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  1. Avatar von Kitty_Snicket
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Ja, sorry, zuviele doppelte Verneinungen - korrekt also: zugelassen war, wer weniger als 15 Jahre im Ausland war!

    Ausgeschlossen, wer laenger als 15 Jahre 'draussen' ist, wie bei General Elections


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    AW: Brexit oder Bremain?

    Der Artikel war schon vor ein paar Tagen in der Zeit: Sonderrolle rückwärts. Beschreibung, wie es zum Brexit kam bzw. die Beziehung zw. Europa und UK. Der Autor war Prof. für Neuere Geschichte.


  3. Registriert seit
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Zitat Zitat von untitled Beitrag anzeigen
    Der Artikel war schon vor ein paar Tagen in der Zeit: Sonderrolle rückwärts. Beschreibung, wie es zum Brexit kam bzw. die Beziehung zw. Europa und UK. Der Autor war Prof. für Neuere Geschichte.
    Den Artikel kannte ich und er ist lesenswert und enthält - aus meiner Sicht - auch sicherlich viel Richtiges und Zutreffendes. Ein Hinweis, der m. E. fehlt: Es gibt zweifellos nicht nur einen (populistischen und nationalen) Rechtsruck in Europa - sondern auch ebenso massiven Widerstand vom linken Rand (insbesondere gegen den Euro und Eurozone) Angefangen von Podemos (Spanien) über Syriza (Griechenland) bis hin zu MoVimento 5 Stelle (Italien). Die Ver(Spannungen) dürften also weiter zunehmen.

    Was ich bei diesem Thema (Verhältnis der Briten zur EU bis schließlich hin zum Brexit) nie verstanden habe: Wie passen innerhalb der EU so diametral verschiedene Auffassungen von Wirtschaft wie z. B. die der Briten (liberal, libertär nahezu Laissez-Faire) und z. B. die "Planification" der Franzosen (zentralistisch, etatistisch fast sozialistisch) überhaupt zusammen ?

    Insoweit seltsam - oder vielleicht auch wieder nicht!? - daß man seitens der EU ausgerechnet einen Franzosen (Michel Barnier) die Brexit-Verhandlungen hat führen lassen.

    Mittel- bis langfristig dürfte der Brexit (wenn er denn kommt) für Deutschland viel größere Auswirkungen haben, als angenommen. Dies hängt mit dem bislang fein austarierten Gleichgewicht des Lissabon-Vertrages zusammen. Mit den Briten ginge ein Schwergewicht in Sachen Marktwirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit, freier Handel, Ordnungspolitik usw. verloren. Die Architektur der EU würde sich Richtung Süden (mediterrane Länder) verschieben.

    Das bedeutet für den Euro nichts Gutes - aber das ginge an dieser Stelle ab vom Thema.

    Will sagen: Diese langfristigen Auswirkungen für die EU sind für mich die Bedeutsamsten. Nach wie vor für mich ein Rätsel, warum man (EU, Frau Merkel usw.) derart für Griechenland gekämpft hat (das sich letztlich ja mit Bilanzfälschung sprich krimineller Energie in die Eurozone hinein betrogen hat) aber in Relation so wenig engagiert hat für ein derart bedeutsames und (ge)wichtigesLand wie England, um den Brexit eventuell zu verhindern ?!

  4. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Dazu hätte man erst mal wissen müssen, dass ein Brexit überhaupt kommt. Alle hielten das für sehr unwahrscheinlich, einschließlich der Briten, sonst hätten sie sich besser vorbereitet.

    Außerdem sind es, wie auch der Artikel von Mr Kershaw zeigt, eher innenpolitische Gründe, die zum Brexit geführt haben. Da hätten die Briten sich, ganz zu Recht, jede Einmischung verbeten.
    Die zwei häufigsten Motive für Mord sind Liebe und Geld.
    Ich werde definitiv eines natürlichen Todes sterben.

  5. Avatar von Opelius
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Nach wie vor für mich ein Rätsel, warum man (EU, Frau Merkel usw.) derart für Griechenland gekämpft hat (das sich letztlich ja mit Bilanzfälschung sprich krimineller Energie in die Eurozone hinein betrogen hat) aber in Relation so wenig engagiert hat für ein derart bedeutsames und (ge)wichtigesLand wie England, um den Brexit eventuell zu verhindern ?!
    Das darf man sich zu Recht fragen, alle auch wir als Zeitungsleser wussten es, dass Griechenland mit Fälschungen ins Euro-Land kam, aber alle wollten das damals, man nahm es in Kauf.

    Aber genauso darf man sich fragen, weshalb die baltischen Staaten, Polen, Tschechien bis Rumänien so schnell in die EU und vor allem in die Nato aufgenommen wurden. Die ersteren haben riesige Schwierigkeiten mit einem Drittel ihrer Bevölkerung, den Russen. Diese sind von den drei Ländern zu Staatenlosen erklärt worden, sie dürfen weder wählen noch ein politisches Amt innehaben. Die Russen schlagen sich in den baltischen Ländern so durch. Rückwanderungen nach Russland sind selten. Es gab in einem der drei Länder 2017 eine Initiative, dass wenigstens die Neugeboren Vollbürger werden. Es handelte sich um gerade mal 500 Babies. Nein war die administrative Antwort. Wäre ja wohl ein Fall für den Menschengerichtshof.
    "Nichtbürger" in Estland und Lettland
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Avatar von Kitty_Snicket
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Dazu hätte man erst mal wissen müssen, dass ein Brexit überhaupt kommt. Alle hielten das für sehr unwahrscheinlich, einschließlich der Briten, sonst hätten sie sich besser vorbereitet.

    Außerdem sind es, wie auch der Artikel von Mr Kershaw zeigt, eher innenpolitische Gründe, die zum Brexit geführt haben. Da hätten die Briten sich, ganz zu Recht, jede Einmischung verbeten.
    Ita est ...
    Die wollen auch sonst viel lieber selbst bestimmen und den Ton angeben, wie im Empire.
    Das gibt's leider nicht mehr.

  7. Avatar von Lukulla
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Zitat Zitat von Mabel-Grace Beitrag anzeigen
    Sehr interessant.

    Zeigt wie der Brexit zur Zeit alle andere an Entscheidungen überlagert. Hobhouse sagte, dass viele Abstimmungen im Parlament einfach liegen bleiben, weil die Abgeordneten sich gegenseitig belauern, auf welcher Seite sie stehen.
    Es ist wohl im Parlament eine schlechte Stimmung.

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Edit: anschauen, wenn’s geht, sehr lustig: https://mobile.twitter.com/extra3/st...845691392?s=12

    aber eigentlich:

    Zitat Zitat von Mabel-Grace Beitrag anzeigen
    Und ich halte es für völlig ausgeschlossen, dass nun in 2 bis 3 Monaten ein Deal gefunden wird, der mit 2 Jahren Vorarbeit nicht möglich war.
    Das kommt auf die Verlängerung an und auf weitere Verhandlungen mit der EU. Obwohl diese nach Abschluss des Deals im Dezember bereits sagte, es gibt keine Nachverhandlungen habt die EU neulich eben doch noch an ein paar Punkten Ergänzungen angefügt.

    Was denkt Ihr, würde bei Neuwahlen rauskommen? Hat eine alternative Partei neben den beiden Grossen eine Chance? Ich denke da an die 7 Abgeordneten, die ausgetreten sind.

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Wie kann man gegen einen "No Deal" stimmen, wenn man den Deal, der mühsam ausgehandelt wurde, nicht akzeptieren will? .
    Man will weder einen NoDeal noch den jetzt ausgehandelten Deal.

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Frage:
    Hat das ganze Geschiss jetzt euer GB-Bild verändert?
    Ja, ich wusste nicht, dass auch Parlamentarier, die über so einen Vertrag abstimmen so dumm sind, nicht zu wissen, was die EU ist und was für Verträge mit der EU existieren.



    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Alleine die Tatsache einen Parlamentraum zu haben, in dem nicht alle Abgeordneten Platz haben - geschweige denn Platz für Notizen oder auch nur um bequem zu sitzen.

    Nur Mr. Speaker ist meine Entdeckung des Jahrzehnts - eine coole Socke mit den hässlichsten Krawatten aller Zeiten.
    Alleine die Rutschbänke wie im Biergarten, wo man so dicht nebeneinander sitzt, als hätte man gestern Brüderschaft getrunken, keine Tische. Sehr gewöhnungsbedürftig.

    Der Speaker ist köstlich.

    Zitat Zitat von Kitty_Snicket Beitrag anzeigen
    Aus dem durchaus ehrvollen "Packen wir's an"-Wohlfahrtsstaat GB ist ein verlottertes, verarmtes Land geworden, in dem die Reichen angehäuft und sich gerettet haben, die Armen ärmer geworden sind (und schlicht und einfach wegzusterben beginnen) -
    Das sehen wir hier in den Nachrichten nie, uns wird immer ein Bild von geschäftigen London gezeigt, noch irgendwas Romantisches aus Schottland, das war's. Interviewt werden nur Fachleute, Akademiker, die offensichtlich in einer Blase leben.

    Erst mit dem Brexit habe ich gut gemachte Dokus gesehen, die normale Leute zeigten und war einigermassen entsetzt, was für ein Weltbild diese haben. - die EU macht uns kaputt und verbietet uns zu fischen wo wir wollen - und in welchen einfachen Verhältnissen diese leben.

    Zitat Zitat von Kyoto Beitrag anzeigen
    Die Katze heisst Order,



    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Der deutsche Umgang mit der Migrationskrise dürfte teilweise auch den entscheidenden Swing in die andere Richtung miteingeleitet haben. Insoweit hat Frau Merkel da auch ihren Anteil am Brexit. Darüber wurde hier in den Medien aber so gut wie nie berichtet.
    Zustimmung, die Briten hatten und haben vor allem Angst, dass noch mehr Migranten ins Land kommen. Als sie im TV die Ströme von Menschen gesehen haben, die in unser Land kommen und die Zahlen dazu, ist ihnen ganz Bange geworden, zumal Merkel immer gefordert hat, dass es eine Verteilung geben müsse.

    Richtig glücklich ist der normale Brite nicht mit der Personenfreizügigkeit der EU. Alleine die vielen polnischen Handwerker!

    In den Medien wurde das schon angesprochen, aber nur in bestimmten.
    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes


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    AW: Brexit oder Bremain?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen

    Was denkt Ihr, würde bei Neuwahlen rauskommen? Hat eine alternative Partei neben den beiden Grossen eine Chance? Ich denke da an die 7 Abgeordneten, die ausgetreten sind.
    Schon das hung parliament in 2017 war ein Schock, ich glaube nicht, dass bei Neuwahlen irgendwas anderes / handlungsfähigeres rauskommen würde.

    UK hat ein First Past the Post system, auch bekannt als Winner takes all- system. Da hat niemand außer Labour oder den Tories eine Chance auf wirkliche Machtausübung.

    Auch da kann man mal gepflegt kichern über die Idee, Großbritannien sei die Urmutter der Demokratie ....

    Die Independent Group zeigt vor allem die Unzufriedenheit mit diesem System - aber eine wirkliche Chance auf Macht haben die vorerst nicht.


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    AW: Brexit oder Bremain?

    .
    Geändert von Katzir (15.03.2019 um 17:14 Uhr) Grund: wieder mal doppelt.


  10. Registriert seit
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Umso weniger verstehe ich die starken Worte - eher Unterstellungen - von @NurZuGast von wegen "Wahlberechtigte, die nicht wählen dürfen", "Manipulation" etc. … ?
    Unterstellung? Kitty hat Dir ja schon Links gegeben. Ca. 2 Mio, derer, die es betrifft ob sie dann noch in der EU leben dürfen, durften nicht abstimmen.

    Brexit: Auslandsbriten durfen nicht uber EU-Austritt entscheiden | ZEIT ONLINE

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