Womit er aber rechthat, das Gedicht ist einfach geschmacklos, und ich füge hinzu: wäre daher entbehrlich gewesen. Ob es aber "bewußt verletzend" war? Was Du dazu sagst, finde ich schlüssig.
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18.04.2016, 14:12Inaktiver User
AW: Erdogan und die türkische Politik
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18.04.2016, 14:14
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18.04.2016, 14:18Inaktiver User
AW: Erdogan und die türkische Politik
Auch Abschreckung ist ein Teil des Rechtssystems, natürlich. Aber das ist der brutale zweite Schritt, wenn der erste nichts gefruchtet hat.
Der erste ist: Verwerflichkeit definieren und ein Gefühl für Richtig und Falsch zu etablieren.
Dass diese Auffassung alles andere als veraltet oder gar Teil einer finsteren Vergangenheit ist, sieht man am deutlichsten am Beispiel der Vergewaltigung in der Ehe:
Damals war argumentiert worden, dass das Gesetz sinnlos sei, da dieses Delikt mangels Zeugen doch kaum je beweisbar wäre.
Man hat trotzdem die Vergewaltigung in der Ehe ganz offiziell unter Strafe gestellt: um die Verwerflichkeit offiziell festzustellen und damit in der Gesellschaft ein Umdenken anzustoßen.
Die Rechtsphilosophie sieht folgende 4 grundsätzliche Gründe für das Strafrecht:
- die Etablierung eines Wertesystems
- die Abschreckung
- die Strafe und
- die Sühne.
Um auf den Fall Böhmermann zurückzukommen: offenbar sind wir wieder einmal an dem Punkt das Wertesystem überprüfen und justieren zu müssen.
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18.04.2016, 14:18Inaktiver User
AW: Erdogan und die türkische Politik
Das heißt, Du willst Geschmack per Gesetz und Bestrafung einfordern. Ich bin auch für guten Geschmack, und so ein Böhmermanngedicht brauche ich genausowenig wie eine Charlie Hebdo-Flüchtlingskind-Karikatur. Aber eine "Geschmacksdikatur"? Das wäre doch ein schlechter Tausch.
Und gerade der Umstand, daß beispielsweise Dir die Charlie Hebdo Karikatur ja gefällt, - könnte einem zu denken geben. Und ich meine nicht hinsichtlich Deines Geschmacks.Geändert von Inaktiver User (18.04.2016 um 14:29 Uhr)
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18.04.2016, 14:22Inaktiver User
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18.04.2016, 14:24Inaktiver User
AW: Erdogan und die türkische Politik
Die Rechtsphilosophie wohl bemerkt.
Sühne ist übrigens etwas, das ebenso wie der Paragraph der Majestätsbeleidigung eine gewisse Staubschicht angelagert hat. Merkel hat mit ihrer Entscheidung ziemlich ungewöhnlichen Progressionswillen bewiesen, indem sie Reformen dieser betreffeneden Artikel angestoßen hat. Ungewöhnlich für sie wie ich finde. Daher finde ich es auch gut.
Wohlgemerkt als eine der letzten Nationen Europas. Andere waren schon 20 Jahre vorher an dem Punkt.
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18.04.2016, 14:26Inaktiver User
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18.04.2016, 14:27Inaktiver User
AW: Erdogan und die türkische Politik
ot
Geändert von Inaktiver User (18.04.2016 um 14:47 Uhr)
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18.04.2016, 14:28Inaktiver User
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18.04.2016, 14:31Inaktiver User
AW: Erdogan und die türkische Politik
doppelt
Geändert von Inaktiver User (18.04.2016 um 14:37 Uhr)



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