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    AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich meine mich uebrigens zu erinnern, dass eine der vielen fiesen Dinge bei Rohypnol / KO-tropfen ist, dass es relativ fix eben nicht mehr nachgewiesen werden kann.
    Die Wirkung soll zwischen 8 und 12 Stunden anhalten. Mir fiel auf, dass die Männer sie erst nach 12 Stunden haben gehen lassen. Kann Zufall sein, muss aber nicht.

    Edit: Ich korrigiere: KO-Tropfen sollen 8 bis 12 Stunden nachweisbar sein.
    #MeToo

  2. Inaktiver User

    AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Eben. Drum versucht man, sie wegzubeißen.
    Ich glaube ja, da steckt auch Selbstschutz dahinter. "Da ich mich nie so gebaeren, so aufreizend anziehen wuerde, so daemlich waere mit zwei Tyen zu feiern, kann mir so etwas nie passieren."

    Machts allerdings auch nicht besser, welcher Grund nun ueberwiegt (und ob).

  3. Inaktiver User

    AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und wenn jemand vorher für bestimmte Dienstleistungen bezahlt hat, schließt das eine Vergewaltigung aus??? Also, ein Freier, der für z. B. manuelle oder orale Befriedigung bezahlt hat, über die Frau herfällt und sie vaginal penetriert, hat sie nicht vergewaltigt? Oder wie soll ich deine "Sachinfo" verstehen?
    Nein, so war das nicht gemeint.

    Das war bloß ein Einschub, weil Du meintest, die Polizei könne vermuten, ein Vergewaltiger sei ein Freier der "vergessen hat zu bezahlen".

    Das war wirklich nur als Sachinfo zum "üblichen Vorgehen" gemeint, selbstverständlich hat der Mann kein Recht auf Leistung bloß weil er gezahlt hat.

  4. Inaktiver User

    AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung

    Ich maße mir nicht an, den Fall Lohfink beurteilen zu können.

    Jedoch stösst mir folgendes auf:

    Jeder Mensch hat das Recht, zu jedem Zeitpunkt NEIN zu sagen. Eine solche Grenzsetzung ist auch dann zu respektieren, wenn dieser Mensch

    a) unter Drogen steht
    b) zuvor "mitgemacht" hat
    c) als Prostituierte(r) arbeitet
    d) sich promiskuitiv verhalten hat
    e) mit dem Aggressor verheiratet, liiert, befreundet, bekannt ist
    f) bereits Pornofilme gedreht hat
    g) intellektuelle Defizite hat
    h) stark verunsichert oder / und traumatisiert ist, und daher in seiner Grenzsetzung eher unklar/unsicher
    i) freiwillig eine Wohnung betreten hat
    j) aufreizende Kleidung trägt

    Ich wiederhole mich an dieser Stelle gern: die Istanbul-Konvention ist immer noch nicht ratifiziert. Sie hängt seit 2011, seit D diese akzeptiert hat, in der Schwebe und ist nach wie vor nicht ratifiziert. Sowohl Frau Leutheusser-Schnarrenberger als auch Herr Maas sahen diesbezüglich wohl bislang keinen akuten Handlungsbedarf.

    DAS zeigt meines Erachtens deutlich, warum die oben benannten Grundsätze eben NICHT für jeden Menschen, und schon gar nicht für jede Frau gelten, die in Bedrängnis gerät. Die derzeit geltende Gesetzeslage bietet viele Schlupflöcher und große Interpretationsspielräume.

    Diskussionen wie diese hier und handfeste Erfahrungen mit den entsprechenden Stellen der Exekutive und Jurisdiktion führen, u.a. auch dank der vorhandenen Spielräume für Täter, dazu, dass viele Frauen von vorn herein gar nicht erst erwägen, Anzeige zu erstatten. Würde mir oder einer Familienangehörigen das passieren, würde ich / würden wir das derzeit auch sehr kritisch hinterfragen.

  5. Inaktiver User

    AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist aber auch schlimm - da läuft eine Kamera mit und trotzdem weiß keiner wirklich was passiert ist.
    Das Problem ist halt, dass im Internet nur einzelne Sequenzen zu sehen sind, das Gericht aber das ganze Videomaterial gesichtet hat.
    Das, auch nach dem FAZ-Artikel, eben einen ganz anderen Eindruck zu vermitteln scheint.

  6. Inaktiver User

    AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung

    Vor dem Amtsgericht hatte Lohfink Anfang Juni einen Schwächeanfall, der Prozess musste vertagt werden. Er soll am 27. Juni fortgesetzt werden, dann werden erste Zeugen gehört. Vor der Tür des Gerichtssaals sagte Lohfink unter Tränen, sie sei froh, dass sie überhaupt am Leben sei. "Die haben mich da eingesperrt, ich hätte auch sterben können."

    Die, das sind: Pardis F., 28, Fußballer, und Sebastian C., 34, VIP-Betreuer in einem Berliner Club. Man lernte sich im Juni 2012 auf einer Party in Berlin kennen, "F. war ja nett, der C. auch", sagte Lohfink später der Polizei. F. kannte sie, die beiden schrieben einander, auch noch mehrere Tage nach der Tat. "Geht's dir gut, vermisse dich", schrieb Lohfink.
    An jenem Juniabend trank man erst Wodka-Red-Bull, Weißwein-Schorle und Champagner, danach ging man zu dritt in eine Wohnung am Kurfürstendamm, wo das Video entstand. Über Jahre war es auf Porno-Portalen illegal abrufbar, erst vor einigen Tagen wurde es dort gelöscht.
    Von hier an weichen die Versionen voneinander ab. Lohfink sagt, sie habe geweint und versucht davonzulaufen. Sie habe "Nein, nein, nein" und "Hilfe, Polizei" gerufen. Christian Gerlach, der Anwalt der beiden Männer, nennt diese Vorwürfe "völlig unglaublich".

    Der Süddeutschen Zeitung sagte er, auf den Dateien, die auf den Handys der beiden Männer gefunden wurden, sehe man, wie Lohfink tanze, singe, einen der Männer küsse, zum Sofa gehe oder am Computer sitze. Während des Filmens habe sie immer wieder das Zimmer verlassen. Selbst Lohfinks Anwalt, der 2012 gegen die Verbreitung des Videos vorging, sprach in der Anzeige, die der SZ vorliegt, von "einvernehmlichen sexuellen Handlungen".
    Die Staatsanwältin verfolge Verbrechen an Frauen mit harter Hand

    Die Ermittler sichteten Filmdateien, ließen Gutachten erstellen. Von Lohfink eine Aussage zu bekommen war kompliziert. Einen Termin bei den Ermittlern sagte ihre Managerin ab, weil Lohfink sich erkältet habe, als sie für einen Werbespot auf Mallorca in einen Pool mit kaltem Wasser sprang.
    Ein weiterer kam nicht zustande, weil Lohfink für einen Auftritt bei der Berliner Erotikmesse stundenlang in der Maske sitzen musste. "Ärgerlich", notierte die Staatsanwältin in den Akten. Über die Juristin heißt es in Berliner Justizkreisen, dass sie Verbrechen an Frauen mit harter Hand verfolge. Als der Sohn von Uschi Glas 2015 zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, weil er eine Prostituierte getreten hatte, hatte sie ein Jahr Haft gefordert.
    Schließlich gab es ein Gutachten aus dem Labor der Berliner Charité. Darin schloss der Toxikologe, der alle Filmdateien gesehen hatte, aus, dass Lohfink unter Drogen gesetzt wurde. Sie sei zur Tatzeit wach und ansprechbar gewesen, habe angemessen reagiert, Fragen beantwortet. All das sei unmöglich, wenn man K.o.-Tropfen im Körper habe.
    Und wenn schon das Wort Nein genügt? Auch nach diesem strengeren Prinzip sah die Staatsanwältin keinen hinreichenden Verdacht, denn als Gina-Lisa Lohfink zu den Männern "Hör auf" sagte, habe sie sich nicht auf eine sexuelle Handlung bezogen, sondern auf das Filmen.
    Quelle: Süddeutsche Zeitung
    Geändert von Analuisa (13.06.2016 um 19:35 Uhr) Grund: Link zum Artikel ergänzt

  7. Inaktiver User

    AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Wenn schon, dann wird m.E. doch eher umgekehrt ein Schuh draus - nämlich die Befürchtung, der Ehemann könnte solch eine Frau, wie Gina-Lisa Lohfink, anbaggern.
    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Eben. Drum versucht man, sie wegzubeißen.
    Ihr habt noch den Hinweis vergessen, dass alle userinnen, die die Geschichte kritisch sehen, vermutlich grottenhässlich sind und Frau Lohfink nur um ihr Aussehen beneiden (ironie off)

    Echt - habt gerade ihr beide es nötig, auf so einem Niveau zu argumentieren? Ich muss mich doch wirklich sehr wundern.....

  8. Inaktiver User

    AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Problem ist halt, dass im Internet nur einzelne Sequenzen zu sehen sind, das Gericht aber das ganze Videomaterial gesichtet hat.
    Das, auch nach dem FAZ-Artikel, eben einen ganz anderen Eindruck zu vermitteln scheint.
    Ich wollte mir da auch kein Urteil erlauben.

    Das verfügbare Videomaterial habe ich nicht gesehen und sehe auch keinen Sinn darin es mir anzuschauen, wenn es doch nicht vollständig ist.

    Es kann ja durchaus sein dass Zweifel an der Schuld der beiden Männer bestand und daher Freispruch erfolgte.
    Das fände ich auch in Ordnung, trotzdem natürlich schrecklich für Frau Lohfink falls sie sagt was sie wirklich glaubt.

    Was mich eher irritiert:

    Dass anscheinend so gar keine Zweifel bestanden haben sollen, dass sie bewusst gelogen hat, wieso sonst das Urteil wegen falscher Verdächtigung?

  9. Inaktiver User

    AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Von Lohfink eine Aussage zu bekommen war kompliziert. Einen Termin bei den Ermittlern sagte ihre Managerin ab, weil Lohfink sich erkältet habe, als sie für einen Werbespot auf Mallorca in einen Pool mit kaltem Wasser sprang.
    Ein weiterer kam nicht zustande, weil Lohfink für einen Auftritt bei der Berliner Erotikmesse stundenlang in der Maske sitzen musste. "Ärgerlich", notierte die Staatsanwältin in den Akten. Über die Juristin heißt es in Berliner Justizkreisen, dass sie Verbrechen an Frauen mit harter Hand verfolge.
    wenn das stimmt, dann wundert mich nichts mehr.
    ich zeige jemanden an, aber nehme das dann selbst nicht so ernst.
    so kann man das auch lesen.
    Geändert von Analuisa (13.06.2016 um 19:11 Uhr) Grund: Blaufärbung im Zitat repariert

  10. User Info Menu

    AW: Der Fall Lohfink: Nach Vergewaltigungsvorwurf Anklage wegen Falschbehauptung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ihr habt noch den Hinweis vergessen, dass alle userinnen, die die Geschichte kritisch sehen, vermutlich grottenhässlich sind und Frau Lohfink nur um ihr Aussehen beneiden (ironie off)

    Echt - habt gerade ihr beide es nötig, auf so einem Niveau zu argumentieren? Ich muss mich doch wirklich sehr wundern.....
    Ja, ich bin es jedenfalls nicht, der immer und immer wieder auf dem Aussehen, dem Lebensstil und der Selbstinszenierung von Gina-Lisa Lohfink rumreitet - das machen Andere; da darf man schon mal fragen, warum das immer wieder aufs Tablett kommt.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

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