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  1. Inaktiver User

    AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher

    Ich vermute chryseis Du meinst jenseits der 4000 Euro?


    Und was sind Vordienstzeiten?

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    AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und was sind Vordienstzeiten?
    Das sind anrechenbare Dienstzeiten. Das heißt, wenn jemand in dieser Branche schon 20 Jahre gearbeitet hat, so werden diese 20 Jahre (oder ein Teil davon, je nach Kollektivvertrag) so angerechnet, als hätte er diese im Betrieb gearbeitet.

  3. Inaktiver User

    AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher

    Zitat Zitat von zio Beitrag anzeigen
    Das sind anrechenbare Dienstzeiten. Das heißt, wenn jemand in dieser Branche schon 20 Jahre gearbeitet hat, so werden diese 20 Jahre (oder ein Teil davon, je nach Kollektivvertrag) so angerechnet, als hätte er diese im Betrieb gearbeitet.
    OK, das ist bei uns nicht so. Wenn man mit Ü50 in D seinen Job verliert, wird man sich bei einer Neueinstellung mit relativ großer Wahrscheinlichkeit finanziell verschlechtern. Es ist aber trotzdem nicht einfacher, in dem Alter was zu finden.

  4. Inaktiver User

    AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher

    Zitat Zitat von zio Beitrag anzeigen
    Bei allen Überlegungen in diese Richtung wird übersehen, dass es keine Jobs für diese Altersgruppe gibt.

    Und BEVOR diese nicht geschaffen sind, hat es gar keinen Sinn, am Pensionssystem etwas drehen zu wollen.

    Das würde nur noch mehr ins Chaos führen.
    Ich staune immer wieder über solche Aussagen. In Ö hört es sich manchmal an, als ob die Schaffung oder Nicht-Schaffung von Jobs sozusagen etwas Schicksalhaftes wäre, was man nicht beeinflussen könnte.

    Wenn es zu wenig Arbeitsplätze in einem Land gibt, müsste doch die erste Überlegung lauten: Wie bringe ich die, die Arbeit schaffen können, dazu, das auch zu tun? Konkret: Wie kann ich potentielle AG dazu motivieren, Leute einzustellen? Doch bestimmt nicht dadurch, dass ich es ihnen möglichst schwer mache? Dass zB. kleine Gewerbetreibende niemanden einstellen, kann ich gut nachvollziehen.

    Beispiel: Meine Nachbarin war selbständige Masseurin mit einer Mitarbeiterin. Als sich diese beim Skifahren verletzte und nicht arbeiten konnte, musste die Nachbarin nicht nur ihren Lohn für 6 Wochen weiter bezahlen, sondern auch noch ihre Arbeit übernehmen. Das ist doch ein Witz.

    Ein anderer Bekannter hätte ein Hotel übernehmen können. Er sagte: Wenn ich jedem Angestellten 1500,- Euro Lohn zahle, bedeutet das, dass ich erst einmal für jeden von ihnen 3000,- bis 3500,- Euro einnehmen muss, egal, wie der Laden läuft, ob das Wetter mit spielt oder nicht. Er hat das Hotel nicht übernommen.

    Zitat Zitat von zio Beitrag anzeigen
    Auch deswegen fände ich es nur folgerichtig, wenn es eine ASVG-Pension für ALLE gäbe, übrigens auch für Politiker.
    Einverstanden.

    Zitat Zitat von zio Beitrag anzeigen
    Es ist einfach gedacht, den Menschen in Österreich, die 50+ sind zu unterstellen, sie könnten/wollten nicht mehr arbeiten. Es gibt in Österreich spezielle Förderungen für diese Altergruppe, teilweise werden die Gehälter auch vom AMS mitfinanziert, damit Arbeitgeber diese Gruppe vielleicht eher einstellen. Das hat zur paradoxen Situation geführt, dass AG diese Menschen genausolange (d.h. einige Monate) beschäftigen, wie das AMS die Förderung bezahlt, diejenigen dann rauswerfen und wieder die nächsten geförderten Mitarbeiter anstellen.
    Das erstaunt mich nicht, zeigt es doch den Unsinn von Förderungen. Besser wäre, die Löhne frei verhandeln zu lassen und ggfs. auch über Kündigungsfristen und Schutzbestimmungen nachzudenken.

    In Zeiten, in denen selbst die Jungen oft nur in prekäre Arbeitsverhältnissen arbeiten (in einem Alter, in dem sie eine Familie gründen möchten), ist es auch nicht mehr möglich, die Älteren komplett abzusichern.

    Wie soll das auf Dauer funktionieren? Die Jungen sollen denen, die früher in Pension gehen, diese Renten finanzieren, während sie selbst diese Möglichkeit nicht mehr haben werden? Wo soll denn das Geld dafür her kommen?

    Zitat Zitat von zio Beitrag anzeigen
    Leg Dein Beispiel vom Selbständigen, der genügend erwirtschaften kann, auf einen Angestellten um, dessen Arbeitsgeber davon überzeugt ist, dass ein Jüngerer seinen Job billiger erledigen kann (was Fakt ist). Was glaubst Du, wie lange der Selbständige angestellt wäre? Bitte wach auf, das ist eine Illusion.
    Was soll dieser absurde Vergleich? Selbständige und Arbeitnehmer sind zwei völlig verschiedene Arbeitsformen. Du scheinst davon auszugehen, dass das Angestelltendasein der "Normalfall" sei.
    Verabschiede dich lieber von diesem Gedanken. Der Arbeitsmarkt ist im Umbruch, das "klassische Angestelltenverhältnis" mit all seinen sozialen Absicherungen gibt es immer weniger.

    Damit nicht das ganze Risiko dieser veränderten Arbeitswelt auf die Jungen umgelegt wird, muss man darüber nachdenken, wie die Sozialsysteme inc. Renten auch trotz dieser Veränderungen aufrecht erhalten werden können.

    Selbständige können prinzipiell so viel und so lange arbeiten, wie sie wollen. Über ihr wirtschaftliches Überleben entscheidet kein "Chef", das machen ihre Kunden. Deswegen sind Vergleiche wie: Was wäre, wenn sie angestellt wären, ohne jeden Belang.


    Die Selbständigenquote ist im übrigen in Ö geringer als im EU-Durchschnitt. Es wäre also sinnvoll, sie zu fördern.
    Ein Anfang wurde über die Steuerreform gemacht - immerhin ein Weg in die richtige Richtung.
    Geändert von Inaktiver User (16.01.2016 um 12:34 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher

    Beispiel: Meine Nachbarin war selbständige Masseurin mit einer Mitarbeiterin. Als sich diese beim Skifahren verletzte und nicht arbeiten konnte, musste die Nachbarin nicht nur ihren Lohn für 6 Wochen weiter bezahlen, sondern auch noch ihre Arbeit übernehmen. Das ist doch ein Witz.


    Was genau soll daran ein Witz sein?

  6. Inaktiver User

    AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was genau soll daran ein Witz sein?
    Hab ich auch nicht verstanden.

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    AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wenn es zu wenig Arbeitsplätze in einem Land gibt, müsste doch die erste Überlegung lauten: Wie bringe ich die, die Arbeit schaffen können, dazu, das auch zu tun? Konkret: Wie kann ich potentielle AG dazu motivieren, Leute einzustellen? Doch bestimmt nicht dadurch, dass ich es ihnen möglichst schwer mache? Dass zB. kleine Gewerbetreibende niemanden einstellen, kann ich gut nachvollziehen.
    Ich hatte mit meinem Beispiel über die Förderung der 50+ Leute doch beschrieben, dass es diese Ansätze gibt, die jedoch von Unternehmen nur ausgenutzt werden, um mehr Profit zu machen. Und dass auch das Wegrationalisieren von älteren Arbeitnehmern dazu hergenommen wird, kurzfristig den Profit zu erhöhen.

    Wie möchtest Du solchen Unternehmern "Motivation" geben, mehr Arbeitsplätze zu schaffen? Dein Weltbild dürfte ein idealistisches sein, die Realität ist jedoch beinhart.

    Wobei es Lösungsansätze gäbe, wie z.B. die drastische Senkung der Lohnsteuer parallel zur Einhebung einer Maschinensteuer (wie in Österreich von der SPÖ vorgeschlagen).

    Weil es inzwischen leider so ist, dass Arbeit den Unternehmern teurer kommt als Maschinen, die Arbeitsplätze vernichten.

    Das erstaunt mich nicht, zeigt es doch den Unsinn von Förderungen. Besser wäre, die Löhne frei verhandeln zu lassen und ggfs. auch über Kündigungsfristen und Schutzbestimmungen nachzudenken.
    Natürlich. Um noch mehr Knebelverträge möglich zu machen, um Lohndumping vom Feinsten zuzulassen, um Kollektivverträge auszuhebeln....ich frage mich da echt.

    Was soll dieser absurde Vergleich? Selbständige und Arbeitnehmer sind zwei völlig verschiedene Arbeitsformen.
    *räusper* Den "absurden Vergleich" hattest DU gebracht.


    Selbständige können prinzipiell so viel und so lange arbeiten, wie sie wollen. Über ihr wirtschaftliches Überleben entscheidet kein "Chef", das machen ihre Kunden. Deswegen sind Vergleiche wie: Was wäre, wenn sie angestellt wären, ohne jeden Belang.
    Siehe oben.

  8. gesperrt

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    AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich vermute, chryseis, Du meinst jenseits der 4000 Euro?
    Ja, danke für den Hinweis Habe ich korrigiert.



    Bei Selbstständigen ist es schon doof, wenn die Mitarbeiterin ausfällt und keine Rücklagen da sind, um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall abzufangen. Gibt es dafür keine Versicherung? Ähnlich wie das Krankengeld, das die Krankenkasse bei längerer Heilung zahlt?

  9. Inaktiver User

    AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Frauenpensionsalter wird erst ab 2024 langsam ansteigen.
    Noch mal zu diesem Punkt.
    Die langsame Erhöhung des Frauenpensionsalter betrifft nur Frauen ab Jahrgang 1969, erst ab diesem Jahrgang ist das Pensionsantrittsalter dem der Männer gleichgestellt. Im Jahr 2034 wird diese Gleichstellung erreicht sein.

    Bei Beamtinnen gilt die Gleichstellung bereits jetzt.

    Zum Vergleich: In D wurde das Renteneintrittsalter von Männern und Frauen bereits im Jahr 1992 (!) vereinheitlicht. Ö ist also allein in diesem Punkt über 40 Jahre später dran. Über ein Rentenantrittsalter von 67 Jahren, wie es in D gilt, wird hierzulande noch gar nicht gesprochen.

    In D gilt inzwischen ein Rentenatrittsalter von 67, vorher lag es bei 65. Es steigt ab Jg. 1952 kontinuierlich an.

    Die Regelungen, die derzeit für Frauen in Ö bestehen, sind also verglichen mit denen in D (und auch mit dem Rest der EU) sehr komfortabel - und sehr teuer für den Steuerzahler.
    Geändert von Inaktiver User (16.01.2016 um 13:04 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Bei Selbstständigen ist es schon doof, wenn die Mitarbeiterin ausfällt und keine Rücklagen da sind, um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall abzufangen. Gibt es dafür keine Versicherung? Ähnlich wie das Krankengeld, das die Krankenkasse bei längerer Heilung zahlt?
    Ich glaube nicht, denn es handelt sich ja nicht um ein versicherbares "Risiko", sondern um eine gesetzliche Bestimmung. Es würde schon helfen, wenn diese Kosten bei kleinen Unternehmen von der Sozialversicherung übernommen würden. Wer will sich denn sonst noch das Risiko antun, jemanden einzustellen?

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