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  1. User Info Menu

    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Wie kommst du darauf, dass die Eltern hier was falsch gemacht haben?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  2. Inaktiver User

    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Wie kommst du darauf, dass die Eltern hier was falsch gemacht haben?
    Ich sagte: entweder oder.
    Entweder die Eltern haben kein Fieber gemessen und so dem Hausarzt gegenüber keine sinnvolle, qualifizierte Symptomsbeschreibung abgeben können (41 Grad !!), oder der Hausarzt war nicht imstande ein Alarmsymptom als Alarmzeichen zu bewerten. In diesem Fall hat er dermaßen krass versagt, dass ich es für untragbar hielte ihn noch einmal wegen irgendwas, egal was, aufzusuchen.

    Auf jeden Fall erwarte ich aber von jedem Erwachsenen, dass er ein Fieberthermometer beschaffen und benutzen kann, und nicht zum Fiebermessen ins Krankenhaus fährt bzw. den Arzt zwecks Fiebermessens kommen lässt.

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    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    FMan könnte auch hingehen und z.B. einen Bonus auf den NC geben wenn der angehende Medizinstudent sich verpflichtet, nach dem Studium erstmal 5 Jahre als Landarzt zu arbeiten.
    So was in dieser Richtung wird hier praktiziert: klick


    LG, BNH2009

  4. Inaktiver User

    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja, in Schweden gibt es sowas anscheinend verpflichtend. Meine Freundin berichtet mir seit Monaten von einer Bekannten, wo man m.E. dringend abklären müsste, ob sie nicht an einem Kolon-Karzinom leidet. Die hat aber bisher noch niemand ausser dieser Schwester zu sehen bekommen.
    Das ist natürlich der Super-GAU. Ich habe eher an eine Ergänzung gedacht und keinesfalls an eine verpflichtende "Spar-Variante". Wenn so ein System dazu führt, dass der Patient einen noch schlechteren Zugang zu (Fach)-Ärzten hat, dann ist es nicht das richtige.

    Soll das die Empfangsschwester entscheiden? Und was ist, wenn der "Schnupfen-Patient " doch eine Lungenentzündung hat ?
    Hier wird immer geklagt, dass Patienten mit "Schnupfen" in der Notaufnahme sitzen. Da stelle ich mir Erwachsene vor, die völlig fieberfrei sind und außer leichten Halsschmerzen keine Krankheitssymptome zeigen. Ist es da nicht machbar, dass sich die Empfangsschwester nach den Beschwerden erkundigt und den Patienten zumindest den Tip gibt, sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst zu wenden? Es wird ja nach "Dringlichkeit" behandelt, also muss man wohl sowieso irgendwie "vorfiltern".

    Ich frage mich wirklich manchmal, ob es nicht schlicht und ergreifend viele Versicherte gibt, die einfach nicht wissen, wer am Wochenende "zuständig" ist. Und dann in ihrer Ratlosigkeit in die Klinik schlappen.

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    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sorry, aber entweder waren die Eltern deines Freundes nicht imstande ein Fieberthermometer zu benutzen (notfalls nach kurzfristigem Kauf desselben) und das Ergebnis der Messung dem Hausarzt telefonisch durchzugeben, oder dieser Hausarzt ist für die Tonne. - Eins von beidem.
    Natürlich haben sie Fieber gemessen und der Arzt war informiert. Wenige Tage vorher waren sie ja auch in der Praxis. Da es ihm 2 Tage später schlechter ging, wollten sie einen Hausbesuch, da er definitiv zu schlapp war, das Bett zu verlassen.

    Der Arzt hat keinen Handlungsbedarf gesehen, er sollte sich halt auskurieren.

    Hier auf dem Land war das nunmal der ansässige Hausarzt und weit und breit auch der einzige. Was will man machen?

    Inzwischen gibt es noch 2 andere im Ort, aber vor fast 20 Jahren nicht

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    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Ich möchte definitiv nicht, dass eine Schwester entscheidet, ob ich in ärztliche Behandlung gehöre oder nicht. Ich glaube auch nicht, dass eine Klinik das will. Ist sicher auch aus versicherungstechnischer Sicht nicht gut, was , wenn sie eine Fehlentscheidung trifft?
    Und letztendlich glaube ich noch nicht mal, dass soviele Leute wegen eines Schnupfens in die Notaufnahme gehen. Die meisten Patienten, die da aufschlagen, sind ssicher "richtig" krank. Die meisten Leute sind nämlich froh, wenn sie gar keinen Arzt brauchen.

    Und im Übrigen passiert es schon, dass ein Hausarzt einen Hausbesuch ablehnt, obwohl er das nicht darf oder ein Bereitschaftsarzt darauf drängt, dass man den Patienten zu ihm in die Praxis bringt. Ersteres hat eine Kollegin erlebt, zweiten Fall ich selbst.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  7. Inaktiver User

    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier wird immer geklagt, dass Patienten mit "Schnupfen" in der Notaufnahme sitzen. Da stelle ich mir Erwachsene vor, die völlig fieberfrei sind und außer leichten Halsschmerzen keine Krankheitssymptome zeigen. ....

    Ich frage mich wirklich manchmal, ob es nicht schlicht und ergreifend viele Versicherte gibt, die einfach nicht wissen, wer am Wochenende "zuständig" ist. Und dann in ihrer Ratlosigkeit in die Klinik schlappen.
    Ich denke, Du hast mit letzterem Recht, und die Frage ist, ob das wirklich sooo viele sind. Lustig ist es nämlich nicht, in der Notaufnahme rumzusitzen.

    Ich wurde vor 2 Jahren mal von meiner Gyn eingewiesen (in die gynäkologische Ambulanz, nicht direkt die Notaufnahme) und saß von 9:00-17:30 da, mit starken Schmerzen. So was würde ICH ganz sicher nicht aus Jux und Dollerei machen.

  8. Inaktiver User

    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von Blueberry82 Beitrag anzeigen
    Der Arzt hat keinen Handlungsbedarf gesehen, er sollte sich halt auskurieren.
    Natürlich gibt es immer mal wieder Deppen, wie in jedem Beruf. - Ein Kollege von mir, Arzt, hat seine Nachbarin derart schlimm durch die Wand husten und röcheln gehört, dass ER die Ambulanz rief und sie einweisen ließ. Sie hatte eine schwere Lungenentzündung.
    Der Hausarzt, der kurz vorher da war, sah keinen Handlungsbedarf, da "nur Erkältung". - Das mein Kollege das besser einschätzen konnte, obwohl er seit 10 Jahren keinen Patienten mehr gesehen hatte (da in der Forschung tätig), ist schon gruselig.

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Ich möchte definitiv nicht, dass eine Schwester entscheidet, ob ich in ärztliche Behandlung gehöre oder nicht. Ich glaube auch nicht, dass eine Klinik das will. Ist sicher auch aus versicherungstechnischer Sicht nicht gut, was , wenn sie eine Fehlentscheidung trifft?
    Yepp, das kann sich keine Klinik leisten.
    Geändert von Inaktiver User (08.03.2016 um 16:26 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von Blueberry82 Beitrag anzeigen
    Natürlich haben sie Fieber gemessen und der Arzt war informiert. Wenige Tage vorher waren sie ja auch in der Praxis. Da es ihm 2 Tage später schlechter ging, wollten sie einen Hausbesuch, da er definitiv zu schlapp war, das Bett zu verlassen.
    Der Arzt hat keinen Handlungsbedarf gesehen, er sollte sich halt auskurieren.
    Unfassbar.
    Solche Leute benötigen dringend Feedback und einen Tritt in die Eier.

    Hier auf dem Land war das nunmal der ansässige Hausarzt und weit und breit auch der einzige. Was will man machen?
    Sich auf sowas wie ihn zu verlassen scheint ziemlich riskant zu sein.
    Die Antwort kann daher nur sein: Hausmittel für kleine Wehwehchen, und in ernsteren Fällen ab in die nächste Stadt.
    Geändert von Inaktiver User (08.03.2016 um 17:06 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Antwort kann daher nur sein: Hausmittel für kleine Wehwehchen, und in ernsteren Fällen ab in die nächste Stadt.
    Zum Glück mussten sie diesen Arzt danach nicht mehr in Anspruch nehmen. Längere Zeit hatte er nichts mehr und später gab es dann andere Ärzte.

    In die nächste Stadt fahren ist halt so ne Sache. Die eine Stadt ist 40 km entfernt, die andere 35 km.

    Aber inzwischen ist die ärztliche Versorgung in der Gemeinde deutlich besser geworden.

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