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    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Marys Beiträge zum Thema klingen eher sehr deutsch als skandinavisch. Da ist die Organisation deutlich anders als hier.

    Im Übrigen- mir ist tatsächlich in 47 Jahren nur ein einziges Mal die Diagnose "alles psychisch" begegnet, und da bestand sie zu Recht.
    Also wird das eher ein Problem deines Umfelds sein, Bennett als ein "gesamtdeutsches".....

  2. Inaktiver User

    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Naja mein Umfeld....hier im Thread wurde ja auch schon davon berichtet, die Dame mit den Unterleibsbeschwerden hinter deren Rücken die Schwestern die Augen rollten.



    Und ganz generell befürchten hier ja viele, dass sie sich von Ärzten nicht für voll genommen fühlen, das ist doch die gleiche Schiene?

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    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ganz generell befürchten hier ja viele, dass sie sich von Ärzten nicht für voll genommen fühlen, das ist doch die gleiche Schiene?
    Ich gehe äußerst selten zum Arzt. Wenn ich wirklich mal Medikamente brauche
    oder etwas länger ist, was ich vorher noch nie hatte.

    Die Besuche sehen dann so aus. Arzt fragt, was denn sei, ich erkläre es und dann bekomme ich ein Medikament und bin entlassen. Dauert im Schnitt fünf Minuten. Wenn ich was wirklich ernstes hätte, hätte ich Pech gehabt.

    Nur ein kleines Beispiel
    Mein Bein ist hin und wieder taub. Kannste drauf schlagen, ich merk nix. MRT gemacht. Nix zu sehen. Damit waren die Ärzte dann fertig. Muss ich mir wohl einbilden.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  4. gesperrt

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    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Sie wollen doch nur die Krankenkassenkarte einlesen und Igel verkaufen. Ansonsten wird man schnell abgefertigt und kriegt ein Rezept. Für diese 7,25 Minuten hat man dann über eine Stunde zusammen mit Virenschleudern im Wartezimmer verbracht und wird danach erst recht krank.

    Aber ich sehe schon, wenn man doch mal schnell Hilfe braucht, muss man eine gute Schwalbe hinlegen wie ein Fußballprofi.^^ Wie heißt es immer so schön bei den Casting-Shows? Du musst mehr Emotionen zeigen! Wohl jetzt auch beim Arzt.

  5. Moderation

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    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Marys Beiträge zum Thema klingen eher sehr deutsch als skandinavisch. Da ist die Organisation deutlich anders als hier..
    Ich bezog mich auf das deutsche Gesundheitswesen.


    Das skandinavische ist anders strukturiert und würde hier sicher nicht besser bewertet werden. Viel mehr Zuzahlung, längere Wartezeiten beim Facharzt und keinen freien Zugang zu letzterem. Starke Rolle des Allgemeinmediziners. Wenig niedergelassene Spezialisten. Oft lange Wartezeiten in der Legevakt, der kommunalen Ambulanz, die man außerhalb der Sprechstunde aufsucht. Die klinksinterne Notaufnahme nur für akute Notfälle.

  6. Inaktiver User

    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Sie wollen doch nur die Krankenkassenkarte einlesen und Igel verkaufen. Ansonsten wird man schnell abgefertigt und kriegt ein Rezept. Für diese 7,25 Minuten hat man dann über eine Stunde zusammen mit Virenschleudern im Wartezimmer verbracht und wird danach erst recht krank.

    Aber ich sehe schon, wenn man doch mal schnell Hilfe braucht, muss man eine gute Schwalbe hinlegen wie ein Fußballprofi.^^ Wie heißt es immer so schön bei den Casting-Shows? Du musst mehr Emotionen zeigen! Wohl jetzt auch beim Arzt.
    Liebe ebayfan, ich finde dein Beitrag verallgemeinert sehr stark und trägt nicht wirklich zur Diskussion bei.

    Ich würde nur im allergrößten Notfall eine Notaufnahme aufsuchen - wie es ja auch sein sollte. Meine Erfahrungen (eigene sowie auch innerhalb der Familie) zeigen, dass die Ärzte und das Pflegepersonal da meist hilflos überfordert sind (also nicht vom Können her, sondern vom großen Patientenandrang) und die Wartezeiten bis zu einer Behandlung sind wirklich extrem.

    Vielleicht wurde das Thema schon angesprochen - ich habe nicht alles gelesen. Im Kollegen- und Bekanntenkreis habe ich oft mitbekommen, dass man sich erst auf die Suche nach einem Hausarzt macht, wenn es sich wirklich nicht länger vermeiden läßt. Dann entstehen natürlich Stresssituationen.

    Auch junge Menschen sollten schon einen Hausarzt haben, der sie und die Krankengeschichte kennt, soweit es eine gibt. So kann man sich in Ruhe einen Arzt suchen, zu dem man Vertrauen hat und aufbauen kann, der möglichst Hausbesuche macht und "ähnlich tickt" (Einstellung zu Homöopathie, alternativen Behandlungsmethoden usw.)

    Mein Hausarzt hat schon viel für mich getan, sich eingesetzt, auch schon mal als Notfall ins KH eingewiesen, vermittelt -soweit möglich- recht zeitnah Termine für Fachärzte, wenn es sein muss usw.

    Warum sollte ich stundenlang in einer Notaufnahme sitzen?

  7. Inaktiver User

    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch junge Menschen sollten schon einen Hausarzt haben, der sie und die Krankengeschichte kennt, soweit es eine gibt. So kann man sich in Ruhe einen Arzt suchen, zu dem man Vertrauen hat und aufbauen kann, der möglichst Hausbesuche macht und "ähnlich tickt" (Einstellung zu Homöopathie, alternativen Behandlungsmethoden usw.)

    Mein Hausarzt hat schon viel für mich getan, sich eingesetzt, auch schon mal als Notfall ins KH eingewiesen, vermittelt -soweit möglich- recht zeitnah Termine für Fachärzte, wenn es sein muss usw.
    Sehe und erlebe ich genau so wie Du.

  8. User Info Menu

    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Als medizinischer Laie weis ich aber nicht immer, ob das, was ich grad habe, gefährlich ist oder nicht. Und wann hat mein Hausarzt denn auf? Nicht von 8 - 18 Uhr... Und wenn es meinem Mann oder mir sichtbar schlecht geht oder ich mir unsicher bin, dann geht es in die Notaufnahme . zumindest dann, wenn mein Hausarzt keine Sprechstunde hat. Letztendlich ist es aber auch eine schwierige Situation für die Ärzte in der Notaufnahme - denn wenn sie jemanden wegschicken und dem passiert dann wirklich was Ernstes, was ist dann?

    Mal ganz abgesehen davon, dass man eben Untersuchungen schneller bekommt, wenn es über die Notaufnahme geht, nämlich meist sofort.

    Wenn ich sehe, dass wir schwerkranke Patienten haben bei uns in der Klinik, die ihr Arzt immer und immer wieder heimgeschickt hat ohne richtig zu untersuchen - da sage ich auch, wären die mal lieber früher über die Notaufnahme gekommen.

    Ich bin der festen Meinung, dass man als Patient wirklich penetrant nerven muss und eben auch mal zu zweifelhaften Mitteln greifen muss, sei es die Notaufnahme oder ein bißchen übertreiben, was die Beschwerden angeht.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  9. Inaktiver User

    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Wirhaben ein eher schräg liegendes Gesundheitswesen.

    Für manche Sachen geben wir Unmengen an Geld aus, zum Beispiel für hoch spezialisierte Eingriffe, von denen etliche unnötig durchgeführt werden, für anderes, oft die einfachen Dinge, sind keine Ressourcen da.
    Stimmt. Man kriegt eher eine Rücken-OP gezahlt, als Krankengymnastik. Obwohl die Rücken-OP of mehr schadet, als nutzt.

    Die an Kliniken angegliederten Notaufnahmen werden von Klinikärzten betrieben, die in einem ziemlich unmenschlichen System aufgerieben werden, bevor viele von ihnen entweder ab-/auswandern oder sich spezialisieren und niederlassen.

    Die klinischen Dienste sind notorisch unterbesetzt und nicht geeignet, um große Differentialdiagnostik zu leisten. Man kann Wesentliches abklären, eben so, dass möglichst keine bedrohliche Erkrankung unerkannt bleibt.
    Stimmt auch.

    Man braucht im Prinzip einen Intermediärdienst, der für Patienten da ist, die außerhalb der Sprechzeiten der Hausärzte eine Behandlung brauchen. In einer immer älter werdenden Gesellschaft gibt es auch mehr Intermediäre "Fälle ", die nicht warten sollten, obgleich sie nicht wirklich bedrohlich sind.
    Einverstanden.

    Und man braucht ein robustes Hausarztsystem und auch die Bereitschaft der Menschen, primär zu ihrem Hausarzt zu gehen.

    Darüber hinaus brauchen die Bürger eine gute Information über ihren Körper und ihre Gesundheit. Das hilft dabei, sich selbst zu helfen, aber auch, Notfälle besser einzuschätzen. Ich meine keineswegs, dass Patienten dumm sind (wie käme ich dazu?), aber oft sehr fern und desinteressiert an ihrem Körper und ihrer Gesundheit, bis es "streikt". Das liegt sicher an vielen Faktoren, aber auch an mangelndem Wissen. Welches es zu vermitteln gälte.
    Stimmt bedingt. Die Hausärzte, die grundsätzlich alles für "psychosomatisch" erklären, gibt es nämlich leider wirklich. Und da ist der Patient teilweise in einer ganz undankbaren Situation. Tritt er als informierter, mündiger Patient auf, dann fühlt sich der Doktor schnell in seiner Berufsehre gekränkt ("Sie haben wohl gegoogelt"). Hat er wenig Ahnung vom Thema Gesundheit, dann wird er nicht ernst genommen.

    Ich hatte vor einiger Zeit die Verdachtsdiagnose Endometriose, die sich glücklicherweise nicht bestätigt hat. Wenn man sich mit der Thematik befasst und sich bei Patientinnen umhört, dann kann einen schon das kalte Grausen packen. Da haben Frauen über zehn oder fünfzehn Jahre hinweg allmonatlich mörderische Schmerzen und kriegen mit schöner Regelmäßigkeit sowohl vom Hausartz als auch vom angestammten Gynäkologen noch verbal eins auf den Deckel. "Da kann man nichts machen..." "Frauen haben eben Schmerzen.." "Warum haben Sie Probleme mit dem Frausein?" "Was will der Körper Ihnen sagen? Können Sie ihre weibliche Seite akzeptieren..." "Endometriose? Sie haben wohl gegoogelt?"

    Eine Frau, die mit Regelschmerzen in die Notaufnahme rennt, ist natürlich eine absolute Lachnummer. Aber wer kann es den Betroffenen eigentlich verdenken, wenn sie sich irgendwann im Krankenhaus auf den Boden schmeißen und so lange brüllen, bis endlich jemand eine Bauchspiegelung durchführt?


    Und alles zusammen kostet. Mehr als wir derzeit dafür bereitstellen oder jedenfalls mehr, als wir derzeit dafür vorsehen. (Solange wir keine Positivliste haben und immer noch zuhauf - beispielsweise - ambulante Herzkatheterisierungen mit mindestens mal zweifelhafter Indikation durchgeführt werden, während wir Hausärzte nicht mehr richtig entlohnen, läuft was falsch ).
    Das kann man nur unterschreiben. Es kapiert beispielsweise kein Mensch, warum Kinderärzte nur einen Bruchteil dessen abrechnen dürfen, was andere Fachärzte bekommen. Und warum bei Operationen so großzügig und bei Krankengymnastik so knausrig gerechnet wird.

    Aber darauf haben die Versicherten doch am wenigsten Einfluss. Das Geld im Gesundheitswesen wird teilweise völlig falsch und auch intransparent*) verteilt. Da finde ich es unfair, den Patienten eine Art Geiz-ist-Geil-Mentalität zu unterstellen.

    *)Der Privatpatient bekommt eine Rechnung. Warum kann nicht auch der gesetzlich Versicherte überprüfen, welche Leistungen abgerechnet worden sind und wie viel Geld dafür geflossen ist? Das wäre ungeheuer hilfreich, um das System besser zu durchschauen.


    Misstrauen zwischen Ärzten und Patienten hilft nicht weiter. Daher braucht mich auch keiner in die arrogante Ecke zu schieben
    Formulieren wir es neutral, der Arzt kann die Sicht des Patienten nicht immer nachvolziehen und umgekehrt ist es genauso. Da können ironische Bemerkungen manchmal befremdlich wirken, obwohl sie vielleicht gar nicht böse gemeint sind.


    Das Thema Notaufnahme betrifft mich persönlich übrigens nicht so sehr. Aber ich habe in meinem Umfeld schon so einiges erlebt, was mich am Medizinbetrieb zweifeln lässt.

  10. Inaktiver User

    AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Als medizinischer Laie weis ich aber nicht immer, ob das, was ich grad habe, gefährlich ist oder nicht. Und wann hat mein Hausarzt denn auf? Nicht von 8 - 18 Uhr... Und wenn es meinem Mann oder mir sichtbar schlecht geht oder ich mir unsicher bin, dann geht es in die Notaufnahme . zumindest dann, wenn mein Hausarzt keine Sprechstunde hat. Letztendlich ist es aber auch eine schwierige Situation für die Ärzte in der Notaufnahme - denn wenn sie jemanden wegschicken und dem passiert dann wirklich was Ernstes, was ist dann?

    Mal ganz abgesehen davon, dass man eben Untersuchungen schneller bekommt, wenn es über die Notaufnahme geht, nämlich meist sofort.

    Wenn ich sehe, dass wir schwerkranke Patienten haben bei uns in der Klinik, die ihr Arzt immer und immer wieder heimgeschickt hat ohne richtig zu untersuchen - da sage ich auch, wären die mal lieber früher über die Notaufnahme gekommen.

    Ich bin der festen Meinung, dass man als Patient wirklich penetrant nerven muss und eben auch mal zu zweifelhaften Mitteln greifen muss, sei es die Notaufnahme oder ein bißchen übertreiben, was die Beschwerden angeht.

    Wieso lese ich hier immer von gefährlichen Krankheiten? Deuten Anzeichen auf Herzinfarkt, Blinddarmentzündung oder ähnliches hin, rufe ich über 112 bei der Rettungsleitstelle an. (Mein Mann ist mit einem Infarkt noch zum Hausarzt gefahren, der hat sofort ein EKG gemacht, Krankenwagen gerufen und im KH war man schon in der Kardiologie auf ihn vorbereitet - wäre das mit normalen Besuch in der Notaufnahme schneller gegangen??)

    Bin ich unsicher, telefoniere ich mit dem Hausarzt und wenn der sagt: Ab in die Notaufnahme, dann los.

    Meine Hausarztpraxis ist von morgens 6.30 Uhr bis abends 19.00 Uhr besetzt. Ein Arzt ist im Notfall immer ansprechbar. Aber wie gesagt, man sollte sich die Praxis schon "in gesunden Zeiten" aussuchen.

    Wie du selbst geschrieben hast - viele Patienten gehen nicht als Notfall ins Krankenhaus, sondern weil sie sich davon versprechen, schnellere und bessere Untersuchungen zu bekommen (und sind dann enttäuscht, wenn sie die nicht bekommen)

    Ich finde das außerdem recht rücksichtslos den Patienten gegenüber, die wirklich schnelle Hilfe benötigen und dann warten müssen mit Schmerzen und Ängsten, weil der Arzt sich um andere Patienten kümmert, die mutwillig in die Aufnahme kommen.

    Und ich finde, als Patient sollte man nicht in der Notaufnahme penetrant nerven und übertreiben, wie du geschrieben hast, sollte man sollte dies beim Hausarzt tun und sich durchsetzen und dadurch einfach für sich Verantwortung übernehmen.

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