Diese EU-Angleichung scheint eine heilige Kuh zu sein.
Klar, dass man dementsprechend in Brüssel gern nach altbewährter Salamitaktik vorgeht:
Man fängt mit irgend einem Scheiß in einem Land an, das nicht muckt, weil es seine Interessen gar nicht berührt oder weil es sogar einen kleinen Vorteil davon hat. Dann macht man es beim nächsten, das gerade andere Sorgen hat und nicht darauf achtet. Dann bei einem, das kaum muckt. Ganz zuletzt sind die Länder dran, bei denen größere Widerstände zu erwarten sind. Und dann heißt es: "EU-Harmonisierung".
Weiterer Vorteil: die Politiker des eigenen Landes, die bei wichtigen Projekten von Anfang an eingeweiht sind, können ihre Hände in Unschuld waschen: "schuld ist Brüssel!" Wissen wir doch! Die "eigenen" Politiker haben doch niemals nicht Vorschläge in Brüssel eingereicht, bei denen sich die Menschen später an die Stirn tippten oder wütend wurden.
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23.02.2016, 18:31Inaktiver User
AW: Droht die Abschaffung des Bargelds?
Geändert von Inaktiver User (23.02.2016 um 18:56 Uhr)
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23.02.2016, 18:41
AW: Droht die Abschaffung des Bargelds?
Mir ist das keine heilige Kuh.Ganz im Gegenteil ;-)
Dieser Zusammenhang wurde mE- habe ich bislang jedenfalls so noch gar nicht gelesen- so explizit nicht hergestellt.
In der Debatte heisst es dann jetzt ( ab und zu) in Italien etc ist das ja auch schon so.
Glaube mal nicht, wie viele Menschen in D das bislang gar nicht mal wissen.
Nina
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23.02.2016, 18:51
AW: Droht die Abschaffung des Bargelds?
Was es da für ungeahnte Möglichkeiten gibt....
Trinkgelder kann man jetzt endlich ab dem ersten Cent versteuern
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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23.02.2016, 18:52
AW: Droht die Abschaffung des Bargelds?
Welche Trinkgelder?^^ Ohne Kleingeld gibt es keine mehr. Wozu auch? Da muss man doch nichts mehr rausgeben.
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23.02.2016, 19:01
AW: Droht die Abschaffung des Bargelds?
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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23.02.2016, 19:12
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23.02.2016, 22:19
AW: Droht die Abschaffung des Bargelds?
Ich bin gegen die Abschaffung des Bargelds!
Was machen die Menschen denn dann, die noch DM horten? (Ich habe keine DM mehr, das nebenbei).Wer auf andere Menschen zugeht, kann sich auch selbst begegnen! Liebe heißt, die Stärken anzuerkennen und die Schwächen zu umarmen.
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23.02.2016, 22:21
AW: Droht die Abschaffung des Bargelds?
Danke, Ganda. In diese Richtung gingen auch meine Gedanken, als ich das erste Mal von diesem Thema hörte. Ob es realistisch ist, anzunehmen, dass es irgendwann gar kein Bargeld mehr gibt, keine Ahnung (irgendwie ist es doch ein "Kulturgut" - Münzen gibt es seit Tausenden von Jahren, und nun innerhalb von ein paar Jährchen auf einmal Schluss damit? Hmm ...) .. aber nur mal so vor mich hin spekuliert: Ich kann mir schwer vorstellen, wie man ohne Bargeld Kindern den Umgang mit Geld beibringen will? Damit ist für Kinder soviel verbunden: zählen lernen, rechnen lernen, das erste Mal zum Kiosk laufen und abgezählte 10-Cent-Münzen für ein paar Gummitiere auf den Tresen legen, das erste Mal allein zum Bäcker und Brötchen für das Sonntagsfrühstück kaufen ... sowas machen Kinder meist schon im Vorschulalter.
Sollen Kinder erst dann selbständig etwas kaufen dürfen, wenn sie ein eigenes Konto haben?
Ich weiß, sehr unpolitische Argumente, aber nicht vollkommen unwichtig, finde ich.Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
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23.02.2016, 22:29
AW: Droht die Abschaffung des Bargelds?
Ich finde, das ist ein wichtiger Punkt. Was ist mit Leuten ohne Konto? Das sind die Kinder, aber evtl. auch andere Leute, u.U. auch illegale. Aber die will man ja loswerden!
Wenn man aber mal, überlegt, was dazu führt, dass jemand illegal wird ... damals im 3. Reich konnten einige überlegen, die illegal lebten. Das ohne Bargeld? Schwierig! Wollen wir das wirklich?
Ich nicht! Man weiß nie, wer irgendwann die Macht ergreift.
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23.02.2016, 23:57
AW: Droht die Abschaffung des Bargelds?
So war es eine Zeit lang bei uns im Stadion. Man musste eine Karte mit Geld aufladen (auch wenn man nur einmal in 1 oder 3 Jahren ins Stadion ging). Jetzt kann man zum Glück wieder bar die Stadionwurst bezahlen.
Ich war kürzlich einige Zeit in einer europäischen Großstadt. Bei Tram, Metro, Bussen, Fähren muss man jedes Mal (lautes Signal), eine Fahr-Karte beim Ein- und Ausstieg vorhalten. In der Tram sitzt zum Glück in der Mitte ein Schaffner, bei dem man notfalls Karten (auch für mehrere Tage) kaufen kann. Ich hatte zuerst eine 3-Tages-Karte und danach eine 24-Stundenkarte. Am vorletzten Tag sind wir spontan mit Tram und Metro zum Stadion. Nach dem Spiel am späten
Samstagabend galt die Fahrkarte nicht mehr (nur zur Hinfahrt bis 18 h). Eigentlich kein Problem, es gibt ja Fahrkartenautomaten!
bei so einer großen Metro-Station. In der Nähe gab es ja das Stadion, riesige Konzertsäle, Einkaufszentren, die alle zu dieser Metro-Station gehörten.
Die große Metro-Station zehn Minuten vom Stadion (etwas außerhalb des Zentrums, wo wir wohnten) entfernt. Wir standen mit vielen anderen Stadionbesuchern ca. 60 Minuten an einem einzigen Fahrkartenautomaten an (vor uns waren 8 Leute, hinter uns ca. 40-50 ++), der nur abgezähltes Geld entgegengenommen hat und es brauchte ca. 5 bis 6 Versuche, bis der Automat mal etwas Münzgeld angenommen hat pro Person. Es gab keinen anderen Automaten in der Nähe. Er akzeptierte auch nicht 3,00 Euro anstatt 2,80 Euro (mal zwei). Auf das Wechselgeld hätten wir gerne spätabends verzichtet, nur um in die Metro steigen zu können und danach in die Tram usw. Schwarzfahren ging nicht. Zahlen mit der Kreditkarte war nicht möglich, weil "außer Betrieb". Die Eintrittskarte des Fußballspiels galt nicht für die Öffentlichen wie bei uns. Alles war sonst bestens durchdacht und gut organisiert.
In einem anderen großen Land, in dem bekanntweise überwiegend mit Kreditkarte gezahlt wird, habe ich immer reichlich Bargeld mit dabei. Wie oft klappte die Zahlung mit der Visakarte nicht und es gab dann überraschend JWD keine Möglichkeit, an Geld zu kommen, obwohl es dringend benötigt wurde.
Auf allen Auslandsreisen habe ich immer reichlich Bargeld mit dabei, egal wo auf der Welt. Auch mir würde man es nicht ansehen, wenn ich zufällig eine größere Summe mit dabei hätte für eine Anschaffung (Auto, Fernseher, große Feier im Restaurant).
Ich bin seit einiger Zeit dabei, mich wieder vermehrt auf Bargeld-Käufe umzustellen anstatt mit Karte zu zahlen. Hoffentlich kann ich das noch viele Jahre tun.
In China ist das Bargeld noch angesagt. Die Chinesen sind keine Freunde von Kartenzahlung und Überweisungen. Autos, Möbel, Miete, OPs, alles sollte bar bezahlt werden (mit 100 Yuan-Scheinen / Renminbi) mit dicken Bündeln, die in Plastiktüten oder was auch immer transportiert werden.Geändert von Papervenn (24.02.2016 um 00:03 Uhr)



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