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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ohne wohnmöglichkeit und job ist ein überleben aber nur kaum möglich, oder?
    also ist es in meinen augen durchaus nachvollziehbar, dass menschen danach streben, langfristig ein dach über dem kopf zu haben und eine möglichkeit, sich essen zu kaufen.
    Natürlich ist das nachvollziehbar. Das bestreitet hier im Forum aber auch niemand. Nicht nachvollziehbar ist für mich, warum es speziell unsere Aufgabe in Deutschland sein soll, diesen Wunsch für alle Benachteiligten auf der Welt zu erfüllen, und warum wir, wenn wir dazu nicht bereit sind, auf eine Stufe mit Nazideutschland 42 gestellt werden sollten. Dein Vergleich bezog sich ja mitnichten auf "Tod und Krieg" und Verfolgung im Allgemeinen, wie Du später schriebst, sondern sehr konkret und ausdrücklich auf die Behandlung von Migranten in der EU aktuell.

  2. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Lizabeth Beitrag anzeigen
    Natürlich ist das nachvollziehbar. Das bestreitet hier im Forum aber auch niemand. Nicht nachvollziehbar ist für mich, warum es speziell unsere Aufgabe in Deutschland sein soll, diesen Wunsch für alle Benachteiligten auf der Welt zu erfüllen, und warum wir, wenn wir dazu nicht bereit sind, auf eine Stufe mit Nazideutschland 42 gestellt werden sollten. Dein Vergleich bezog sich ja mitnichten auf "Tod und Krieg" und Verfolgung im Allgemeinen, wie Du später schriebst, sondern sehr konkret und ausdrücklich auf die Behandlung von Migranten in der EU aktuell.
    Ja so lese ich das leider auch und nicht zum 1. Mal . Ich frage mich auch gerade ,wozu bewegt man sich in dieser Endlosschleife ,denn die Zeit der Emotionalität ist längst der praxisnahen Bewältigungsplanung gewichen und das ist eigentlich wichtiger ?

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und dann heiß es entweder "Der Flüchtling, der arbeitet, nimmt einem Deutschen den Arbeitsplatz weg" oder "Der Flüchtling, der nicht arbeitet, nutzt den Sozialstaat aus".
    (Ist geklaut, ich weiß aber nicht mehr von wem)
    Das wäre ein nettes Paradox, über das man sich bequem lustig machen könnte, wenn man sicher sein könnte, dass Migranten nur in einer Anzahl zu uns kommen, die wir - bei Eignung - in vernünftigen Arbeitsplätzen unterbringen könnten, ohne dass die Arbeitslosigkeit zunimmt oder Errungenschaften wie der Mindestlohn geopfert werden müssten, bzw. die wir - bei fehlender Eignung für unseren Arbeitsmarkt - versorgen können, ohne dass unser Sozialsystem langfristig leidet.

    Da man dessen überhaupt nicht sicher sein kann, ist es eher ernstzunehmendes Dilemma.

  4. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Lizabeth Beitrag anzeigen
    Natürlich ist das nachvollziehbar. Das bestreitet hier im Forum aber auch niemand. Nicht nachvollziehbar ist für mich, warum es speziell unsere Aufgabe in Deutschland sein soll, diesen Wunsch für alle Benachteiligten auf der Welt zu erfüllen, und warum wir, wenn wir dazu nicht bereit sind, auf eine Stufe mit Nazideutschland 42 gestellt werden sollten. Dein Vergleich bezog sich ja mitnichten auf "Tod und Krieg" und Verfolgung im Allgemeinen, wie Du später schriebst, sondern sehr konkret und ausdrücklich auf die Behandlung von Migranten in der EU aktuell.
    eine große bitte:
    es geht mir nicht darum, deutschland "am zeug zu flicken".
    ich schreibe über flucht und vertreibung, deshalb die verlgleiche auch mit dem nationalsozialismus. -an dem ich als österreicherin genau so viel " anteil" habe wie jede deutsche hier schreibende - nämlich eine verantwortung, die augen für rassismus und ausgrenzung offen zu halten.
    nicht mehr und nicht weniger.


    die situation im gebiet des is ist absolut historisch vergleichbar mit der im nationalsozialsmus.
    ich schriebe das auch in einem englischen, in einem französischen forum.
    ich finde es aber manchmal schon tragisch, historische vergleiche nicht ansprechen zu können, weil sofort ein persönlicher vorwurf daraus konstruiert wird, den ich keineswegs anstrebe.

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich finde es aber manchmal schon tragisch, historische vergleiche nicht ansprechen zu können, weil sofort ein persönlicher vorwurf daraus konstruiert wird, den ich keineswegs anstrebe.
    Was strebst du dann an? Wir sind schon bei möglichen Lösungen und du erinnerst an eine historische Verantwortung? Die brauche ich persönlich nicht, denn meine Anteilnahme an der Welt stützt sich auf ein universelles Menschenrecht. Und mehr noch, auch auf eins für Tiere und Bäume.

    Und nun?

  6. gesperrt

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen



    ich schriebe das auch in einem englischen, in einem französischen forum.
    ich finde es aber manchmal schon tragisch, historische vergleiche nicht ansprechen zu können, weil sofort ein persönlicher vorwurf daraus konstruiert wird, den ich keineswegs anstrebe.
    Vor allem macht es mich extrem wütend, wenn die sog. Global-Player so großkotzig daher kommen.

  7. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja so lese ich das leider auch und nicht zum 1. Mal . Ich frage mich auch gerade ,wozu bewegt man sich in dieser Endlosschleife ,denn die Zeit der Emotionalität ist längst der praxisnahen Bewältigungsplanung gewichen und das ist eigentlich wichtiger ?

    so lange das elend der anderen wegdiskutiert wird, um "pragatische lösungen" zu finden, so lange eine gruppe von menschen diskeditiert wird, um "praxisnahe bewältigung" durchzuführen, so lange wird es - göttin sei dank -auch menschen geben, die sich den vorwurf des "naiven gutmenschentums" und der "lächerlichen naivität" gefallen lassen.

    - und damit meine ich keineswegs, dass alle, die sorge und probleme mit der großen anzahl der flüchtlinge, die derzeit in europa sind, so denken.
    ich möchte nur vor dieser gesellschaftlichen entwicklungsmöglichkeit warnen.
    denn vor einer europäschen gesellschaft, die aus pragmatischen gründen alle humanitären und menschenrechtlichen grundsätze, die wir uns so hart erkämpft haben, fahren lässt, habe ich wirklich angst.

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    ich schreibe über flucht und vertreibung, deshalb die verlgleiche auch mit dem nationalsozialismus. - ... ich finde es aber manchmal schon tragisch, historische vergleiche nicht ansprechen zu können, weil sofort ein persönlicher vorwurf daraus konstruiert wird, den ich keineswegs anstrebe.
    Aber das war ja mein PUnkt - Dein Nazi-Vergleich kam eben nicht in Bezug auf Flucht und Vertreibung, sondern ganz klar in Bezug auf die Aufnahme der Geflüchteten in Europa. Da kann man kaum umhin, dals als einen an "uns Pragmatiker" gerichteten Vorwurf zu verstehen.

    Aber ich stimme Martabak zu - dass ist eine Endlosschleife - moralische Verurteilung auf der einen Seite - Empörung dagegen auf der anderen Seite - die wirklich nicht weiterbringt.

  9. VIP

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und dann heiß es entweder "Der Flüchtling, der arbeitet, nimmt einem Deutschen den Arbeitsplatz weg" oder "Der Flüchtling, der nicht arbeitet, nutzt den Sozialstaat aus".
    (Ist geklaut, ich weiß aber nicht mehr von wem)
    Das ist Schrödingers Flüchtling:
    The one who lazes around on benefits whilst simultaneously stealing your job.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  10. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    so lange das elend der anderen wegdiskutiert wird, um "pragatische lösungen" zu finden, so lange eine gruppe von menschen diskeditiert wird, um "praxisnahe bewältigung" durchzuführen, so lange wird es - göttin sei dank -auch menschen geben, die sich den vorwurf des "naiven gutmenschentums" und der "lächerlichen naivität" gefallen lassen.

    - und damit meine ich keineswegs, dass alle, die sorge und probleme mit der großen anzahl der flüchtlinge, die derzeit in europa sind, so denken.
    ich möchte nur vor dieser gesellschaftlichen entwicklungsmöglichkeit warnen.
    denn vor einer europäschen gesellschaft, die aus pragmatischen gründen alle humanitären und menschenrechtlichen grundsätze, die wir uns so hart erkämpft haben, fahren lässt, habe ich wirklich angst.
    Sorry ,ich kann es gar nicht mehr lesen. Pragmatische Lösungen geben den Leuten wenigstens Mahlzeiten und eine Perspektive.
    Da sind wir hier ...bei Perspektive für alle ! Für ein Miteinander .


    Du wirst bis ans Ende Deiner Tage lamentieren ,da Du eines nicht verstanden hast ,es gibt keine Garantie auf "Fair geboren "in dieser Welt und viele Menschen leben dennoch recht zufrieden angepasst an Ihre Umstände .

    Manche sogar glücklicher als du ,die das Elend der Welt zumindestens geistig auf Ihren Schultern zu tragen hat.

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