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  1. Inaktiver User

    AW: Burkini-Verbot

    Die Diskussion ist emotional.

    Ich trage weder Kopftuch noch Burkini, bin auch keine Muslima und habe keinen diesbezǘglichen Hintergrund.

    Allerdings fühle ich mich von Kleidervorschriften (Burkiniverbot, Kopftuchverbot) massiv bedroht und eingeschränkt, von Burkini und Kopftuch tragenden Frauen hingegen nicht.

  2. Inaktiver User

    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Hinter Burka und Burkini stehen die selben reaktionären Kräfte. Es ist einfach nur naiv das eine auf Bademode zu reduzieren und nur das andere in Frage zu stellen. Gerade weil die Bereitschaft zum Toleranz des Burkinis größer ist als die zur Burka, wird dieser jetzt eifrig vorgeschoben. Die nächste Stufe ist dann natürlich die Burka, die sich dann viel leichter etablieren lässt, denn beim Burkini hats ja auch keinen gestört...

    Hm.

    Es gibt 1.5 Länder (Afghanistan, Teile Pakistans) in denen die Burka überhaupt üblich ist, dieses Kleidungsstück ist ansonsten auch in islamischen Ländern völlig unüblich.

    Wie also kommst Du auf die Idee, AUSGERECHNET die Burka sei die logische nächste Stufe?

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    AW: Burkini-Verbot



    Vielen Dank @Amelie63, @lind71, @Tuerkisblau, @Donnamobile, @Herbstblatt7 und @Libentia für eure Ausführungen.

    Menschen, die sich gezielt selbst ausgrenzen und Regeln aus Systemen, aus denen sie weg gezogen sind, hier wichtiger finden, als sich unseren Gepflogenheiten zu öffnen, durch Entgegenkommen integrieren zu wollen, finde ich vom Grundsatz her einfach absurd.

    Hier leben so viele Nationalitäten und Religionen friedlich zusammen. Auffällig sind immer nur kleine Gruppen fundamentalistischer Verbohrtheit.
    Meine Willkommen gilt allen, die ihren Gewinn, in meinem Land leben zu können, wertschätzen und die sich auf die Menschen, die diese Verhältnisse und Voraussetzungen geschaffen haben und leben, aufgeschlossen zu bewegen.

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    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie bitte?
    Frankreich macht doch genau das was hier immer gefordert wird, in Sachen Kleiderwahl bzw. sichtbarem Tragen von allem was man als religiöses Symbol sehen kann sind die Franzosen doch ausgesprochen intolerant!



    Wie gesagt die Bri hat nichts mit meiner Realität zu tun.
    Nicht nur mit meiner, auch mit der im Freundeskreis.
    Allgemeines Kopfschütteln darüber dass solche Gegenden neu sein sollen.


    Also nichtreligiöses Anschauungsmaterial eignet sich: "Pretty Woman".


    Mir wäre jetzt neu dass jemand versucht hätte tatsächlich in BURKA schwimmen zu gehen.
    Tja, es gibt mehr als deine Umgebung, liebe Bennet, auch mehr als die Umgebung deiner Freunde.

    Was Frankreich angeht: was du zitierst gilt für öffentliche Gebäude. Das tägliche Leben in den Vorstädten ist etwas völlig anderes.

    Auf den Schenkelklopfer mit Burka und schwimmen brauch ich jetzt nicht eingehen. Dir ist selbst klar, dass das ein Ablenkungsmanöver ist und kein Argument.

  5. Inaktiver User

    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Tja, es gibt mehr als deine Umgebung, liebe Bennet, auch mehr als die Umgebung deiner Freunde.
    Stimmt.

    Es gibt auch mehr als Deine Umgebung.
    Was Frankreich angeht: was du zitierst gilt für öffentliche Gebäude. Das tägliche Leben in den Vorstädten ist etwas völlig anderes.
    Stimmt auch.

    Aber eine Frau mit Kopftuch kann hier in einer Behörde arbeiten (ich habe schon eine in der Stadtbücherei gesehen, vor Jahren schon), versuch das mal in Frankreich.
    Auf den Schenkelklopfer mit Burka und schwimmen brauch ich jetzt nicht eingehen. Dir ist selbst klar, dass das ein Ablenkungsmanöver ist und kein Argument.
    Nein.

    Völlig ernst gemeint.

    Ich finde es vollkommen unangebracht Burka und Burkini gleichzusetzen.
    Ja, die Namensgebung von letzterem ist unglücklich gewählt, aber beide erfüllen ganz unterschiedliche Zwecke.

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    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Diskussion ist emotional.

    Ich trage weder Kopftuch noch Burkini, bin auch keine Muslima und habe keinen diesbezǘglichen Hintergrund.

    Allerdings fühle ich mich von Kleidervorschriften (Burkiniverbot, Kopftuchverbot) massiv bedroht und eingeschränkt, von Burkini und Kopftuch tragenden Frauen hingegen nicht.
    Unb zum Dritten. Es geht nicht um das kleine persönliche Leben einzelner. Es geht um gesellschaftliche Veränderungen. Man kann sie mitgestalten,. Man kann aber auch so tun, als wäre alles in Ordnung, solange man selbst nicht betroffen ist.

    Das ist egoistisch und auch noch kurzsichtig. Was ist mit den Freiheiten nächster Generationen, Enkelinnen z. B.?

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    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    ich denke über meinen persönlichen Tellerrand hinaus, das ist das eine. Zum anderen genügt ein Blick nach Frankreich in die Banlieus, um zu sehen wie das enden kann.
    Wenn man sich mit der Geschichte der Banlieues auseinander gesetzt hätte, wüsste man, was man daraus wirklich lernen könnte. Und das ist eine Menge mehr, als dieser Strang und viele andere überhaupt hergeben. Vieles hier dümpelt so an der Oberfläche, das es einem schon weh tun kann.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wie also kommst Du auf die Idee, AUSGERECHNET die Burka sei die logische nächste Stufe?
    nicht nur die Burka, aber generell die zunehmende Verschleierung.

    Wie ich drauf komme? Weil die parallel zu der Verhüllung im Schwimmbad (bzw der Forderung danach) im öffentlichen Bild zunimmt.

    Aufgefallen ist mir das übrigens so richtig erst in Mailand, als ich nach nur 5 Jahren da das zweite mal war und eine gravierende Veränderung dahingehend feststellen musste. Dann hab ich bei uns auch mal mehr drauf geachtet und festgestellt, dass sich dies auch bei uns massiv gesteigert hat, nur gewöhnen wir uns da halt im Alltag eher daran. Darum werden die politischen Forderungen auch so dosiert, dass die Toleranzschwelle nicht überschritten wird, frei nach der Salamitaktik. Erst im Rückblick (oder wie bei mir bei einem Besuch eines Nachbarlandes, wenn die Aufmerksamkeit sich wieder mehr einschaltet) sehen wir, wie viele Salamischeibchen schon abgeschnitten wurden und wie immer noch fleißig gesäbelt wird - was die Salami nicht länger macht, also die Vielfalt wird nicht gesteigert, sondern unsere Rechte werden immer mehr abgeschwächt.

    Sonst gäbe es hier nicht Leute, die allen ernstes und völlig ohne Scheu sagen, dass für sie natürlich die Scharia überm Grundrecht steht.
    Wäre vor 20 - 30 Jahren auch noch undenkbar gewesen.

    Und um auf das Beispiel von FrauE nochmal zurück gekommen, als sich damals die Barbusige und die Verhüllte, die Begleitperson für das Kind im Planschbecken war, gegen den Bademeister solidarisierten:
    Es wird sich mit Sicherheit keine Burkiniträgerin mit einer Barbusigen solidarisieren, wenn diese aus dem Schwimmbad geworfen wird. Im Gegenteil, die ist bäh, Nackheit, Busen, alles bäh, wie wir hier auch schon gelesen haben. Und das Recht ist auf der Seite der Burkiniträgerin, das moralische Recht wohlgemerkt, das immer mehr über dem juristischen steht.
    Und genau hier liegt die Gefahr, der Kulturwandel, der mit dem Verlust unserer Freiheiten steht.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  9. Inaktiver User

    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Unb zum Dritten. Es geht nicht um das kleine persönliche Leben einzelner. Es geht um gesellschaftliche Veränderungen. Man kann sie mitgestalten,. Man kann aber auch so tun, als wäre alles in Ordnung, solange man selbst nicht betroffen ist.

    Das ist egoistisch und auch noch kurzsichtig. Was ist mit den Freiheiten nächster Generationen, Enkelinnen z. B.?
    Eben um die gehts mir.

    Sollte ich jemals Töchter haben, so will ich nicht, dass sie in einem Staat leben müssen, in dem ihnen das Tragen von Kopftuch und Burkini verboten wäre.

    Ich will keine Gesellschaft mit Kleidervorschriften, weder in die eine noch in die andere Richtung.


    Ich BIN ja selbst nicht betroffen von einem Burkiniverbot, und dennoch fühle ich mich bedroht davon dass eines kommen könnte, eben weil ich die gesellschaftliche Entwicklung, die solch ein Verbot erst ermöglichen würde, fürchte.

  10. User Info Menu

    AW: Burkini-Verbot

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hm.

    Es gibt 1.5 Länder (Afghanistan, Teile Pakistans) in denen die Burka überhaupt üblich ist, dieses Kleidungsstück ist ansonsten auch in islamischen Ländern völlig unüblich.
    In Afghanistan war die Burka in den 70ern keinesfalls üblich. Damals war A. ein recht weltoffenes Land. Dann kamen 40 Jahre Krieb und ein exodus derer, die es sich leisten konnten. Damit einhergehend kamen strenge säkulare Kräfte ans Ruder, und schwupps, die Frauen trugen Burka.

    Mussten sie oder hatten sie alle einen Hang zur Religion entdeckt? Vermutlich ersteres. Über solche Dinge kann man sich informieren.

    Was bedeutet es denn für moderne Muslima, wenn plötzlich so viele reaktionäre Landesgenossen hier aufschlagen? Was ist, wenn sie in einen solchen Clan hineinheiraten? Wo können sie sich hinwenden, wenn ihnen ihr Leben zu eng wird?

    An Menschen, die keine Probleme sehen wollen, vermutlich nicht.

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