ja, aber welche gesellschaftlichen kräfte sind das denn, die da angeblich absichtlich manipulieren?
dass etablierte leute eine andere brille aufhaben als z.b. ein marginalisierter obdachloser, ist ja logisch. das ist aber doch noch keine manipulation?
oder, anders gesagt: ist die wahrheit des verschreckten dorfbewohners, dem plötzlich 300 neue nachbarn aus syrien "drohen", denn objektiver als die wahrheit der fernsehmoderatorin aus dem villenviertel in hamburg?
Antworten
Ergebnis 171 bis 180 von 346
Thema: Pressekodex
-
12.03.2016, 10:41Inaktiver User
AW: Pressekodex
-
12.03.2016, 11:00Inaktiver User
AW: Pressekodex
Bevor man diese Frage untersucht, also den zweiten Schritt macht, sollte man den ersten tun, nämlich anerkennen, dass es genau so ist. Vorher hat es keinen Sinn.
Ich habe annähernd 20 Beispiele genannt (und an anderer Stelle auch detailliert ausgeführt), die nicht von unterschiedlichen Standpunkten Obdachloser/Etablierter, sondern von Manipulation und Lüge handelten.dass etablierte leute eine andere brille aufhaben als z.b. ein marginalisierter obdachloser, ist ja logisch. das ist aber doch noch keine manipulation?
-
12.03.2016, 11:25Inaktiver User
AW: Pressekodex
1. wird mitunter bewusst wahrheitswidrig berichtet.
Hier wäre z.B. Golineh Atai zu nennen, die in der Ukraine vor Ort recherchieren konnte und zu den übelsten Manipulatoren gehört, die sich aktuell im deutschsprachigen Raum tummeln - und die damit Karriere macht und noch weit kommen wird.
2. haben Journalisten zumindest den gleichen Zugang zu Quellen wie Medienkonsumenten und sollten sie verantwortungsbewusster evaluieren.
Es ist z. B. auffällig, dass zwielichte Figuren wie Rami Abdulrahman alias Osama Suleiman oder Eliott Higgins alias Moses Brown regelmäßig als zitierfähige Quellen dienen, während Leute wie der Raketenexperte Dr. Bernd Biedermann oder der Luftfahrtexperte Peter Haisenko und sogar die Recherche-Ergebnisse des Investigativjournalisten Seymour Hersh totgeschwiegen werden.
3. haben Kampagnen nichts mit Recherche zu tun.
Wenn also z.B. Präsidenten anderer Länder in den Medien zu diabolischen Figuren mutieren, sobald USA/Nato/EU gegen sie Umstürze und Kriege planen,
wenn bereits widerlegte Behauptungen in Form von Nebensätzen und beiläufigen Bemerkungen weiter ihr Gift in die Berichterstattung einträufeln,
oder wenn gewisse Politiker (Paradebeispiel: Ulla Schmidt) von den Printmedien für NICHTS fertiggemacht werden, während man von den Straftaten (sic!) besser vernetzter Personen (Paradebeispiel: Volker Beck) so gut wie nichts hört oder liest,
dann ist das nicht unzureichend vorhandenen Ressourcen zu verdanken, sondern hat mit dem Produzieren von Meinungen und Stimmungen zu tun.Geändert von Inaktiver User (12.03.2016 um 14:36 Uhr)
-
12.03.2016, 12:39
AW: Pressekodex
Hetze hat einen Strafrechtsparagraphen, und natürlich lässt sie kein Medium stehen, das keine Anzeige in Kauf nehmen will.
Zu den anderen Punkten: Wieso muss es politisch unkorrekt zugehen, wenn deutliche Meinungen gesagt werden? Geht auch politisch korrekt. Und wenn sich Meinung in Hassparolen, Tatsachenverdrehung und übelsten Beschimpfungen Andersdenkender ausdrückt, dann werden Kommentarfunktionen geschlossen und Diskussionen um ein paar besonders "nette Beiträge" gekürzt. Kommt schon drauf an, wie etwas gesagt wird. Gott sei Dank. So einen Umgang mag ich nirgends hören oder lesen.
Wir scheinen nicht im gleichen Land zu leben; Unterdrückung erlebe ich nicht, Meinungstendenz bestimmter Medien wohl. Mir ist überhaupt die Kommentierung zu wichtig geworden. Gegenüber neutraler Berichterstattung, die ich immer noch für die beste halte, hat sich das Gewicht verschoben. Der Kommentar war mal was Besonderes. Es gab einen oder zwei im Blatt, in der Sendung etc.. Heute erkenne ich an viel zu vielen Stellen die Meinung der Verfassenden. Die interessiert mich meistens wenig und ist nicht Aufgabe von gutem Journalismus. Journalisten sollten nicht belehren und sich zu wichtig nehmen. Ist eigentlich auch ein Teil des Kodexes.Die freie Meinung unterdrücken und die Andersdenkenden als unfähig abqualifizieren, irgendwie kommt mir das bekannt vor.*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating
-
12.03.2016, 17:03Inaktiver User
AW: Pressekodex
https://de.wikipedia.org/wiki/Waldheim-Aff%C3%A4re
Am 1. März 1985 bot der SPÖ-Vorsitzende Fred Sinowatz Waldheim an, ihn gemeinsam mit der ÖVP als Präsidentschaftskandidaten aufzustellen. Am Folgetag nominierte ÖVP-Obmann Alois Mock Waldheim jedoch als Kandidaten seiner Partei, die so laut Umfragen gute Chancen auf ihren ersten Sieg bei einer Präsidentenwahl seit 1945 hatte. Die SPÖ stellte am 16. April Gesundheitsminister Kurt Steyrer als Gegenkandidaten auf.[8]
Bei der Vorstellung von Waldheims Wahlkampfteam am 3. Oktober 1985 fragte der Stern-Reporter Georg Karp, ob seine frühere Mitgliedschaft im Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) bekannt sei. Nur die Wochenzeitschrift profil recherchierte danach und meldete am 14. Oktober 1985, Karps Angabe sei unbelegt.[11]
Nach späteren Presseberichten beabsichtigten führende SPÖ-Vertreter 1985, Waldheims Kriegszeit zum Wahlkampfthema zu machen, um Steyrers Wahlchancen zu erhöhen. Das wurde von der SPÖ bestritten.[12] Nach einem Redeprotokoll von Ottilie Matysek kündigte Fred Sinowatz SPÖ-Vertretern des Burgenlands am 28. Oktober 1985 an, man werde „zur rechten Zeit vor der Präsidentenwahl in einer großangelegten Kampagne die österreichische Bevölkerung über Waldheims braune Vergangenheit informieren“. 1987 verklagte Sinowatz den profil-Reporter Alfred Worm, der seine Aussage im April 1986 zitiert hatte, wegen übler Nachrede. Worm wurde jedoch aufgrund von Matyseks Notiz freigesprochen. Sinowatz und andere SPÖ-Vertreter, die seine Aussage bestritten hatten, wurden 1992 rechtskräftig wegen Falschaussagen zu hohen Geldstrafen verurteilt
nur ein Beispiel,
es passiert dauernd, von allen möglichen Seiten u Interressen
PS: warum wurde damals nicht nach Weizsäckers vergangenheit gegraben ?
-
12.03.2016, 17:19Inaktiver User
AW: Pressekodex
Welchen Weizsäcker meinst du denn?
-
12.03.2016, 17:23Inaktiver User
-
12.03.2016, 17:41Inaktiver User
AW: Pressekodex
Es wurde durchaus recherchiert - natürlich und war auch immer wieder Diskussion - sgar in der Presse. Kann man jetzt nicht mehr belegen, da dies vor allem in der 80ern der Fall war.
-
12.03.2016, 18:16Inaktiver User
AW: Pressekodex
natürlich kamen in Folge von Waldheim auch in D Fragen auf, aber Waldheim war vorher UN Generalsekretär.
Das bei diesem Posten keine Fragen zu seiner Kriegsvergangenheit gestellt wurden glaube ich nicht, oder war es wirklich Wurscht ?
wenn man bestimmten Personen nicht genehm ist, sieht das ganz anders aus. Was die SPÖ nicht bedachte ist in meinen Augen die absolut nicht gewollte int. Aufmerksamkeit. ( sie wollten nur ihren Kandidaten als BP durchbringen)
Ps: ich glaube beide hatten das Parteibuch
-
12.03.2016, 19:39Inaktiver User
AW: Pressekodex
Was hat das jetzt mit "Pressekodex" zu tun?



Zitieren