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24.05.2016, 15:58
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
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24.05.2016, 16:02
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
Das muss zu Zeiten Heide Schmidts gewesen sein, bevor sie die Truppe verließ und das Liberale Forum aufbaute, das es heute nicht mehr gibt. Damals war ich auch gerade noch zu jung zu wählen. Muss jetzt direkt nachschauen, was die Frau heute macht.
Jetzt geht es doch erst los - mit der Anfechtung des Wahlergebnisses.
Das weinerliche Posting von Norbert Hofer war da echt der Hit gestern: wie gerne hätte er gemeinsam mit uns auf unser wunderschönes Land aufgepasst.
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24.05.2016, 17:19Inaktiver User
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
ja, es steht dort, als österreicherin war ich aber vorhin beim schnellen drüberfliegen ganz entsetzt, denn der artikel beschäftigte sich ja mit österreich, und auf den ersten blick war nicht ersichtlich, dass es sich um ein deutsches posting handelt.
da hofer eine ähnlich blöde aussage (die ein jahrzehnt her ist) der österreichischen grünen jugend im wahlkampf sehr oft gegen vdb "eingesetzt" hat, war ich schlichtweg entsetzt.
bei näherer betrachtung aber verstehe ich aber nun absolut nicht, warum (irgend-)ein posting auf der seite der deutschen grünen jetzt zum aufmacher eines artikels über österreichische medien wird.
verständlich wird es meiner ansicht nach nämlich erst, wenn man die zusammenhänge aus dem wahlkampf kennt -darüber wird aber in dem artikel nicht berichtet.
mir erscheint es komisch - so, als hätte man verzweifelt etwas gesucht, um im nachhinein den grünen kandidaten schlecht zu machen - ich verstehe die intention nicht.
aber: ich habe vorhin nicht genau gelesen (-das kommt davon, wenn man sich schnell zwischen zwei terminen an den computer setzt und politisiert...
) und werde das jetzt noch tun.
zur zweiten frage, da stand ja: man "kennt" einander dort, ähnlich wie hier.
hier glaube ich aber nicht, dass es (abgesehen von ein paar ausnahmen, die aber rasch als troll erkannt werden) "berufliche poster" gibt.
vom standardforum weiß ich aber sicher, dass da seit jahren bewusst postings von fpö-mitgliedern gesetzt werden, das forum zur (bewussten) falschinformation und manipulation herangezogen wird.
der standard ist eher linksliberal, die poster mehrheitlich rechts.
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24.05.2016, 17:27Inaktiver User
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
neinnein....
die zeit der spö-fpö koaltition ist gemeint -steger.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nation...sterreich_1983
das war aber, wenn man sich steger heute (oder besser:vorgestern) auch mehr "wolf-im-schafspelz", die fpö lag bei grad mal 5% zu der zeit, das reichte für die spö zum weiterregieren.
heide schmidt war eine tatsächliche liberale fpö-lerin, ende der 80er, anfang der 90er.
sie trat 1993 allerdings aus der partei aus, die wurde ihr zu ausländerfeindlich.
1993 verließ sie gemeinsam mit anderen liberal eingestellten Parteimitgliedern wie Friedhelm Frischenschlager, Klara Motter und Thomas Barmüller die FPÖ. Auslöser der Trennung war das von der FPÖ unter Haider initiierte Volksbegehren Österreich zuerst, das sich gegen Ausländer im Allgemeinen und Zuwanderer im Speziellen richtete. Am 4. Februar 1993, drei Tage nach Ende der Eintragungsfrist für das Volksbegehren, gaben sie ihren Austritt aus der FPÖ und die Gründung der neuen Partei Liberales Forum (LIF) bekannt.[1] Zur FPÖ unter Haiders Führung gab es auch grundlegende Auffassungsunterschiede in der EG-Politik, dem Minderheitenschutz, der Ausländerintegration und dem politischen Stil.[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Heide_Schmidt
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24.05.2016, 17:40Inaktiver User
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
Das ist doch ein weitverbreitetes Kennzeichen im Internet.
Liest man sich die Kommentare in den Spalten verschiedener Medien durch, stellt man fest, dass 80% der Schreibenden dort lediglich mitteilen wollen, was für ein mieses Medium das doch ist. Das ganze wiederholt sich dann auf Facebook.
Dadurch entsteht bei vielen der Eindruck, sie wären tatsächlich überall die Mehrheit ... in Wirklichkeit sind sie einfach nur lauter.
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24.05.2016, 17:49Inaktiver User
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
ich weiß nicht, wo du kommunal tätig bist.
aber ich bin ehrlich entsetzt über diese verallgemeinernde und auch gemeine aussage.
ich habe in meinem persönlichen bekanntenkeis leute von den grünen, die sich (nicht nur in wien, auch in niederösterreich) kommunal seit jahrzehnten den arxxx aufreißen, ehrlich hart arbeiten -und gerade in nö dafür wahrlich keine lorbeeren oder pfründe bekommen.im gegenteil.
und ich kenne (und achte) solch leute von den roten, den schwarzen, den neos.
über keinen würde ich so verallgmeinernd urteilen.
und ja, ich kenne auch leute, die eingefleischte fpöler sind. -ich würde sie als person aber nie dermaßen verunglimpfen, nur weil ich nicht ihre politische meinung teile. ich kann mich auch mit denen mal bei einem g'spritzten zusammensetzen.
die politischen positionen der fpö verachte ich aufs tiefste.
personen in meiner umgebung, die diese meinungen vertreten, würde ich aber -anonymisiert oder nicht -niemals pauschal als "lügner oder hinterlistig" bezeichnen.
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24.05.2016, 18:11Inaktiver User
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
nö.
ich verlinke jetzt mal die parteigeschichte....
Der Verband der Unabhängigen (VdU) war ein Zusammenschluss unterschiedlicher Interessengruppen: Neben vielen ehemaligen Nationalsozialisten, die 1945, bei der ersten Nationalratswahl nach dem Krieg, kein Wahlrecht besaßen, waren darin auch Anhänger der nicht mehr existenten Parteien Landbund und Großdeutsche Volkspartei, die ein „Drittes Lager“ neben den beiden großen Parteien der Sozialdemokraten (SPÖ) und der Christlich-Sozialen (ÖVP), anstrebte. Es kam zu Konflikten über die Ausrichtung der Partei, die zu Abspaltungen führten.
Nach mehreren Wahlniederlagen und internen Turbulenzen wurde die FPÖ in einer konstituierenden Sitzung am 3. November 1955[22] gegründet.
Am 7. April 1956 fand der Gründungsparteitag in Wien-Josefstadt statt, dabei wurde als erster Parteiobmann Anton Reinthaller, ein ehemaliger SS-Brigadeführer, der von 1950 bis 1953 wegen nationalsozialistischer Betätigung als Schwerstbelasteter inhaftiert war, gewählt.
Reinthaller, der der NSDAP schon vor dem „Anschluss“ Österreichs beigetreten war, 1938 die Funktion des NS-Landwirtschaftsministers im Anschlusskabinett Seyß-Inquart bekleidete und anschließend bis 1945 Reichstagsabgeordneter war, erklärte in seiner Antrittsrede:„Der nationale Gedanke bedeutet in seinem Wesen nichts anders als das Bekenntnis der Zugehörigkeit zum deutschen Volk.“
1966 kam es in der Partei zu einem Konflikt, nachdem der damalige Parteiobmann Friedrich Peter eine Balance zwischen Nationalen und Liberalen Teilen der Partei herstellen wollte. Diese Bestrebung stieß auf Kritik von rechtsextremistischen, vor allem burschenschaftlichen Elementen in der Partei, in Folge kam es zur Abspaltung der Nationaldemokratischen Partei.[23]
Die FPÖ erreichte lange Jahre nur etwa 6 % der Wählerstimmen, weniger als ihr Vorgänger VdU. Sie wurde aber sowohl von SPÖ als auch ÖVP als mögliches „Zünglein an der Waage“ hofiert.
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Auf dem Parteitag 1980 setzte sich in einer Kampfabstimmung der liberale Flügel durch. Nach den Nationalratswahlen 1983 (schwächstes Ergebnis ihrer Geschichte: 5,0 %) konnte die FPÖ mit Norbert Steger als Vizekanzler in einer SPÖ-FPÖ-Koalition erstmals eine Regierungsbeteiligung erreichen. Steger bemühte sich um ein liberaleres Image der Partei und wollte neue Wählerschichten gewinnen.
In den folgenden Jahren blieb die FPÖ ihren pangermanischen, deutschnationalen Wurzeln verhaftet. Sowohl von Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager als auch von Justizminister Harald Ofner sind diesbezügliche Aussagen belegt. Frischenschlager sorgte auch international für Irritation, als er 1985, zu diesem ZeitpunktVerteidigungsminister der Republik, den NS-Kriegsverbrecher Walter Reder bei dessen Rückkehr nach Österreich per Handschlag begrüßte. Norbert Burger, ehemaliger Bundesvorsitzender des Rings Freiheitlicher Studenten, bis 1963 FPÖ-Mitglied und erster Obmann der von ihm 1967 mitgegründeten und 1988 wegen nationalsozialistischerWiederbetätigung verbotenen österreichischen NDP, meinte einmal über Ofner: „Ofner ist ein Mann, der […] in gar nichts unserer Weltanschauung entgegensteht, und der das lebt und vertritt, was in unserem Parteiprogramm steht, nicht weil er ein heimliches NDP-Mitglied, sondern weil er ein echter Deutscher ist.“
[1986 übernahm Jörg Haider nach einer Kampfabstimmung auf dem Parteitag in Innsbruck die Führung der FPÖ. Die SPÖ unter Bundeskanzler Vranitzkybeendete daraufhin die Koalition mit der FPÖ.
Hatte die FPÖ bis dahin ihre Hochburgen eher im Burschenschaftermilieu, wandte sie sich nun verstärkt an eine neue Klientel. Vor allem im traditionell sozialistisch wählenden Arbeitermilieu konnte die FPÖ neue Wähler gewinnen. Viele der Mittel und Parolen, die Haider zu seinem Erfolg verhalfen, waren innerhalb und außerhalb Österreichs harter Kritik ausgesetzt. Seine Vorliebe für das Instrument des Volksbegehrens, fremdenfeindliche und rassistische Parolen und vor allem Aussagen über das NS-Regime trugen ihm den Ruf eines Rechtspopulisten und Demagogen ein. Haiders 1991 getätigte Relativierung des Nationalsozialistischen Regimes wird als ein Kernpunkt einer ideologischen Hinwendung zum Rechtsextremismus bewertet, in deren Verlauf zentrale Positionen in der Partei mit rechtsradikalen bis neonazistischen Personen besetzt wurden.[24]
Das Volksbegehren Österreich zuerst der FPÖ führte dann 1993 auch zu einer ersten Spaltung der Partei
(...)
https://de.wikipedia.org/wiki/Freihe...3%96sterreichs (hervorhebungen von mir)
es tut mir leid, hier ein so langes zitat setzen zu müssen....aber es belegt vieles.
-die fpö wurde, als nachfolgepartei des vdu, (durchaus mit spö-duldung gegen die drohende mehrheit der övp in der nachkriegszeit im de-facto-zweipartiensystem) als auffanglager für altnazis gegründet,
trieb durchgehend das spiel mit den freundlichkeiten gegenüber den rechtsradikalen altnazis
und hat bis heute nicht damit aufgehört.
womit ich dir recht gebe: den meisten fpö-wählern heute ist das absolut nicht bekannt.
leider.
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24.05.2016, 18:29
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
Doch, ich kenne die Geschichte, aber danke für das Zitat!
An den Steger hätte ich jetzt nicht gedacht. Als ich den vorgestern nach der Wahl in der Diskussionsrunde mit Ingrid Thunher, Monika Langthaler etc. reden hörte, dachte ich mir nur, der hat den Schmäh eines alternden Gigolos ... der war "liberal"????
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24.05.2016, 18:30
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
@ zwischenrose
Nun, ich urteile nicht pauschal oder verallgemeinernd, meine Aussagen beziehen sich auf konkrete Personen und Aktionen. Schön, wenn du andere kennst. Und gemein finde ich das das nicht, da spricht lediglich leidvolle Erfahrung aus mir. Und falls da irgendwelchen falschen Schlüsse gezogen werden: ich hatte ein ÖVP-Mandat!
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24.05.2016, 18:33
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman



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