sich gegenseitig anketten z.B., machen ja auch welche (Sado Maso Spiele), aber eben nicht in der Öffentlichkeit. Man kann nicht jemand in der Öffentlichkeit an Ketten herumführen. Außer bei einer Demo vielleicht, um damit etwas auszusagen.
Wenn man etwas damit aussagen will darf man?
Du demontierst Dich gerade selbst.
Ich habe auch schon anlässlich einer Feier jemand an einer Kette herumgeführt, durch die Innenstadt, denn wir reisten mit dem öffentlichen Nahverkehr an.
Keiner von uns kam auf die Idee dass das verboten sein soll.
Ist es auch nicht - verboten sind nicht die Ketten sondern der Zwang.
Siehe oben.Und so wäre es auch mit Burkinis und Burkas. Zu Hause, und im eigenen Schwimmbad, oder in von moslemischen Gemeinden errichteten Schwimmbädern, also quasi eine geschlossene Gesellschaft, in der darüber Einvernehmen herrscht, kann es dann ja getragen werden. Aber nicht in der Öffentlichkeit, nicht in öffentlichen Schwimmbädern.
Dein Vergleich stimmt hinten und vorne nicht, alles was Du beschreibst ist zwar verboten, wenn es unter Zwang geschieht, aber nicht speziell dann, wenn es in der Öffentlichkeit geschieht.
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13.06.2016, 07:32Inaktiver User
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13.06.2016, 07:53
AW: Burkini-Verbot
Bei uns tragen viele Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene Badeshorts mit Badeshirt. Klick - meine Kinder auch. Oder solche Einteiler.
Bei der Bildersuche fand ich auch den Burkini für den Mann, wird UV-Schutzanzug genannt. Aus der Beschreibung von Amazon:
leicht, hoch tragekomfort, schnell trocken, Tight, langlebig, geeignet für Aktivitäten im Wasser wie Schnorcheln, Surfen, Schwimmen, Tauchen usw.
Vereint Stabilität und Flexibilität für hohe Bewegungsfreiheit, Nesselschutz für Einsatz im Meer.
Diese mit Kapuze habe ich noch nie gesehen, auch nicht am Meer im Wassersportgebiet. Dort findet man die klassischen "Surfeinteiler".
Ich denke, die Badekleidung - gerade im Freibad - verändert sich zu mehr Bedeckung wegen der Sonneneinstrahlung. In unserem Schwimmbad, wo die Schulklassen hingehen, sind die locker sitzenden Shorts verboten, es dürfen nur enge Badehosen getragen werden, weil zu viel Wasser rausgeschleppt wird. Wir wohnen am Rande des sozialen Brennpunkts und Burkinis sind kein Thema. Entweder gehen sie nicht ins Schwimmbad oder die Mütter gehen mit ins Freibad, sie gehen jedoch nicht ins Wasser. Am Wochenende war ich erst in einem Spaßbad, wo ich viele unterschiedliche Menschen gesehen und gehört habe. Es wurde türkisch, arabisch und farsi gesprochen und keine der Frauen trug einen Burkini oder etwas ähnliches. Sondern ganz normale Badeanzüge. Einige Kinder habe ich mit UV-Shirts gesehen, denn es war sehr sonnig und es gibt einen Freibad-Teil in diesem Spaßbad.
Ich bin für die freie Entscheidung des Menschen, dass er sich in seiner Freizeit so kleiden kann, wie er will. In öffentlichen Behörden und Institutionen erwarte ich Neutralität, d. h. z. B. kein Kopftuch und auch keine Tattoos (müssen von Staatsdienern bedeckt werden).
Im Schwimmbad bin ich hin- und hergerissen. Einerseits finde ich zu viel Stoff selbst unpraktisch um "richtig" zu schwimmen, andererseits halte ich es für ungut, wenn Menschen dieser Freizeitbeschäftigung fernbleiben, weil die Bedingungen nicht stimmen. Hier würde ich pro Burkini (im Sinne des verlinkten UV-Anzuges) entscheiden, allerdings verwehre ich mich gegen die Frauenbadetage oder das hier genannte Seniorenschwimmen oder sonstige Sonderregelungen. Und Badeaufsicht ist für mich ein Mensch in Uniform, das Geschlecht sollte irrelevant sein.
Die eingeschränkte Freiheit (keine Badeshorts, keine Baumwollkleidung) in der Badekleidungswahl und die Freiheit der Badeanstalten ihre Mitarbeiter so einzusetzen wie das für sie gut ist.
Hier erwarte ich durchaus eine Anpassung von anderen Kulturen, dennoch möchte ich in meinem Privatleben auch weiterhin anziehen dürfen, was mir gefällt und auch wenn die Gründe andere sind, so sollen doch auch alle anderen Mitbürger diese Freiheit genießen. Diese Freiheit muss man vielleicht immer wieder deutlich betonen. Z. B. so: "Ja, ihr dürft Kopftuch und Mantel tragen, im Schwimmbad allerdings ist Badekleidung angebracht, entscheidet ob ihr Badekleidung anziehen wollt oder eben nicht ins Schwimmbad gehen wollt".
Damit könnte ich gut leben, auch wenn ich selbst Burkinis (im Sinne des UV-Anzugs) unbedenklich finden würde.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte



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