@ durutti-reloaded: Der Zusammenhang ist ein völlig anderer und die Suggestivgegenfragen daher unsinnig.
Eine Antwort auf meine Frage ist das nicht.
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Ergebnis 4.001 bis 4.010 von 4597
Thema: Burkini-Verbot
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30.08.2016, 12:07
AW: Burkini-Verbot
flying is the art of falling to the ground without touching
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30.08.2016, 12:10Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Gibt auch genug andere Gruppen, die unsere Demokratie für einen Witz halten und autoritäre Führungsstrukturen fordern. Siehe Russland-Deutsche. Dann sollen sie an den Wahlurnen entscheiden. Vor was hat man eigentlich Angst?
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30.08.2016, 12:14
AW: Burkini-Verbot
Was heißt hier Angst? Es geht darum, gegenzusteuern, sobald eine antiliberale Bewegung die Gesellschaft durchsetzt und ihre Regeln durchsetzen will
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30.08.2016, 12:15
AW: Burkini-Verbot
Ah, andere Gruppen
Ich hatte mich mit Ila unterhalten, du klinkst dich ein und möchtest mich gern am Nasenring auf Nebenschauplätze ziehen?
flying is the art of falling to the ground without touching
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- Grund
- OT
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30.08.2016, 12:20Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Wo werden die Massenmorde denn nicht abbgebildet? Der Medienalltag ist doch voll davon.
Wenn du unter Abbilden Aktionen gegen die Bevölkerungsgruppe meinst (die in der Mehrzahl nichts dafür kann), dann befürwortest du eigentlich nur Strafaktionen. Um des populistischen Seelenfriedens willen wird das ja diskutiert, und vielleicht passiert ja auch etwas, aber ein Staat, der flächendeckend Strafaktionen anordnet, verliert in meinen Augen seine Souveränität und wird erpressbar.
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30.08.2016, 12:27Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
das ist für mich die quintessenz aus einem jahr diskussion über flüchtlinge, muslime, gewalttaten, islamistischen terror und den islam in europa.
diese perspektivänderung ist der (sehr kleinen) gruppe der extremisten und terroristen gemeinsam mit jenen rechtspopulisten, für die das natürlich wasser auf die mühlen ist, innerhalb eines jahres gelungen.
bis hin zu einer diskussion, ob es legitim ist, an einem strand ein kopftuch zu tragen, oder ob es für die westlichen werte besser sei, dies zu verbieten.
ich habe mich noch nie in meinem leben so oft persönlich beleidigt (sehr oft in nicht-edierbarer form, wie etwa auch das letzte postiing an mich in diesem strang), so oft in meinen aussagen verdreht und posting-für-posting umgedeutet gefühlt wie in diesen strängen, wo es immer wieder um den islam geht.
ich kann einfach nimmer.
sollte es irgendjemanden interessieren, was meine position zu diesem thema tatsächlich ist (und auch meine fassungslosigkeit über ein burkiniverbot resultiert daraus, denn eine bekleidungsvorschrift jenseits pragmatischer/hygienischer bedenken, verstößt in meinen augen allemal gegen "westlich-freiheitliche werte")
hier ein artikel aus dem jahr 2011 zum thema "islamisierung", ein artikel, der vielleicht heute so in der sz nicht mehr erscheinen würde. (und das macht mich am meisten fassungslos)
er fasst meine position vor einigen jahren, vor einem jahr und eben auch noch heute gut zusammen.
Alarmistische Stimmen, die von der schleichenden "Islamisierung" Europas sprechen, differenzieren hier nicht mehr und drohen die Kraft zur Unterscheidung zu zerstören.
Aber erst die Fähigkeit zu unterscheiden erleichtert es drittens, Gesetzesübertretungen von Muslimen ihres kulturellen Überbaues zu entkleiden und sie ohne ausufernde Identitätsdiskussionen zu ahnden. "Ehrenmorde" und "Hassprediger", Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Nötigung, der Mord an Theo van Gogh - dies alles sind weder Hirngespinste noch Kleinigkeiten, aber sie sind Sache von Polizei und Justiz.
Keine falsche Nachsicht im Namen der Toleranz
In Europa lebende Muslime müssen die Rechtsordnung und die Gesetze ihrer neuen Heimat ebenso akzeptieren und beachten wie die ansässige Bevölkerung; Übertretungen müssen konsequent verfolgt werden. Das bedeutet freilich: keine falsche Nachsicht im Namen der Toleranz, konsequente Anwendung der bestehenden Gesetze und keine Scharia in Europa.
Am wichtigsten ist aber viertens das Vertrauen in die befreiende und verändernde Kraft der Menschenrechte, der Demokratie und des freiheitlichen Individualismus. Denn die europäische Idee von der rechtlichen Gleichheit und der egalitären Würde des Menschen zieht auch außereuropäische Migranten an und wirkt auf sie integrativ. "Als Gleiche haben die Menschen gemeinsame Angelegenheiten" (Niklas Luhmann), und es ist längst nicht ausgemacht, dass die Idee eines "Euro-Islam", das heißt eines Islam, der dem Islamismus absagt und sich den westlichen Grundwerten anverwandelt, ohne Chance sei.
Wer die Möglichkeit solcher kulturellen Anverwandlungsprozesse leugnet, der kennt die Geschichte nicht und muss sich fragen lassen, ob er nicht einem statischen, ja essentialistischen Kulturbegriff anhängt.
Muslime in Europa - Nährboden für Freund-Feind-Denken - Politik - Süddeutsche.de
(hervorhebung von mir)Geändert von Inaktiver User (30.08.2016 um 12:36 Uhr) Grund: satz verbessert
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30.08.2016, 12:34
AW: Burkini-Verbot
Ich fürchte, es ist mir nicht gelungen, was ich meine für dich verständlich auszudrücken
Nichts von alldem befürworte ich, es ging mir lediglich um die Verunsicherung, den teilweisenVerlust der Unbefangenheit zwischen beiden ich sage mal Gruppen, die leider eine Distanz schaffen.
Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Und nun lasse ich es gut sein
flying is the art of falling to the ground without touching
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30.08.2016, 12:36
AW: Burkini-Verbot
Zwischenrose

Und noch einmal, weil es so schön ist:
Ein paar Muslims sind Fanatiker, Terroristen und Mörder; nicht alle.
Primäres Ziel Daechs ist es, die Ungläubigen gegen Muslims (und vice versa) gegeneinander aufzubringen.
Das werde ich zumindest in meinem Umfeld nicht zulassen.Fluctuat nec mergitur
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30.08.2016, 12:52
AW: Burkini-Verbot
Ich finde den Artikel der Süddeutschen zwar in großen Teilen richtig, aber den gefetteten Teil zugleich naiv und überheblich.
Er geht davon aus, dass alle Menschen die Segnungen der westlichen Welt großartig finden, sobald sie diese nur kennengelernt haben.
Dem muss keineswegs jeder so sehen, warum auch?
Um den Individualismus zu nenen, er kann auch einsam machen, dem Gewohnten entfremden, nicht jeder ist dem gewachsen oder findet es überhaupt erstrebenswert.
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30.08.2016, 12:53Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Ach, und in welchem Beitrag soll ich das bitte getan haben? In dem von dir zitierten bestimmt nicht:
Genau das ist es nämlich, was mir solche Diskussionen erschwert. Ich habe nur eine Burkini-Trägerin entdeckt, und nichts anderes geschrieben. Ich habe keinesfalls behauptet, dass auf dem Bild nicht noch die eine oder andere irgendwo im Hintergrund sein könnte.Erstaunlich finde ich... und die Bilder, auf denen ich außer der Autorin keine Frau im Burkini entdecken kann. Und das in Berlin.
Und genauso umgekehrt: Wenn ein paar Userinnen, mal ein paar Burkini-Trägerinnen in einem öffentlichen Bad gesehen hat, kann das doch nicht bedeuten, dass alle öffentlichen Bäder voll von Frauen im Burkini sind.
Für die im Vergleich zur Gesamtzahl der Badegäste geringe Anzahl wird nach meinem Verständnis ein zu großer Aufriss gemacht. Dazu passte am Wochenende diese Twitterperle.


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