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    AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich

    Aus dem Standard, eine kurzer Überblick über die Reaktionen von ausserhalb:

    Auch der gründe baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hofft nach dem Sieg von Alexander Van der Bellen bei der Bundespräsidentenwahl auf dessen Strahlkraft für die EU. Sein Wahlerfolg sei "ein wichtiges Signal für die europäische Integration". - derstandard.at/2000037506937/Viel-Erleichterung-in-der-EU-aber-auch-Lob-fuer-Hofer

    So sehr ich Kretschmann schätze, aber fast 50% der Österreicher wählten eben Hofer und das ist kaum ein Signal für europäische Integration.

    Es, also die Wahl ansich, ist ein Weckruf, ein Signal an alle etablierten Parteien, die sich immer noch ausruhen, weil sie meinen, Volksparteien zu sein, ein Wachrüttelszenario, ein Damokles Schwert.... aber nun wirklich kein Zeichen für europäische Integration.

    Die Zahlen sind so denkbar knapp, dass es eher ein Zufall ist, dass es vdBellen getroffen hat.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  2. Inaktiver User

    AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (FRage: )Es können ja wirklich nicht alle Nazis sein.
    Mich langweilt diese Debatte. Ich frage Sie, was es für einen Unterschied macht, ob einer, der Nazis wählt, ein Nazi ist oder nicht. Hofer ist einer. Punkt. (KURIER.at distanziert sich von dieser Aussage, Anm. d. Red.) Man ist nicht in einer deutschnationalen Verbindung und man trägt keine Kornblume im Knopfloch und man trägt keine weißen Stutzen zur Tracht, wenn man kein Nazi ist. Denn wenn man das alles tut und wirklich kein Nazi ist, dann ist man ein Vollidiot. Also gut, Hofer ist kein Vollidiot. Sagen wir, er bekommt eine Million Stimmen. Wie nennen wir diese Stimmen? Wir nennen sie Stimmen für einen Nazi. Und ob die Wähler, die diese Stimmen abgegeben haben, sich selbst als Nazis bezeichnen oder als Patrioten oder als Volk oder als sonst irgendetwas, ist doch völlig unerheblich!

    Ich kann dem nur zustimmen!

  3. gesperrt

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    AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    nur wenndie Grünen 50+ gewinnen, gibts einen FPÖ BK sind wir Schlagartig Hilfsarbeiter oder sogar Analphapeten, aber ehrlich gesagt mir pers. ist lieber ich kann eine Kuh melken oder Braten, als über ihre geistige Befindlichkeit zu schwadronieren.
    mir ists eigentlich am liebsten,wenn die Kuh kapiert, von wem sie gemolken wird und wenn jemand Hand und Verstand hat (Gysi ist übrigens gelernter Melker)

  4. Inaktiver User

    AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen

    Die Zahlen sind so denkbar knapp, dass es eher ein Zufall ist, dass es vdBellen getroffen hat.
    lukulla, auch wenn es so erscheint -wenn man mittendrin war in den letzten wochen, dann weiß man, dass das kein zufall war.
    so viele politische gespräche, so viel diskussion, so viel schulterschluss der unterschiedlichen ideologien (die auch in den beiträgn hier ersichtlich waren) -
    du vergisst die 50%, die ganz vehement GEGEN hofer gearbeitet haben.

    wollt ich mal gesagt haben.....

    es ist - trotz allem - fast ein wunder

  5. Inaktiver User

    AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Mich langweilt diese Debatte. Ich frage Sie, was es für einen Unterschied macht, ob einer, der Nazis wählt, ein Nazi ist oder nicht. Hofer ist einer. Punkt. (KURIER.at distanziert sich von dieser Aussage, Anm. d. Red.) Man ist nicht in einer deutschnationalen Verbindung und man trägt keine Kornblume im Knopfloch und man trägt keine weißen Stutzen zur Tracht, wenn man kein Nazi ist. Denn wenn man das alles tut und wirklich kein Nazi ist, dann ist man ein Vollidiot. Also gut, Hofer ist kein Vollidiot. Sagen wir, er bekommt eine Million Stimmen. Wie nennen wir diese Stimmen? Wir nennen sie Stimmen für einen Nazi. Und ob die Wähler, die diese Stimmen abgegeben haben, sich selbst als Nazis bezeichnen oder als Patrioten oder als Volk oder als sonst irgendetwas, ist doch völlig unerheblich![/FONT]

    [/COLOR]
    Irgendwie stimme ich ihm zu, weil ich es witzig finde zu lesen.
    Dennoch könnte man einwenden (ich selbst bin nicht der Meinung) ist die FPÖ rein nach ihrer Programmatik kein National Sozialismus (Enteignung, Arbeit für alle etc pp), obwohl sie dennoch die selbe Schicht ansprechen mit angeblichen sozialen Wohltaten für die Unterschicht (was ich für reine Stilblüten halte ähnlich wie bei der afd).

    Was Hofer mit den Nazis eint, ist die Großdeutsche Ideologie seiner Burschenschaft, das war Ziel Nr. 1 der Nazis.

    Sozialist will heute eben keiner mehr sein, früher war das wohl "in" heute macht man dann eher "freiheitlich". Beide Verwendungen der Wörter "Sozialismus" vs."Freiheit" hat mit dem Ursprung der Wörter nichts mehr am Hut. Beide wurden wohl aus Opportunismus gewählt, was gerade am besten ankommt.

    Von daher ob Hofer jetzt Nazi genannt wird oder sonstwas: er beruft sich auf die selben Ursprünge (Burschenschaft, bürgerliche Revolution 1848, Nationalismus, Feinbild nach Außen (Islam), autoritären Versprechungen) ... nicht nur wie die Nazis sondern ich denke sie spielen ganz bewusst die selbe rhetorische Klaviatur der Wortverdrehungen.

    Beide haben gemeinsam: angebliche einheitliche Volksvertretung bei gleichzeitiger Verachtung der Demokratie.

    Ja.
    Geändert von Inaktiver User (23.05.2016 um 20:16 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    'Rechtspopulistisch' und rechtsradikal kann man ja auch oft gar nicht unterscheiden.

    Sagst du quasi ja auch selbst:
    Oder anders gesagt:
    sogenannte Rechtspopulisten und Rechtsradikale sind zumindest (nahe) Verwandte.

    VanDyck
    Was ich den ganzen Wahlkampf sehr merkwürdig fand, dass Hofer aus einer deutschnationalen Burschenschaft kommt, die laut Gründungsfestschrift an ein "deutsches Vaterland unabhängig von staatlichen Grenzen" glaubt und die österreichische Kulturnation für eine Fiktion, die nach 1945 in die Köpfe der Bürger gesetzt wurde, hält.

    Hofer wollte anscheinend mal für eine Weile darauf verzichten, in schwarz-rot-gold herumzulaufen, (an der Burschenschaft wollte nicht ruhen lassen). wie schön für ihn, dass sich das nun erledigt hat.

  7. Inaktiver User

    AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich

    lea, kannst du das zitat bitte blau färben?
    (sonst krieg ich noch ein klage von der fpö.....die klagen nämlich gern in solchen fällen)

    ich hab mich mit den unterschieden und gemeinsamkeiten schon lange beschäftigt: die fpö ist (zumindest vordergründig) eine partei innerhalb des verfassungsrahmens - sie fordert ja jetzt sogar mehr direkte demokratie.

    was sie mit den nazis gemeinsam hat, ist die art der propaganda, der sprache, der täter-opfer-umkehr (sehr schön erkennbar war das wieder bei der geschichte um den israel-besuch hofers und die moderatorin ingrid thurnher)

    und natürlich: das sündenbock-syndrom (statt der juden sind es heute der islam, die ausländer, die flüchtlinge-wobei sich das feindbild innerhalb von 30 jahren durchaus auch geographisch wandeln kann....)

    das angebliche "da sein für das kleine volk".


    das alles ist gefährlich, weil man dem wirklich nur mit ein bisschen bildung, wissen, lesen-können entgegnen kann.

    darüber hinaus aber kokettieren fpö-ler mit symbolen und manchmal auch mit taten mit den nazis - und das ist eigentlich merkwürdig.
    denn es ist weitgehend "unnötig". - wozu brauchen sie weiße stutzen, kornblumen und co?
    gestern fragte in einer fernsehdiskussion eine ehemalig grüne, warum es die fpö immer wieder so verunmöglicht, mit ihnen auf sachlich-vernünftiger basis umgehen zu können, warum sie sich nicht klarer von nazi-ideologie distanzierten. (zb. von den identitären, aktuell)
    -die antwort des alten fpö-lers stöger war - keine.
    ein verbaler gegenangriff, wie wir ihn von hofer zur genüge kennen.


    ich verstehs eigentlich auch nicht.

  8. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Aus dem Standard, eine kurzer Überblick über die Reaktionen von ausserhalb:

    Auch der gründe baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hofft nach dem Sieg von Alexander Van der Bellen bei der Bundespräsidentenwahl auf dessen Strahlkraft für die EU. Sein Wahlerfolg sei "ein wichtiges Signal für die europäische Integration". - derstandard.at/2000037506937/Viel-Erleichterung-in-der-EU-aber-auch-Lob-fuer-Hofer

    So sehr ich Kretschmann schätze, aber fast 50% der Österreicher wählten eben Hofer und das ist kaum ein Signal für europäische Integration.

    .
    von diesen 50 Prozent sind aber längst nicht alle Hardcore-Gegner, sehr viele politisch kaum informiert

  9. Inaktiver User

    AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    lea, kannst du das zitat bitte blau färben?
    Hab ich gemacht

    denn es ist weitgehend "unnötig". - wozu brauchen sie weiße stutzen, kornblumen und co? ...
    ich verstehs eigentlich auch nicht.

    Ich glaube das haben sie mit der afd gemeinsam: diese Huldigung der - sie nennen es ja gern "bürgerliche" Revolution im Sept. 1848 (nicht die im März, wenn ich das richtig verstehe), die von den Burschenschaften vorangetrieben wurde (hier wird aber mein Wissen dünn, vielleicht weiß jemand mehr).


    ... gegen das "Establishment". Tradition, die Wurzeln, der nationale Stolz.
    Irgendwann kam Ende des vorletzten Jahrhunderts dann die Kornblume als Zeichen der großdeutschen Allianz auf .

    Die afd hat das in ihrem Programm verankert, dass endlich im Geschichtsunterricht dieser Teil der dt. Geschichte mehr aufgearbeitet werden soll und als dt. Revolution
    Geändert von Inaktiver User (23.05.2016 um 20:31 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    den ersten teil verstehe ich nicht...
    klick zurück es war ein Re-Posting
    ein guter beitrag von robert menasse zur österreichischen politischen "realität":

    Ich sehe da weit und breit keine Ausgrenzung.
    Menasse: "Der nationale Weg führt ins Desaster" - KURIER.at

    aber jede mitarbeit wird strikt aggelehnt - kann man als pol. Ausgrenzung sehen.

    menasses beitrag ist aber teilweise ganz schön heftig.
    ich bin neugierig, was ihr vom folgenden haltet (-das ich so nie formulieren würde!)
    (FRage: )Es können ja wirklich nicht alle Nazis sein.
    Mich langweilt diese Debatte. Ich frage Sie, was es für einen Unterschied macht, ob einer, der Nazis wählt, ein Nazi ist oder nicht. Hofer ist einer. Punkt. (KURIER.at distanziert sich von dieser Aussage, Anm. d. Red.) Man ist nicht in einer deutschnationalen Verbindung und man trägt keine Kornblume im Knopfloch und man trägt keine weißen Stutzen zur Tracht, wenn man kein Nazi ist. Denn wenn man das alles tut und wirklich kein Nazi ist, dann ist man ein Vollidiot. Also gut, Hofer ist kein Vollidiot. Sagen wir, er bekommt eine Million Stimmen. Wie nennen wir diese Stimmen? Wir nennen sie Stimmen für einen Nazi. Und ob die Wähler, die diese Stimmen abgegeben haben, sich selbst als Nazis bezeichnen oder als Patrioten oder als Volk oder als sonst irgendetwas, ist doch völlig unerheblich!

    Menasse, ....

    dreht den Spieß einfach um, einer der eine Rose trägt ist Romantiker, wer eine Mohnblume trägt ist Heroinsüchtig,...

    das beste, Tracht mit schwarzen Socken ,

    so wie er es schreibt gibt es in D Millionen Nazis. bei jedem Schützenfest, Trachtenumzug,...

    er prangert den inflationeren Gebrauch des Wortes Nazi an, und die pol. Einstufung durch die Kleidung.... wenn ich Blue Jeans trage, bin ich dann FPÖ-Wähler ?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Ich verstehe es immer noch nicht. Aber vielleicht war das Kreuz gemeint, mit dem man ein Kreuz hat?
    Tomsten , sind hier Frauen -- NEIN (seh dir den Film an, britischer schwarzer Humor vom Feinsten, Monty eben)

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    'Rechtspopulistisch' und rechtsradikal kann man ja auch oft gar nicht unterscheiden.

    Sagst du quasi ja auch selbst:
    Oder anders gesagt:
    sogenannte Rechtspopulisten und Rechtsradikale sind zumindest (nahe) Verwandte.

    VanDyck
    enfernte Verwandte kann ich zustimmen,

    aber zwischen Reden (popolistisch) und Schlagen (radikal), bestehen hoffentlich große Unterschiede.

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