Also 6 Monate musste ich auf einen Termin beim Orthopäden noch nie warten. In der Regel sind es 4 Wochen aber die sind auch schon zuviel, wenn man Schmerzen hat.
Ich bin inzwischen tatsächlich dazu übergegangen gleich zu meiner sehr guten Physiotherapeutin zu gehen. Da bekomme ich zeitnah einen Termin und das Problem ist in der Regel schnell behoben. Die 18 Euro zahle ich gerne aus eigener Tasche.
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06.03.2016, 20:34Inaktiver User
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
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06.03.2016, 20:37Inaktiver User
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- Grund
- pauschale Abwertung der User
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06.03.2016, 20:56
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
Um mal zum Thema zurückzukommen: Was soll ich denn machen, wenn es mir am Nachmittag schlecht geht? Mein Hausarzt hat Sprechzeiten von 8 - 12 Uhr.
Zweite Frage: Können es die verantwortlichen Ärzte der Notaufnahme verantworten, die Leute einfach so wegzuschicken, nur weil "Tag" ist? Was ist, wenn die wirklich was Ernstes haben?
Im Prinzip kann ich mich dann eben nicht mehr von einem Angehörigen in die Notaufnahme bringen lassen, sondern muss den Notarzt rufen - der nimmt mich dann mit und dann muss man mich behandeln...
Ich frage mich, ob sich jemand über diese Dinge im Vorfeld Gedanken gemacht hat.Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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06.03.2016, 21:08
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06.03.2016, 21:09
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06.03.2016, 21:20Inaktiver User
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
Ich fürchte, da hast du Recht.
Zumindest sollte es so sein, dass man ein gesundes Körpergefühl hat. Medizinisches Grundwissen kann im Fall des Falles auch angelesen werden.Eben drum (...) sollte jeder ein medizinisches Grundwissen - und vor allem ein gutes Gespür für seinen eigenen Körper haben. Man selbst kennt ihn schließlich am besten.
Dann ist man auch in der Lage einem Arzt selbst-bewusst (im wörtlichen wie im übertragenen Sinn) und kritisch gegenüberzutreten.
Finde ich übrigens sehr interessant, was du über das skandinavische Gesundheitssystem schreibst.
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06.03.2016, 21:38Inaktiver User
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
Ich beziehe mich auf deine Äußerungen, die ich in meinem Posting auch zitiert hatte.
Und meine Erfahrung (die direkte wie auch die mittelbare von engen Familienangehörigen) ist so, dass sie sich hier nicht diskutieren lässt, weil sie das Thema sprengt und weil ich die Anonymität beibehalten will. Meine kritische Einstellung gegenüber Ärzten kommt aber nicht von ungefähr.Ich habe mich nie als Anwalt des Ärzte-Establishment gesehen, aber ich nehme die Realität und die Gestaltungsmöglichkeiten der medizinischen Versorgung halt komplexer wahr, als sie sich hier anscheinend diskutieren lassen.Geändert von Inaktiver User (06.03.2016 um 21:46 Uhr)
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06.03.2016, 21:47Inaktiver User
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06.03.2016, 21:47Inaktiver User
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
@Mary,
ich denke es war klar, auf welcher Deiner Aussagen ich mich bezogen habe, denn ich hatte mich diesem Eindruck von Hedwig angeschlossen:
Ich habe Deine Bemerkung exakt genauso empfunden: Als ziemlich herablassend.
Das kann man als Feedback annehmen / ansehen, oder es halt als blöd abtun.
Und Fehlentwicklungen im Gesundheitssystem haben nun ganz sicher nicht die Patienten zu verantworten.
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06.03.2016, 21:58Inaktiver User
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
Nach geltender Rechtslage dürfen KH üblicherweise ohnehin nur ambulante Notfälle behandeln, wenn dies von der jeweiligen KV genehmigt wurde. Die ambulanten Notfälle werden ja nicht direkt mit den KK abgerechnet. Wenn die KV ein bestimmtes Krankenhaus nicht zur Notfallbehandlung ermächtigt, dann kann das KH die Notfallbehandlung zwar durchführen, bekommt diese aber nicht finanziert, wenn der Patient nicht stationär behandlungsbedürftig ist.
Eine Notfallbehandlung ist eben auch nur genau das. Es wird durch einen Arzt festgestellt, ob die Beschwerden auf eine lebensbedrohliche oder sich ohne Behandlung deutlich verschlechternde Erkrankung zurück zuführen sind. Das Suchen nach einer Diagnose und die Behandlung anderer Erkrankungen ist nicht Aufgabe der Notaufnahme. Komme ich z.B. mit Brustschmerzen, dann wird der Herzinfarkt und eine Lungenembolie ausgeschlossen, eine Blockierung in der Wirbelsäule aber nicht weiter diagnostiziert, dies kann der niedergelassene Arzt dann in seiner Sprechzeit tun. Bezahlt wird durch die KV auch nur die Notfallbehandlung.
(Ein MRT oder eine Mikrobiologieuntersuchung als Notfallbehandlung vergütet zu bekommen, dass bedeutet sehr sehr gute Gründe liefern).
Bereits jetzt ist die Vergütung einer Notfallbehandlung im Krankenhaus tagsüber (Grundpauschale 12,70€ +Labor+Röntgen) ein Witz. Nun will aber die KV gar nichts mehr zahlen. Ein KH kann aber einen Patienten nicht ohne Untersuchung wegschicken, da es sich bei den Beschwerden um einen stationär zu behandelnden Notfall handeln könnte. Ergibt die Aufnahmeuntersuchung tagsüber, dass stationär notwendig, dann ist diese Untersuchung rückwirkend Teil der stat. Behandlung. Ergibt die Untersuchung, dass es sich nicht um eine stationären Notfall handelt, dann soll der Patient zum niedergelassenen Arzt geschickt werden (und die Untersuchung durch der KH wird nicht vergütet). Ein Patient mit einem geschlossenem Bruch (z.B Arm) dürfte daher vermutlich um 10:00 Uhr werktags nicht mal geröntgt und gegipst werden. Um 10:00 Uhr am Wochenende würde diese Leistung dem KH vergütet werden.
Krankenhäuser und Patienten werden die Leidtragenden so einer Entscheidung sein. Es wird den KH nichts anderes übrig bleiben, als die Notfallleistung auch tagsüber zu erbringen und dann die Vergütung über Sozialgerichte ein zu klagen.
Ob die Notaufnahme der richtige Ort bei Grippe oder anderen plötzlichen Erkrankungen ist, dies muss nach meinem Verständnis auch jeder Patient selbst entscheiden. Ev. wird ja auch "nur" dringend ausserhalb der Sprechzeiten ein Medikament benötigt. Tagsüber kann es aber durchaus passieren, dass das KH keine Rezept ausstellt, sondern an die niedergelassenen Ärzte verweist.
Meine Hausärztin kommt nach Hause und auch ein Notarzt kann gerufen werden. Auch über 112 ist in unserem Landkreis die Vermittlung an den Notarzt möglich, die Leitstelle des Rettungsdienstes fungiert als Zentrale.
Bisher habe ich damit nur gute Erfahrungen gemacht, je nach Beschreibung des Notfalles kommt der Hubschrauber, der Rettungsdienst mit oder ohne Arzt bzw. der kassenärztliche Notdienst.
Ansonsten möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass inzwischen (2016) bei den KVen sogenannte Terminstellen für Fachärzte eingerichtet wurden. Wenn der Hausarzt bestätigt, dass ein dringender Termin beim Facharzt benötigt wird, dann wird über diese Terminstellen ein Facharzttermin (innerhalb von 4 Wochen) organisiert, notfalls auch in Krankenhäuser. Einfach mal auf die Homepage der KV des Landes schauen.



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