Im Radio höre ich, dass bei der Türkendemo in Wien am Samstag der Faschistengruß zu sehen gab und Drohungen gegen Kurden (wir kriegen euch) ausgestoßen wurden. An der nicht angemeldeten, nationalisistischen Demonstration nahmen 4000 Leute teil.
Die Politik reagiert: Der Bundeskanzler hat Verteter kurdischer Verbände vorgeladen und der Außenminister sagte unumwunden, wer sich der Türkei mehr verbunden fühle als Österreich, sollte sich überlegen, dorthin zu ziehen.
In einer Ö-Zeitung finde ich heute einen interessanten Vergleich zwischen Migranten aus der Türkei und solchen aus Ex-Jugoslawien. Der Vergleich der beiden Gruppen ist deswegen interessant, weil beide Gruppen in den Sechzigern gleichermaßen als Gastarbeiter angeworben wurden.
Ein wesentlicher Integrationsfaktor ist die Teilnahme am Erwerbsleben. Dabei zeigen sich deutliche Unterscheide: Türkische Staatsangehörige sind im Vergleich zu Migranten aus Ex-Jugoslawien überdurchschnittlich oft auf Arbeitssuche. Zuletzt waren im Juni fast 20 Prozent der Türken arbeitslos, während 14 Prozent der Migranten aus Ex-Jugoslawien auf Jobsuche waren. Die Arbeitslosigkeit unter Österreichern betrug im gleichen Zeitraum acht Prozent.
Türken sind nicht nur stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, sondern stehen auch seltener dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.
Der größte Unterschied zwischen den in der Türkei und den jugoslawischen Nachfolgestaaten gebürtigen Personen liegt in der Beschäftigungsquote von Frauen. Im Jahr 2014 betrug die Beschäftigungsquote von Frauen aus Ex-Jugoslawien 61 Prozent ...., der Anteil der Türkinnen mit einem Job lediglich bei 36 Prozent –
Die geringere Integration im Erwerbsleben spiegelt sich auch bei den Einkommen wider. Gemessen am Brutto-Medianeinkommen verdient ein Immigrant aus Jugoslawien rund 100 Euro pro Monat mehr als ein Austrotürke.
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22.07.2016, 12:43Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Geändert von Analuisa (22.07.2016 um 17:50 Uhr) Grund: Sehr langes Fremdzitat eingekürzt. Bitte FAQ zum Thema Urheberrecht beachten
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22.07.2016, 12:51Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
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22.07.2016, 12:56Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
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22.07.2016, 12:57Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Ja, kann ich nur bestätigen ( tägl. Umgang )
und der Staat fordert die Türken, sich zu entscheiden, nicht nur von der Zugehörigkeit auch Religiös,
Extremisten werden nicht mehr toleriert, deshalb auch die Anzeigen der Demos, nicht die Demo an sich, sondern wegen der Inhalte.
übrigens auch, eine Aussage des Wr. Bürgermeister.
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22.07.2016, 13:14
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Bitte verwechselt nicht die Stränge. Türkische Mitbürger/Besucher aus der Türkei sind keine Flüchtlinge.
(Für den Putschversuch und seine Folgen sowie für die türkische Politik gibt's eigene Stränge.)*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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22.07.2016, 13:21Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Ansichtssache, in Ö sind ca 60 % der Türken geflüchtete Kurden u Aleviten. ( wenn man es glaubt was sie sagen ? ), der Gastarbeiteranteil ist wesentl. geringer wie in D (Abkommen)
und jetzt werden Kemalisten dazukommen, ein Blick in die Zukunft sozusagen.
vom Prinzip her stimme ich dir zu.
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22.07.2016, 13:25
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
@ Libentia - die Meisten, die ins Ausland ziehen und die ein Zurückkommen nicht ausschliessen, behalten zB ihre Krankenversicherung in D (die kann man ruhen lassen). Oder einen Zweitwohnsitz.
Zudem kann man ja nachrechnen, wieviele gegangen sind und wieviele davon zurückkamen, indem man die Einwohnermeldeamtsdaten vergleicht. Falls das gesetzlich möglich ist. Ich nehme ja mal an, dass man, nachdem man zurückgekommen ist, angeben muss, wo man vorher gewohnt hat - in dem Fall im Ausland."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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22.07.2016, 13:30
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Wer seinen Wohnsitz in Deutschland behält, wandert nicht aus.
Ich war während meines Aufenthalten im UK weiterhin in Deutschland gemeldet. Die Arbeit in Wales war ursprünglich auf 9 Monate geplant, ich musste damals noch jedes Jahr meine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung verlängern. Natürlich habe ich Steuern und Renten- und Arbeitslosenversicherung im UK gezahlt.
Die vielen Rentnern, die sich in Spanien oder Florida niedergelassen haben, haben zuvor ihren Wohnsitz in Deutschland aufgegeben , sind alle ausgewandert. Bei einer Rückkehr müssen sie sich eine Wohnung suchen. Die Gründe sind vielschichtig, weshalb sie lieber wieder in unser Schlechtwettergebiet zurückkehren.Geändert von Opelius (22.07.2016 um 13:36 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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22.07.2016, 13:33Inaktiver User
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22.07.2016, 13:36Inaktiver User



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