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16.01.2016, 16:01
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
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16.01.2016, 16:03Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
mich hat das jetzt gewundert, dass es ähnliches in österreich nicht geben sollte (als nicht- unternehmerin habe ich aber keine ahnung davon)
wenn ich das richtig interpretiere, zahlt die versicherung bei kleineren unternehmen (unter 50 angestellten) ab dem 10. krankenstandstag ohnehin die hälfte der lohnfortzahlung:
https://www.wko.at/Content.Node/Serv...rtzahlung.html
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16.01.2016, 16:25Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
WAS haben sie schon? Du behauptest im Ernst, die Rente sei gleich hoch - egal, ob eine Frau bis 58 oder bis 65 arbeitet? Also eine Rente, die unabhängig davon ist, wie viel du einzahlst?
Bitte verlink mir die entsprechenden Regelungen.
Was ist daran anders als in anderen Ländern?
Auch in D darf jeder, der die gesetzliche Altersgrenze erreicht hat, ohne Beschränkung dazu verdienen. Allerdings zahlen diese Leute in Ö zweimal Krankenversicherungsbeiträge - einmal als Rentner und einmal im Job.
Welchen "Vorteil"? Dass man als Rentner arbeiten darf? In welchem Land ist das denn anders?
Ich "verkaufe" dir gar nichts. Ich hätte nur gerne ein System, das nachhaltig ist und uns nicht demnächst um die Ohren fliegt bzw. das die Jungen benachteiligt.
Wenn hier eine mit Desinformation arbeitet, dann bist es du. Die Tatsache, dass Rentner, die das gesetzliche Rententalter erreicht haben, arbeiten dürfen, ist dermaßen selbstverständlich, dass man sie nun wirklich nicht betonen muss.
Und bis dahin ist ohnehin klar, dass sie es dürfen.
Du schreibst doch selbst, wie unsinnig das läuft. Und das Ganze wird durch die derzeitigen Pensionsregelungen noch unterstützt, denn die Betriebe investieren nicht mehr in die Weiterbildung älterer Frauen, weil sie ohnehin früher gehen.
Die, die weiter arbeiten wollen und können, bleiben Einzelfälle. Deswegen brauchen die Firmen auch nicht umzudenken. Das ganze System ist auf das ausgerichtet, was du beschrieben hast. Und es ist auch so eingespielt, den der Staat hat sich bereitwillig zum Komplizen machen lassen, wenn es um die Abschiebung Älterer in die Pension ging. Leider ist das jetzt nicht mehr finanzierbar.
Oder denkst du, andere Länder haben ihre Renten-Bestimmungen geändert, weil sie ihre Bürger ärgern und ihre Wähler verschrecken wollen? Das Rentensystem kann nur dann erhalten werden, wenn es an die jeweiligen Möglichkeiten angepasst wird.
Die Verschleppung der Reformen in Ö wird die Jungen noch teuer zu stehen kommen.
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16.01.2016, 16:28
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
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16.01.2016, 16:37Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Bezüglich Frühpension bzw. Rente wegen Erwerbsminderung finde ich die deutschen Regelungen besser.
Wie schon erwähnt: In Ö dürfen zwar frühpensionierte Beamte ohne irgend eine Einschränkung dazu verdienen, nicht aber normale Versicherte. Denen ist höchstens eine geringfügige Beschäftigung (400,- Euro Job) erlaubt.
Selbständige müssen ihr Gewerbe zurück geben (obwohl sie nach Erreichen der Altersgrenze wieder ganz normal weiter arbeiten dürften). Wenn zB. jemand wegen eines Burn outs in Frühpension geht, muss er einen harten Schnitt machen, obwohl er vielleicht später wieder arbeitsfähig wäre und sein Gewerbe weiter betreiben könnte.
Die deutschen Regeln zur Erwerbsminderungsrente erscheinen mir wesentlich vernünftiger, denn es gibt nicht nur die volle, sondern auch abgestufte teilweise Erwerbsminderungen. Das System ist wesentlich flexibler.
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16.01.2016, 16:41
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Bei teilweiser Erwerbsminderungsrente darf man noch 20 Wochenstunden arbeiten, bei voller Erwerbsminderungsrente allerdings auch nur geringfügig arbeiten.
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16.01.2016, 16:49Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Richtig, das ist auch ein Problem des deutschen Krankenversicherungssystems.
Zumal die Beiträge in den Privaten auch ein Stück weit danach gehen wieviele Leistungen man in den letzten Jahren gebraucht hat, so dass diese Versicherungen in der Jugend oft günstig, im Alter aber sehr teuer sind.
Und dann später nochmal in eine gesetzliche Versicherung zu wechseln ist oft nicht ohne Weiteres möglich.
Mir persönlich wäre eine private Krankenversicherung zu riskant.
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16.01.2016, 16:54Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Darauf habe ich schon geantwortet:
1.Keine Firma investiert mehr in die Weiterbildung älterer Frauen, wenn sie nicht davon ausgehen kann, dass die noch länger bleiben.
2. Das System wird zunehmend unfinanzierbar, denn der allergrößte Teil der Frauen arbeitet nicht freiwillig weiter.
Hier eine Statistik über die Anteile der Rentenausgaben am BIP in den einzelnen Staaten. Je höher der Anteil am Budget, der für Renten ausgegeben wird, desto mehr muss in anderen Bereichen eingespart werden (Forschung, Bildung, Infrastruktur, andere Sozialausgaben.....)
Wenn alle Rentner nur an sich selbst denken nach dem Motto: "Nach mir die Sintflut" mag deine Frage berechtigt sein. Dann rettet man sich selbst noch in die alten Regelungen und überlässt den Jungen ein unfinanzierbares System. Allerdings hat das mit einer Solidargemeinschaft nicht mehr viel zu tun.
Noch einmal meine Frage: Warum denkst du, dass fast alle anderen EU-Länder das längst geändert haben, wenn es doch deiner Meinung nach gar nicht nötig ist? Sind die alle doof und wir sind die einzigen, die einen Goldesel haben?
In Ö gibt es die Möglichkeit der teilweisen Erwerbsminderung gar nicht.
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16.01.2016, 17:36
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Wenn ich in unserem Betrieb sage, dass ich einige Jahre länger bleibe, mache ich genauso Fortbildungen wie alle anderen. Das muss kommuniziert werden, wo ist das Problem?
Das Problem sehe ich beim ZWANG zur Erhöhung des Pensionsalter eher bei Betrieben, die Frauen ab 50+ sowieso nicht weiterbeschäftigen wollen. Die würden bei einer Erhöhung des Pensionsalters nicht anders reagieren. Oder hoffst Du auf ein Wunder?
Der "allergrößte Anteil der Frauen", die nicht weiterarbeiten, KÖNNEN nicht weiterarbeiten, weil sie keinen Job mehr haben. Und haben enorme finanzielle Nachteile dadurch, dass ihnen der Anspruch auf die Pension für weitere Jahre genommen wird.2. Das System wird zunehmend unfinanzierbar, denn der allergrößte Teil der Frauen arbeitet nicht freiwillig weiter.
Es geht nicht um nötig, es geht um die Motive und den Betrug dabei. Den Frauen wird politisch verkauft, sie würden einen Vorteil bekommen, wenn sie gezwungen werden, länger als bisher zu arbeiten, in Wahrheit treibt das die Altersarmut gerade für Frauen noch weiter in die Höhe.Noch einmal meine Frage: Warum denkst du, dass fast alle anderen EU-Länder das längst geändert haben, wenn es doch deiner Meinung nach gar nicht nötig ist? Sind die alle doof und wir sind die einzigen, die einen Goldesel haben?
Und es scheint, ich kann Dir Argumente noch und nöcher liefern...Du gehst darauf überhaupt nicht ein sondern weichst nur auf Allgemeinplätze aus, statt den konkreten Fall zu diskutieren. Die Metaebene interessiert mich in diesem Fall tatsächlich nicht, von der kann man nämlich nicht abbeißen, wenn das Geld dann nicht reicht.
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16.01.2016, 17:57Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Du glaubst im Ernst, Länder wie Deutschland hätten das Rentenantrittsalter für alle auf 67 erhöht, um irgendwen (speziell die Frauen) zu betrügen?
Aber wir hier in Ö mit unseren schlechten Wirtschaftsdaten könnten es uns leisten, ein System aufrecht zu erhalten, in dem nicht einmal eine Erhöhung des Frauenpensionsalters auf 65 durchsetzbar ist, geschweige denn eine allgemeine Erhöhung auf 67 Jahre?
Unsere Politiker müssen wirklich Genies sein.
Wenn dich die Metabene nicht interessiert, kann ich dir auch nicht helfen. Wenn bei einem Solidarsystem jeder nur auf seinen eigenen kurzfristigen Vorteil sieht, ist es kein Wunder, wenn der ganze Laden an die Wand gefahren wird. Genau das macht die SPÖ - kurzfristig auf die Wählerinnen schielen.
Seltsam nur, dass in D ausgerechnet eine rot-grüne Regierung die Agenda 2010 durchboxte, während in Ö die SPÖ jede grundlegende Reform verweigert. Fragt sich nur, wer im Rückblick verantwortlicher gehandelt hat.
Ich hoffe, du hast keine Kinder. Die werden nämlich die Leidtragenden sein. Oder es werden andere Sozialleistungen gekürzt. Über die Kürzung der Mindestsicherung wird bereits offen diskutiert.




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