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  1. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
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    [editiert]
    Geändert von Lukulla (06.06.2016 um 16:22 Uhr) Grund: obsolet, da Post bereits gelöscht

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie kommst du denn auf diese Summe? Die Frau bekommt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz 216 € und pro Kind bis sechs Jahren 133 € und bis 14 Jahren 157 €, also insgesamt zwischen 615 und 687 Euro.
    Und wie kommst Du auf die Summe?
    Ich weiß, Deine Zahlen stimmen in Flüchtlingsunterkünften. Wenn dem Flüchtling eine Wohnung zugewiesen wurde, sind die Summen natürlich anders, weil er sich selbst mit Essen versorgen muss. Kann er, er kann jedoch auch zur Tafel gehen. Und ich finde das in Ordnung.

    Kürzlich meinte eine junge Frau, die in einer Einrichtung für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge gearbeitet hat: „All die Meckerer und Jammerer, sollten mal aus ihren Wohnzimmern kommen und sich mit den Jugendlichen an einen Tisch setzen. Sie sollten sich nur mal eine halbe Stunde anhören, was diese jungen Leute mit- und durchgemacht haben, und welche Energie sie trotzdem noch aufbringen, um sich ein neues Leben aufzubauen. Dann können sie sich wieder auf ihre Couch setzen und sich für den Rest ihres Lebens schämen.“
    Mit Verlaub, das ist Nonsens. Und wie ich finde, unverschämt. Sag das bitte dieser jungen Frau.
    Die meisten, die ich kenne, sitzen nicht "auf ihrer Couch". Sie arbeiten voll- oder halbtags, haben Kinder oder pflegebedürftige Eltern - im Gegensatz zu den Flüchtlingen, die vielleicht auch gerne arbeiten wollen aber einfach die Voraussetzungen dafür nicht haben.
    Für das, was diese jungen Flüchtlinge durchgemacht haben, kann "die auf der Couch sitzende" nichts und sie braucht sich auch nicht dafür zu schämen. Für was eigentlich? Dass bei uns kein Krieg herrscht und keine Diktatur? Dass es hier nicht erlaubt ist, mit Waffen durch die Gegend zu ziehen und Menschen zu erschießen? Dass wir einen Sozialstaat haben und auch die Schwächsten (wenn das auch verbesserungswürdig wäre) mitgenommen werden?

    Manchmal verstehe ich die Welt, oder besser gesagt, manche Ansichten, nicht.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

  3. Moderation

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ministerpräsident von Schleswig Holsten, Albig, sagt, die Nichtzahlung der Gelder an den UNHCR waren/sind Hauptfluchtgrund. Sagt der UNHCR ja auch schon lange, hatte ich auch schon verlinkt.
    [...]
    Jetzt wäre es noch interessant zu erfahren, wer auf diese "kluge Idee" kam. Wer beschloß das? Wo doch die Flüchtlingswelle da schon vorhanden war. Wie er sagt, wurde das ja im Jahre 2015 beschlossen (oder, wie er sagt, da "kam man auf die kluge Idee").


    Das ist ja nix Neues, das war damals, 2014, in den Nachrichten und auch hier in den Politik Strängen schon vor Monaten öfter Thema (ich such die Posts jetzt nicht raus).

    UNO stellt Hungerhilfe für 1,7 Millionen syrische Flüchtlinge ein - Syrien - derStandard.at

    Syrien: UN kürzen Lebensmittelhilfen für Flüchtlinge - Politik - Süddeutsche.de

    UNHCR*- WFP food cuts threaten tens of thousands of Syrian families, UNHCR warns
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  4. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Interessant sind auch die Ergebnisse der letzten UNO Geberkonferenz von 2016

    ÜBERSICHT WICHTIGER GEBERLÄNDER

    Deutschland: 2,3 Milliarden Euro bis 2018 (davon 1,1 Milliarden in diesem Jahr)
    Großbritannien: rund 1,6 Milliarden Euro (1,2 Milliarden Pfund)
    Frankreich: 1 Milliarde Euro (zwischen 2016 und 2018)
    Italien: rund 356 Millionen Euro
    Dänemark: rund 89 Millionen Euro (100 Millionen US-Dollar)
    Belgien: 75 Millionen Euro
    Österreich: 60 Millionen Euro
    Finnland: 25 Millionen Euro
    Polen: 4,5 Millionen Euro
    USA: 891 Millionen US-Dollar (rund 794 Millionen Euro)
    Vereinigte Arabische Emirate: 137 Millionen US-Dollar (rund 122 Millionen Euro) für 2016
    Japan: 350 Millionen US-Dollar (rund 312 Millionen Euro) für 2016
    Australien: 25 Millionen US-Dollar (rund 22 Millionen Euro)
    Quelle: epd


    Zählt man die Zusagen aus Europa zusammen, kommt man auf 4,5 Milliarden Euro
    Dem gegenüber gaben die USA läppische 891 Millionen, die Arabischen Emirate 137 Millionen.

    Hat da jemand ein Interesse daran, die Leute in den Lagern auszuhungern, damit sie in Massen nach Europa ziehen?

    Allerdings gab es in den letzten Jahren auch mehr internationale Krisenherde:
    Anders als im vergangenen Jahr aber müssten diese Mittel nun auf fünf große Krisenherde - Zentralafrika, Südsudan, den Nordirak und den Kampf gegen Ebola in Westafrika - verteilt werden (Bericht von 2014)

  5. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Sind das die Zusagen oder die tatsächlich ausgezahlten Gelder?

  6. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sind das die Zusagen oder die tatsächlich ausgezahlten Gelder?
    Die Zusagen. Zu der Frage, wer nur zugesagt und nicht bezahlt hat, finde ich leider nichts. Aber es sieht für mich nicht so aus, als ob die Europäer sich etwas hätten zuschulden kommen lassen.

    Die Töpfe der UNO und des Welternährungsprogammes müssen von allen Staaten der Welt gefüllt werden.

    Großmächte wie China scheinen in dieser Aufzählung der wichtigen Geberländer zB. gar nicht auf.
    Japan schon.

  7. Moderation

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Wie berechnet sich das eigentlich? Nach BIP oder Einwohnerzahl?

    China hat ja Geld zur Hilfe vor Ort (2 Milliarden jetzt und 15 Milliarden bis 2030) angeboten, mich würde interessieren, ob es da schon Zahlungen gab.

    http://www.nytimes.com/2015/09/27/wo...erty.html?_r=1
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  8. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Und wie kommst Du auf die Summe?
    Ich weiß, Deine Zahlen stimmen in Flüchtlingsunterkünften. Wenn dem Flüchtling eine Wohnung zugewiesen wurde, sind die Summen natürlich anders, weil er sich selbst mit Essen versorgen muss. Kann er, er kann jedoch auch zur Tafel gehen. Und ich finde das in Ordnung.
    Asylbewerber/innen in Unterkünften bekommen als alleinstehende Erwachsene 143 €, für Kinder gibt es ja nach Alter zwischen 85 und 92 €. Quelle
    Mit Verlaub, das ist Nonsens. Und wie ich finde, unverschämt. Sag das bitte dieser jungen Frau.
    Die meisten, die ich kenne, sitzen nicht "auf ihrer Couch". Sie arbeiten voll- oder halbtags, haben Kinder oder pflegebedürftige Eltern - im Gegensatz zu den Flüchtlingen, die vielleicht auch gerne arbeiten wollen aber einfach die Voraussetzungen dafür nicht haben.
    Für das, was diese jungen Flüchtlinge durchgemacht haben, kann "die auf der Couch sitzende" nichts und sie braucht sich auch nicht dafür zu schämen. Für was eigentlich? Dass bei uns kein Krieg herrscht und keine Diktatur? Dass es hier nicht erlaubt ist, mit Waffen durch die Gegend zu ziehen und Menschen zu erschießen? Dass wir einen Sozialstaat haben und auch die Schwächsten (wenn das auch verbesserungswürdig wäre) mitgenommen werden?

    Manchmal verstehe ich die Welt, oder besser gesagt, manche Ansichten, nicht.
    Manchmal verstehe ich die Interpretationen der Beiträge nicht. Niemand soll sich dafür schämen, von Krieg, Terror und Flucht verschont zu sein und sein normales, oft bestimmt nicht einfaches, Leben zu führen. Schämen, und da stimme ich der jungen Frau zu, sollten sich all diejenigen, die sich nicht mal die Mühe machen, sich wirklich zu informieren, bevor sie auf ihrer Couch (und leider nicht nur da) über "die Flüchtlinge" schimpfen.

  9. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schämen, und da stimme ich der jungen Frau zu, sollten sich all diejenigen, die sich nicht mal die Mühe machen, sich wirklich zu informieren, bevor sie auf ihrer Couch (und leider nicht nur da) über "die Flüchtlinge" schimpfen.
    Wäre der moralische Hochmut gegenüber anderen nicht auch ein Grund, sich ein klein wenig zu schämen?

    Es gibt genügend Menschen in Europa, die selbst ein schweres Schicksal erleiden, die aufopfernd Angehörige pflegen oder aus anderen Gründen keine Zeit haben, sich in das Thema zu vertiefen oder sich gar die Geschichten der Flüchtlinge anzuhören.

    Unbekannte Menschen pauschal als "Meckerer und Jammerer auf der Couch" zu diffamieren zeugt von einer beachtlichen Arroganz.

  10. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wäre der moralische Hochmut gegenüber anderen nicht auch ein Grund, sich ein klein wenig zu schämen?

    Es gibt genügend Menschen in Europa, die selbst ein schweres Schicksal erleiden, die aufopfernd Angehörige pflegen oder aus anderen Gründen keine Zeit haben, sich in das Thema zu vertiefen oder sich gar die Geschichten der Flüchtlinge anzuhören.
    Und wie kommst du auf die Idee, dass ich ausgerechnet die gemeint haben könnte, wenn ich von Leuten schreibe, die grundlos schimpfen?

    Unbekannte Menschen pauschal als "Meckerer und Jammerer auf der Couch" zu diffamieren zeugt von einer beachtlichen Arroganz.
    Ich würde mir wünschen "Meckerer und Jammerer auf der Couch" nicht persönlich zu kennen.

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