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06.06.2016, 13:57Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Geändert von Lukulla (06.06.2016 um 16:22 Uhr) Grund: obsolet, da Post bereits gelöscht
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06.06.2016, 14:06
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Und wie kommst Du auf die Summe?
Ich weiß, Deine Zahlen stimmen in Flüchtlingsunterkünften. Wenn dem Flüchtling eine Wohnung zugewiesen wurde, sind die Summen natürlich anders, weil er sich selbst mit Essen versorgen muss. Kann er, er kann jedoch auch zur Tafel gehen. Und ich finde das in Ordnung.
Mit Verlaub, das ist Nonsens. Und wie ich finde, unverschämt. Sag das bitte dieser jungen Frau.Kürzlich meinte eine junge Frau, die in einer Einrichtung für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge gearbeitet hat: „All die Meckerer und Jammerer, sollten mal aus ihren Wohnzimmern kommen und sich mit den Jugendlichen an einen Tisch setzen. Sie sollten sich nur mal eine halbe Stunde anhören, was diese jungen Leute mit- und durchgemacht haben, und welche Energie sie trotzdem noch aufbringen, um sich ein neues Leben aufzubauen. Dann können sie sich wieder auf ihre Couch setzen und sich für den Rest ihres Lebens schämen.“
Die meisten, die ich kenne, sitzen nicht "auf ihrer Couch". Sie arbeiten voll- oder halbtags, haben Kinder oder pflegebedürftige Eltern - im Gegensatz zu den Flüchtlingen, die vielleicht auch gerne arbeiten wollen aber einfach die Voraussetzungen dafür nicht haben.
Für das, was diese jungen Flüchtlinge durchgemacht haben, kann "die auf der Couch sitzende" nichts und sie braucht sich auch nicht dafür zu schämen. Für was eigentlich? Dass bei uns kein Krieg herrscht und keine Diktatur? Dass es hier nicht erlaubt ist, mit Waffen durch die Gegend zu ziehen und Menschen zu erschießen? Dass wir einen Sozialstaat haben und auch die Schwächsten (wenn das auch verbesserungswürdig wäre) mitgenommen werden?
Manchmal verstehe ich die Welt, oder besser gesagt, manche Ansichten, nicht.Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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06.06.2016, 14:21
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Das ist ja nix Neues, das war damals, 2014, in den Nachrichten und auch hier in den Politik Strängen schon vor Monaten öfter Thema (ich such die Posts jetzt nicht raus).
UNO stellt Hungerhilfe für 1,7 Millionen syrische Flüchtlinge ein - Syrien - derStandard.at
Syrien: UN kürzen Lebensmittelhilfen für Flüchtlinge - Politik - Süddeutsche.de
UNHCR*- WFP food cuts threaten tens of thousands of Syrian families, UNHCR warns"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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06.06.2016, 14:34Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Interessant sind auch die Ergebnisse der letzten UNO Geberkonferenz von 2016
ÜBERSICHT WICHTIGER GEBERLÄNDER
Deutschland: 2,3 Milliarden Euro bis 2018 (davon 1,1 Milliarden in diesem Jahr)
Großbritannien: rund 1,6 Milliarden Euro (1,2 Milliarden Pfund)
Frankreich: 1 Milliarde Euro (zwischen 2016 und 2018)
Italien: rund 356 Millionen Euro
Dänemark: rund 89 Millionen Euro (100 Millionen US-Dollar)
Belgien: 75 Millionen Euro
Österreich: 60 Millionen Euro
Finnland: 25 Millionen Euro
Polen: 4,5 Millionen Euro
USA: 891 Millionen US-Dollar (rund 794 Millionen Euro)
Vereinigte Arabische Emirate: 137 Millionen US-Dollar (rund 122 Millionen Euro) für 2016
Japan: 350 Millionen US-Dollar (rund 312 Millionen Euro) für 2016
Australien: 25 Millionen US-Dollar (rund 22 Millionen Euro)
Quelle: epd
Zählt man die Zusagen aus Europa zusammen, kommt man auf 4,5 Milliarden Euro
Dem gegenüber gaben die USA läppische 891 Millionen, die Arabischen Emirate 137 Millionen.
Hat da jemand ein Interesse daran, die Leute in den Lagern auszuhungern, damit sie in Massen nach Europa ziehen?
Allerdings gab es in den letzten Jahren auch mehr internationale Krisenherde:
Anders als im vergangenen Jahr aber müssten diese Mittel nun auf fünf große Krisenherde - Zentralafrika, Südsudan, den Nordirak und den Kampf gegen Ebola in Westafrika - verteilt werden (Bericht von 2014)
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06.06.2016, 14:36Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Sind das die Zusagen oder die tatsächlich ausgezahlten Gelder?
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06.06.2016, 14:40Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Die Zusagen. Zu der Frage, wer nur zugesagt und nicht bezahlt hat, finde ich leider nichts. Aber es sieht für mich nicht so aus, als ob die Europäer sich etwas hätten zuschulden kommen lassen.
Die Töpfe der UNO und des Welternährungsprogammes müssen von allen Staaten der Welt gefüllt werden.
Großmächte wie China scheinen in dieser Aufzählung der wichtigen Geberländer zB. gar nicht auf.
Japan schon.
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06.06.2016, 14:57
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Wie berechnet sich das eigentlich? Nach BIP oder Einwohnerzahl?
China hat ja Geld zur Hilfe vor Ort (2 Milliarden jetzt und 15 Milliarden bis 2030) angeboten, mich würde interessieren, ob es da schon Zahlungen gab.
http://www.nytimes.com/2015/09/27/wo...erty.html?_r=1"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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06.06.2016, 15:06Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Asylbewerber/innen in Unterkünften bekommen als alleinstehende Erwachsene 143 €, für Kinder gibt es ja nach Alter zwischen 85 und 92 €. Quelle
Manchmal verstehe ich die Interpretationen der Beiträge nicht. Niemand soll sich dafür schämen, von Krieg, Terror und Flucht verschont zu sein und sein normales, oft bestimmt nicht einfaches, Leben zu führen. Schämen, und da stimme ich der jungen Frau zu, sollten sich all diejenigen, die sich nicht mal die Mühe machen, sich wirklich zu informieren, bevor sie auf ihrer Couch (und leider nicht nur da) über "die Flüchtlinge" schimpfen.Mit Verlaub, das ist Nonsens. Und wie ich finde, unverschämt. Sag das bitte dieser jungen Frau.
Die meisten, die ich kenne, sitzen nicht "auf ihrer Couch". Sie arbeiten voll- oder halbtags, haben Kinder oder pflegebedürftige Eltern - im Gegensatz zu den Flüchtlingen, die vielleicht auch gerne arbeiten wollen aber einfach die Voraussetzungen dafür nicht haben.
Für das, was diese jungen Flüchtlinge durchgemacht haben, kann "die auf der Couch sitzende" nichts und sie braucht sich auch nicht dafür zu schämen. Für was eigentlich? Dass bei uns kein Krieg herrscht und keine Diktatur? Dass es hier nicht erlaubt ist, mit Waffen durch die Gegend zu ziehen und Menschen zu erschießen? Dass wir einen Sozialstaat haben und auch die Schwächsten (wenn das auch verbesserungswürdig wäre) mitgenommen werden?
Manchmal verstehe ich die Welt, oder besser gesagt, manche Ansichten, nicht.
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06.06.2016, 15:12Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Wäre der moralische Hochmut gegenüber anderen nicht auch ein Grund, sich ein klein wenig zu schämen?
Es gibt genügend Menschen in Europa, die selbst ein schweres Schicksal erleiden, die aufopfernd Angehörige pflegen oder aus anderen Gründen keine Zeit haben, sich in das Thema zu vertiefen oder sich gar die Geschichten der Flüchtlinge anzuhören.
Unbekannte Menschen pauschal als "Meckerer und Jammerer auf der Couch" zu diffamieren zeugt von einer beachtlichen Arroganz.
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06.06.2016, 15:27Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Und wie kommst du auf die Idee, dass ich ausgerechnet die gemeint haben könnte, wenn ich von Leuten schreibe, die grundlos schimpfen?
Ich würde mir wünschen "Meckerer und Jammerer auf der Couch" nicht persönlich zu kennen.Unbekannte Menschen pauschal als "Meckerer und Jammerer auf der Couch" zu diffamieren zeugt von einer beachtlichen Arroganz.



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