ich sehe im Burkini in der Tat für Musliminnen eine Möglichkeit zur Teilhabe, mag die - echte! - Burka zwar nicht, halte aber die ganze Verbotsdiskussion für eine Scheindebatte .
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Thema: Burkini-Verbot
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25.09.2016, 00:48Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
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25.09.2016, 08:00
AW: Burkini-Verbot
Und ich sehe den Burkini als eine Möglichkeit, die einheimische Bevölkerung auch noch im Schwimmbad zu provozieren, sich Privilegien zu schaffen und Aufmerksamkeit zu erhaschen. Eine Bevölkerung, die einfach nur in Ruhe ihr Leben leben möchte. So wie immer. Ohne sich ständig mit neu hinzugekommen Volk auseinander setzen zu wollen. Die wenigstens im Schwimmbad mal an was anderes denken möchte, als an Flüchtlinge und den Islam.
Aber nein! Selbst dort muss man sich präsentieren und hervorstechen. Was soll das werden? Machtübernahme oder ein Schrei nach Liebe?
Teilhabe sicher nicht!
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25.09.2016, 08:10Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Ich muss zugeben, dass ich das seit einem Hallenschwimmbadbesuch vor Kurzem irgendwie auch so sehe - obwohl ich es liebe nicht so sähe.
Ich bin seit vielen Jahren dort Schwimmerin und es hat mich schon schockiert. Denn diese bis auf Kopf und Hände angezogene Frau kreischte und lachte laut die ganze Zeit, während sie im Wasser war (Nichtschwimmerbereich) und heischte förmlich nach Aufmerksamkeit (die Sprache kannte ich nicht). Und verhielt sich völlig auffällig.
Ich fand das alles superpeinlich. Das Personal hat es einfach ignoriert. War wahrscheinlich das beste so.
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25.09.2016, 08:31Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
vlllt. hat sie sich einfach nur irre gefreut über ein für sie neues Erlebnis - es gibt einfach Menschen, die ihren Spaß deutlicher kommunizieren als andere, die sich nur leise vor sich hin freuen.
Das hat aber mit der Bekleidung selbst nix zu tun, oder ?
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25.09.2016, 12:32
AW: Burkini-Verbot
Alles Krampf, da sind wir völlig einer Meinung. Ich finde Burkini da am doofsten, wo nicht mal mehr das Argument "Sonnenschutz" greift, also in Hallenbädern.
Link brauchst du nicht; erstens ist deine Schilderung absolut glaubwürdig, zweitens ist das ja nicht das einzige Bad, wo so etwas stattfindet.(Nein, leider habe ich dazu - noch - keinen Link, bisher nur die Aussage einer Bademeisterin, die zu meiner Vereinsschwimmzeit oft anwesend ist. Aber Lind wird das Problem kennen.)
Für mich besteht ein Unterschied. Burka tragen viele Neuankömmlinge aus sehr alten fundamentalen Teilen ihrer Herkunftsländer. Ich bestreite die Freiwilligkeit hier bei einem großen Teil der Trägerinnen, selbst dann, wenn sie das nicht zugeben würden. Außerdem geht eine Gesichtsverschleierung mit unserer Gesellschaft am wenigsten zusammen.Natürlich sind Burka und Burkini erstmal verschiedene Dinge und in diesem Strang soll es ja um Schwimmbadbekleidung gehen. Ich denke auch, die Mehrheit der User weiß das durchaus zu unterscheiden.
Beides sind aber eng verwandte muslimische Bekleidungsregeln, die uns Einheimischen mehr oder weniger und aus den verschiedensten Gründen (nachlesbar) gegen den Strich gehen und damit vermischt sich das Thema Burkini/Burka. Ich sehe darin keine böse Absicht der User und halte es für schwierig, hier eine klare Grenze zu ziehen.
Burkini wird bei erwachsenen Frauen mM nach aber absolut freiwillig und selbstgewählt getragen. Das habe mit Religion zu tun, wird argumentiert, nicht mit Fundamentalismus. Mir leuchtet das alles nicht ein. Wenn ich so streng in der islamischen Religion hänge, dass ich nicht mal einen züchtigen Badeanzug tragen kann, dann habe ich auch im öffentlichen Bad nix verloren. Denn Burkini ist die Ausnahme: Die Frauen sind also auffällig. Das geht mit dem Frauenbild dieser Seite des Islams schon mal gar nicht zusammen. Das Argument zieht für mich nicht.
Also, warum tauche ich dann dort auf und mache mich auffällig? Für mich geht's da nicht um "Teilhabe", sondern um Durchsetzung. Und das ist der Punkt dabei, der mir überhaupt nicht gefällt. Kurz und schlecht: Als Badbetreiber würde ich es nicht zulassen, genauso wenig wie Jeans beim Golfen oder Flip-Flops beim Reiten in den dazugehörigen Anlagen erlaubt sind.
Die ganze Debatte ist für mich unsinnig, weil ein schlichtes Nein in diesen Bädern völlig genügen würde.
Habe ich schon mehrfach gelesen und halte ich für nicht ausgeschlossen.^^Gibt es User, die den Burkini befürworten und die Burka (bzw. andere Verhüllungen) ablehnen?
Oder umgekehrt?*
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25.09.2016, 13:15Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Nein. Die "Burka" ist in nur sehr wenigen, wüstenartigen Gegenden traditionelles Kleidungsstück. Dort allerdings gehen die Männer auch verschleiert, einfach, weil das klimatisch angemessene Kleidung ist. In den 70er Jahren wurden die bis dahin oft unverschleierten Saudi-Araberinnen unter Abaya und Niqab gezwungen, Ende der 70er die Iranerinnen unter den Tschador, in 80ern die Afghaninnen unter die Burka. Ägypterinnen, Maghrebinerinnen, indische Musliminnen, Indonesierinnen kannten so ein Kleidungsstück überhaupt nicht, doch auch dort vermehrt es sich exponentiell. Es handelt sich also fast nie um ein traditionelles Kleidungsstück, sondern um aggressive, religiöse, neuzeitliche Mode.
Ach ja? Guck mal, was bei einem schlichten "Nein" passiert:Die ganze Debatte ist für mich unsinnig, weil ein schlichtes Nein in diesen Bädern völlig genügen würde.
https://www.welt.de/politik/deutschl...ns-Wasser.html
Die Welt: Herr Bürgermeister, Ihre Entscheidung, dass muslimische Frauen nicht mehr im Burkini im Hallenbad von Neutraubling baden dürfen, sorgte für Aufsehen in ganz Deutschland. Wundert Sie das?
...
Meine Mitarbeiterinnen sagen mir, dass sogar Leute aus ganz Deutschland schreiben oder anrufen. Geschätzt gut 75 Prozent der Reaktionen sind positiv. Aber im Internet habe ich das kennengelernt, was man wohl einen Shitstorm nennt. Da wurde ich sogar als Rassist bezeichnet, das ist absurd.
...
Die Welt: Ihnen wird vorgeworfen, antimuslimisch zu sein. Ist da was dran?
Kiechle: Wir sind eine Flüchtlingsstadt, die nach dem Zweiten Weltkrieg erst entstanden ist. Bei uns leben über 80 Nationen friedlich zusammen. Wir haben die erste Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im Landkreis bekommen, ohne Proteste, und haben uns sehr um die Flüchtlinge gekümmert...
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25.09.2016, 13:48Inaktiver User
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25.09.2016, 14:10
AW: Burkini-Verbot

Das drückt genau mein Fazit aus.
Drei Faktoren spielen dabei aus meiner Sicht eine wesentliche Rolle:
1. Sind Burkinis insgesamt relativ selten, häufen sich aber analog zum Einfluss islamischer Gruppen und lokalen Gegebenheiten (Beispiel Basel, Ruhrgebietsstädte)
2. Machen Trägerinnen auffällig häufig in irgendeiner Form, meist unangenehm, auf sich aufmerksam.
3. Wurde das Argument, Burkinitragen sei Integrationsfördernd auf höchst manipulative Weise in die Welt gesetzt und stellt de facto eine perfide Umkehrung der Wahrheit dar.*
* Das erste Burkiniurteil war ein feiges Ausweichen und Einknicken gegenüber einer besonders verbohrten Familie. Es wurde naiv auf die Religionsargumentationsschiene eingegangen ( natürlich ohne Expertise ob der Koran das tatsächlich her gibt, und auf Tradition hätte sich die Klägerin natürlich nicht berufen können). Klassenfahrten, Schwimm- und Sportunterricht wird mit Unterstützung vieler Schullleitungen und Lehrer weiterhin verweigert. Man setzt auf "Dialog statt Sanktionen", was übersetzt einfach heisst, dass man den Konflikt und die unweigerlich provozierte schlechte Presse und die Diskriminierungsheulerei mittels vorauseilender Unterwerfung zu verhüten sucht.)
Ein Gutachten, das die Bezeichnung nicht nur nicht verdient, sondern jeder wissenschafltichen Arbeitsweise Hohn spricht, indem es zu zwei Dritteln auf den eigenen Darstellungen der potentiellen Klägerin bezüglich ihrer religiösen Auffassung und des Weiteren auf Meinungen von Islamverbänden beruht, in Auftrag gegeben von der Stadt Konstanz, wird seither als vermeintlich wissenschaftlicher Beleg für die Richtigkeit des Integrationsargumentes herangezogen. Und hat in Konstanz dazu beigetragen, dass man sich jetzt ganz toll weltoffen, tolerant und schlau findet.
Ich hatte den Vorgang ja bereits eingangs unserer Diskussion hier geschildert und verlinkt. Deshalb nur noch zur Erinnerung:
Auffällig in der Debatte war, dass die einzige Stadträtin mit Wurzeln in der Türkei sich offen gegen die Aufhebung des Verbots aussprach: „Kein 10-jähriges Mädchen würde freiwillig ein Kopftuch oder einen Burkini tragen. Sie werden dazu gezwungen von den Eltern. Das, was wir hier vorhaben, ist die falsche Form von Toleranz. Deswegen kann ich nicht zustimmen“, sagte Zahide Sarikas (SPD). Sie blieb die einzige Befürworterin des Verbots, die sich offen dazu bekannte.
Quelle
Das ist alles so schlecht, dass man sich doch fragen muss, worum es beim Burikini tatsächlich geht.
Und vielleicht so antworten könnte:
Finden wir es heraus indem wir mit elastischer Beharrlichtkeit auf die bewährte Badebekleidung bestehen.
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25.09.2016, 14:24
AW: Burkini-Verbot

Auch ohne deine Einleitung, dass du ungern deine bisherige Ansicht geändert hast, finde ich deine Schilderung absolut glaubwürdig, ebenso dein Empfinden bezüglich der Unangemessenheit des geschilderten Auftrittes.
Solche Wichtigtuereien (mein Empfinden bei derartigen Auftritten, und ich kenne die speziell von Kopftuchfrauen) drücken eine zum Fremdschämen peinliche Überschätzung der eigenen Bedeutung aus.
Sich einfach nur dazu zu gesellen und weder abgelehnt noch gefeiert zu werden, scheint da nicht möglich zu sein.
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25.09.2016, 19:18Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes



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