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  1. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Ich wollte wissen, ob die Einschätzung der ZEIT zutrifft. Es ist schwierig so aus der Ferne Artikel einzuschätzen und mein Englisch ist nicht so dolle.

    Super schwierig. Ärgern tut mich Corbyn, der da so sein eigenes Süppchen kocht- nach meiner Einschätzung.
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  2. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Super schwierig. Ärgern tut mich Corbyn, der da so sein eigenes Süppchen kocht- nach meiner Einschätzung.
    Ja, sehe ich auch so. Die Opposition koennte jetzt eventuell ihre relative Staerke nutzen, wirklich was zu verbessern, aber auch ihm geht's anscheinend nur um die Machtposition
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    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

  3. Avatar von Kitty_Snicket
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Ich habe Corbyn im Mai 2017 erlebt, als er auf 'Tour' (Veranstaltungen fuer Parteimitglieder, ich war ein +1) unterwegs war und in Glasgow aufgetreten ist. War interessant zu sehen, mein Eindruck war, dass er damals schon mitten in einem 'Hollywood Makeover' steckte. Nicht mehr soviel Althippie im abgewetzten Tweedsakko, der - womoeglich etwas verschroben - dennoch nach starken inneren Prinzipien handelt, sondern schon mit diversen PR-Schliffen - massentauglicher halt.
    18 Monate spaeter scheint diese Kurve ja nicht drastisch anders verlaufen zu sein.

    Nunja, was erwartet man von ihm. Er will raus aus der EU (obwohl Labour eigentlich Remainer waren, aber die MPs dann doch wiederum dem Willen des Volkes und somit dem Brexit-Programm folgten) . Die Partei hat immer noch intern zu kaempfen mit Spaltung zwischen Blairites und Corbynites, Vorwuerfen des Antisemitismus; das relativ klare und langfristige, visionaere Programm, das sie zumindest zu haben vorgaben, scheint nicht zu ueberzeugen ...
    Bleibt halt nur, auf May einzudreschen (take a number, ich mag sie auch nicht, aber diese Ex-Negativo-Politik wird uns noch alle mal den Kragen kosten; das gilt fuer viele andere Charaktere auch btw).

    Tja, die Schotten werden - falls es zum Brexit kommt -, fuerchte ich, WIEDER den Kopf einziehen, und so gut wie moeglich weitermachen, as usual (ich liebe sie, aber ihre mangelnde Tatkraft geht mir manchmal echt am Sack).
    Falls dann das Land _deutlich_ verfaellt, koennte sich aber wieder eine sehr starke Unabhaengigkeitsbewegung entwickeln, die dann letztendlich auch zum gewuenschten Ergebnis fuehrt. Aber das sind Zehnjahresplaene, wenn ueberhaupt.
    Da der Brexit aber auf seeeehr wackeligen Beinen zu stehen scheint, wird wohl alles weitergehen wie bisher.
    Ich denke, die Leute haben Aufruhr, Umwaelzungen, Unsicherheiten und den ganzen Rest gehoerig satt. Und dann gilt halt 'better the devil you know'.
    Geändert von Kitty_Snicket (06.12.2018 um 11:59 Uhr)


  4. Registriert seit
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Ja, sehe ich auch so. Die Opposition koennte jetzt eventuell ihre relative Staerke nutzen, wirklich was zu verbessern, aber auch ihm geht's anscheinend nur um die Machtposition
    Na ja, ein nicht gerade kleiner Teil der Labour-Wähler in Nordengland haben für den Brexit gestimmt. Deren "patriotische" Wirtschaftsperspektive können sich auch die Abgeordneten dieser Wahlkreise nicht entziehen. Der riesige Spalt, der sich durch die englische Gesellschaft zieht, zieht sich auch quer durch die Parteienlandschaft.

  5. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Zitat Zitat von untitled Beitrag anzeigen
    Na ja, ein nicht gerade kleiner Teil der Labour-Wähler in Nordengland haben für den Brexit gestimmt. Deren "patriotische" Wirtschaftsperspektive können sich auch die Abgeordneten dieser Wahlkreise nicht entziehen. Der riesige Spalt, der sich durch die englische Gesellschaft zieht, zieht sich auch quer durch die Parteienlandschaft.
    Jaja, ich verstehe schon, dass die Partei und auch Corbyn es in puncto Brexit nicht einfach haben. Niemand wuerde es je einfach haben damit. Und ich sehe auch ein, warum sie nicht "einfach" eine Remainer-Partei sind, bzw. sein koennen. Aber auch hier vermisse ich Inhalte, z.B. fuer einen irgendwie konstruktiv geregelten Brexit und sehe lediglich eine "Dagegen"-Haltung. Und dann kommen solche Sachen dazu wie das mit der TV-Sendung: Ein Duell haette er gerne gehabt, aber eine Diskussion mit mehr Teilnehmern war ihm nicht gut genug. Hmmm...

    Ich finde mich schon in dem wieder, was Kitty_Snicket schreibt.
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  6. Registriert seit
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Ich wollte wissen, ob die Einschätzung der ZEIT zutrifft. Es ist schwierig so aus der Ferne Artikel einzuschätzen und mein Englisch ist nicht so dolle....
    Schon ok - mein Englisch ist hervorragend und ich verstehe die ganze Geschichte dennoch nicht wirklich.

    Was man wohl in jedem Falle sagen kann, ist, dass die britische Bevölkerung zu lange zu passiv war, sich einfach nicht um das eigene Land gekümmert hat.
    Scheinbar haben sich in der Breite nicht genug Leute die Frage gestellt, was beispielsweise der Brexit eigentlich bedeutet.

    Es ist ja nicht so, als seien die geographische Situation des UK, Handelsbilanzen, Wirtschaftsstrukturen und ökonomische Abhängigkeiten, tatsächlich existierenden Probleme wie beispielsweise der einseitig zu Lasten der ArbeitnehmerInnen und zudem schlecht bewältigte Strukturwandel der britischen Wirtschaft seit den 1960er Jahren, die seit Ewigkeiten unterfinanzierten öffentlichen Gesundheits- und Bildungssysteme, die überbordende Macht der Finanz- und Medienindustrie etc. Geheimnisse.
    Darüber kann man genug wissen, um kluge Entscheidungen zu fällen.
    Wenn man es denn wissen will.

    Aber allein ein Blick auf die britische Medienlandschaft, auf das, was in den auflagenstärksten Zeitungen und einschaltquotenstärksten Fernsehsendern zu finden ist, legt nahe, dass die britische Gesellschaft ein wenig verblödet ist.

    Wer im Jahre 2018 die Auffassung vertritt, dass UK hätte maßgeblich oder gar im Alleingang die Nazis besiegt,
    wer nichts dabei oder es angemessen findet, dass jede/n deutsche/n Politiker/in im "innenpolitischen Bedarfsfalle" in SS-Uniform abgebildet und so zum personifizierten Bösen erklärt wird,
    wer ernsthaft meint, das UK könnte durch Austritt aus der EU zur imperialen Größe des mittleren bis späten 19. Jahrhunderts oder auch nur zu mehr wirtschaftlicher Bedeutung zurückfinden,
    wer ein im politischen System des Landes gar nicht vorgesehenes Referendum einfach geschehen lässt, obwohl über eine Million britische StaatsbürgerInnen ausgeschlossen werden, weil sie ihren Wohnsitz und Arbeitsplatz nicht im UK haben,
    wer einer Brexitkampagne folgt, die von Lügen, Übertreibungen und Verdrehungen nur so strotze,
    wer es, wie viel insbesondere junge BritInnen, in einer solchen Situation nicht einmal für nötig hält, wenigstens abstimmen zu gehen,
    ...
    die Liste der skurrilen bis beängstigenden Idiosynkrasien ließe sich endlos verlängern, tja, was sind solche Leute?
    Naiv?
    Dämlich?
    Ungebildet?
    Verblendet?

    Spannend finde ich in dem Zusammenhang, dass die kulturelle Prominenz des UK für mich nicht sichtbar Position bezogen hat.
    Wo waren die McCartneys, Elton Johns, Bob Geldoffs, Stings, David Bowies, Jimmy Pages, Robert Plants, die Morriseys, Marrs, Elvis Costellos, Joe Jacksons, Nick Hornbys, Joanne Rowlands, Daniel Craigs, Hugh Grants, Tilda Swintons, Pierce Brosnans, Sean Connerys etc.?

    Vor 30, 40 Jahren wurden legendäre Groß-Konzerte gegen Apartheid in Südafrika und für die Freilassung Nelson Mandelas, für Aids-Awareness, gegen den Hunger in der Dritten Welt veranstaltet, die Milliarden Menschen weltweit erreicht und bewegt haben.
    Und beim Thema Brexit nichts, Schweigen im Walde?

    Mir scheint, die intelligenteren und begabteren BritInnen nutzen ihre Talente seit 50 Jahren letztlich vor allem zu einem Zweck - um rauszukommen aus dem UK, in die USA, die Schweiz, aufs EU-Festland und dann nicht mehr zurückzuschauen.
    Viele Stars aus den 60er bis 80er Jahren sagten das seinerzeit auch ganz unverhohlen - aber was sagt das dann über die britische Gesellschaft, die sich als älteste Demokratie der Welt feiert?
    Geändert von Nicolo (06.12.2018 um 12:39 Uhr)

  7. Avatar von Ragna
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Ich fürchte, ich muss Nicolo in weiten Zügen was meine britischen Mitbürger und Nachbarn betrifft recht geben.
    Und zwar aus eigener, direkter, nicht medienverzerrter Erfahrung. Unser Wegzug in Kürze forciert natürlich die Frage nach dem Weshalb. Und da antworte ich ganz klar: Brexit, und alles, wofür der Brexit steht. Und die Reaktionen sind, durch die Bank: Wie Brexit, echt jetzt?!?! Aber warum denn, das wird schon nicht so schlimm werden, ist doch Angstmacherei, die werden schon eine Lösung finden, wir sind doch vor der EU auch klargekommen bzw. der Brexit passiert doch nicht..... Bleibt doch, wird schon gutgehen, you'll be fine!

    Von genau zwei Leuten hab ich gehört: Ja, ihr habt recht, geht wenn ihr könnt, täte ich auch, wenn ich könnte.....

    Das Gros der Leute* ist tatsächlich uninformiert, naiv, desinteressiert, oblivious, und reagiert zum Teil sauer, wenn man sie in ihrer Ruhe stört. Und daran hat sich auch in den letzten zwei Jahren nichts geändert. Das bestätigen auch die aktuellen Umfragen. Trotz all der Informationen, die jetzt vorliegen und für wirklich jeden, der Interesse hat, auffindbar sind, würde ein neuerliches Referendum noch immer denkbar knapp mit 55/45 ausfallen.

    Da kann man nur sagen: Geht mit Gott, aber geht....

    Der Brexit und das ganze Drumrum haben offengelegt, was in diesem Land alles im Argen liegt, und das ist so ein Sumpf, dass ein Hierbleiben für mich langfristig nicht mehr in Frage kommt, selbst wenn sie noch heute Artikel 50 zurücknehmen und das Land in der EU bleibt.



    *und die, von denen ich hier spreche, sind Lehrer, Apotheker, Unternehmer, Handwerker, Polizisten, NHS-Mitarbeiter, ..... Also sicher nicht per se ungebildet.

  8. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Ich werde Anfang 2019 einige Wochen in UK sein und bin gespannt, was ich für einen Eindruck bekomme und ob und was für Diskussion es geben wird oder ob es im allgemeinen Leben tatsächlich noch nicht angekommen ist.
    Ich werde aber rechtzeitig vor März das UK wieder verlassen, ich möchte dort als Deutsche nicht über den Monatswechsel März/April vor Ort sein - auch wenn es spannend wird, aber so viel Spannung brauche ich nicht.


    @Ragna - ich drücke dir und deiner ganzen Familie die Daumen, dass euch der Wechsel nach Deutschland gut gelingt und ihr hier ankommt und auf Dauer glücklich und zufrieden sein werdet.

    Du bist für mich die Entsprechung zu meinen britischen Freunden hier in Berlin, die ausnahmslos alle die deutsche Staatsangehörigkeit beantragt haben (obwohl sie individuell kaum ein echtes Risiko auf Ausweisung hätten mit 30 Jahren Aufenthalt und Ehe), aber ihnen ist es trotzdem wichtig.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"


  9. Registriert seit
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Zitat Zitat von Ragna Beitrag anzeigen
    ...wir sind doch vor der EU auch klargekommen bzw. der Brexit passiert doch nicht.....
    Sorry, dass ich lachen muss, aber genau das war der Grund für den UK-Eintritt, denn das Land war wirtschaftlich im Arsch.

  10. Avatar von Ragna
    Registriert seit
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Zitat Zitat von untitled Beitrag anzeigen
    Sorry, dass ich lachen muss, aber genau das war der Grund für den UK-Eintritt, denn das Land war wirtschaftlich im Arsch.

    Ein rechtes Wort zur rechten Zeit
    Bricht manches große Herzeleid;
    Ein wahres Wort zu seiner Zeit
    Kehrt Manches um zu aller Freud;
    Ein freies Wort zu jeder Zeit –
    Das sei mein Wahlspruch allezeit.

    Unbekannt

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