Die Erfolgsaussichten werden aber nicht schlecht dadurch, dass man Algerien (bitte was?), Libyen (hä?), Marokko, Ägypten Geld gibt (die absolut schlechteste Lösung von allen), sondern die Erfolgsaussichten werden niedriger indem das Asylrecht bereits geändert wurde und die Länder zu sicheren Herkunftsländern erklärt wurden.
Bereits geschehen.
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28.05.2016, 12:05Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Geändert von Inaktiver User (28.05.2016 um 12:53 Uhr)
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28.05.2016, 12:44Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Und noch ein interessanter Außenblick aus der Schweiz, diesmal auf die einseitige Haltung der Medien in Deutschland beim Thema Flücthlinge:
Deutsche Medien - Minenfeld Migration
Der Streit um die Einrichtung von Heimen für Asylbewerber und die Aufregung über kriminelles Verhalten sind publizistisch in den Lokalteilen eingehegt. Auch die erheblichen Kosten, die selbst nahezu bankrotte Kommunen für Unterbringung und Versorgung der Neuankömmlinge aufbringen müssen, provozieren derzeit keine medienöffentlichen Diskussionen. Der Ausnahmezustand ist medial als Normalfall akzeptiert. Den Widerspruch dazu in den Leserkommentaren im Internet erträgt man als Teil eines Kommunikationsspiels ohne Folgen.
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Zwar informieren die Medien insgesamt breit und vielfältig über Ereignisse und Hintergründe der grossen Wanderung, aber sie tun das mit erkennbarer Schlagseite bei der Themensetzung und der Wahl inhaltlicher Schwerpunkte. Im Vordergrund stehen humanitäre Probleme, Möglichkeiten ihrer pragmatischen Lösung und vor allem Empathie mit den Migranten.
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Man könnte glauben, dass Masseneinwanderung kein Problem ist, sondern nur von Anhängern einer «Festung Europa» zu einem gemacht wird. Wo Vertreter einer solchen Position überhaupt zugelassen werden, inszeniert man ihren Auftritt so, dass im Fernsehen ihre Thesen durchs Bilder-Arrangement schon dementiert werden. Es ist ein wohlmeinender Paternalismus, der diese Berichterstattung prägt
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Nachsicht und Verständnis sind fast grenzenlos. Lügen und Täuschung der Behörden im Asylverfahren gelten als hinzunehmender Standard. Provozierendes Verhalten und zum Teil aggressiv vorgetragene Ansprüche werden neutral registriert.
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Im besonders beliebten Genre der Homestory über abgelehnte Asylbewerber, die abgeschoben werden sollen, kulminieren die Parteinahme und die kritiklose Übernahme der Perspektive der Betroffenen.
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Hier artikuliert sich, oft mit stillschweigender Zustimmung der Medien, eine Haltung, die jede kontrollierte Asylpolitik ausser Kraft setzen will und nur noch das weite Öffnen aller Tore erlaubt.
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Grund für diese Geringschätzung des rechtlichen Rahmens für Asylgewährung ist vermutlich die Faszination, die der Flüchtling auf Medien ausübt.
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Die Einseitigkeiten der Berichterstattung setzen das Publikum nicht nur moralisch unter Druck, einen gesellschaftlichen Wandel von erheblichem Ausmass zu akzeptieren, ohne die eigenen Sorgen, Vorbehalte und Bedürfnisse angemessen in die öffentliche Erörterung einbringen zu können. Es fehlt dieser Berichterstattung auch der Sinn fürs nüchterne Kalkül, das die divergierenden Interessen aller Beteiligten identifiziert, anerkennt und im kritischen Räsonnement ausbalanciert.
Das bringt es hervorragend auf den Punkt.Geändert von Inaktiver User (28.05.2016 um 12:50 Uhr)
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28.05.2016, 12:54Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
@Letstalk
witzig, dass wir nahezu gleichzeitig auf diesen Artikel in der NZZ aufmerksam wurden. Als ich mein Post schrieb, sah ich deins noch gar nicht
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28.05.2016, 13:13
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Geändert von Analuisa (29.05.2016 um 20:15 Uhr) Grund: Bitte vermeidet Vollzitate! Vor allem dann, wenn der zitierte Beitrag 2 Beiträge darüber steht!
Hinfallen ist keine Schande - liegenbleiben schon
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen
Der eine Tag, der alles im Leben verändern kann beginnt jeden Morgen neu
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28.05.2016, 14:52Inaktiver User
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28.05.2016, 14:55
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28.05.2016, 14:58
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28.05.2016, 15:01Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Natürlich. Gilt auch für die Medien. Wenn man das Gefühl hat, dass nur noch einheitliche Hofberichterstattung gemacht wird, traut man den Medien auch bei anderen Themen nicht mehr.
Ich hatte ganz früher die SZ abonniert, habe gerne die ZEIT gekauft - mache ich alles nicht mehr, denn um die Einheitsmeinung zu lesen, reichen mir die Onlineportale. Die einzigen Zeitungen, die manchmal etwas kritischer sind, sind die FAZ und die WELT.
Ich lese dafür mehr Telepolis und werde demnächst die Onlineausgabe der NZZ abonnieren. Während der ganzen "heißen" Zeit der Flüchtlingskrise war die NZZ so ziemlich die einzige Zeitung, die ganz unaufgeregt und sachlich berichtete und die Vor- und Nachteile der laufenden Entwicklung klar benannte. Auch die österreichische "Presse" ist recht gut.
Ob die Medien überhaupt kapieren, dass ihre Glaubwürdigkeit auf dem Spiel steht?
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28.05.2016, 15:03Inaktiver User
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28.05.2016, 15:09
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Vielleicht hast du ja einfach eine falsche Wahrnehmung. Wenn jemand Anhänger der Atomkraft ist, dann wird er der deutschen Berichterstattung über dieses Thema vermutlich auch Einseitigkeit vorwerfen. Aber es gibt nunmal kein Recht darauf, dass die eigene Meinung von anderen geteilt wird, damit muss man dann leben.
Ich finde ja, die negativen Dinge werden breit diskutiert, auch in der Medienlandschaft.



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Ja das bringt es auf den Punkt
