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11.08.2016, 12:36Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Geändert von Inaktiver User (11.08.2016 um 12:47 Uhr)
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11.08.2016, 12:43Inaktiver User
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11.08.2016, 12:46Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
nun ja, diese Lüge war ja durchschaubar. Ich habe mich damals schon gefragt wie man das machen will ohne die Beiträge zu erhöhen.
Die Tatsache, dass man nun daran denkt die Kosten für die Gesundheit auf die Beitragszahler abzuwälzen überrascht mich nicht... etwas überrascht bin ich nur von dem Zeitpunkt an dem das öffentlich wird. Eigentlich hatte ich erst nach der Bundestagswahl damit gerechnet.
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11.08.2016, 12:59Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
In Ö soll eine Asyl-Notverordnung geschaffen werden, die in Kraft tritt, wenn die Zahl der Asylbwerber die festgesetzte Höchstgrenze von 37.500 pro Jahr überschreitet.
Konkret würde das bedeuten, dass nicht nur Zurückweisungen an der Grenze möglich sind, sondern auch Asyl-Schnellverfahren und anschließende Rückschiebungen durchgeführt werden.
Wer neu kommt und keine familären Beziehungen zu Personen in Ö hat, kommt gar nicht erst rein oder muss das Land schnell wieder verlassen.
Innen- und Verteidigugsminister bestätigen, dass man technisch in der Lage sei, das so durchzuziehen, wenn die Lage es erfodert.
Davon würde natürlich auch D profitieren, denn noch immer kommen die meisten Flüchtlinge über Ö - sowohl aus Italien wie über den Balkan. Ausweichrouten wären F und CH, aber diese Länder würden wahrscheinlich auch keine größeren Ströme mehr durchlassen.
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11.08.2016, 13:08Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
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11.08.2016, 13:27
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Natürlich überrascht dies also solches nicht.Die Kosten- egal ob für Gesundheit oder anderes- müssen ja finanziert werden.
Allerdings gab es dazu ursprünglich einmal andere Aussagen ob der Finanzierung, wenn auch im üblichem nicht besonders konkretem Aussagejargon.
Mich überrascht auch der Zeitpunkt wenig.
Es ist eine für meine Begriffe Richtungsvorgabe, in welcher Form auch die weitere die Finanzierung laufen soll.Ein Signal für unterschiedliche Interessensgruppen.
Dabei geht es um ein langsames Vorantasten und Möglichkeiten,Spielräume abstecken.
Nina
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11.08.2016, 14:02Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Sehe ich tatsächlich nicht so. "Der Deutsche" ermöglicht und finanziert dem Schutzsuchenden das Überleben. Ein gewisses Verständnis für die Notlage ist daher dann beim Retter ja wohl vorhanden. Da erwarte ich keine Toleranz der Geretteten, sondern Dankbarkeit und max. Anstrengung dabei, sich ohne zusätzliche Belästigung der Retter einzubringen.
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11.08.2016, 14:42Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
diese Grenze wird gerade erreicht, du hast bei Kern rechnen gelernt,
Dass es aktuell keinen Handlungsbedarf gebe, räumte auch der Minister ein, da man derzeit von der Obergrenze von 37.500 noch deutlich entfernt sei. "Wir stehen derzeit bei über 24.000 zum Asylverfahren Zugelassenen. Das ist eine Zahl, die in den letzten Wochen etwas gedämpfter ist, was uns einen gewissen Zeitraum gibt, um uns gut vorzubereiten", meinte Sobotka. Diese Chance werde durch die SPÖ-Weigerung allerdings vergeben.
"Wenn Wien eine Arbeitslosigkeit von über 12 Prozent hat und man im Sozialministerium keine Notwendigkeit zu handeln sieht, dann fehlt mir ein wenig das Verständnis dafür", argumentierte Sobotka für einen raschen Beschluss. Zwar steige die Beschäftigung, aber auch die Arbeitslosenzahlen - "und wenn man sich das genauer ansieht, dann sind das eben die Asylberechtigten". Quelle
in jahrelangen Daten sieht man am meisten kommen im Spätsommer u Herbst, und am 3 Okt das gejammere.(wahrscheinlich)
die Dublin u andere Fälle, abgelehnte Anträge werden nicht zugelassen bei dieser Rechenweise, Abschieben ist praktisch nicht möglich, sind aber trotzdem hier und zu versorgen. (denk an die an der D Grenze abgelehnt worden sind, die paar tausend die man nach Ungarn,... abschieben will),
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11.08.2016, 14:55
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Wie soll das funktionieren, wenn qua Gesetz eine Anstrengung verboten ist? Solange der Antrag nur eingereicht ist, - selbst das ist bei etlichen nicht der Fall, sie sind bis dato nur registriert - darf der Asylbewerber von sich aus relativ wenig. Klar, deutsch lernen kann er, aber arbeiten darf er nicht. Er muss Leistungen, auch finanzieller Art, annehmen, da Ausnahmen Bewilligung wieder zuviel Arbeit für die Behörde bedeutet.
Das heisst, der Asylbewerber ist Monate oder Jahre zum Rumhängen, Zeittotschlagen und Langeweile-haben verdonnert.
Man müsste das komplette System in Frage stellen und Leistung nur für Gegenleistung geben. Also von Anfang an muss/soll ein Asylbewerber mitarbeiten, in einfachen Verhältnissen und bei Tätigkeiten, wo keine speziellen Deutschkenntnisse vonnöten sind, bei der Pflege von städtischen Parks, bei Aufräumarbeiten, in der Gastronomie beim Saubermachen, Putzen, kleine Dienstleistungen, Wäschepflege, Kochen, usw.
Das hätte viele Vorteile, die Asylbewerber kämen mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt ohne Bittsteller zu sein, und sie würden so viel über das Land und seine Sitten kennen lernen.
Ich wette sogar, dass es allen besser gehen würde, würden wir das einführen. Man schätzt nur das, was etwas wert ist.
Darüberhinaus wird auch die Würde der Menschen mit unserem jetzigen System gedemütigt.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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11.08.2016, 15:21
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Viele Flüchtlinge kommen hier von einem Wechselbad der Gefühle ins nächste.
Da ist erstmal die oft beschwerliche und gefährliche Flucht.
Wenn die Leute hier ankommen, sind sie oft verdreckt, stinken (haben manchmal tage- oder wochenlang die gleichen Klamotten an und keine Duschmöglichkeiten und schämen sich). Wenn sie Glück haben, werden sie von fähnchenschwingenden und winkenden Leuten am Bahnhof/Flughafen empfangen und/oder bekommen ein paar saubere Sachen zugesteckt. In Köln gibt es z.B. eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die am Bahnhof hilft: sie sprechen die dort ankommenden Flüchtlinge an, es gibt manchmal Wechselsachen, einen Ruheraum (wenn der nächste Zug erst Stunden später fährt) und die Leute werden mit Essen versorgt (alles ehrenamtlich und privat bezahlt!). Außerdem wird den Leuten geholfen beim Kauf von Fahrkarten und dass sie dann im richtigen Zug sitzen. Da ist so mancher Flüchtling sicher positiv überrascht und freut sich über diese Hilfe.
Dann werden die Leute verteilt am Ankunftsort und wenn sie Pech kommen sie in Turnhallen unter (ist sehr oft der Fall). Das ist der erste Schock, denn inzwischen hat sicher jeder mal ein paar Bilder davon gesehen. Pritsche neben Pritsche, wenn man sich morgens streckt, schlägt man unter Umständen dem Bettnachbarn ins Gesicht. So eng mit Fremden zu schlafen, ist vielleicht im Ferienlager okay, aber nicht für Erwachsene. Da den Leuten gesagt wurde, dass man hier in Deutschland sofort eine Arbeit und einen Job bekommt (harhar), sind sie verwirrt und denken sich: okay, für ein, zwei Wochen kann man das aushalten.
Aus den Wochen werden Monate und nix passiert. Speziell in den Turnhallen ist die Situation unerträglich!!! Es sind meistens 150-200 Leute in einer Halle, die Luft ist eklig, der Geräuschpegel enorm. Man liegt eng zusammen mit fremden Leuten, wenn's ganz dumm läuft mit Leuten aus Feindesländern. Konflikte sind da vorprogrammiert. Kinder und Babies können nicht schlafen, weil es so laut ist. Das Kindergeplärre hingegen lässt die Erwachsenen nicht schlafen, ein Teufelskreis.
Es gibt viel zu wenig Duschen, und es sind natürlich Gemeinschaftsduschen. In Deutschland ist das normal, in diesen Ländern nicht. Dort duscht man nicht mit Fremden. Hinzu kommt, dass es sexuelle Übergriffe gibt. Von Flüchtlingen und vom Wachpersonal. Frauen trauen sich nicht zu duschen, denn es gibt oft keine Türen und viele Männer kommen zum Gaffen und Grabschen einfach rein. In den Turnhallen wird geklaut. Dann ist das Smartphone weg und damit jeder Kontakt zu Freunden und Verwandten, die Nerven liegen blank. Und die Flüchtlinge sind verwirrt, wo sie hier gelandet sind und wie das alles passieren konnte.
Wenn sie Glück haben, geraten sie an fähige Helfer, die ihnen eine Wohnung beschaffen, Amtswege gemeinsam mit ihnen erledigen und ihnen einfach beim Start hier helfen. Es gibt natürlich einige Starthilfen vom Amt (besagtes "Möbelgeld" z.B.), aber auch viele unwillige Sachbearbeiter, die scheinbar gern quälen und ihre Macht spielen lassen. Schon wieder ist der Flüchtling verwirrt. Auf der einen Seite so viele Helfer, auf der anderen Seite die Schikanen.
Ich kenne viele Flüchtlinge und die meisten hier haben oft Angst. Sogar Angst vor Amtswegen. Und unsäglichen Hass auf Sachbearbeiter, die schulterzuckend erklären, dass sie (trotz Termin) heute keine Zeit haben für diesen oder jenen Antrag. Ich habe mit einer Freundin eine Gemeinschaftsbeschwerde an das Sozialamt geschrieben, weil 3 oder 4 unserer Familien von dem gleichen Sachbearbeiter schikaniert wurden. Dieser Sachbearbeiter hat z.B. das monatliche Geld in solchen Beträgen herausgegeben, wie es ihm in den Kram paßte (Flüchtlinge ohne Konto bekommen es bar gegen Quittung auf die Hand). Ein Iraker bekam mal 200 Euro, 4 Wochen später mal 300 Euro und dann auch mal 5 Wochen lang kein Geld von diesem Sachbearbeiter, der die Auszahlungen genehmigen muss. Dieser Mann musste davon eine 5-köpfige Familie ernähren und hat vor lauter Hass und Wut vor den Amtsterminen fast geweint.
Will sagen: Viele Flüchtlinge wissen nicht, was sie von dem Leben in D bisher halten sollen. Gut und schlecht liegen ganz nahe beieinander, die Leute sind wirklich oft mit den Nerven runter und dauererschöpft. Von der ganzen Situation als auch von der Verarbeitung des Erlebten (auf der Flucht oder im Heimatland).
Bei meinen Leuten ist es zumindest so, dass sie sich immer riesig freuen, wenn ich vorbeikomme und natürlich auch, wenn ich was mitbringe. Mir wird Essen in Tupperdosen mitgegeben, ich werde eingeladen, dass ich doch jeden Tag zum Abendessen vorbeikommen kann, mir wurde sogar schon angeboten, dort zu übernachten oder sogar einzuziehen (5-köpfige Familie in einer 3-Raum-Wohnung und dann noch meine Wenigkeit, och nö, lass mal
). Bei meinen Leuten spüre und sehe ich also Dankbarkeit; auch wenn es natürlich hier und da mal Momente gibt, wo ich mich auch mal ärgere. Aber ich erwarte nicht, dass sie bei meinen Besuchen einen Kniefall machen und alle 10 Minuten Danke sagen.
Wenn der Wind der Veränderung weht,
bauen die einen Mauern
und die anderen Windmühlen.
- chinesisches Sprichwort -




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