Die SPÖ will als Nachfolger von Faymann einen Manager einsetzen, der bisher noch nie als Politiker tätig war. Zu der Problematik, im laufenden Rennen und in einer krisenhaften Zeit den Regierungschef auszutauschen kommt auch noch das Risiko, jemanden einzusetzen, der das politische Geschäft nicht kennt.
Ich glaube nicht, dass das gut geht. Ich rechne eher mit Neuwahlen.
Die ÖVP will den neuen Kanzlerkandidaten genau begutachten, vor allem dessen Haltung zur Flüchtlingspolitik. Es ist klar, dass die ÖVP keinen Schwenk will, nachdem man sich mit Faymann und Verteidigungsminister Doskozil gerade auf eine gemeinsame Linie geeinigt hatte.
Ändert die SPÖ ihre Haltung, wird die ÖVP die Koalition platzen lassen - auch in diesem Fall wird es Neuwahlen geben.
Und die wird Strache gewinnen. Dann haben wir eine Blau-Schwarze Koalition.
Wie sehr die SPÖ-Wähler ihrer Partei davon laufen, sah man gestern im TV bei einer Straßenbefragung im Arbeiterbezirk Simmering: Fast alle Passanten sprachen sich für die FPÖ aus. Grund: Die immer wieder vorkommenden Übergriffe von Asylbewerbern und Migranten. Tenor: Das muss aufhören! Und offensichtlich sahen die Leute nur bei der FPÖ den Willen, etwas dagegen zu tun.
Es ist ein Trauerspiel. Aber wenn eine Partei wie die SPÖ ihre eigenen Wähler dermaßen verprellt, ist sie selbst schuld, wenn sie in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.
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11.05.2016, 08:37Inaktiver User
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
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11.05.2016, 08:45Inaktiver User
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
ganz so, dass er das "politische geschäft nicht kennt", ist es nicht. er war pressesprecher eines spö-klubchefs.
- es ist eher das "modell vranitzky"
Christian Kern als SPÖ-Chef – das wäre die Wiederholung eines Erfolgskonzepts: Schon einmal haben die Sozialdemokraten mit Franz Vranitzky einen Manager an die Spitze geholt und sind damit gut gefahren. Vranitzky hatte allerdings vorher bereits in der Regierung Erfahrungen gesammelt. Der Lebenslauf von Kern liest sich sonst ähnlich wie jener des Altbundeskanzlers: Er stammt aus einer Arbeiterfamilie, der Vater war Elektroinstallateur in Simmering. In jungen Jahren dockte er bei der Partei an und wurde Sekretär und Pressesprecher von SPÖ-Klubchef Peter Kostelka. 1997 wechselte er in die staatsnahe Wirtschaft in den Verbundkonzern, wo er zehn Jahre später in den Vorstand aufstieg. Seit 2010 ist er ÖBB-Generaldirektor.
Kanzler Christian Kern? SPÖ versucht nochmals das Modell Vranitzky « DiePresse.com
ich hoffe, dass angesichts der etwas wackeligen situation in der regierung sogar eher protestwähler zu vdb tendieren -er verspricht allemal mehr stabilität als ein bundeskanzler hofer mit einer fpö-regierung,
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11.05.2016, 08:53Inaktiver User
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12.05.2016, 09:20Inaktiver User
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
Modell Vranitzky - der das Dogma der Ausgrenzung von der FPÖ eingeführt hat und seitdem fast nur " Parteisoldaten" lacinasiert wurden , da können sie gleich Nationalratswahlen zustimmen.
Achtung! Sprechverbot! Wie die Wiener SPÖ den Deckel draufhält « DiePresse.com
Diese Schweigespirale hat innerhalb der im Dunstkreis der SPÖ Beschäftigten und auch vieler Funktionäre einen enormen Druck aufgebaut. Die Parteispitze aber kann offenbar nicht mehr den Deckel draufhalten....
Endgültig evident wurden die internen Gräben am 1. Mai auf dem Wiener Rathausplatz. Das Leugnen der Probleme löst keine Probleme, sondern verstärkt sie nur noch.
im Bund ist es auch nicht besser .
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12.05.2016, 09:41Inaktiver User
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13.05.2016, 10:16
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
Servus,
also ich habe keine Zeit jetzt alles zu lesen, habe den Strang auch erst soeben gefunden.
Ich lasse 2 Sachen da: Ich schwanke mit dir mir Hawaiinstarline und alle anderen "guten und weitsichtigen Menschen" hier. Und ganz entgegen meiner Politik Verdrossenheit, schicke ich Mails weiter, drucke Artikel aus, bitte dringendst zur Wahl zu gehen und mache mobil für vdb.Geändert von blaustern (13.05.2016 um 10:25 Uhr)
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13.05.2016, 10:26Inaktiver User
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
Der designierte neue Bundeskanzler Kern gibt seine Personalpläne bekannt. Er setzt auf den "linken" Flügel, allen voran die Wiener Stadträtin Wehsely, während die SPÖ-Wähler in Scharen zur rechten FPÖ abwandern.
Damit beschleunigt er die Talfahrt seiner Partei noch einmal. Der Weg in die Opposition ist vorgezeichnet, die nächste Regierung wird Blau-Schwarz sein. Vorausgesetzt, die GroKo hält hält überhaupt noch bis 2018.
Mit Wehsely in der Regierung kann ich mir das kaum vorstellen, sie wird vermutlich versuchen, die Flüchtlingspolitik, auf die sich die Regierung erst geeinigt hatte, umzudrehen.
Wehsely ist wie Faymann ein reines Parteigewächs, sie übte nie einen anderen Beruf aus als den einer politischen Funktionärin. Und mir wird schlecht, wenn ich nur die Stimme dieser Frau höre.
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13.05.2016, 10:30
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
@vidrei

Wehsely ist wirklich eine Zumutung!
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13.05.2016, 15:58
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
Ich kenne Wehsely nicht, so nah bin ich nicht an der österreichischen Politik.
Aber ist denn Christian Kern so viel besser als Faymann?Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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13.05.2016, 17:25Inaktiver User
AW: Bundespräsidentenwahl in Österreich
vidreis sichtweise der österreichischen politik ist sicher nicht die allumfassend- einzigwahre.
ich zum beispiel sehe es anders.
eine spö kann und darf nicht zur "schlechteren fpö" werden, darf nicht jede noch so populitische forderung nachvollziehen, nur um wähler zu gewinnen -das ginge schief.
kern muss man mal machen lassen.
er wird nicht zur weltrevolution ausrufen.


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