in der Faz ist heute die Auswertung einer Umfrage unter Deutsch-Türken zu lesen...
klar, die Deutsch-Türken stehen nun nicht für alle muslimischen Menschen... aber so einiges lässt sich vielleicht davon ableiten?
So sagen z.B. (nur) 27% der befragten Männer und Frauen, dass muslimische Frauen ein Kopftuch tragen sollten. So viele sind das ja nun auch nicht... Offensichtlich gibt es massenhaft gläubige Muslime, die nicht der Meinung sind ihr Glaube verlangt so etwas von ihnen. Also warum ist man in Deutschland immer sofort bereit zu glauben, dass so ein Kopftuch (oder andere verhüllende oder bedeckende Bekleidungsstücke) unabdingbar für gläubige Muslime sei und sie ohne diese Stücke nicht am öffentlichen Leben teilhaben könnten?
Antworten
Ergebnis 1.091 bis 1.100 von 4597
Thema: Burkini-Verbot
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16.06.2016, 10:22Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
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16.06.2016, 10:26
AW: Burkini-Verbot
Weil Religion als Totschlagargument benutzt wird.
flying is the art of falling to the ground without touching
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16.06.2016, 10:40Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Wer hat denn das gesagt?
Frag mal unter gläubigen Katholiken wieviele noch glauben dass man jungfräulich in die Ehe gehen sollte, ich vermute die Umfragewerte fallen ähnlich aus.
Nur, deswegen würde man doch denjenigen, die wirklich immer noch glauben, man sollte jungfräulich in die Ehe, nicht sagen ihr Glaube wäre falsch und sie sollten sich mal über die aktuelle Version informieren!
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16.06.2016, 10:55
AW: Burkini-Verbot
Weitaus befremdlicher finde ich die Aussagen, an denen sich fundamentalistische Tendenzen ableiten lassen. So ist es für 57 % der Befragten 1. Generation wichtiger, die Gesetze ihres Glaubens zu befolgen als die Gesetze Deutschlands.
Gleichzeitig hat aber der Moscheebesuch abgenommen.
Das kann man als absurd abtun, mich erinnert das an Pegida. Dort ist es ähnlich, das christliche Vaterland wird verteidigt, aber die wenigsten gehen in eine Kirche.
Meiner Meinung nach drückt sich so eine Unzufriedenheit und Orientierungslosigkeit aus. Da muss eben Religion bzw. das was man dafür hält zur Identifikation herhalten.
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16.06.2016, 10:57Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Man muss ihnen nicht sagen, dass ihr Glaube falsch ist, denn sie dürfen glauben was immer sie wollen.
Man kann ihnen aber sagen, dass es nicht mehr zeitgemäß ist und das inzwischen auch schon unzählige junge Frauen geheiratet haben, die keine Jungfrauen mehr waren und dass ihr Gott sie trotzdem nicht gestraft hat. Man kann ihnen sagen, dass es auch kein Gesetz (zumindest hier in DE) gibt, dass die jungfräuliche Eheschließung vorschreibt... das die Eheschließung ohne Jungfernhäutchen sogar in der Kirche vorgenommen werden kann und das auch junge Frauen, die vor der Ehe Verkehr hatten in keiner Weise aus dem normalen öffentlichen Leben ausgeschlossen werden.
Also... sie dürfen das handhaben wie immer sie wollen... sollten aber nicht auf die Idee kommen das nun von anderen auch einzufordern... oder gar auf das Recht dazu zu klagen.
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16.06.2016, 11:24Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Richtig.
Ebenso wie Muslime und Muslimas.
Da die Strafe in der katholischen Denke NACH dem Tod stattfindet finde ich das als Sachaussage doch sehr kühn.Man kann ihnen aber sagen, dass es nicht mehr zeitgemäß ist und das inzwischen auch schon unzählige junge Frauen geheiratet haben, die keine Jungfrauen mehr waren und dass ihr Gott sie trotzdem nicht gestraft hat.
Ob es darum überhaupt geht?Man kann ihnen sagen, dass es auch kein Gesetz (zumindest hier in DE) gibt, dass die jungfräuliche Eheschließung vorschreibt... das die Eheschließung ohne Jungfernhäutchen sogar in der Kirche vorgenommen werden kann und das auch junge Frauen, die vor der Ehe Verkehr hatten in keiner Weise aus dem normalen öffentlichen Leben ausgeschlossen werden.
Im Übrigen ist die Idee ja nicht "wenn Du Sex vor der Ehe hattest darfst Du nicht mehr heiraten", nie gewesen.
Seufz.......wo haben denn bitte Muslima eingefordert dass andere Burkini tragen sollten?Also... sie dürfen das handhaben wie immer sie wollen... sollten aber nicht auf die Idee kommen das nun von anderen auch einzufordern... oder gar auf das Recht dazu zu klagen.
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16.06.2016, 11:30
AW: Burkini-Verbot
Ein Blick über den Tellerrand könnte helfen, liebe Bennett. Ein Burkini ist eben nicht nur ein Kleidungsstück, sondern vermittelt darüber hinaus eine Botschaft. Zugehörigkeit zum Islam, Rechtgläubigkeit, auch Ehrbarkeit.
Solche Tendenzen sind auch ein Angriff auf unsere freiheitlichen Werte, insbesondere, wenn sie stärker werden.
Wie so etwas ausgehen kann, lehrt der Blick nach Israel, dort gibt es große Probleme mit den orthodoxen Gläubigen. In deren Gebiet wurden auch schon Frauen aus dem Bus geworfen, weil sie nicht schicklich gekleidet waren
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16.06.2016, 11:31Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Jedenfalls, also wenn der Papst käme mit, Katholiken müßten ab sofort im züchtigen Ganzkörper-Oma-Streifenstrick (dem sog. Kathokini) ins Schwimmbad, jeder würde den Kopf schütteln. Und wenn eine erzkonservative Katholikin dies dann sogar noch vor Gericht einklagen wollte, - das Gelächter wäre groß.
A propos Oma: Wo bleibt das Kuchenrezept?
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16.06.2016, 11:32Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
im gewissen Sinne haben tun sie genau das... ich berufe mich dabei auf das Argument der Stadträtin aus dem Link von Funkelnde...
Dadurch das sie das Recht erstritten haben im öffentlichen Schwimmbad den Burkini zu tragen, nehmen sie ihren Kindern die Möglichkeit das Teil mit dem Argument "ich darf nicht" zu verweigern.
(Und mir soll jetzt keiner mit damit kommen, dass 8, 9, 10-jährige Kinder schon so selbstbestimmt wären, dass sie so ein eher unbequemes Teil absolut freiwillig anziehen wollen)
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16.06.2016, 11:39Inaktiver User


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