Nein, du verdrehst.
Es ist doch logisch, dass die Rente steigt, je länger jemand einzahlt. Worin sollte dann der Vorteil bestehen, wenn jemand weniger einbezahlt?
Ausserdem wird durch ein niedriges Frauen-Pensionsalter den Firmen jeder Anreiz genommen, noch in die Weiterbildung von Frauen über 50 zu investieren. Sie gehen ja doch bald.
Es ist nur dann ein Vorteil, wenn man geradezu naturgesetzlich davon ausgeht, dass es für Frauen 50+ keine Jobs mehr gibt. Das stimmt so aber nicht, denn in anderen Ländern sieht es deutlich anders aus.
Statt darüber zu jammern, was angeblich alles NICHT geht, wäre es sinnvoller, genauer hin zu sehen, wie es die Länder machen, in denen die Erwerbsquote der Älteren wesentlich höher ist.
Wie diese Statistik zeigt, stieg die Zahl der älteren Erwerbstätigen auch in Ö, aber andere Länder machen es noch wesentlich besser.
Es ist für mich einfach logisch nicht nachvollziehbar. Dein Argument lautet stets: Es gibt für Ältere keine Jobs, deswegen ist es für Frauen günstiger, früher in Pension zu gehen. Wie andere Länder zeigen, gibt es aber durchaus Jobs, wenn man bessere Bedingungen für die Beschäftigung Älterer schafft.
Alternativ kann man auch die Bedingungen für EPUs verbessern, damit sich mehr Leute selbständig machen (die Selbständigenquote in Ö liegt unter dem EU-Durchschnitt).
Sie zahlen länger ein und erhalten somit eine höhere Rente.
Ich bin keine Arbeitnehmervertreterin. Darüber sollten sich Gewerkschaften, Arbeiterkammer etc. Gedanken machen. Warum haben andere Länder diese Probleme nicht oder nicht in diesem Ausmaß? Warum kriegen AN in der CH und in D noch Jobs, aber in Ö ist das angeblich unmöglich?
Ich halte es nicht für sinnvoll, an einem System fest zu halten, das nicht nachhaltig ist. Der Anteil am Staatsbudget, der für die Pensionen aufgewendet werden muss, steigt rasant an. Dieses Geld fehlt woanders, zB. in Bildung und Forschung. Ist das sinnvoll?
Dazu kommen jetzt noch die Milliarden für die Flüchtlingskrise, die ebenfalls aus dem Sozialbudget berappt werden müssen. Hätte die EU ihren Mitgliedsländern nicht den Trick erlaubt, diese Ausgaben beim offiziellen Defizit heraus zu rechnen, wären wir schon längst von der EU abgemahnt worden.
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16.01.2016, 14:34Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
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16.01.2016, 14:35Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
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16.01.2016, 14:57
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16.01.2016, 14:59Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
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16.01.2016, 15:02
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Das hängt davon ab, für Freiberufler gibt es eine Pflichtversicherung in den berufsständischen Versorgungswerken, bei Gewerbetreibenden etc m.W. Bislang keine Rentenpflichtversicherung, sie können jedoch freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
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16.01.2016, 15:19Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Alles klar, danke.
In Ö ist es ähnlich. Die Krankenversicherung ist eine Pflichtversicherung für alle, in die Rentenversicherung müssen alle Erwerbstätigen einzahlen (auch die Selbständigen).
Man kann aber auch freiwillig einzahlen (Selbstversicherung) und so einen Anspruch auf eine Rente erwerben.
Da die Krankenversicherung nicht an eine Person, sondern an die jeweilige Tätigkeit gebunden ist, gibt es immer wieder Fälle, in denen Leute doppelt einzahlen müssen (zB. einmal als Selbständiger und einmal als Angestellter oder einmal als Rentner und einmal als Freiberufler).
Ist das in D auch so? Ich war in meiner Zeit in D in einer berufsständischen Versicherung (KSK) und fand sie sehr gut.
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16.01.2016, 15:28
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Krankenkasse ist personengebunden .Wenn jemand sozialversicherungspflichtig angestellt ist, ist er in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, kann Kinder und einen nicht oder nur geringfügig beschäftigten Ehepartner mitversichern. Ab einer Beitragsbemessebsgrenzevon 49.500€ im Jahr kann man sich privat versichern, da hängtest dann vom Alter, Verzrah, Versicherungsgesellschaft, Risikozuschlag ab wieviel man zahlt. Beamte sind meist zu 50% privat versichert, den Rest übernimmt die staatliche Beihilfe.
Selbstständige können sich privat versichern oder freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben.
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16.01.2016, 15:52
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Du willst mir tatsächlich etwas als Vorteil verkaufen, das ich bereits habe??? Kaufmännisch betrachtet genial, ich verkaufe Dir auch Dein Auto, das bereits Dir gehört, ein zweites Mal.
Ich schrieb gefühlte 300 x, dass hier in Österreich jederzeit jede Frau länger arbeiten kann, wenn sie möchte und wenn sie einen Job hat.
Wir HABEN diesen "Vorteil" bereits.
Du verkaufst mir hingegen einen ZWANG, der Frauen, die eben keinen Job haben, in die Arbeitslosigkeit statt in die Pension zwingt, als Vorteil? Echt jetzt?
Ist von dem Fakt, dass Frauen hier länger arbeiten können, irgendetwas zu Dir durchgedrungen? Wieso ignorierst Du das so hartnäckig und baust Deine Argumentation weiterhin auf Desinformation auf?
Ich verstehe es nicht.
Liebe Grüße
Zio
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16.01.2016, 15:56Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Das finde ich weniger gut für das System, denn werden gerade die herausgenommen, die besonders hohe Beiträge bezahlen würden. So ist weniger zum Verteilen da.
Und bei den privaten Krankenkassen kann die Familie nicht mit versichert werden (oder hat sich da was geändert?). Ausserdem kann es für Ältere sehr teuer werden.
In Ö sind erst mal alle pflichtversichert (incl. Mitversicherung der nicht berufstätigen Frau und der Kinder). Wer möchte, kann eine weitere Zusatzversicherung abschließen (zB. für zahnärztliche Leistungen).
Wahlweise kann man auch einzelne ärztliche Leistungen als Privatpatient in Anspruch nehmen und sich eine Rechnung ausstellen lassen. Wird die bei der Krankenkasse eingereicht, zahlt sie den entsprechenden Anteil, der in der Gesetzlichen dafür vorgesehen ist.
Dieses flexible System finde ich recht gut, da man nicht entweder Privat- oder Kassenpatient ist, sondern selbst entscheidet, welche Leistungen man noch extra zukaufen mag.
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16.01.2016, 15:59
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Genau, privat kann man keine Angehörigen mitversichern und es kann im Alter teuer werden. Die Regelung bei Euch hört sich sehr vernünftig an.



) die Tatsachen in ihr Gegenteil.
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