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    AW: Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Merkwürdiger Artikel, wenn man bedenkt, dass Privathaushalte gerade mal einen Anteil von 10 bis 15 Prozent am Trinkwasserverbrauch haben.
    Die Abwasserleitungen aus den Wohngebieten verstopfen, nicht die aus den Industriegebieten. Es ist absolut erstaunlich, was die Menschen in die Toiletten reinschmeißen von Tampons, die im Wasser tennisballgroß werden, Kondome bis zu Essensreste, die die Ratten in den Kanälen fressen und sich reichlich dabei vermehren. Und die Fettreste vom Kochen und Braten setzen die Kanäle von oben herab zu.

    Wenn die Stadtwerke Glück haben, können sie mit einer Fräse die Rohre frei bekommen, aber nicht selten müssen Taucher in die stinkende Brühe und das mit Meißeln abklopfen und zum Abtransport in Kübel schaufeln. Während Großküchen alle einen Fettabscheider an ihrem Hausabfluss haben, gibt es das für Haushalte nicht. Ich konnte von meinem Büro immer der Arbeit des Fettabscheiders zusehen und vor allem riechen. Es stank bestialisch.

    Aus dem verlinkten Bericht:
    In London erlebten die Arbeiter des Wasserversorgers im August 2013 eine Riesenüberraschung. Bewohner des Stadtteils Kensington beschwerten sich, dass ihr Wasser aus den Toiletten nicht mehr abfloss. Im Untergrund trauten die Kanalarbeiter ihren Augen kaum: Ein Fettklumpen so groß wie ein Doppeldeckerbus verstopfte das Kanalsystem. So etwas hatten die Arbeiter noch nie gesehen. Sechs Wochen dauerte es, bis der schmierige Koloss und die dadurch verursachten Schäden entfernt waren.
    Geändert von Opelius (28.03.2016 um 11:15 Uhr) Grund: Ergänzung
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden?

    Richtig! "MHD" heisst ja nicht "Verbrauchen bis". Zumal ich glaube, dass das MHD Datum gern mal nach vorn geschoben wird.
    Steckt ja schon drinnen MINDESThaltbarkeitsdatum. Bis dahin ist es mindestens haltbar, in den allerallermeisten Fällen sogar ein gutes Stückchen länger. Die leicht verderblichen Nahrungsmittel, die wirklich zeitnah verbraucht werden sollen, haben ein sogenanntes Verbrauchsdatum. Der Unterschied ist hier recht schon erklärt, finde ich.

    bei uns gibt es nur frische Ware. Das ist ja gut aber warum reduzieren Sie nicht kurz vor Ladenschluss die frische Brotware? "Bei uns gibt es nur Frischware....."
    Ich glaube, das ist deshalb so, weil Menschen eher zugreifen, wenn von etwas noch viel da ist, als wenn schon fast alles aus ist. Wir sind einfach so an ein permanentes Überangebot gewohnt, dass es schwierig ist da auszubrechen. Aber dazu muss man sich erst mal der eigenen Verhaltensmuster und Gewohnheiten bewusst werden und dann umdenken.

    Entweder, wie bei Marmelade die heiße (!) Suppe in das heiß ausgespülte Glas füllen, sofort zudrehen und 10 Minuten auf den Kopf stellen, oder die Gläser mit kalter Suppe in die Fettpfanne des Backofens stellen, heißes Wasser dazu gießen und etwa eine halbe Stunde bei 120 Grad im Backofen einwecken. Bei den meisten Gläsern hörst du an einem "Klack", dass sie Vakuum gezogen haben, beziehungsweise merkst es, wenn du die Deckelmitte nicht mehr eindrücken kannst.
    Die Idee gefällt mir gut, ich habe Suppe bislang immer nur in Plastikdosen eingefrohren. Gläser hätten da aber auf jeden Fall eine angenehmere Größe Danke dir für die Erklärung, ich bin ja grad ganz generell dabei meine Vorratshaltung zu optimieren!

    Ich finde übrigens die Einfriererei bedenklich, denn das ist wirklich ein Problem: Das braucht fett Energie, erst auf 100 Grad erhitzen, dann von 20 Grad auf –20 Grad abkühlen und anschließend wieder auf 60 Grad erhitzen, das muss nicht sein
    Ich habe immer größere Menge Hundefutter zubereitet und eingefrohren, die habe ich dann im Kühlschrank langsam wieder aufgetaut. So geht weniger Kälte verloren
    Essen wegwerfen ist Mist!

  3. Inaktiver User

    AW: Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden?

    In Berlin saufen seit Jahren ganze Stadtteile ab:

    Grundwasser-Anstieg: Berlin wird zum Venedig an der Spree | Berliner Zeitung

    Auf der andern Seite trocknet die Kanalisation aus, so dass nachgeholfen werden muss, indem Wasser nachgespült wird.

    Der Irrwitz dabei ist, dass bis heute in Mietwohnungen Kaltwasseruhren installiert werden, was das Zeug hält. Was früher pauschal berechnet worden ist anhand der qm-Zahl der Wohnung als Umlage des Gesamtverbrauchs des Mietshauses, wird heute ganz genau abgerechnet. Das führt dazu, dass Verbraucher noch genauer hinschauen und noch weniger verbrauchen.

    Unsere neuartigen Geräte, wie die Waschmaschine, sind zwar sicht- und hörbar in großer Aktion, wenn sie waschen, doch was tun die eigentlich? Wie wenig Wasser sie noch verbrauchen wird uns allen vermutlich erst dann klar, wenn wir den Ablaufschlauch mal aus dem Seitenteilchen des Syphon ziehen und in die Spüle legen. Meine Maschine verbraucht kaum Wasser beim Spülen, die schleudert zwischen den Spülgängen permanent – den Dreck mit einem an der Wäschemenge gemessen kleinem Wasseranteil zu ihren Vorgängermodellen, heraus. Das führt zwar zu einem niedrigen Wasserverbrauch, meine Stromkosten sind jedoch deutlich gestiegen, seit ich „Mrs Intelligenzia“ besitze. Ähnlich die WC-Spülung mit ihrer "Spartaste". Die benutze ich nie. Was soll es bringen, wenn Rohre nicht richtig durchgespült werden und durch Ablagerungen verstopfen?

    Und hier mal noch allgemein ein Artikel zum Wasserverbrauch der Deutschen (drei Seiten, man muss unten weiter blättern), der ganz gut zusammenfasst, woher dieser Wassersparwahn kommt.

    Wasserversorgung: Schluss mit dem Wassersparen! |*ZEIT ONLINE

    Wie bekomme ich jetzt den Bogen zurück zum Strangthema? Gar nicht, bin OT. Macht aber nix, finde ich, denn es gehört schon auch irgendwie in den Zeitgeist – Nahrungsmittel sind ebenso Ressourcen wie auch Energie und halt Wasser und es hängt alles zusammen. Wenngleich ich nach wie vor Nahrungsmittel nicht verschwenden möchte und einfach wegwerfen, obwohl sie noch essbar wären. Weder Obst und Gemüse, auch keine tierischen Produkte, schon gar nicht Fleisch, wofür ein Tier sterben musste, damit Menschen es aufessen können - die dann sein Fleisch aber schnöde wegwerfen, weil sie gerade keine Lust haben, es vor Ende des Haltbarkeitsdatums zu verbrauchen - kostet ja schließlich nicht empfindlich viel, man kann es sich leisten... Nee, geht für mich gar nicht.

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    AW: Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden?

    Von mir aus könnte Fleisch viel teurer werden, nur noch Produkte aus artgerechter Tierhaltung... Ich esse gern Fleisch, aber es reicht auch, dass man sich eben nur ein paar Scheibchen Wurst kauft, die man dann eben auch isst - und der Braten ist eben nix für jeden Tag - war früher bei uns zuhause auch so... Schnitzel, Rouladen etc. gab´s am WE - genaugenommen Sonntags

    Wir schmeißen eigentlich wenig weg, mein Mann isst alles auf, was noch nicht schimmelt - egal, was das MHD sagt. Aber wir essen halt auch das, was "weg muss" - auch wenn wir mal nicht den größten Appetit drauf haben.

    Aber Lebensmittel sind eben wirklich zur Wegwerf- und Billigware geworden, kein Wunder, dass die Leute so viel wegschmeißen - kost`ja fast nix.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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    AW: Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden?

    Interessante Inputs, danke Leute! Zur Eigenverantwortung: Ich finde es sehr wichtig, dass jeder Mensch Verantwortung übernimmt, aber es gibt viele Dinge, die wir paar Wohlstandsbürger auch nicht durch unser Konsumverhalten beeinflussen können. Ein Freund von mir war in Österreich beim Bundesheer und hat mir erzählt, was da alles weggeworfen werden MUSSTE. Hat mir sogar ein Video gezeigt, da konnte einem schlecht werden bei so viel essen!
    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
    - J.W. Goethe

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    AW: Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden?

    Ein total wichtiges Thema! Frankreich hat die Lebensmittelvergeudung durch Supermärkte schon verboten, Italien ist mittlerweile nachgezogen. Wann folgen Deutschland, Österreich, die Niederlande, usw? Schade, dass es erst jetzt ein Thema ist, wo Lebensmittel schon so lange verschwendet werden. Zuhause versuche ich so gut wie alles zu essen. Es gibt wöchentlich einen Reste-Auflauf.

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    AW: Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden?

    Zitat Zitat von Smoothies Beitrag anzeigen
    Ein total wichtiges Thema! Frankreich hat die Lebensmittelvergeudung durch Supermärkte schon verboten,
    und wie funktioniert das? Gibt es einen Link zu der Verordnung oder zu Artikeln, die das beschrieben?
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden?

    lukulla, google einfach z.b. nach "lebensmittelverschwendung gesetzgebung frankreich".


  9. Moderation

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    AW: Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden?

    #23 und #25 hier im Strang haben 2 Presselinks zu dem Thema. Das war vor einigen Monaten ziemlich oft in den Medien.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es erinnert mich sehr an die Propagierung von Urban Gardening in den siebziger Jahren.
    So weit ich das übersehe hat es sich zumindest in Mitteleuropa nicht gerade durchgesetzt. Selbst die Leute aus dem Freu deskreis, die damals ihre kleinen Vorstadtgärten mit Hilfe von Hochbeeten auf Selbstversorgung trimmten, tun das schon längst nicht mehr.
    Ein Revival?
    hier bei mir auf alle Faelle, wo es das Schrebergartensystem wie in D nicht so gibt. In der Stadt gibt es immer mehr Flaechen, die zu gemeinschaftlichen Nutzgaerten umgewandelt werden. Gerade die Mitte 20 bis Ende 30jaehrigen sind da sehr aktiv.

  10. Inaktiver User

    AW: Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Von mir aus könnte Fleisch viel teurer werden, nur noch Produkte aus artgerechter Tierhaltung... Ich esse gern Fleisch, aber es reicht auch, dass man sich eben nur ein paar Scheibchen Wurst kauft, die man dann eben auch isst - und der Braten ist eben nix für jeden Tag - war früher bei uns zuhause auch so... Schnitzel, Rouladen etc. gab´s am WE - genaugenommen Sonntags

    Wir schmeißen eigentlich wenig weg, mein Mann isst alles auf, was noch nicht schimmelt - egal, was das MHD sagt. Aber wir essen halt auch das, was "weg muss" - auch wenn wir mal nicht den größten Appetit drauf haben.

    Aber Lebensmittel sind eben wirklich zur Wegwerf- und Billigware geworden, kein Wunder, dass die Leute so viel wegschmeißen - kost`ja fast nix.
    War bei uns ähnlich. Den Braten, die Rouladen, das Gulasch etc gab es nur an Sonntagen. An Freitagen Fisch.

    Nicht nur Fleisch ist zu billig auch Obst und Gemüse für mein Empfinden. Ich frag mich da mehr als öfter was für den Erzeuger da am Ende als KG Preis bleibt.

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