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  1. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    @lizabeth,

    leider "bewerte" ich asyl in griechenland und bugarien ganz anders als du.
    es ist doch schon zielmlich zynisch, griechenland, das seit 2008 von pleite bedroht ist, das seit 2010 als "nicht für flüchtlinge zumutbare" dublin-außengrenze gilt, nun (ja, mit ein paar millionen euro hilfe, um zeltstädte aufzubauen) für die lösung des problems heranzuziehen.
    bulgarien ist ein ähnlich "wirtschaftspotentes" land. (in östereich wird zur zeit massiv über südösteuropäische arbeitskräfte, die ja hier eu-freiheiten genießen, diskutiert -mit anderen worten: die leut kommen zu uns, weil es dort keine arbeit gibt).


    mit anderen worten: es klingt wie eine "lösung" -aber es ist keine. (zumindest keine, die mehr als ein, zwei monate sinn macht)
    denn was wird geschehen: es wird wieder schlepperwesen (halt statt letztes jahr aus ungarn nun aus bulgarien) zuhauf geben - in österreich sind bereits wieder die ersten schlepperfahrzeuge gesichtet worden.


    insgesamt: die selbe situation wie vor einem jahr, nur mit mehr grenzen und grenzpolizei, einer million menschen, die es "geschafft" haben (und von denen die hälfte wohl zurückgeschickt werden wird) und ihren verwandten, die -gut, nicht im dreck, vielmehr in einem zelt in griechenland sitzen.

    dazu eine eu in auflösung.

  2. gesperrt

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich zweifele an der Verantwortlichkeit eines solchen Deals mit Erdogan. Warum gibt man das Geld nicht Hilfsorganisationen, sowohl dort als auch anderswo? Erschließt sich mir nicht.
    Weil Erdogan über Militär verfügt, das notfalls die Grenzen dicht machen kann. Merkel will ja eine Drosselung des Zustroms von Flüchtlingen; sie will nur nicht selbst Massnahmen treffen. Dadurch haben andere die "unschönen Bilder" an ihren Grenzen.

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    @ Zwischenrose:

    Nein, ich meinte nicht, dass Griechenland oder Bulgarien dauerhaftes Aufnahmeland für alle neuen Flüchtlinge sein soll, nur dass die "Vorsortierung" lieber dort (also unter EU-Kontrolle) als in der Türkei stattfinden soll.

    Natürlich ist damit das Problem noch nicht gelöst, denn als nächsten Schritt bräuchte es dann tatsächlich eine Vereinbarung innerhalb Europas, die "echten" Flüchtlinge einigermaßen sinnvoll zu verteilen. Da bin ich tatsächlich auch eher skeptisch. Aber falls es doch gelingen sollte, wäre es mir auf dem Weg dahin lieber, das Geld für die Errichtung und den Betrieb der Aufnahmelager und die Entscheidung über den Status der Flüchtlinge bliebe innerhalb der EU und wir würden uns nicht in Abhängigkeit von jemandem wie Erdogan begeben.

    Ich halte es durchaus für möglich, dass die EU an dieser Frage zerbricht. Aber davor habe ich weniger Angst als vor einer Situation, in der die EU bleibt wie sie ist (meiner Ansicht nach sowieso eine von wirtschaftlichen Interessen geleitete Fehlkonstruktion) und in der einem alleine nach Deutschland (und ein, zwei weiteren Ländern) gerichteten, völlig ungeregelten Flüchtlingszustrom, wie wir ihn im letzten Jahr erlebt haben, keinerlei Einhalt geboten wird.
    Geändert von Lizabeth (13.03.2016 um 15:43 Uhr)

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Narzisstenversteher Beitrag anzeigen
    Kretschmann hat sich noch immer nicht entschieden, ob er im Bundesrat einer Ausweitung sicherer Herkunftsstaaten zustimmen wird:


    17.45 Uhr: Einen Tag vor der Wahl hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann erneut vor einem Scheitern Europas in der Flüchtlingspolitik gewarnt. "Die Krise müssen wir europäisch lösen", sagte der Grünen-Politiker am Samstag in einem live im Internet übertragenen Interview. Alles andere wäre ein historisches Versagen. Alleingänge der Staaten - etwa Grenzschließungen - nützten nichts. Ziel sei eine europäische Lösung, "auch wenn es schwer ist".

    In der Frage, ob er die Maghrebstaaten Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsländer für Flüchtlinge sieht, habe er sich noch nicht entschieden, sagte Kretschmann. Unter anderem warte er auf eine Antwort des Auswärtigen Amtes auf die Frage, wie dieses die Verfolgung von Homosexuellen in den Ländern sehe. Mit einem entsprechenden Schreiben rechne er nächste Woche.
    Wie überaus praktisch es sein kann, dass die Post nicht immer so schnell ist

  5. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Lizabeth Beitrag anzeigen
    @ Zwischenrose:

    Nein, ich meinte nicht, dass Griechenland oder Bulgarien dauerhaftes Aufnahmeland für alle neuen Flüchtlinge sein soll, nur dass die "Vorsortierung" lieber dort (also unter EU-Kontrolle) als in der Türkei stattfinden soll.

    Natürlich ist damit das Problem noch nicht gelöst, denn als nächsten Schritt bräuchte es dann tatsächlich eine Vereinbarung innerhalb Europas, die "echten" Flüchtlinge einigermaßen sinnvoll zu verteilen. Da bin ich tatsächlich auch eher skeptisch. Aber falls es doch gelingen sollte, wäre es mir auf dem Weg dahin lieber, das Geld für die Errichtung und den Betrieb der Aufnahmelager und die Entscheidung über den Status der Flüchtlinge bliebe innerhalb der Eu...
    naja, aber dieses - nicht funktionierende -konzept gibt es doch bereits seit september oder oktober -die sogenannten hotspots in griechenland.

    ich schrieb im september letzten jahres, dass grenzen gebaut werden würden -und wurde hier als absurde spinnerin abgetan.

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    naja, aber dieses - nicht funktionierende -konzept gibt es doch bereits seit september oder oktober -die sogenannten hotspots in griechenland.
    Aber darauf will ich ja genau hinaus - es konnte ja die ganze Zeit nicht funktionieren, weil es bis vor kurzem für Griechenland der viel einfachere Weg war, alle Migranten durchzuwinken. Erst jetzt müssen sie sich dort mit dem Thema Hotspots überhaupt ernsthaft auseinandersetzen - und siehe da, es können offenbar doch Unterkünfte errichtet werden. Das genau meine ich, wenn ich sage, es ist ein Anfang.

  7. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    ok, du plädierst also für die "österreichische lösung" -grenzen dicht und fakten schaffen, dann werden diejenigen, die außerhab der geschaffenen grenzen sitzen, schon irgendwie damit umgehen (müssen).
    mh.


    fragt sich nur, wer dann noch die in griechenland sitzenden flüchtlinge aufnehmen wird. bisher hat ja niemand "hier" geschrien -ok, portugal will 2700 oder so nehmen.

  8. gesperrt

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    Zitat Zitat von rita44 Beitrag anzeigen
    Weil Erdogan über Militär verfügt, das notfalls die Grenzen dicht machen kann. Merkel will ja eine Drosselung des Zustroms von Flüchtlingen; sie will nur nicht selbst Massnahmen treffen. Dadurch haben andere die "unschönen Bilder" an ihren Grenzen.
    Ich habe noch nix von Dir gelesen. Wie ist Deine persönliche Meinung zu dieser Sachlage?

  9. gesperrt

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    schrieb ich doch gerade.

    Nachtrag : oder was meinst Du ? Ob ich das nun unterstütze oder ablehne?

  10. gesperrt

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    AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen

    also pro Schießbefehl? Oder missverstehe ich Dich, dann entschuldige ich mich im Voraus!

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