Da hast Du recht, ich habe über die Einnahmedauer überhaupt nichts geschrieben. Aber wieso gehen dann alle automatisch davon aus, dass sie gerade erst begonnen hatte?
Eigentlich wollte ich sowieso keine Diskussion über Medikamentennebenwirkungen lostreten, sondern nur ein Beispiel schildern, wo das mit dem hausärztlichen Notdienst überhaupt nicht funktioniert hat.
Übrigens ist mir noch ein Aspekt eingefallen. Früher haben die Krankenkassen die Taxifahrt zum Facharzt noch (teilweise?) übernommen. Heutzutage gibt es dafür keinen Cent mehr.
Alte Menschen im ländlichen Raum haben oft überhaupt keine Möglichkeit, die Anfahrt zu finanzieren. Mit dem Taxi ist man ganz schnell bei Beträgen deutlich über 100€, das ist für einen Rentner teilweise völlig unerschwinglich. Ich könnte mir vorstellen, dass teilweise der Notruf gewählt wird, um den Transport irgendwie zu deichseln.
Vielleicht wäre es gar nicht so verkehrt, zur Entlastung der Krankenhäuser die Fahrtkosten wieder zu bezuschussen. Das könnte in der Summe billiger werden.
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04.03.2016, 12:47Inaktiver User
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
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04.03.2016, 12:53
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
Das ist keine Konsequenz, sondern Egoismus und Dummheit.
Irgendwann wird nämlich mal kein Transportschein mehr ausgestellt, weil der untersuchende Arzt befindet, es bestand hier keine Notwendigkeit für den Rettungsdienst. Und dann gibts eine Rechnung für dieses doch sehr teure Taxi.
Sollte meiner Meinung nach ruhig öfter gemacht werden. Warum sollen die Krankenkassenbeiträge für Personen ausgegeben werden, die nicht warten wollen?
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04.03.2016, 12:56
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
Medizinische Versorgung auf dem neuesten Stand soll rund um die Uhr an leicht zugänglichen Orten von fachlich kompetenten, freundlichen und gut ausgeruhten Personen zu niedrigen Preisen und geringen Wartezeiten angeboten werden.
Erstaunlich, dass es nicht klappt.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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04.03.2016, 13:09
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
Das finde ich auch! Wir bezahlen alle recht ordentlich für die Krankenversicherung, da kann man sowas auch erwarten.
Und was spricht eigentlich dagegen, Leute, die den Notruf wählen, zu fragen was los ist und ggf. einfach an eine geeignete Stelle weiterzuverbinden? Dann kommt dann eben statt dem Rettungsdienst ein Hausbesuch, ein Fahrdienst zur Arztpraxis oder auch nur ein Behandlungstermin in einer. Je nach Bedarf. Ein solcher Service kann nicht besonders teuer sein, wäre aber nützlich.
Solch eine Terminvergabe für die Notfallpraxis wäre jedenfalls besser, als mit Hexenschuss 5 Stunden auf einem Plastikstuhl zu schmoren. Und den Fahrdienst könnte man auch so schicken, dass nur kurz gewartet werden muss. Dabei könnte man z.b. auch einen Bufdi beschäftigen. Sogar einem mit mangelhaften Deutschkenntnissen.
Statzdessen geben sie unser Geld für tolle Büroräume in den Innenstädten aus. Anstatt sich irgendwo günstig im Gewerbegebiet niederzulassen. Auch die sind mit dem ÖPNV gut erreichbar. Außerdem gibt es dort Parkplätze!
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04.03.2016, 13:14Inaktiver User
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
Ibuprofen vertrage ich nicht. Jedenfalls nicht oral. Ausserdem ist es zum Fiebersenken nicht geeignet. Paracetamol ist da besser. Vertrage ich oral auch nicht. Was mir hilft, ist das gute alte Analgin. Das ist aber rezeptpflichtig. Letztendlich hat mir meine Freundin Paracetamolzäpfchen mitgebracht.
Aber darum gehts nicht. Der "hausärztliche Notdienst" hat sich geweigert zu handeln. Wozu ist der überhaupt da?
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04.03.2016, 13:29
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
Das wundert mich ehrlich gesagt auch. Warum wird das nicht gemacht, zumal es nun einmal bekannt ist, dass die meisten gar nichts von einem Kassenärztlichen Notdienst wissen? Der Notruf - in jeder Leitstelle, auch bei Feuerwehr und Polizei - ist doch dafür da, abzuklopfen, was und wen und wie viel er schicken muss.
Ich sehe das Problem auch, dass wegen Kinkerlitzchen (auch schon seit Jahrzehnten bei Hausärzten, siehe einsame Leute, die einfach nur reden wollen) Ressourcen besetzt werden. Ich weiß auch nicht, wie man das abstellen könnte und ob man dies über privat zu zahlende Rechnungen erreichen würde (ich würde es begrüßen). Allerdings können auch Symptome einer vollkommen ungefährlichen Sache dem Betroffenen große Angst einjagen. So bei einer Migräneattacke (aber was für einer) geschehen. Komischerweise wurden hier zahlreiche Untersuchungen vorgenommen. Ach so. Privatpatient ...
Das läuft schon einiges auf allen Beteiligtenebenen schief.
Übrigens ist Fieber ab 40 Grad bei Erwachsenen gefährlich. Und fiebersenkende Mittel habe ich auch nicht im Haus, weil die statistische Wahrscheinlichkeit, das mal zu bekommen, gegen Null geht. Bei mir sind es eher Thermopflaster, die ich bunkern sollte. Man kann nicht alles in der Hausapotheke haben, was mal irgendwann notwendig sein könnte.
Ich halte auch fiebersenkende Mittel bei der Temperatur nicht mehr für ausreichend, ohne einen Arzt hinzugezogen zu haben. Ist schon komisch, wenn das dann nichts mehr nützt und man bei 41 Grad schon halb im Delirium ist und dann über die Wupper geht, heißt es dann: "Warum hat sie denn keinen Arzt gerufen".Geändert von Fourthhandaccount (04.03.2016 um 13:35 Uhr)
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04.03.2016, 13:57
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
Man könnte sich in dem Fall in die Badewanne legen und langsam runterkühlen. Aber ich habe noch nicht mal ein Fieberthermometer griffbereit. Irgendwo müßte zwar eins sein, aber ich habe keine Ahnung wo.
Wir stellen Fieber fest, wenn einer deutlich wärmer ist als der andere. Bin ich allein, gibt's keins.^^
Bei mir wirkt Paracetamol nicht. Mir wird davon bloß übel. Ibus habe ich aber da.
Das Problem bei Fieber sehe ich eher bei der Ursache. Denn es kann was Gefährliches dahinterstecken und Fieber nur zu senken, erscheint mir wenig hilfreich.
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04.03.2016, 14:00Inaktiver User
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
Naja,
wieviele Sachen gibt es denn die nicht bis zum nächsten Tag warten können?
Und es gäbe eine angenehmere Lösung für alle Beteiligten: Wenn sowieso klar ist, dass man in der Notaufnahme mehrere Stunden warten muss, warum vergibt man dann nicht Termine?
Dann ruft man in der Notaufnahme an und bekommt gesagt wann man etwa da sein soll, +- eine Stunde.
Ist doch für alle Beteiligten angenehmer als wenn sich in einem kleinen Raum 20 Leute für 7 Stunden auf die Füße treten, und der dann behandelnde Arzt hat doch sicher auch lieber einen Patient der nicht schon 7h mit anderen in einem Wartezimmer saß, allein schon wegen des bekannten Effekts, dass bei lange miteinander wartenden Patienten oft nicht mehr klar zu ermitteln ist wer nun welche Symptome hat.
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04.03.2016, 14:10
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
So wird es doch gemacht. Bei einem Notruf allein geht noch kein Blaulicht und kein Motor an. Es wird immer zuerst gefragt, was los ist. Und dann u.U. an die betreffenden, in diesem Strang medizinischen Leitstellen weitervermittelt. Infarkte oder schwere Unfälle sind natürlich was anderes.
(OT - Und doch: Fiebersenkende Mittel (z.B. Paracetamol) gehören schon in die Hausapotheke. Mensch kann sich einen Virus einfangen, noch fröhlich Abendessen kochen und zwei Stunden später flach liegen. OT-Ende)
Nachtrag: Das Thema befindet sich im Politik-Forum. Ich möchte euch nochmal an diesen Aspekt erinnern. Wer was wo wie schon mal in der Notaufnahme oder beim Arzt erlebt hat, welche Medikamente wer verträgt, was in die Hausapotheke gehört etc.etc. gehört hier nicht her und ist OT.Geändert von ganda55 (04.03.2016 um 14:19 Uhr) Grund: Nachtrag. Erinnerung ans Unterforum.
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04.03.2016, 14:46Inaktiver User
AW: Notaufnahmen sollen tagsüber Patienten abweisen
Geändert von Inaktiver User (04.03.2016 um 14:51 Uhr)



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