Ok, das war jetzt etwas unklar von mir geschrieben.
Die "unbefangene Sexualität" beziehe ich darauf, dass sie vorher und auch nachher ziemlich promisk lebte und mit vielen Männern freiwillig schnell in die Kiste ging.
Das hat sich durch die erlebte Vergewaltigung nicht geändert.
Die Sache mit Typ und Auto fand ich auch haarsträubend. Aber vor allem, dass sie sich als erwachsene intelligente Frau sehenden Auges auf so eine Gefahr einließ (und mit dem Typ wollte sie nicht schlafen), völlig ohne Not. Es gab keinerlei Grund, mit dem mit zu fahren.
Es bei ihr also insofern nicht mal eine Verhaltensänderung im Sinne größerer Vorsicht eingetreten ist. Was ich in der Tat unverständlich finde.
Es hat sich also durch die erlebte Vergewaltigung weder ihr Sexual-, noch ihr Risikoverhalten geändert.
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18.06.2016, 11:34Inaktiver User
AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung
Geändert von Inaktiver User (18.06.2016 um 11:51 Uhr)
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18.06.2016, 13:59
AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung
Ich weiß nicht ob schon darauf eingegangen wurde, aber im aktuellen SPIEGEL steht ein Bericht über den Fall Gina-Lisa. Und nach der Lektüre muss ich meine klare Haltung, dass es sich wohl um eine Vergewaltigung gehandelt hat, doch revidieren. Die Vergewaltigung halte ich zwar immer noch für möglich, allerdings habe ich jetzt doch starke Zweifel. Es gibt wohl mehrere Videos die etwas anderes als eine Vergewaltigung nahelegen. Die Staatsanwältin die gegen Gina-Lisa ermittelt, gilt übrigens sonst als harte Verfolgerin von Sexualdelikten.
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18.06.2016, 14:38Inaktiver User
AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung
Wenn sich das als wahr herausstellen sollte, dann gibt es bei der ganzen Angelegenheit sehr viele Verlierer und keinen Sieger.
Die Medien, die sehr schnell Position bezogen haben, verlieren an Glaubwürdigkeit. Die Politiker, die auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind, müssen sich auch fragen lassen, warum sie sich nicht gründlicher informiert haben. Für diejenigen, die Sexualgewalt anprangern, ist es ein Desaster, dass sie sich möglicherweise von PR-Strategen haben instrumentalisieren lassen. Für Gewaltopfer, die in schwierigen Aussage-gegen-Aussage-Konstellationen um ihr Recht kämpfen, sind solche Vorgänge ein Schlag ins Kontor. Bei Männern kann der Eindruck haften bleiben, sie würden bei unklarer Beweislage im Zweifelsfall schnell vorverurteilt und die Unschuldsvermutung hätte faktisch keine Gültigkeit mehr.
Und womöglich steckt hinter der ganzen Geschichte auch eine sehr persönliche Tragödie. Falls da eine Suchtproblematik und eine etwas labile Persönlichkeitsstruktur zusammenkommen, ist es gar nicht ausgeschlossen, dass Frau Lohfink die Anschuldigungen unter dem Einfluss von schlechten Beratern erhoben hat. Das war ja eine Sache, die von Anfang an nicht zusammengepasst hat. Einerseits schildert sie eine Horrorgeschichte von K.O.-Tropfen, Verschleppung und Bedrohung, andererseits sagt sie ohne Belastungseifer aus und nimmt die Angeschuldigten teilweise noch in Schutz. ("Ich will denen ja nichts Böses.")
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18.06.2016, 15:13
AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung
Unfassbar finde ich wie schnell einige Politiker/innen sich da eingemischt haben;

als würde es der Sache als solcher in irgendeiner Weise nützlich sein-das Gegenteil
dürfte der Fall sein.Wirft kein gutes Licht auf einige unserer "Experten".Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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18.06.2016, 15:40Inaktiver User
AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung
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18.06.2016, 15:46Inaktiver User
AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung
So, wie sich das nach dem Spiegel -Artikel darstellt, kam die Vergewaltigungsanzeige ins Spiel, weil die Ermittlungsbehörden wegen der Verbreitung des Videomaterial wenig Einsatz zeigten. Das hat die Sache dann auch beschleunigt, es gab sofort Hausdurchsuchungen.
Für ihre Aussage fand Fr. Lohfink erst im November Zeit - nach Nachfrage der Staatsanwaltschaft, ob noch Interesse an der Sache bestände.
Und was zum Video geschrieben wurde - u.a. das sie sich deutlich artikuliert mit den Männern unterhalten hat und immer wieder den Raum verließ - ergibt auch ein anderes Bild, als hier z.T. dargestellt. Es wurde auch während des Sex Küsse und Zärtlichkeiten ausgetauscht.
Das sie sich direkt am nächsten Tag wieder mit P. zum poppen getroffen hat, ebenso.
Was für eine Schmierenkomödie, echt.
Wirklich betroffenen Frauen wurde mit dem ganzen "Skandal "ein Bärendienst erwiesen.
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18.06.2016, 16:00
AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung
Steht in dem Link vom 17.3.2016
Deutschland hat die Konvention des Europarates unterschrieben, aber bislang nicht ratifiziert.
warum das unter Umständen so lange dauert:
Mit der Unterzeichnung von Menschenrechtsverträgen stellen die Staaten als Vertragspartner fest, dass sie sich über einen Menschenrechtsvertrag inhaltlich einig sind. Sie geben damit ein politisches Signal, auf die Verwirklichung der entsprechenden Menschenrechte hinzuwirken. Zur völkerrechtlichen Verbindlichkeit führt jedoch erst die darauf folgende Ratifikation. Sie erfolgt jeweils durch das Organ des Staates, das diesen nach außen vertritt – in der Regel das Staatsoberhaupt (in Deutschland der Bundespräsident), nachdem die jeweils zuständige gesetzgebende Gewalt zugestimmt hat.
Der Begriff Ratifikation steht auch für das innerstaatliche Verfahren, mit welchem völkerrechtliche Verträge in innerstaatliches Recht umgesetzt werden. In vielen Rechtsordnungen, wie zum Beispiel in Deutschland, erfordert dies ein Zustimmungsgesetz der Legislative zu dem betreffenden Vertrag. Von der Unterzeichnung eines Vertrages bis zur innerstaatlichen Ratifikation kann deshalb erhebliche Zeit vergehen. In anderen Rechtsordnungen (USA, Österreich, Niederlande, Spanien, Frankreich) gelten die Menschenrechtsabkommen zum Teil unmittelbar, das heißt auch ohne gesetzlichen Umsetzungsakt. Doch auch hier ist in der Regel eine Zustimmung des Gesetzgebers notwendig. Was ist der Unterschied zwischen Unterzeichnung und Ratifizierung? - Deutsches Institut für Menschenrechte
und dass es sich wohl bei dem neuen Gesetzesentwurf für eine Weiterentwicklung handelt:
Istanbul-Konvention: Darin ist eben die Regelung enthalten, dass jede nicht einvernehmliche sexuelle Handlung unter Strafe gestellt werden soll.Geändert von Lukulla (18.06.2016 um 16:10 Uhr)
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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18.06.2016, 17:10Inaktiver User
AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung
Das kann ich aus dem Artikel so nicht herauslesen. Die Ermittlungen sind schleppend in Gang gekommen und dann kam der Vorwurf der Vergewaltigung ins Spiel. So war der zeitliche Ablauf. Ob es da einen Kausalzusammenhang gegeben hat, bleibt offen.
Ja. In dieser Hinsicht hat sich die Presse und allen voran der Stern nicht mit Ruhm bekleckert. Dort wurde der Vorgang so dargestellt, als hätte die Staatsanwaltschaft das Verfahren verschleppt und verzögert.Für ihre Aussage fand Fr. Lohfink erst im November Zeit - nach Nachfrage der Staatsanwaltschaft, ob noch Interesse an der Sache bestände.
Im Spiegel steht allerdings auch folgendes:
Als die Beamten Gina-Lisa dann die Videos zeigen, wird sie still. "Keine Antwort" verzeichnet das Protokoll immer wieder. Dann: "Zeugin weint". Sie wirkt fassungslos darüber, was sie da sieht. Bislang kannte sie auch nur die Schnipsel, die alle kannten. Jetzt sieht sie sich selbst minutenlang beim Sex mit zwei Männern. "Das war überhaupt nicht ich." gibt sie zu Protokoll.
War das eine schauspielerische Glanzleistung? Oder hatte sie wirklich massive Erinnerungslücken?
Ich bin noch immer nicht so ganz davon überzeugt, dass sie bewusst falsch ausgesagt hat. Sie könnte durchaus subjektiv von der Variante mit den K.O.-Tropfen überzeugt gewesen sein.
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18.06.2016, 20:04Inaktiver User
AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung
Das steht da nicht explizit, aber für mich ergibt sich das ziemlich logisch.
Edit: Allerdings steht da schon, dass due Ermittlungen nach der Vergewaltigungsanzeige richtig in Gang kamen. Was logisch ist, denn ab da ist es ein Offizialdelikt.
Tja, nur so wirds zur Sensation, und zum "Justizskandal". Klassischer Fall von Sommerloch, würde ich sagen.. In dieser Hinsicht hat sich die Presse und allen voran der Stern nicht mit Ruhm bekleckert. Dort wurde der Vorgang so dargestellt, als hätte die Staatsanwaltschaft das Verfahren verschleppt und verzögert.
Tja, so mancher ist schockiert, sieht er sich unverhofft auf Video, und sei es vom simplen Rhetorikseminar.Als die Beamten Gina-Lisa dann die Videos zeigen, wird sie still. "Keine Antwort" verzeichnet das Protokoll immer wieder. Dann: "Zeugin weint". Sie wirkt fassungslos darüber, was sie da sieht. Bislang kannte sie auch nur die Schnipsel, die alle kannten. Jetzt sieht sie sich selbst minutenlang beim Sex mit zwei Männern. "Das war überhaupt nicht ich." gibt sie zu
Und sie ist bezeichnenderweise nicht von den Internet-Schnipseln, die sie kannte, schockiert, sondern von der Gesamtschau. Ich denke, es war ihr einfach peinlich, vermutlich zu Recht.
Edit: Vielleicht war ihr auch nicht bewußt, dass Videomaterial existiert, das ihre Aussage sehr zweifelhaft erscheinen lässt.Geändert von Inaktiver User (18.06.2016 um 22:20 Uhr)
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19.06.2016, 22:27
AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung
Hedwig, ich habe Psik gefragt, weil es mir darum ging, welche Faktoren neben der Persönlichkeit des Opfers relevant sind für die Frage, welche Folgen die Tat für das Opfer hat.
Denn ich glaube, dass es schon Faktoren gibt, die eine Rolle spielen und je mehr man über diese Faktoren weiss, umso besser kann man Hilfestellungen danach ausrichten.
Mir ist der Missbrauch im Kindesalter passiert, und ich denke, dass ich es gut verkraftet habe, lag zum einen daran, dass die Tat nicht sehr intensiv war ( nichts mit Eindringen, aber mehr als Begrapschen), dass es ein einmaliger Vorfall war, dass es kein mir bekannter Täter war, es also keine ambivalente Beziehung gab, wie bei Tätern aus dem sozialen Nahfeld, dass ich sofort drüber reden konnte, meine Eltern sofort die Polizei einschalteten und sie zugewandt, besorgt, schockiert, aber ruhig reagierten.
Eine Schulfreundin von mir wurde in einem ähnlichen Alter durch ihren älteren Bruder missbraucht, es gab viel mehr und intensivere Taten, sie hat sich als Kind nicht ihren Eltern anvertraut und als sie dies als junge Erwachsene tat, glaubte diese ihr zwar ein bißchen, nahmen aber den Bruder in Schutz und spielten die Taten runter. Sie konnte sich nicht zu einer Anzeige durchringen, weil sie das ihrem Bruder nicht "antun" wollte und hatte als junge Frau sehr mir der Verarbeitung zu tun.
So, jetzt aber Schluss mit dem Exkurs, hat keinen direkten Bezug zum Fall Lohfink.Geändert von fritzi72 (19.06.2016 um 22:28 Uhr) Grund: Tippfehler
Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist
Intro "Tatsächlich Liebe"



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