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  1. Inaktiver User

    AW: Wohin steuert Europa?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dass alle 28 Mitgliedsländer in der EU-Kommission einen Sitz mit eigenem Zuständigkeitsbereich beanspruchen, führt zu einer Zersplitterung von Aufgabenbereichen, zu einer grotesken Aufblähung von Regelungen und Vorschriften und ist damit ein gefundenes Fressen für die Heerscharen an Lobbyisten, die sich in Brüssel tummeln.
    Zustimmung, das ist auch eine der Dinge, die mich am meisten stören.

    Die aus dieser Zwangsheirat resultierenden Folgen gehören zu den schlimmsten Demokratie-Defiziten in Europa.
    kannst du ausführen, welche Folgen du genau meinst?

    Wir befinden uns in der Europäischen Gemeinschaft auf dem Weg der Entdemokratisierung.
    Das Ergebnis ist eine 'Postdemokratie' einerseits und starke nationale Bewegungen sowie soziale Unruhen andererseits.
    oder eben eine eu demokratie, die nie da war. Man kann ja nichts ent-demokratisieren, was nie wirklich demokratisch war.

    Wir hatten ja leider am Anfang der EU nicht mehr Demokratie, sondern leider war die fehlende Demokratie ein Geburtsfehler der leider immer noch besteht.

    Es gibt einen recht erfolgreichen Aufruf insbesondere den von dir genannten Lobbyismus und die fehlende Transaparenz in Europa zu stoppen.

    https://you.wemove.eu/campaigns/transparenz

    Die Kernforderungen daraus sind:

    - das Livestreaming der vollständigen Sitzungen des Europäischen Rates, der Eurogruppe, des ESM-Governeursrat und des Ecofin, sowie Veröffentlichung offizieller Wortprotokolle für alle diese Gremien,

    - die Veröffentlichung aller Protokolle der Sitzungen des EZB-Rats drei Wochen nach Abschluss jeder regulären Tagung, und die Veröffentlichung von Wortprotokollen dieser Sitzungen innerhalb von zwei Jahren,

    - eine umfassende Liste aller Lobbyisten in Brüssel und ein komplettes Verzeichnis aller ihrer Treffen mit gewählten oder nicht gewählten EU-Vertretern,

    - die elektronische Publikation aller TTIP Verhandlungensdokumente und volle Transparenz in jeder Phase der Verhandlungen über TTIP.


  2. Registriert seit
    29.03.2007
    Beiträge
    5.483

    AW: Wohin steuert Europa?

    Zitat Zitat von Palma Beitrag anzeigen
    Europa steuert nirgendwo hin, Europa taumelt. Von Anfang an. Nur haben wir es nicht wahrgenommen, solange wir eine Schönwetterlage hatten und von der großartigen Idee ziemlich geblendet waren. Europa als politische Einheit ist eine attraktive Idee, die jedoch in der Realität genauso wenig funktioniert wie der Sozialismus. Jetzt traut sich natürlich kein Politiker, Europa infrage zu stellen, weil die Folgen schlicht unkalkulierbar wären und die politische Lage noch instabiler. Man macht also weiter wie bisher. Lucke hatte recht, nur keiner wollte es hören und hat ihn behandelt als hätte er die Pest. Jetzt haben wir die AfD an der Backe.
    Was mir regelmäßig auf die Nerven geht ist die schlichte Tatsache, wie alle Beteiligten, inklusive der Bürger, sich die Taschen voll heucheln und lügen, dass sich die Balken biegen.
    Alle wollen moralisch hochtrabende Ziele verfolgen und erreichen. Wenn die Kamera aus ist und die Klappe gefallen ist, dann geht es mit maximalem Einsatz der Ellenbogen in den Alltag zurück. Rücksichtsloser Egoismus, Ausplündern des Volkes mit maximaler Gesetzeskraft, Einschüchterungen mit Gesetzen, drakonische Umsetzung der bestehenden Gesetze um irgendwie diese Kracke EU zusammenzuhalten und die Völker bei der Stange zu halten. Es beginnt in der EU, wie man das Geld den anderen aus der Tasche zieht, wofür auch immer, geht über die Landesebene weiter, siehe einstimmige Beschlüsse auf kurzem Weg, wenn es um die Besoldung und Diäten geht, da herrscht plötzlich Einigkeit und schnelle Entschluss- und Beschlussfähigkeit bis hin zum Festhalten an der GEZ. Ein derartiges lebensfremdes und schon lange überholtes Gebilde nicht nur aufrechtzuerhalten, nein auch noch den Topf weiter mit Geld zu füllen macht im Grunde die abgrundtiefe Verkommenheit dieser Euroidioten deutlich.
    Noch nie habe ich eine solch große Lücke zwischen eigener Wahrnehmung und Medienberieselung wahrgenommen. Und das will etwas bedeuten, wenn man die DDR noch übertrifft.

  3. Inaktiver User

    AW: Wohin steuert Europa?

    Die Idee einer europäischen Gemeinschaft ist für sich genommen schon eine gute Idee, die aber in der Praxis, wie es sich an allen Ecken und Enden zeigt, langfristig nicht halten lässt.

    Auch wenn es Länder in Europa sind und wir zum teil in unmittelbarer Nachbarschaft leben, so sind die Mentalitätsunterschiede meiner Auffassung nach zu unterschiedlich, um daraus eine wirkliche Gemeinschaft werden zu lassen, in der es für alle gleichermassen stimmt.

    Allein die Wirtschaftsleistung zeigt deutlich, wohin das innerhalb der EU-Gemeinschaft führt. Nehmen wir nur mal den Stand der Mittelschicht in Deutschland vor der EU-Gemeinschaft als Beispiel. Zu dieser Zeit gab es noch einen gesunden Mittelstand. Heut ist dieser gesunde Mittelstand stark reduziert, weil sich ein Land wie Deutschland innerhalb der EU-Gemeinschaft auf Augenhöhe mit anderen Mitgliedsstaaten begeben musste, was im konkreten Fall bedeutet, dass man sich nach UNTEN bücken musste. Schon allein das man Millionen Euro Strafe aus der Steuerkasse zahlt, nur weil man einen Exportüberschuss erzielt hat.

    Fleiss wird also demzufolge bestraft!

    Man könnte hier noch unzählige Beispiele aufführen, die einem klar aufzeigen, dass dieses EU-Konstrukt nicht allen Mitgliedsstaaten gleichermassen nutzt und bekommt.

    Und so wie es zurzeit im politischen Europa aussieht, steuert Europa meiner Einschätzung nach auf einen EUREXIT zu, in dem Europa selbst aus der EU austritt.

    Wenn dem so ist, wäre es auch nicht weiter tragisch, denn die Vorteile die wir als Bürger innerhalb der EU haben, kann man auch weiterhin problemlos bekommen.

  4. Inaktiver User

    AW: Wohin steuert Europa?

    Brexit: Merkels Furcht vor der Trennung - Politik - Süddeutsche.de

    Es geht schlicht um alles


    Grund dazu hätte Merkel, denn vermutlich kein zweites Land in Europa würde nach einem britischen Austritt derart große Nachteile erleiden wie Deutschland. Die deutsche Briten-Liebe lässt sich nicht auf irgendwelche Handelsdaten oder Marktregularien reduzieren. Für Deutschland ginge es bei einem britischen EU-Austritt schlicht um alles.

    Ein Austritt der Briten würde nach dem Verständnis der Bundesregierung die EU insgesamt infrage stellen. Die Fliehkräfte, die bereits jetzt schon in der Union wirken, würden beschleunigt, auch andere Staaten würden mit dem Austritt oder zumindest mit der Forderung nach Sonderkonditionen liebäugeln.

    "Die EU liegt ganz tief in der DNA von Nachkriegsdeutschland", sagt ein hoher Beamter in Berlin. Und mit dieser DNA kann man nicht experimentieren.



    warum experimentiert man dann mit Europa wie leidensfähig einzelne Staaten sind, anstatt sich mit Europa abzustimmen, ist für mich dabei die Frage ?


  5. Registriert seit
    02.01.2006
    Beiträge
    8.303

    AW: Wohin steuert Europa?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    warum experimentiert man dann mit Europa wie leidensfähig einzelne Staaten sind, anstatt sich mit Europa abzustimmen, ist für mich dabei die Frage ?
    Das ist eine große Frage. Ich würde sie auch gerne beantwortet haben.
    Da Deutschland ziemlich weit vorn im Einzelgängertum ist, könnte man annehmen, dass die Frage zu beantworten wäre, aber hier stochert man ebenso im Dunklen.
    flying is the art of falling to the ground without touching

  6. Inaktiver User

    AW: Wohin steuert Europa?

    Ich wollte ihn gestern schon verlinken, am besten paßt er wohl hierher

    Nicht der Zukunft zugewandt - Tichys Einblick

    Einerseits ist es inzwischen nutzlos, von Links und Rechts zu reden, weil es gar keine Linken mehr gibt – jedenfalls in der ursprünglichen Bedeutung von Links: fortschrittlich, utopisch bis revolutionär. Andererseits sind die Bewahrer des Status Quo in Deutschland und Europa in ihrem Handeln auch dann Sozialdemokraten, wenn sie nicht so heißen. Da ihre Wortführer die Gewohnheit nicht abgelegt haben, sich selbst weiter als Linke zu verstehen, haben wir nur noch zwei politische Lager: Die Machtverwalter und die mit ihnen Unzufriedenen. Die ersteren haben bis Links alles eingeebnet und plattgewalzt zur breiten, alles umfassenden Mitte. Letztere sind dann in der alten, inhaltsentleerten Gesäßgeographie Rechts. Noch einfacher traktiert es die Mehrheit der Medien durch die simple Einteilung in Anständige und Unanständige, die Mitte und Rechts(populistisch) genannt werden.

    Auch wenn alle zurück wollen, mit der Zukunft ist es wie mit dem Markt: Market happens. Markets happen. Future happens. Ob wir wollen oder nicht. Und mit Sicherheit sieht die Zukunft anders aus, als wir wollen, wenn wir sie nicht gestalten.

    Autoritär ist gefragt

    Nicht nur Erdogan will ein präsidiales System. Erstaunlich viele Österreicher dachten wirklich, ein Bundespräsident wie Hofer würde Regierungen zum Jagen tragen können. Merkel agiert wie ein Präsidialsystem: Konforme Massenmedien entpolitisieren nicht nur, sie entdemokratisieren auch.


    also warum es international Wirklich geht, eine autoritäre oder demokratische EU,

    denn so wie zur Zeit kann es nicht weitergehen.( meine Meinung ),

    wird sie zerbrechen oder sich ändern und in welche Richtung sollte es gehen ?


  7. Registriert seit
    24.11.2004
    Beiträge
    2.839

    AW: Wohin steuert Europa?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wird sie zerbrechen oder sich ändern und in welche Richtung sollte es gehen ?
    Langfristig wird aus Europa ein Freizeitparadies und Museum für Asiaten und Amerikaner. Industrie wird es nicht mehr geben. Airbus, VW, etc. verlagern ihr HQ und die gesamte Produktion nach China, Mercedes wird von Uber aufgekauft und BMW geht an Apple. Fortschritt findet in Deutschland und der EU nicht mehr statt. Wissenschaftler und Ingenieure wandern aus.
    Ein Drittel der Bewohner arbeitet im Tourismus, zwei Drittel arbeiten gar nicht.
    Italien, Frankreich, Spanien sind beliebt für Museen und Architektur. Die Alpenländer leben von ihrer einzigartigen Natur. Nach Deutschland kommen die Touristen gern, um auf der Autobahn mal 200 km/h oder mehr zu erleben oder man bestaunt die historischen Orte an denen mal Autos, Computer, Kameras, Penicillin, etc. erfunden wurden. Landwirtschaft wird nicht mehr betrieben, weil neuartige, chinesische Pflanzen- und Tiersorten sich derart günstig produzieren lassen, dass Europa kostenmäßig nicht mehr mithalten kann. Die Lebensmittel werden aus China günstig importiert. Und irgendwie mögen die Touristen Deutschland dabei ganz besonders, weil es so schön schrullig ist mit seinen zeitweisen Stromausfällen und den vielen verschiedenen Kulturen, die den Touristen an allen Ecken Folkloretänze vorführen.

  8. Avatar von lamlok
    Registriert seit
    12.02.2003
    Beiträge
    2.183

    AW: Wohin steuert Europa?

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen

    ....Langfristig wird aus Europa ein Freizeitparadies und Museum für Asiaten und Amerikaner. ...

    Nach Deutschland kommen die Touristen gern, um auf der Autobahn mal 200 km/h oder mehr zu erleben oder man bestaunt die historischen Orte an denen mal Autos, Computer, Kameras, Penicillin, etc. erfunden wurden. Landwirtschaft wird nicht mehr betrieben, weil neuartige, chinesische Pflanzen- und Tiersorten sich derart günstig produzieren lassen, dass Europa kostenmäßig nicht mehr mithalten kann. Die Lebensmittel werden aus China günstig importiert. Und irgendwie mögen die Touristen Deutschland dabei ganz besonders, weil es so schön schrullig ist mit seinen zeitweisen Stromausfällen und den vielen verschiedenen Kulturen, die den Touristen an allen Ecken Folkloretänze vorführen.
    Frank, you made my day

    Was las ich passenderweise gerade heute Morgen?

    Besuchen Sie China, Ihr Arbeitsplatz ist sowieso schon hier!
    Alle sagten: das geht nicht. Dann kam eine, die wusste das nicht und hat´s einfach gemacht.

  9. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    geht zwar am Momentanen Thema vorbei, es wurde aber mal nach der Lage in Italien gefragt.

    Kampf um Rom und andere Niederlagen der Etablierten - Deus ex Machina

    Don Alphonso meldet die Innepol. Lage in Italien,

    Das nächste grosse Duell zwischen Populisten und Establishment steht Europa bevor: Am Sonntag sind Kommunalwahlen in Italien, und in Rom könnte es eine Sensation geben. Nachdem sowohl Konservative als auch Sozialdemokraten nacheinander ihre Bürgermeister verschlissen haben, und zudem noch eine mafiöse Strutur in der Stadtverwaltung bekannt wurde, gilt die 37-jährige Anwältin Virginia Raggi als Favoritin. Raggi hat einen eigenen Hashtag, #coRAGGIo, eine eigene, aggressive Kampagne, und eine Bewegung hinter sich, die bei sozialen Fragen linkspopulistisch und bei der Migration rechtspopulistisch ist. Movimento 5 Stelle, kurz M5S, oder nach dem Chef der Bewegung Beppe Grillo “Grillini“.

    Beppe Grillo nennt Migranten ungeniert „das schwarze Gold der Mafia“, aber das scheint die römischen Wähler nicht mehr zu verschrecken. Rom leidet zu lange schon an Korruption und Missmanagement, als das ein paar linke und italozentrische Sprüche im Vergleich zum bislang alternativlosen “Weiter so“ der Etablieren abschreckend wirken könnten. Raggi verspricht mehr Staat, bessere Schulen, härteres Vorgehen gegen Alltagskriminalität, und mehr Einnahmen – durch Steuern auf Immobilienvermögen,

    und rücksichtsloser Populismus ist kein Ausrutscher, sondern der Kern der Bewegung.


    bei dem letzten Satz, kann ich nur Sagen, noch haben wir Glück, bei uns sinds nur Ausrutscher, nicht Standard.

    Ps:

    Er verlinkt darin die Hintergründe vom Tortenwerfer bei Sara Wagenknecht, ich war .

  10. Moderation Avatar von ganda55
    Registriert seit
    24.04.2010
    Beiträge
    23.154

    AW: Wohin steuert Europa?

    Pragmatix, ich habe gerade deinen Beitrag aus dem Chancen-und-Risiken-Strang hierherverschoben, wo er besser passt.
    Empörungsmob
    John Malkovich über Social Media und Co, Interview Augsburger Allgemeine Zeitung, 15.12.2018

    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
    Arnulf Rating

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