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  1. Inaktiver User

    AW: Brexit oder Bremain?

    Ein informativer Artikel über die wirtschaftlichen Brexxit-Folgen: Es wird superkompliziert

  2. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Hier sind verschiedene Artikel.

    ich befürworte eine Änderung innerhalb der EU, befürchte aber, dass die Briten sich mit einem Austritt ins Knie schießen.

    Sie sind übrigens diejenigen, die den 2. Platz in der Kategorie Forschungsgelder durch die EU haben.
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  3. Inaktiver User

    AW: Brexit oder Bremain?

    Interessante Artikel, da braucht man aber wirklich eine Weile sich da durch zu lesen.
    Das hier fand ich interessant, aus einem der Artikel, die Charlotte verlinkt hat

    Fast noch weiter entfernt von der idealen Parlamentssouveränität der Ära Horatio Nelsons und William Pitts d.J. ist die demokratische Legitimität im 21. Jahrhundert. Auch Großbritannien ist schon lange nicht mehr ein Zentralstaat mit einem Parlament in London, von dem alle Macht ausgeht. Tony Blair machte die Devolution populär, die Verlagerung von Zuständigkeiten nach Schottland, Wales und Nordirland. In der Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands von 2014 war dies genau das Argument, dass viele Schotten überzeugte: Großbritannien ist kein Zentralstaat, kennt keinen Parlamentsabsolutismus in London, sondern teilt die Selbstbestimmungsrechte auf mehrere Ebenen auf. Aber auch das Vereinigte Königreich als Ganzes nähert sich einem Mehrebenensystem an, hat man doch 40 Jahre lang mit der europäischen Kommission verhandelt und sich dabei dem Gegenüber angeglichen. Das wertete die Rolle der Kommunen auf und ließ – zumindest in den Verhandlungen in der EU – britische Pendants zu den EU Verhandlungsgremien entstehen. Die Verfahren in der britischen Politik glichen sich denjenigen in Brüssel an. Im ministeriellen Ausschuss für Europa-Angelegenheiten sind die meisten Londoner Ministerien, Vertreter Schottlands, Nordirlands, und Wales, der Lordsiegelbewahrer und der Minister for women vertreten. Die Mehrheitsdemokratie ist auch auf der Insel mit Verhandlungen und Kompromissen durchmischt. Dem reinen Evangelium der Parlamentssouveränität von Westminster ist die Wirklichkeit davongelaufen.
    ...
    Neue Formen sind die zivile Beobachtung des Staates oder die Mitarbeit in Wohlfahrtsorganisationen, die ihrerseits schon ein soziales Problem im Gemeinwesen repräsentieren. Es stehen hunderte von neuen Möglichkeiten bereit, sich einzumischen und die eigenen Präferenzen kundzutun.
    ...

    Demokratische Legitimität hat das Parlament nicht verlassen oder es ersetzt. Sie ist sehr viel differenzierter und komplexer geworden. Die Selbststeuerung moderner komplexer arbeitsteiliger Gesellschaften verlangt mehr als vertikales government, nämlich Koordination, Verhandlung und Kompromiss.


    https://causa.tagesspiegel.de/die-br...s-nie-gab.html

    Ob ich damit übereinstimme?... mhmm...weiß ich noch nicht. Aber es ist eine interessante Sichtweise.

  4. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Und wenn ich das richtig überschaue, sind die Engländer diejenigen, bei denen alle mitentscheiden können, sie aber haben einen geringeren (oder sogar keinen) Einfluss auf die Parlamente/National-Versammlungen von Nordirland, Wales und Schottland.
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  5. Inaktiver User

    AW: Brexit oder Bremain?

    Schäuble sagte dem SPIEGEL, man könne nicht ausschließen, dass nach einem Brexit weitere Länder abspringen würden:

    "Wie würden zum Beispiel die Niederlande reagieren, die traditionell sehr stark mit Großbritannien verbunden sind?" Bleibe es dagegen nur beim Ausstieg der Briten, fürchtet Schäuble nicht um den Bestand der EU. "Europa wird zur Not auch ohne Großbritannien funktionieren."

    Ich denke, das ist die große Angst in Berlin und in Brüssel: Dass die EU stückweise auseinander bricht.

    Interessant finde ich, dass Schäuble eine weitere Vertiefung der Union ablehnt.
    "Wir könnten als Antwort auf einen Brexit nicht einfach mehr Integration fordern", sagte der CDU-Politiker dem SPIEGEL. "Das wäre plump, viele würden zu Recht fragen, ob wir Politiker noch immer nicht verstanden haben." Auch wenn die Briten mit knapper Mehrheit gegen den Brexit stimmten, "müssen wir das als Mahnung und Weckruf verstehen, nicht einfach so wie bisher weiterzumachen"

    Ich nehme an, das bezieht sich auf die Bestrebungen der letzten Zeit, die EU um jeden Preis so schnell wie möglich zu einem Bundesstaat / einer Transferunion zusammen zu zwingen und den Einfluss der Nationalstaaten so stark wie möglich zu beschneiden.

    Das war das Projekt von Merkel.
    In der Griechenlandkrise war das deutlich sichtbar: Die Vereinbarungen von Maastricht wurden einfach gebrochen.
    Merkel verlangte letztes Jahr sogar, die Nationalstaaten sollen die Grenzkompetenzen an die EU abtreten (das ging in den Medien ein wenig unter, zeigt aber, wie sie sich das vorstellt). Spätestens an diesem Punkt folgten ihr die anderen EU-Staaten nicht mehr und mittlerweile ist D in der EU ziemlich isoliert.

    GB war immer gegen diese Politik. Für die Engländer ist es unvorstellbar, dass sie de facto nur ein europäischer Bundesstaat wären, ihre nationale Eigenständigkeit ist ihnen sehr wichtig. Für GB stehen vor allem die Handelsbeziehungen im Vordergrund, so wie es bei der Gründung der EWG geplant war.

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Interessant wird es, wie die einzelnen Teile GBs reagieren. Was macht Wales, Schottland, Nord-Irland, falls die dortige Bevölkerung anders als England abstimmt?
    Interessante Frage. Schottland will mE. auf jeden Fall Teil der EU bleiben. Das würde wohl bedeuten, dass die Abspaltungstendenzen von GB dort wieder stärker werden.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Die Schweiz hat's auch geschafft, mit der ganzen EU die Fragen des Marktzugangs zu regeln,
    .....hat diese aber durch die Einwanderungsinitiative von 2014 gerade wieder in Frage gestellt. Sämtliche bilateralen Verträge stehen auf der Kippe, wenn die Schweiz mit der EU keine Einigung bezüglich der Freizügigkeit findet.


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    AW: Brexit oder Bremain?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    .....hat diese aber durch die Einwanderungsinitiative von 2014 gerade wieder in Frage gestellt. Sämtliche bilateralen Verträge stehen auf der Kippe, wenn die Schweiz mit der EU keine Einigung bezüglich der Freizügigkeit findet.
    So ist das Leben: man verhandelt etwas, und gelegentlich verhandelt man eben neu.

    Verträge sind ja nicht in Stein gemeisselt.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  7. Registriert seit
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    AW: Brexit oder Bremain?

    In England wurde heute die Parlamentsabgeordnete Jo Cox (Labour) getötet.
    Die Umstände sind noch unklar. Sie scheint in einen Streit von 2 Männern geraten zu sein. Der Täter soll "Britain First" gerufen haben (Cox war für Bremain). Cox hinterlässt Mann und 2 kleine Kinder.

    Der Wahlkampf wurde zunächst von beiden Seiten ausgesetzt.
    Sebastian (Ariel - The Little Mermaid): Listen to me - the human world, it‘s a mess!

  8. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Schrecklich!
    Mein Beileid für die Familie.
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  9. Inaktiver User

    AW: Brexit oder Bremain?

    Es scheint immer mehr Fanatiker zu geben, die meinen, ihrer Meinung mit Gewalt Nachdruck verleihen zu müssen. Schlimme Entwicklung.


  10. Registriert seit
    29.03.2007
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    AW: Brexit oder Bremain?

    Es wird nach einem Brexit überhaupt nichts geschehen. Niemand wird irgendwelche nicht notwendigen Hürden und Schranken aufbauen.
    Und wenn genau das geschieht, werden andere Länder erkennen, dass wenn sie auch der EU austreten, überhaupt nichts passiert. Niemand tritt nach, niemand bestraft dafür usw.
    Irgendwann werden die Südländer ihre eigene Währung einführen und auch da wird nichts passieren.
    Niemand wird eine Grenze schließen oder nicht mehr nach Griechenland in Urlaub fahren, nur weil er die Drachme tauschen muss, im Gegenteil, die Völker werden zufrieden sein mit offenen Grenzen, freien Handel und eigener Währung für unterschiedliche Wirtschaften.
    Genau vor dieser simplen Mechanik haben EU Politiker Angst. Deren Job wird flüssiger als Wasser, überflüssig.

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