Bist du dir sicher, dass du das Wort Klausur nicht ein wenig falsch verstehst?
Klausur ist nicht gleich Zelle, Gefängnis oder sonstwie ein Ort, aus dem man sich nicht befreien kann.
Du lebst auch in einem Haus und läufst trotzdem frei auf der Strasse rum, oder?
Erstens wird kein Unterschied gemacht. Die Volksabstimmung innert des Kantons Tessin hatte einen eindeutigen Text.
Zweitens gibt es im Tessin so gut wie keine Zuzügler, die sich komplett verhüllen. Es wurden bisher nicht einmal zwei Hände voll Verschleierte von der Polizei ermahnt, weil das Gesetz (kein Gebot) von den Arabern in ihren Infos des Auswärtigen Amtes kommuniziert wurde. Und dieser Personenkreis ist aufgrund seiner bisherigen Lebensweise getrimmt darauf sich strikt an Gesetze zu halten. Das ist tatsächlich kein Problem geworden, sie respektieren es und lüften den Schleier, bzw. tragen westliche Kleidung.
Sag´ ich gerne deshalb immer wieder: geht doch!
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Thema: Burkini-Verbot
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21.08.2016, 16:19
AW: Burkini-Verbot
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21.08.2016, 16:20
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21.08.2016, 16:21
AW: Burkini-Verbot
Danke pelzpfote
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21.08.2016, 16:24
AW: Burkini-Verbot
Guter Beitrag von Dr. Kelek!!
Nach islamischer Auffassung sind die Menschen nicht in der Lage ihren Trieb durch Vernunft, d.h. Verstand zu steuern. Daher die Empfehlung, dass Frauen sich vor den Männern, die sich nicht kontrollieren können, verhüllen, um sie nicht sexuell zu erregen. Mit Ehrfurcht vor Allah hat das Kopftuch daher nichts zu tun, sondern mit der muslimischen Schamkultur. Unsere Gesellschaft verlangt von den Männern, sich zu beherrschen und will, dass die Frauen gleichberechtigt in der Öffentlichkeit auftreten können.
Diesen im Interview hergestellt Zusammenhang möchte ich besonders betonen: Erst dadurch, dass wir von unseren Männern verlangen, dass sie sich beherrschen, wird die gleichberechtigte Teilnahme von Frauen am öffentlichen Leben ermöglicht!
Die Kopftuch-Trägerin will diese Kultur, die uns ausmacht nicht mittragen.
Wenn aber muslimische Frauen das Kopftuch freiwillig tragen, ist das auch ihr Recht. Aber sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie damit eine ganz bestimmte Botschaft senden. Sie sagt damit, ich bin eine ehrbare Frau, meine Reize gehören nur meinem Mann, ich ordne mich ihm unter und fürchte, sonst belästigt zu werden. Das ist eine politische Botschaft auch an die deutsche Gesellschaft.
Und das ist, auf den Punkt gebracht, die armselige deutsche Antwort darauf:
Extraordinary claims require extraordinary evidence.
"Good people are doing good things and evil people are doing evil things.
But for good people to do evil things, that takes religion." (Steven Weinberg)
People deserve respect. Ideologies, ideas, opinions and beliefs do NOT.
Da man nicht entscheiden kann, was man glaubt, ist Glaube moralisch bedeutungslos.
Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.
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21.08.2016, 16:24
AW: Burkini-Verbot
Das wirkliche Problem ist, dass es die Religionsschriften im Islam schon seit Jahrhunderten gibt, - und nicht nur den Koran, sondern auch die Auslegungen, Hadithe - und dass mit diesen Vorschriften es sowohl freie Frauen gibt, (immer weniger) und gegeben hat, als auch nicht freie und unterdrückte. Das frühere Persien war sehr liberal, was Kleidungsvorschriften betrifft, bis vor kurzem der asiatische muslimische Raum, Malaysia, etc, die Türkei unter Atatürk, usw, und zur gleichen Zeit gab und gibt es Länder, in denen das extrem strikt gehandhabt wird.
Es ist KEINE religiöse begründete Kleidungsvorschrift.
Es ist eine durch und durch politische Entscheidung, Frauen Vorschriften zu machen. Die jeweiligen Stellen aus dem Koran und anderen Schriften herbei zitierten Verse, die das angeblich untermauern sollen, taugen nicht auf Konsistenz. Wie könnte es denn dann sein, dass muslimische Frauen hier ohne jegliche Vorschrift leben könnten und dort nicht? Sie alle lesen und glauben an den gleichen Koran.
Das ist die grundlegende Tatsache. Eine Vorschrift, wie und was Frauen zu tragen haben, ist immer politisch.
Je patriarchalischer und je diktatorischer das System ist, desto strenger sind diese Vorschriften. Je strenger dieses System ist, desto weniger dürfen Frauen. Weder lernen, was sie wollen, noch arbeiten, noch alleine raus gehen, noch Sport machen, usw.
Je offener, demokratiefeindlicher, und liberaler ein System ist, desto mehr dürfen Frauen bis hin zur Gleichberechtigung.
Ich bin nicht für ein Verbot, eine bestimmte Kleidung zu tragen, - ausser es geht um medizinische, hygienische und andere elementare Gründe der Sicherheit, dazu zählt dann auch eine Vollverschleierung an öffentlichen Orten - ich bin dafür, Männern und Frauen zu verbieten, Frauen und Mädchen zu zwingen, eine bestimmte Kleidung zu tragen.Sicher ist das Thema islamisch begründete Kleiderordnung ein politisches, das bestreitet doch wohl kein Mensch. Die Frage ist doch die: Soll das Tragen bestimmter Kleidungsstücke verboten werden, wenn ja dann welcher, wenn ja, dann wie begründet, und wie soll das durchgesetzt werden?
Wir müssen den Hebel also bei den Menschen ansetzen, die einen Zwang auf Frauen ausüben: das sind mehrheitlich Männer als Bestimmer über die Frau: der Vater, der Bruder, der Ehemann. Im Fall von jungen Mädchen sind es die Eltern oft gemeinsam.
Diesen Personen muss es untersagt werden, Frauen zu zwingen.
Die Strafe müssen Fachleute festlegen, ich traue mir nicht zu, da jetzt eine verbindliche Lösung anbieten zu können. Es muss aber eine Strafe sein, die empfindlich die Ehre und das Prestige eines Mannes betrifft, sonst nimmt er sie nicht ernst.
Das nächste Problem wird sein, ob Frauen offen reden, das sie gezwungen worden sind. Viele werden lieber lügen oder es verschweigen aus Angst vor Repressalien. Aber sie hätten die Möglichkeit, etwas zu sagen und die Möglichkeit, ihren Vater/Bruder/Ehemann anzuzeigen.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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21.08.2016, 16:28Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Hast du das Posting gelesen, auf das sich Pragmatix Antwort bezog?
Vorweg - ich halte nichts von Burkas und habe meine Schwierigkeiten mit dem Niqab.
Aber es soll wenige Burka-Trägerinnen geben.
Deshalb werde ich den Verdacht nicht los, dass durch diese Diskussion das Wesentliche (wie stehen wir zu Traditionen anderer, wie stehen wir wirklich zu Gleichberechtigung, wie stehen wir zur Religion in der Öffentlichkeit ) verdeckt werden soll.
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21.08.2016, 16:38Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Lukulla zum 1. Teil Deines Postings

Genau so ist es .
Zu dem was Du anschliessend schreibst ,wäre schön , wenn dieser Zug nicht schon längst abgefahren wäre.
Heute machen sich diesen Druck die Frauen schon selbst untereinander.Da brauchen Männer gar nichts mehr zwingen. Brave Mütter setzen ihren Mädchen schon mit 8,9 Jahren auch hier in Deutschland den Hijab auf ,weil sie es selbst auch tragen. Das wird doch gar nicht mehr hinterfragt. In der Moschee und in den Communities sind das die guten Muslimas ,insofern ist das schon sozialer Konsens .
Deshalb sind eher gläubige Muslimas ohne Kopftuch die wirklich Starken ,denn die halten gegen.
Kenne ich aber auch keine mehr inzwischen.
Also kommen sie von allein gar nicht mehr raus. Das ist das Problem.
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21.08.2016, 16:43Inaktiver User
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21.08.2016, 16:44
AW: Burkini-Verbot
Zustimmung
...und da denke ich, muss ganz "oben" angesetzt werden, statt die Frauen (ganz unten) auf der Straße aufzugreifen. Daher bin ich auch für den radikalen Schritt dort anzusetzen, wo die einzigen staatlichen Gesichtsschleier tatsächlich herkommen.
Weicht man das auf, folgt der Rest automatisch.
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21.08.2016, 16:48Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Das wird sich irgendwann von allein erledigen ,denn wie willst Du das denn machen ?
Mir würde es schon reichen ,ganz klar deren geistige Exporte hier zu verbieten oder tatsächlich auch nicht zuzulassen wie sie sich hier kleiden. Das sind Zeichen ,das Toleranz bei Intoleranz aufhört.Die setzen andere länder gerade auch .Das bekommen die schon mit.
Man muss auch nicht jede Frau als Opfer stilisieren , das sind sie nicht.



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