Ja ,bin ich ständig ,allerdings nicht im mittelafrikanischen Raum . Deshalb kann ich nur von meinen Erfahrungen sprechen aus Ländern ,die Ihre Kinder aber auch nicht hierher schicken.
Normalerweise ist es keine Option ,denn sie brauchen die Kinder ja für ihren täglichen Broterwerb und wirklich arme Familien könnten es sich gar nicht leisten ,dass da ein Kind ,viel kostet und auf eine ungewisse Reise geht ,wo man noch nicht mal weiß ,ob es jemals ankommt und überhaupt einen Benefit geben wird?
Die brauchen das Kind ständig in der Nähe ,um leben zu können.
Es handelt sich um Summen für Schlepper ,da könnte man in manchen Ländern eine Selbstständigkeit starten.
Deshalb so ganz schlüssig ist das nicht .
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31.05.2016, 11:04Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
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31.05.2016, 11:26Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Das Wort "zynisch" bezog sich vor allem auf die Praxis, Kinder als menschliche Schutzschilde zu verwenden, wie es die Palästinenser machten.
Die Situation der Verding- und der Schwabenkinder war insofern anders, als diese Eltern niemals das Geld gehabt hätten, ihre Kinder irgendwohin zu schicken.
Für die Kinder und Jugendlichen, die über Schlepper zu uns kommen, wurde sehr viel Geld aufgebracht, das man auch anders hätte investieren können. Das halte ich schon für einen gravierenden Unterschied.
Daher auch die Vermutung, dass es sich um ein "Investment" handeln könnte.Geändert von Inaktiver User (31.05.2016 um 11:32 Uhr)
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31.05.2016, 11:36Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Ich weiß nicht, ob da wirklich in jedem Fall so viel Geld aufgebracht wird. Sicher gibt es Leute, die sich, relativ komfortabel durchorganisiert, binnen weniger Tage von Afghanistan bis Deutschland schleppen lassen, durchgängig in Transportmitteln, das kostet dann auch.
Aus Afrika hört man aber doch oft die Geschichten, dass Leute z.T. jahrelang unterwegs sind bis Libyen, zu Fuß, oft zwischendurch länger bleiben und arbeiten. Da fällt dann irgendwann nur das Geld für den Mittelmeer-Transfer an.
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31.05.2016, 11:36
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31.05.2016, 11:39
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Finde ich deinerseits zynisch - und sehr herzlos. Vielleicht gibt es ein paar Eltern mit solchem Kalkül. Aber das Gros wird doch sein wie alle Väter und Mütter auf der Welt: Die Entscheidung, Kinder loszuschicken tut weh, ist die letzte aller Möglichkeiten und fällt sicher schwer.
Diese Leute sind nicht unsere Feinde, sondern das System "Flucht nach Europa". Solange Europa es mitspielt und damit das Schlepperwesen mitfinanziert, wird es weiterlaufen. Das ist zynisch: Die Kinder wissentlich diesen Gefahren auszusetzen.
Natürlich kann man niemanden in Seenot ertrinken lassen. Aber die Geretteten umgehend wieder dorthin transportieren, wo sie hergekommen sind. Und Afrika auffordern, seine Probleme selbst zu lösen. Dafür gehört für mich auch, dass andere afrikanische Staaten Bürgerkriegsflüchtinge ihres Kontinents aufnehmen. Dafür können sie gerne Unterstützung in kontrolliertem (!) Rahmen bekommen. Ich denke, das würde dem Schlepperwesen schnell den Boden abgraben; die momentane Praxis unterstützt es nur.
(Wer unter den Schiffsflüchtlingen aus Nahost kommt und Aussicht auf Asyl hat, bleibt natürlich. Es muss aber schneller gehen, dass diese Flüchtlinge ihre Anträge noch in Syrien oder anderen Nahoststaaten stellen und unbehelligt herkommen können.)*
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31.05.2016, 11:47Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Genau das denke ich auch aber ,wenn man noch ein bißchen Geld (für eine Überfahrt )hat und die Hoffnung stirbt bekannlich zuletzt , dann schicke ich doch kein 10 jähriges Kind los in ein Land ,von dem ich gar keine richtige Vorstellung habe.
Eben gerade gelesen ,45 Millionen Sklaven weltweit , Kinderprostitution ,Organhandel und dann noch mögliches Ertrinken das sind extremste Unwägbarkeiten ,das tut man doch keinem Kind an . Arbeit in der Nähe ,nun gut ...aber ich verstehe es einfach nicht?
Ich würde versuchen durchzukommen mit meinem Kind solange es irgendwie geht um den Zeitpunkt des Losschickens herauszuzögern..14,16 ist auch noch jung.
Ich glaube so meinte es Butterblume...denn es ist schon ziemlich merkwürdig ,dass so junge Kinder auch losgeschickt werden. Das ist ja wie bei Hänsel und Gretel.Nur ohne Gretel.Geändert von Inaktiver User (31.05.2016 um 11:53 Uhr) Grund: Zusatz
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31.05.2016, 11:52Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Die Angaben sind unterschiedlich. Die Zeitschrift "Österreich" listete letztes Jahr ein paar Preise auf:
Erst bringen Schlepper Menschen aus ganz Afrika durch die Wüste nach Libyen. Einzelpersonen zahlen schon dafür bis zu 2.300 Euro, ganze Familien bis zu 11.000 Euro. Für die reine Überfahrt (von Libyen nach Europa) werden zwischen 1.000 und 3.500 Euro gehandelt. Das hängt davon ab, wie viele Menschen auf ein Boot gepfercht werden können. Es wird immer vorher kassiert. Pro Schiff verdienen sie so zwischen 1,2 und 2,4 Millionen Euro.
Wer als Drogenkurier fungiert, erhält Rabatt. Und: „Wer eine Niere spendet“, so der Experte, „erhält 2.000 Euro und einen Gratisplatz.“
Wie hoch ist der Umsatz der Schlepper?
Jürgs: 15 bis 18 Milliarden Euro pro Jahr, schätzt die UN. Hier geht es um Menschenhandel, Drogengeschäfte, Arbeitssklaven, Zwangsprostitution und letztlich sogar um Organhandel. Für Spendernieren kassiert die Mafia bis zu 250.000 Euro. Das ist organisierte Kriminalität.
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31.05.2016, 11:52
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flying is the art of falling to the ground without touching
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31.05.2016, 11:55Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
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31.05.2016, 11:58Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Ich vermute, es liegt daran, dass Europa Minderjährige grundsätzlich nicht zurück schickt. Solche Infos sprechen sich sehr schnell herum, wahrscheinlich geben auch die Schlepper dieses Wissen weiter.
Bei Volljährigen ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie abgeschoben werden.
Fragt sich, wie viel die Mütter dabei mit zu reden haben.



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