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Thema: Burkini-Verbot
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15.06.2016, 22:29
AW: Burkini-Verbot
Die Problemzone ist bei den meisten Menschen nicht der Bauch, die Beine oder der Po...
sondern viel mehr der Kopf
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15.06.2016, 22:29Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Ich lese diese Stränge nicht ,kann aber durchaus verstehen .,was türkisblau hier meinte...
habe ich auch schon 1001 Geschichten zu gehört,selbst gläubige Muslimas haben nicht selten unter diesen Erfahrungen zu leiden gehabt.Aber solange dumme Frauen da mitmachen ,geht das immer ...
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15.06.2016, 22:40
AW: Burkini-Verbot
liebe alteHexe
solche Frauen sind natürlich bedauernswert. Allerdings hat deren persönliches Pech ihre Naivität/Gutgläubigkeit etc nichts mit einer gesellschaftlich üblichen Praxis zu tun.
Ich rede von dem, was damals gesellschaftlich üblich war, du von Einzelschicksalen.
Im Übrigen haben die Stories aktuell betrügender Ehemänner, nichts, aber auch gar nichts mit dem Thema dieses Stranges zu tun.
Das ist ungefähr so, als würden wir uns über die Anlage einer Obstplantage unterhalten und du wolltest uns das Rezept von Omas gedecktem Apfelkuchen nahebringen.
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15.06.2016, 22:46
AW: Burkini-Verbot

Wo ist die Grenze zwischen Toleranz und A****kriecherei? In Konstanz ist sie aus meiner Sicht deutlich überschritten:
Die Bademode in den städtischen Schwimmbädern wird bald um eine weitere Facette erweitert: Künftig darf man dort auch in dem so genannten Burkini, eine Art Ganzkörperbadeanzug, ins Wasser gehen. Das hat der Gemeinderat gestern mit großer Mehrheit beschlossen. Bei 38 Stimmberechtigten gab es nur vier Gegenstimmen und drei Enthaltungen. Damit schloss sich der Rat dem Vorschlag der Stadtverwaltung an, die diese Entscheidung auch als Respektbekundung vor dem kulturellen und religiösen Selbstverständnis der muslimischen Mitbürger verstanden wissen wollte.
Aha. Aus einer Fundamentalistin wurde "die muslimischen Mitbürger". Ja, nee, is klar.
Aber es geht noch was, in Richtung political correctnes:
Normen Küttner (Freie Grüne Liste) bekannte, dass er lange skeptisch gegenüber dem Burkini gewesen sei. Durch den Austausch mit Ratskollegen und Experten der Universität Konstanz habe er aber seine Meinung geändert und sehe nun die Teilhabechancen an der Gesellschaft mehr, die der Burkini muslimischen Frauen gebe. Er regte allerdings eine Namensänderung an – man sollte lieber vom Badekini reden, weil der Name Burkini durch die Nähe zur Burka so negativ belegt sei.
Ein super seriöses Gutachten ist die Entscheidungsgrundlage:
Das sagt das Gutachten
Bei der Entscheidung zum Burkini-Verbot hat sich die Stadt von dem Kulturwissenschaftler Özkan Ezli beraten lassen. Er arbeitet am Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ an der Universität Konstanz.
Die Thesen im Überblick.
Mehr Teilhabe: Für Özkan Ezli ermöglicht der Burkini muslimischen Frauen eine Teilhabe an Gesellschaft. Eine Abschaffung des Verbots ermögliche zudem mehr Sichtbarkeit und Kontakte unterschiedlicher Lebensauffassungen, die Teil der deutschen Gesellschaft sind.
Moderne Form des Islam: Es gehe bei der Zulassung des Burkini nicht darum, orthodoxe islamische Vorstellungen zu verwirklichen. Vielmehr drücke sich darin eine Individualität aus, die Moderne, Religion und Tradition zusammenbringt.
Burkini ist nicht gleich Burka: Beim Burkini gehe es um ein gemeinsames öffentliches Baden. Bei der Burka um ein striktes Trennen der Frauen- von der Männerwelt in der Öffentlichkeit.
Grundlage des Gutachtens: Interviews mit der Konstanzerin, die die Debatte ins Rollen brachte, dem Geschäftsführer der Bädergesellschaft und dem Imam der Konstanzer Moschee. Zudem glich Ezli dies mit Forschungsergebnissen ab.
Je nun, ziemlich wissenschaftlich, diese Grundlage....
Auf verlorenem Posten war dann leider diese Stadrätin:
Auffällig in der Debatte war, dass die einzige Stadträtin mit Wurzeln in der Türkei sich offen gegen die Aufhebung des Verbots aussprach: „Kein 10-jähriges Mädchen würde freiwillig ein Kopftuch oder einen Burkini tragen. Sie werden dazu gezwungen von den Eltern. Das, was wir hier vorhaben, ist die falsche Form von Toleranz. Deswegen kann ich nicht zustimmen“, sagte Zahide Sarikas (SPD). Sie blieb die einzige Befürworterin des Verbots, die sich offen dazu bekannte.
Quelle: Südkurier
Was mich an dem "Gutachten" besonders entsetzt, ist die Umdeutung des Burkini zu etwas, das ungefähr das Gegenteil einer Burka sei. Brainfuck, sonst nichts.
Edit: Konstanz feiert Mittelalter: Baden im Burkini erlaubt
Humanisten Bodensee kritisieren Aufhebung des „Burkini-Verbots“ in Konstanzer Bädern
„Entscheidung belegt eine unreflektierte Auslegung des Rechts auf freie Religionsausübung“
Konstanz. Die Humanistische Alternative Bodensee (HABO) kritisiert die Entscheidung von Gemeinderat und Bädergesellschaft Konstanz, wonach das bisherige „Burkini-Verbot“ in den städtischen Badeanstalten aufgehoben wird. Der Sprecher der HABO, Dennis Riehle, bemängelt einerseits, dass damit Religion im öffentlichen Raum weiteren Vorschub erhält. Andererseits greift er auch die Stadt Konstanz an, die für ihre Argumentation nur einen einzelnen Gutachter um Rat gebeten hatte.
Lesenswert.Geändert von Funkelnde (15.06.2016 um 23:02 Uhr) Grund: Ergänzung
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16.06.2016, 05:59Inaktiver User
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16.06.2016, 07:51Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
das ist ein seltsames Gutachten.
Hier bei uns in Deutschland ist ein gemeinsames öffentliches Baden seit Ewigkeiten normal, niemand stört sich daran!
Irgendwie habe ich immer mehr das Gefühl, dass einige Menschen, die die deutschen Regeln Gebräuche und auch Gesetze zwar für sich absolut ablehnen... dann aber deutsche Gesetze für sich in Anspruch nehmen um Ausnahmen von eben diesen Regeln, Gebräuchen und Gesetzen für sich durchzudrücken... da stimmt doch was nicht.
Ich stimme übrigens der Stadträtin, die da sagt "Kein 10-jähriges Mädchen würde freiwillig ein Kopftuch oder einen Burkini tragen. Sie werden dazu gezwungen von den Eltern. Das, was wir hier vorhaben, ist die falsche Form von Toleranz. Deswegen kann ich nicht zustimmen" ohne Einschränkung zu!
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16.06.2016, 09:53
AW: Burkini-Verbot
Schwimmen ist Religionsausübung?
Aber klar, man muss nur den politischen Islam in "modernen" Islam umbenennen - was ja nicht ganz falsch ist
- dann hört es sich gleich viel fortschrittlicher an
flying is the art of falling to the ground without touching
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16.06.2016, 10:02
AW: Burkini-Verbot
Diesen Beitrag verlinke ich mal hier, denn er zeigt, dass der heutige politische Islam tatsächlich eine Neuentwicklung und kein "Rückschritt" ist, dass der historische Islam durchaus tolerant und offen war. Lesenswert:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/ge...ruhr-1.3008818flying is the art of falling to the ground without touching
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16.06.2016, 10:06Inaktiver User
AW: Burkini-Verbot
Ich frag mich schon, wo da der Respekt vor meinem kulturellen und religiösen Selbstverständnis bleibt??????
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16.06.2016, 10:11



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