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  1. Inaktiver User

    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen
    ok, ich verstehe deine Argumentation nicht.
    Du schriebst doch Nonnen lebten in Klausur? Das verneinte ich einfach nur, die laufen auf der Straße herum.



    Ich habe mit keinem Wort etwas verglichen und nur darauf geantwortet, dass Nonnen nicht in Klausur leben.

    Aber lass gut sein. Das wird nix.
    Sorry, es ging mir hauptsächlich um die Gleichsetzung der Ordenstracht für Nonnen, die in Klausur leben oder auch nicht, mit den islamistisch-fundamentalistischen Kleidungsvorschriften für Muslimas. Übrigens habe ich nicht geschrieben, dass Nonnen in Klausur leben.

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    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen


    Wie meinst du das - was soll nicht recht sein?

    Kahraman antwortet auf ihr häufig gestellte Fragen. Die Antwort auf die (indirekt gestellte) Frage, warum manche Musliminnen Kopftuch tragen und manche nicht, hast du in deinem Betrag zitiert. Ich verstehe nicht, woraus du schließt, dass ihr irgendwas nicht recht ist.


    Warum? Ich verstehe Kahraman so, dass sie meint, jede Frau legt den Islam so aus, wir sie es für richtig hält und erhebt sich damit eben nicht über andere.


    Ich frage mal zurück, inwiefern du den Artikel für eine Aussage "der anderen Seite" hältst, und was du von diesem Artikel hältst.
    Deine Intention habe ich so verstanden, dass man die Kopftuchträgerinnen selbst fragen/zu Wort kommen lassen soll. Da wäre mirein Artikel wie dieser
    Interview mit Dr. Necla Kelek zum Thema Kopftuch
    aufschlußreicher gewesen. Denn "bento" titelt nun mal mit "Rassismus:" und ätzt gleich weiter mit "Sätze, die muslimische Frauen nicht mehr hören können". Wie anders als "solche Fragen nerven" kann man das verstehen? Wenn es so tendenziös und suggestiv los geht, kann eigentlich nur folgen, was ich gefälligst glauben soll, nämlich dass Frau K. repräsentativ sei für "muslimische Frauen".
    Die Frage, warum sie Kopftuch trägt, beantwortet sie damit, dass ihr ihre Religion das vorschreibt. Die Frage, ob sie sich vorstellen kann, ohne Kopftuch gar nicht aufzufallen und möglicherweise völlig unbehelligt und gleichberechtigt unter uns leben zu können, hätte ich ihr zum Beispiel gestellt.
    Und ihre Aussage, dass anderen muslimische Frauen derselbe Glaube kein Kopftuch vorschreibt, verwirrt mich. Islam ist also nicht gleich Islam. Aber wenn ich kritisiere, dass Menschen sich von ihrer restriktive Glaubensauffassung zu öffentlichen Demonstrationen solcher, offentsichtlich noch nicht mal allzu verbreiteter und schon arg unterscheidender Auffassungen verpflichtet werden, dann ist gleich der Islam an sich kritisiert?

    Inwiefern hältst du denn dieses Einzelschicksal für repräsentativ, und damit für bedenkenswert in der Burkinidebatte?

    Ich hätte mir die Frage an sie gewünscht, wie sie es mit der Solidarität mit Frauen in islamischen Ländern hält, die unter Kopftuch und Schlimmeres gezwungen werden, und ob sie der Meinung ist, dass ihre Glaubensauffassung wichtiger ist als ein Entgegenkommen an die offenischtlich mit Kopftuchträgerinnen unglücklichen Menschen um sie herum.
    Zufällig ist der Märtyrergedanke im Islam ebenso verankert wie das dschihad-Prinzip, das man durchaus auch als gewaltfreien Glaubensfeldzug auffassen kann, ebenso wie als inneren Kampf.

    Ich finde, man muss die richtigen Fragen stellen (dürfen) und glaube nicht, dass darauf selbstkritische Anworten kommen werden.

    Und ganz genauso wird jetzt die Burkinidebatte geführt, nur dass Burkinis, wie @van Dyk sehr treffend feststellt, noch wesentlich invasiver sind als Kopftücher.

  3. Inaktiver User

    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen
    Die zweite Ägyptische Spielerin trägt keinen Burkini. In Ägypten darf man rumlaufen wie man möchte.

    Hier werden Bilder von einer der beiden Ägyptischen Spielerinnen mit Regeln des Saudischen Königreiches vermischt. Bitte, es macht total kirre.
    Du sagst, die eine mit Kopftuch, sie sieht nicht unterdrückt aus. Meine Frage war: Das Argument, daß sie ohne Burkini nicht mitspielen könnten, man es deshalb erlauben solle, hältst Du also für falsch?
    Denn dieses Argument gab es hier im Strang: Man solle es erlauben, weil es für einige bedeuten würde, daß sie überhaupt (in der Gesellschaft, oder auch im offiziellen Sport) teilnehmen können.
    Also meinst Du, das Argument ist falsch?

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    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Sicher ist das Thema islamisch begründete Kleiderordnung ein politisches, das bestreitet doch wohl kein Mensch. Die Frage ist doch die: Soll das Tragen bestimmter Kleidungsstücke verboten werden, wenn ja dann welcher, wenn ja, dann wie begründet, und wie soll das durchgesetzt werden?
    Gerade an der Durchsetzung wird es doch scheitern. Wenn ich lese, dass es in Frankreich nach dem Verbot eben nicht weniger burkatragende Frauen gibt, sondern nur hin und wieder ein Bußgeld ausgesprochen wird, dann frage ich mich was das ganze überhaupt bringt.

    Und ich lese im Spiegel, dass es in Deutschland so gut wie keine burkatragende Frauen gibt, sondern allenfalls Frauen sich mit dem Nikab verschleiern, also die Augen zu sehen sind. Da wäre jetzt die Frage wie man da eine Differenzierung hinbekommt, was verboten sein sollte und was nicht.

  5. Inaktiver User

    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Gerade an der Durchsetzung wird es doch scheitern.
    In der Schweiz soll das Verbot sehr gut angenommen werden. War kürzlich irgendwo im Forum verlinkt (keine Ahnung, ob in diesem Strang oder woanders). Ich gehe davon aus, die (meisten) betroffenen Frauen freuen sich sogar darüber.

  6. Inaktiver User

    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Was aber ist, wenn die freie Wahlmöglichkeit dazu führt, dass eine Frau freiwillig die Verhüllung wählt? Soll sie das dann dürfen oder nicht, deiner Meinung nach?
    Gute Frage. Denn es gibt sie ja, die emanzipierten muslimischen Frauen, die Kopftuch tragen, arbeiten und sich die Kindererziehung mit dem Mann teilen - sie mögen nicht in der Mehrheit sein (sind die Frauen, die sich tatsächlich gleichberechtigt mit dem Mann alles teilen, denn bei uns in der Mehrheit? Wohl kaum.). Frauen, die das Kopftuch tragen, obwohl sowohl Mann als auch Vater dagegen sind (ich kenne tatsächlich nicht nur eine, in deren Familie es wegen dieser Entscheidung großen Ärger gab).
    Was also ist mit denen? Sind die dann einfach Kollateralschaden der Entscheidung, dass wir mit der Begründung, dass wir uns die freie Kleiderwahl erkämpft haben, nun die freie Kleiderwahl wieder einkassieren?

  7. Inaktiver User

    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In der Schweiz soll das Verbot sehr gut angenommen werden. War kürzlich irgendwo im Forum verlinkt (keine Ahnung, ob in diesem Strang oder woanders). Ich gehe davon aus, die (meisten) betroffenen Frauen freuen sich sogar darüber.
    Wobei es sicher ein Unterschied ist, ob Touristinnen oder Residents betroffen sind.

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    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Gerade an der Durchsetzung wird es doch scheitern. Wenn ich lese, dass es in Frankreich nach dem Verbot eben nicht weniger burkatragende Frauen gibt, sondern nur hin und wieder ein Bußgeld ausgesprochen wird, dann frage ich mich was das ganze überhaupt bringt.

    .
    Wo hast Du das gelesen?
    Fluctuat nec mergitur

  9. Inaktiver User

    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Gerade an der Durchsetzung wird es doch scheitern. Wenn ich lese, dass es in Frankreich nach dem Verbot eben nicht weniger burkatragende Frauen gibt, sondern nur hin und wieder ein Bußgeld ausgesprochen wird, dann frage ich mich was das ganze überhaupt bringt.
    Polizisten als "Schleierlüfter" - Burka-Verbot im Tessin

    Hier sind Burkas wie alle anderen Formen der Gesichtsverschleierung in der Öffentlichkeit seit dem 1. Juli verboten. Anstandslos zahlte die Frau 100 Franken (92 Euro) Strafe - und legte danach ihren Schleier ab.

    Die Touristin aus Kuwait war die erste Frau, die für einen Verstoß gegen das Tessiner Burka-Verbot zur Kasse gebeten wurde. Weil sie mutmaßlich keine Kenntnis davon hatte, keinen Widerstand leistete und nicht als "Wiederholungstäterin" einzustufen war, kam die Araberin mit der Mindestbuße davon. Die Höchststrafe für Vollverschleierung im freien Raum beträgt im Tessin 10.000 Franken. Sie gilt für Burka- oder Nikab-Trägerinnen genauso wie für vermummte Hooligans oder Demonstranten.


    Ich sehe schon, dass das Einiges bewirken könnte oder kann! Also da, wo ich lebe sieht man schon einige "mehr", vor allem am Flughafen und in den Krankenhäuser.

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    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von berezina Beitrag anzeigen
    Wo hast Du das gelesen?
    Im aktuellen SPIEGEL und mehreren Onlinemedien.

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