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  1. Inaktiver User

    AW: Erdogan und die türkische Politik

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es gibt für alles definierbare Grenzen. Manche kapieren das bereits mit 5 Jahren, andere haben es mit 50 noch nicht begriffen. Manche lernen das in ihrer Kinderstube, anderen muss ein Gericht auf die Sprünge helfen.
    Gerichte als Erziehungsanstalt? Genau das bitte NIE wieder.

    Am Ende haben wir dann ganz liebe brave Satiriker?
    och nö.

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    AW: Erdogan und die türkische Politik

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es gibt für alles definierbare Grenzen. Manche kapieren das bereits mit 5 Jahren, andere haben es mit 50 noch nicht begriffen. Manche lernen das in ihrer Kinderstube, anderen muss ein Gericht auf die Sprünge helfen.
    Und in diesem Fall hat die WER definiert?

    Merkel als Hitler fällt aber nicht darunter?

  3. Inaktiver User

    AW: Erdogan und die türkische Politik

    Zitat Zitat von FriendOfAlwin Beitrag anzeigen
    Und in diesem Fall hat die WER definiert?

    Merkel als Hitler fällt aber nicht darunter?
    Ich habe mein voriges Posting um einen wichtigen Punkt ergänzt. Bitte lies noch mal.

  4. gesperrt

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    AW: Erdogan und die türkische Politik

    Zitat Zitat von FriendOfAlwin Beitrag anzeigen
    Und in diesem Fall hat die WER definiert?

    Merkel als Hitler fällt aber nicht darunter?

    Wo kein Kläger, da kein Richter. Es gehört nicht zu Merkels Gewohnheiten, alle Leute, die eine Karikatur oder einen blöden Witz über sie machen, vor Gericht zu stellen. (Sie hätte wohl auch gar keine Zeit mehr zum Regieren, wenn sie das täte)

    und ja klar haben Gesetze und ihre Konsequenzen unter anderem auch erzieherische Absichten.

    gruss, barbara

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    AW: Erdogan und die türkische Politik

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schau dir an, was los ist, wenn ein Gericht hier nicht eine rote Linie zieht:
    * klick *
    und diese rote Linie gilt dann natürlich auch für Lucke (der aber, davon bin ich überzeugt, damit überhaupt kein Problem hat).
    Ich finde das sehr interessant.

    Denn Böhmermanns Attacke auf Erdogan hat in einem völlig anderen Kontext stattgefunden als Luckes.

    Böhmermanns Gedicht steht nicht für sich. Es steht in Bezug zum Extra-3 Song, der sich auf satirische Art kritisch mit meines Wissens bekannten Fakten aus dem Leben und Wirken des türkischen Präsidenten auseinandersetzt. Dass dieser Beitrag im Sinne des Kunst- und Meinungsfreiheit gedeckt ist, wird wohl niemand hier bestreiten.

    Erdogan tat dies aber und forderte politische Intervention.
    Als Antwort darauf hat Böhmermann ihm den Unterschied zwischen erlaubter Satire und nicht erlaubter Beleidigung aufgezeigt.

    Das gehört alles zusammen und kann auch nur als Ganzes bewertet werden.

    Luckes Verbalausfall hingegen verfügt NICHT über diese Metaebene.
    Es ist eher ein kindisches: Was der kann, kann ich auch.

  6. Inaktiver User

    AW: Erdogan und die türkische Politik

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    (Sie hätte wohl auch gar keine Zeit mehr zum Regieren, wenn sie das täte)
    Normalerweise ist es so, dass man eine Sache an einen Anwalt übergibt und ihn dann machen lässt. Aber es kann doch nicht darum gehen mit dem eisernen Besen durchzufegen und alle Satiriker und Journalisten zu erschrecken; es geht vielmehr um die Festlegung nachvollziehbarer Grenzen bzw. um die Feststellung, dass hier Grenzen überschritten wurden.

    und ja klar haben Gesetze und ihre Konsequenzen unter anderem auch erzieherische Absichten.
    Selbstverständlich. Es ist eines der erklärten Ziele jedes Rechtssystems ein System der Verwerflichkeit festzulegen und das Bewusstsein davon in den Köpfen der Bürger zu verankern.

    Genau das war übrigens das Motiv für die Einführung eines Paragraphen im deutschen Strafrecht, der die (sehr schwer beweisbare) Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe stellte.

    Wir wären arm dran, wenn wir kein Gefühl für Verwerflichkeit entwickeln würden, sondern immer wieder aufs Neue mit dem Kopf durch die Wand zu gehen versuchten und mit Gewalt zur Raison gerufen werden müssten (Geldstrafe, Haftstrafe).

  7. Inaktiver User

    AW: Erdogan und die türkische Politik

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    und ja klar haben Gesetze und ihre Konsequenzen unter anderem auch erzieherische Absichten.
    Strafen haben erzieherische Absichten, wenn überhaupt. Gesetze hoffentlich nicht.

    Eine rote Ampel erzieht uns ja nicht. Sondern nur die Strafe, wenn diese rote Ampel missachtet wird. Obwohl man auch daran denken muss, dass stupide/sinnlose "Erziehungsmaßnahmen", ohne dass Leute den Sinn verstehen, eher das Gegenteil tun: Eine rote Ampel, nachts bei Regen, vor der man mit dem Fahrrad steht und drei Minuten kein einziges Auto kommt, da verlier ich sämtlichen Respekt, da es keinen Sinn macht. Da würde ich freiwillig den Punkt und die Strafe zahlen und noch an die Presse gehen um auf so einen Blödsinn aufmerksam zu machen.

    Vor allen Dingen sollten Gesetze keinen erzieherischen Wert haben, da ja zu Tage tritt, dass diese Gesetze teils ernsthaft überholungswürdig sind und in irgendwelchen anderen Jahrhunderten (1870 Frühindustrialisierung) feststecken.
    Geändert von Inaktiver User (18.04.2016 um 13:41 Uhr)

  8. gesperrt

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    AW: Erdogan und die türkische Politik

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Normalerweise ist es so, dass man eine Sache an einen Anwalt übergibt und ihn dann machen lässt. Aber es kann doch nicht darum gehen mit dem eisernen Besen durchzufegen und alle Satiriker und Journalisten zu erschrecken; es geht vielmehr um die Festlegung nachvollziehbarer Grenzen bzw. um die Feststellung, dass hier Grenzen überschritten wurden.
    Das wird ja jetzt das Gericht erledigen. Schaun mer mal, was die sagen werden.

    Grundsätzlich finde ich: bei Worten und Symbolen soll die Redefreiheit sehr sehr hoch gewichtet werden; ausser, es handle sich um Aufrufe zu üblen Taten. Aber das war ja nicht der Fall, scheint mir.



    Wir wären arm dran, wenn wir kein Gefühl für Verwerflichkeit entwickeln würden, sondern immer wieder aufs Neue mit dem Kopf auf die Grenzen gestoßen werden müssten (Geldstrafe, Haftstrafe).
    Ein Böhmermann beschäftigt die ganze Republik; da ist Sun Tzus "Bestrafe einen, erschrecke Tausend" mehr als erfüllt.

    gruss, barbara

  9. Inaktiver User

    AW: Erdogan und die türkische Politik

    Zitat Zitat von FriendOfAlwin Beitrag anzeigen
    Ich finde das sehr interessant.

    Denn Böhmermanns Attacke auf Erdogan hat in einem völlig anderen Kontext stattgefunden als Luckes.
    Auch Lucke hat einen Disclaimer verwendet, und zwar um aufzuzeigen, wie absurd er ist, dass man mit diesem lächerlichen Feigenblatt ja wirklich keine Hemmungen mehr habe die unglaublichsten Dinge zu sagen.

    Man sieht hier auch die Steigerung bzw. Verrohung in der politischen Auseinandersetzung sehr gut, die auf unsere Gesellschaft warten würde, wenn man Böhmermann sowas durchgehen ließe.


    Böhmermanns Gedicht steht nicht für sich. Es steht in Bezug zum Extra-3 Song, der sich auf satirische Art kritisch mit meines Wissens bekannten Fakten aus dem Leben und Wirken des türkischen Präsidenten auseinandersetzt. Dass dieser Beitrag im Sinne des Kunst- und Meinungsfreiheit gedeckt ist, wird wohl niemand hier bestreiten.
    Auch Luckes Kritik & Disclaimer steht nicht für sich, sondern steht in Bezug auf Böhmermanns Attacke, die er durch Verwendung des gleichen Disclaimers (von mir aus: "auf satirische Weise") als das entlarvt, was sie ist: an Vulgarität kaum zu überbieten.
    So wie Böhmermann Erdogan angreift, greift Lucke Böhmermann an - mit dem Unterschied, dass Luckes Attacke in direktem Zusammenhang mit der kritisierten Sache steht.

    Wohlgemerkt: ich erwähne Luckes Beleidigung nicht, weil ich mich der von ihm verwendeten Beleidigung anschließen möchte, sondern um zu zeigen, wohin uns diese sich steigernde Verrohung führt - wobei ich überzeugt davon bin, dass Lucke über diese Verrohung selber entsetzt ist.
    Was davon zu halten ist, dass er zur drastischen Demonstration der Wirkung des Disclaimers diesen "Trick" selbst anwendet, mag jeder für sich entscheiden.

  10. Inaktiver User

    AW: Erdogan und die türkische Politik

    Zitat Zitat von Butterblume Beitrag anzeigen
    Sie wird erst in dem Moment hochpolitisch, wo es um Einschränkung der Meinungsfreiheit geht. In Deutschland galt über viele Jahre diese Freiheit und man fand sie vielleicht gelungen oder auch nicht, das wars auch schon.
    Das stimmt so einfach nicht.
    Diese Freiheit galt in Deutschland und sie wurde auch immer mal wieder eingeschränkt.
    Dafür gibt es genug Beispiele.
    Nicht dass mir das gefallen würde.......

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