Ja, so kann man sagen, so lautete die Erklärung:
Frankreich nach dem Terror: Burkini-Verbot am Strand von Cannes - Politik - TagesspiegelCannes hat das Tragen des Burkini am Strand unter Verweis auf die jüngsten islamistischen Terroranschläge verboten. "Es geht nicht darum, das Tragen religiöser Symbole am Strand zu verbieten, sondern ostentative Kleidung, die auf eine Zugehörigkeit zu terroristischen Bewegungen hinweist, die gegen uns Krieg führen", sagte der Generaldirektor der städtischen Dienste, Thierry Migoule, der Nachrichtenagentur AFP zu dem Verbot des Ganzkörperbadeanzugs. Der Terroranschlag in nahegelegenen Nizza hatte am 14. Juli 85 unschuldige Menschen in den Tod gerissen.
Oder hier:
Nach dem Vorfall am Strand von Nizza schlagen die Wellen der Empörung hoch. Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy hat muslimischen Frauen, die am Strand Burkinis tragen, Provokation vorgeworfen.
Dadurch werde radikaler Islam unterstützt, sagte er.
Burkini-Verbot: Sarkozy brandmarkt Burkinis als "Provokation"
Er sagt ja nicht, daß es selbst Ausdruck radikalen Islams sein müsse, aber daß es eine Unterstützung sei.
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Thema: Burkini-Verbot
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26.08.2016, 22:13Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
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26.08.2016, 22:22Inaktiver User
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26.08.2016, 22:29Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Manchmal hilft es einfach keine Sätze zu zerklauben und eine Feststellung nicht zur Unterstellung zu machen .
Das konnte ich übrigens bei beiden hier aus ihren Texten erkennen ,dass sie Kleidung nicht die Relevanz zu messen ,die sie geschichtlich hatte und hat .
Sie hätten mir als Fachfrauen sicher dazu etwas gesagt bzw. mir recht geben müssen.
Mit Respekt fang doch mal an ,denn Dein Ton ist herablassend ,zumal Du mir hier auch nicht als jemand aufgefallen bist ,der Kleidung im politischen Zusammenhang zu thematisieren versucht .Das scheint auch kaum jemand wirklich für relevant zu halten , was aber eher für Unkenntnis steht und ich durchaus auch nachvollziehen kann.Es ist Nischenwissen.
Das hätte eime Modestudentin , Designerin oder Kostümbildnerin sofort anders gesehen und merkwürdigerweise kam in dem ganzen Thread dieser Aspekt bis jetzt nie...Geändert von Inaktiver User (26.08.2016 um 22:48 Uhr)
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26.08.2016, 22:30Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Ein Putzfrau ist aber nicht schlechter zu werten als eine Studierte, die wiederum nicht besser zu werten ist als beispielsweise eine Prostituierte. Alle Menschen sind gleich viel wert (ich weiß, daß das für manche problematisch ist, das so zu sehen, steht aber so im Grundgesetzt, und ich find's richtig). Integration mißt sich auch nicht allein am Bildungsstand, sondern am Wohlverhalten (Toleranz, Akzeptanz usw.)gegenüber der Gesellschaft und an der Partizipation in der Gesellschaft. Warum sollte ein Putzfrau nicht integriert sein, es gibt ja auch deutsche Putzfrauen, sind die etwa deshalb außerhalb der Gesellschaft, nein, sind sie nicht. Und kann eine deutsche Putzfrau also dann auch "ihr Leben nicht genießen"? Weil sie Putzfrau ist? Ich kenne Putzfrauen, die gehen genauso ins Theater, die Kinder ins Ballett usw., sie nehmen ganz normal am gesellschaftlichen Leben teil.
Es geht in der Tat um die westliche Gesellschaft, die manche offenbar wirklich verändern wollen (Burka und Burkini, (wie sie es formuliert:) kurz: In Richtung Patriarchat). Andere wiederum wollen sie aber lieber so erhalten, oder eher noch freiheitlicher haben.
Interessant finde ich ihre Meinung nicht. Eher ein wenig verbohrt, so trotzig wirkend. so: "okay, Ihr wollt, daß wir uns integrieren , dann machen wir das eben, aber wir machen es auf unsere Weise, wir arbeiten usw., aber dann eben mit Burka, so". (mal plakativ gesagt) Als wären Toleranz und Akzeptanz, gesellschafltiche Integration, eine Gefahr für ihre Identität. - Vielleicht ist es ja so? Und das ist der Grund?
Aber: Spricht sie für alle Musliminnen, wohl eher nicht. Wie türkisblau schrieb:
Es wäre für Europäer wesentlich sinnvoller, die gemässigten Muslime zu stärken anstatt sich Gedanken über persönliche Freiheiten extremistischer Gläubiger zu machen.Geändert von Inaktiver User (27.08.2016 um 00:14 Uhr)
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26.08.2016, 23:17
AW: Burkini-Verbot
Mir braucht das niemand zu erklären, liebe Martabak. Kann man auch aus meinen Postings erkennen, in denen ich ausdrücklich von Richtungen innerhalb des Islams und der Verschleierung als erkennbares Symbol einer fundamentalistischen Islamauslegung sprach.
Dass extremistische Auffassungen einer monotheistischen Religion auf die Politik negative Konsequenzen hat kann jeder wissen, der jemals von den Kreuzzügen gehört hat. Es wäre für Europäer wesentlich sinnvoller, die gemässigten Muslime zu stärken anstatt sich Gedanken über persönliche Freiheiten extremistischer Gläubiger zu machen.
Ein Burkiniverbot wäre eine sichtbare Grenze dessen, was die Gesellschaft duldet. Das würde die einen beruhigen und andere eventuell zum Nachdenken bringen. Beides ist mir mehr wert, als das Schicksal einzelner muslimischer Damen, die nicht mehr baden können.
Bento lese ich nicht (ist mir zu weltfremd und naiv) ich weiss also nicht, worauf du dich beziehst.
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26.08.2016, 23:49Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Tja, was ist eine Schlampe? Schlampen gibt es ja gar nicht für jeden, aber die, die in manchen Frauen Schlampen sehen, meinen halt, daß diese Damen jeweils nicht züchtig genug sind. Was sie dann vor allem auch an der (züchtigen oder nicht so züchtigen) Kleidung festmachen. (Aber auch am Verhalten. Alleine sich in der Gesellschaft bewegen z.B.)Wenn in der "knöchellosen" viktorianischen Zeit mal eine einen Knöchel auch nur Ansatz zeigte, war sie gleich als "Schlampe" verschrien. Wer welche Frau als "Schlampe" ansieht, ist ganz unterschiedlich. Der eine wird zum Moralapostel, wenn ein tiefes Dekollete gezeigt wird, oder Bein usw., dem anderen ist's schon zu unzüchtig, wenn man mehr als die Augen sieht, (was in unsere Kultur übrigens noch nie eine Frage von "züchtig oder nicht" war, das Gesicht zu sehen.)
Und eben nicht nur sowas ja wirklich Freizügiges wie der Bikini. Sondern es geht vor allem auch um die Männerdomäne, weshalb in der Tat die Hose ein Stein des Anstoßes war:und ja... es ist schon vorgekommen, dass ein Kleidungsstück, dass erst einmal beinahe einen Skandal, zumindest aber viel Gerschrei und Missbilligung hervorgerufen hat, später zur Norm geworden ist... ich denke da z.B. an den Bikini...
Die Frauen befreiten sich insbesondere in den 20er Jahren, ich hatte dazu mal einen netten Artikel verlinkt. Einer der ersten "Befreier" der Frauen war ein Mann, ein Schneider, wenn ich mich recht entsinne, oder ein Bekleidungsfabrikant oder sowas. Seine Frau war schwanger, und er wollte sie buchstäblich "befreien", nämlich vom Korsett, das Frauen derzeit noch zu tragen hatten. Also kreierte er das erste - HOSENKLEID. Es war eine - nein, nicht Sensation. Sondern: Es war ein Affront hoch drei. Wenn eine Frau im Hosenkleid irgendwo erschien, gab's aufgeregte Aufläufe, die paar Autos, die es bereits gab (oder waren's da noch Pferedkutschen, weiß gerade nicht), verursachten Verkehrsstaus, es war so wortwörtlich "verschrien", daß es, kaum war es aufgetaucht, wieder in der Versenkung verschwand. Niemand wagte mehr, es anzuziehen, - denn: Frau war damit als Schlampe verschrien. Ein Kleid, unten mit Hose, das nichts zeigte. Darauf kam's aber nicht wirklich an, sondern es war die Männerdomäne, in die die Frauen damit einzudringen drohten. Und die Hose unten am Kleid war das Symbol dafür.1970 war es lt. diesem Artikel bei welt-online eine Hose...
"Die SPD-Abgeordnete Lenelotte von Bothmer wusste, was passieren würde, als sie 1970 im Bundestag erschien - in Hosen. Sie hatte sich den cremefarbenen Zweiteiler eigens zugelegt, weil der damalige Bundestagsvizepräsident Richard Jaeger so vehement dagegen war, Frauen in Beinkleidern ins Parlament zu lassen; dass sie überhaupt drinsaßen, hat ihm wohl schon gereicht. Es gab dann großes Geschrei im Bundestag, und auch draußen wurde hitzig debattiert, ob dieser Aufzug nun ein Angriff auf die Würde des Parlaments oder der Frauen an sich war..."
Heute trägt sogar unsere Kanzlerin Hosenanzüge, und niemand stört sich daran.
Und es dauerte dann wieder etwas, bis die Frauen erneut einen Vorstoß in diese Männerdomäne wagten. (und ich meine, das waren dann die Zwanziger, oder?)
Und heute wird uns eben die Burka präsentiert, die die Frau aus den Männerdomänen fernhalten soll: Die Öffentlichkeit, die Persönlichkeit, die eigene Identität, das eigene "Etwas darstellen". (Denn?) Hosen, das tragen 'sogar' Musliminnen heutzutage. (für eine Türkin, die ich mal kennenlernte, deren Verwandtschaft aus der Türkei lange weite Gewänder bis zum Boden trug, war die Hose, die sie trug, schon ziemlich revolutionär - sagte sie, und vor allem für ihre Verwandtschaft. Aber eben: Sie trug sie).Geändert von Inaktiver User (27.08.2016 um 00:07 Uhr)
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26.08.2016, 23:52Inaktiver User
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26.08.2016, 23:56
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27.08.2016, 00:09Inaktiver User
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27.08.2016, 00:10Inaktiver User



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