was ich darstellen wollte (und, so denke ich, auch dargestelt habe), war, wie sich flüchtlinge FÜHLEN, wie ihre motivationen bei der flucht sind.
bitte zitiere mich, wo du etwas anderes herausgelesen hast, dann kann ich es richtigstellen und dieses missverständnis ausräumen.
mir ist missverständliches sicher kein anliegen - mir ist es ein anliegen, verständnis für die situation von flüchtlingen zu erzeugen.
edit:
ich bezog mich nicht auf die aufnahme, sondern auf die - europäische, nicht innerdeutsche - NICHT- aufnahme, die aber sicher auch mit der diskriminierung von flüchtlingen einhergeht.
- nicht in deutschland im speziellen, im gegenteil, deutschland war ja das land, das anfangs die wenigsten resentiments gegenüber flüchtlingen hatte.
was ich aber für deutschland befürchte, ist, dass auch dort das geschieht, was leider in den meisten anderen ländern europas (auch zum teil seit jahrzehnten in österreich) längst der fall ist:
dass flüchtlinge und ihre individuellen schicksale als störend und gesellschaftsbedrohlich dargestellt werden, populistische ziele damit verfolgt werden und letztlich dadurch -und nicht durch die flüchtlinge selbst! - die grundgedanken des menschenrechts, der pressefreiheit und ja, auch der humanität dauerhaft zerstört werden.
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13.03.2016, 11:11Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Geändert von Inaktiver User (13.03.2016 um 11:46 Uhr) Grund: ergänzung
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13.03.2016, 11:46
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
Wenn sich jemand mit Fluchtursachen und der Psyche der Flüchtenden beschäftigt, ist es legitim, den Blick aufs Historische und Biografien von Zeitzeugen zu richten. Dabei muss sich doch niemand auf die Zehen getreten fühlen.
Aber auch wenn wir die Motive verstehen, brauchen wir praktische Lösungen und werden nicht alle aufnehmen können, für die wir Verständnis haben. Ungerecht, ja. Aber Humanität (und ich denke, die mahnst du immer an, zwischenrose
) muss schon auch für die eigenen Leute im Land gelten. Sie müssen es schließlich stemmen und bewältigen.
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13.03.2016, 11:51
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13.03.2016, 12:02Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
hab mal wieder gestöbert
Der türkische Plan zur Beendigung des Flüchtlingsstroms | Telepolis
Die Türkei will nach einem endgültigen Abkommen alle Flüchtlinge zurücknehmen – auf Kosten der EU
Wofür die bereits ausgezahlten Gelder verwendet werden sollen, verriet der Politiker den Journalisten allerdings nicht
Seitens der türkischen Regierung wird in Aussicht gestellt, dass die Fluchtverbindung zwischen der Türkei und Griechenland spätestens 10 Tage nach einem endgültigen Abkommen mit der EU geschlossen werden kann. Das sagte ein hoher Regierungsangehöriger der Zeitung Hürriyet. Griechenland und die Türkei könnten dann zusammen "die Kette des Menschenschmuggels brechen". Voraussetzung aber sei die rechtliche Umsetzung des Abkommens.
Voraussetzung für die Umsetzung des Plans sei aber, dass erst einmal keine Flüchtlinge mehr auf den griechischen Inseln sind. Erst dann könnten die Neuankömmlinge zurückgenommen werden
ein wrklich guter Deal
Ps: der Hürrijet Link
EU-Turkey dealGeändert von Inaktiver User (13.03.2016 um 12:08 Uhr) Grund: Ps eingefügt
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13.03.2016, 12:02Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
danke für das "unemotionale lesen" meiner gedanken, ganda!
natürlich kann ein land, natürlich kann europa nicht alle, deren land in chaos und krieg ist, aufnehmen. darum geht es absolut nicht, das will ich auch keineswegs intendieren.
ich wünsche mir wie jeder andere hier lösungen.
aber, wie gesagt: die "praktische lösung" darf auch nicht vergessen, dass es sich um menschen handelt.
lösungswege hätte es vor einem dreiviertel jahr gegeben -begleitend zur humanitären hilfe, die erfolgt ist. (zum gefühlt hundertsten mal: botschaftsasyl als ersten ansatz)
der deal mit erdogan ist unsäglich, genau so wie die grenzschließungen so, wie sie erfolgt sind.
zur zeit sehe ich (international) diskiminierung von flüchtenden menschen als legitimierung von menschenrechtverletzungen in europa.
das finde ich tatsächlich erschreckend.
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13.03.2016, 12:05Inaktiver User
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13.03.2016, 12:09
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
OK, ich versuch's - auch wenn es inzwischen ein bisschen nach "Du hast gesagt" - "Nein, hab ich nicht" - "Doch, hast Du wohl" - "Gar nicht" - ... klingt ...

Rotfuchs schrieb:
Es ging um die Situation in Idomeni.
Darauf schriebst Du:
Du stellst damit die Situation derjenigen, die in Idomeni nicht in einen Bus in ein (mehr oder weniger) gut ausgestattetes Auffanglager steigen wollen, gleich mit der von Juden, die nicht in den Zug nach Auschwitz steigen wollten. Das finde ich halt krass.
Ich bin einfach nicht der Meinung, dass in Deutschland die Humanität dauerhaft zerstört wird, wenn wir praktikable Regelungen für eine Aufnahme von Flüchtlingen in verkraftbarer Anzahl treffen. Das wir erst am Anfang bei der Erarbeitung dieser Lösungen sind, steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber jeden Anfang in dieser Richtung damit schlechtzureden, dass das der Einstieg in eine inhumane, rechtsextreme Gesellschaft wäre, finde ich falsch.
Du möchtest Verständnis für die Lage der Flüchtlinge wecken. Aber Du diskutierst hier doch nicht mit Brandstiftern und Busanpöblern - den Eindruck habe ich jedenfalls nicht. Du diskutierst hier mit Menschen, die durchweg Verständnis für wirkliche Flüchtlinge haben und das auch regelmäßig (für mich glaubhaft) in ihren Beiträgen äußern, die aber eben nicht nur die Schlechtigkeit der Welt im Grundsatz bedauern möchten, sondern sich auch wünschen, dass das Problem in seinen Auswirkungen hier vor Ort sinnvoll bearbeitet wird.


Ich kann gar nicht soviele Blümchen hierfür geben, wie ich möchte!!
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13.03.2016, 12:29Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
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ganda hat sehr gut beschieben, worum es hier ging -wie auch ich selbst im nächsten satz meines von dir nur teilweise zitieren postings.
niemand ist dieser meinung.Ich bin einfach nicht der Meinung, dass in Deutschland die Humanität dauerhaft zerstört wird, wenn wir praktikable Regelungen für eine Aufnahme von Flüchtlingen in verkraftbarer Anzahl treffen
glaube ich zumindest.
ich jedenfalls habe nichts derartiges geschieben.
was ich schrieb (mehrmals) war die sorge, flucht pauschal zu "diskeditieren", um unhumane lösungen in europa "salonfähig" zu machen.
genau so, wie es in der schweiz in den 40ern geschehen ist, genau so, wie es in australien teilweise geschieht, in österreich durch die fpö und leider auch in vielen öffentlichen foren zur zeit im deutschsprachigen raum.
bitte lies dazu nochmal meine vohergehenden postings.
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13.03.2016, 12:52
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
@ ebayfan ..... eine ganze Blumenwiese möchte ich dir streuen für deine pragmatischen Gedanken, die mMn natürlich auch für Österreich gelten sollen. Im übrigen habe ich selten so eine Diskrepanz zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung quer durch die Medien festgestellt.
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13.03.2016, 13:11Inaktiver User
AW: Flüchtlinge + Migration in Deutschland und Europa: Risiken und Chancen
wenn die Türkei nichts geggen Schlepper u Schlauchbootfabriken unternimmt, JA u auch im Mittelmeer, ich bin nicht geggen Unterstützung der Türkei, aber nicht für alleinige Türkische Kontrolle.
ich stimme dir zu
das Pasiert gerade in ganz Europa, allein durch die Masse u dem Verhalten einiger der angekommenen Personen, es erzeugt Angst u infolge dessen Ablehnung, geggen ALLE.
die Ö Regierung hat darauf reagiert, die Kontigente eingeführt, seine Nachbarn informiert, u mit ihnen eine Lösung besprochen, deutlicher gesagt die Balkanroute dicht gemacht.
Kein beteiligter Staat war glücklich mit dem durchwinken, jeder hatte Angst daß D von heute auf morgen Obergrenzen einführt oder sogar dichtmacht.
und seit einmal Ehrlich auch in diesem Strang hat sich die Einstellung gedreht.
PS:
http://diepresse.com/home/politik/in.../home/index.do
Werner Faymann, neuerdings Staatsmann: Durch die Flüchtlingskrise hat er an Statur gewonnen. Erst im Schatten von Angela Merkel. Erst recht seit er sich von ihr emanzipiert hat. Ohne Druck von außen wäre das allerdings nichts geworden
In der SPÖ sieht man das ein wenig anders: Werner Faymann habe lang auf die europäische Lösung gesetzt. Und er war sehr enttäuscht, nicht zuletzt über die EU-Kommission, dass diese nie zustande kam. Nach Köln sei es dann zu einem Stimmungswandel in der Bevölkerung gekommen, den man nicht mehr ignorieren konnte. Und Vorwürfe, er hätte nicht rechtzeitig gehandelt, wenn im Sommer 2016 wieder so viele Flüchtlinge kämen wie im Vorjahr, habe sich der Bundeskanzler ersparen wollen.Geändert von Inaktiver User (13.03.2016 um 13:20 Uhr) Grund: Ps eingefügt



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