Ich vermute chryseis Du meinst jenseits der 4000 Euro?
Und was sind Vordienstzeiten?
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16.01.2016, 11:59Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
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16.01.2016, 12:06
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
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16.01.2016, 12:26Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
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16.01.2016, 12:28Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Ich staune immer wieder über solche Aussagen. In Ö hört es sich manchmal an, als ob die Schaffung oder Nicht-Schaffung von Jobs sozusagen etwas Schicksalhaftes wäre, was man nicht beeinflussen könnte.
Wenn es zu wenig Arbeitsplätze in einem Land gibt, müsste doch die erste Überlegung lauten: Wie bringe ich die, die Arbeit schaffen können, dazu, das auch zu tun? Konkret: Wie kann ich potentielle AG dazu motivieren, Leute einzustellen? Doch bestimmt nicht dadurch, dass ich es ihnen möglichst schwer mache? Dass zB. kleine Gewerbetreibende niemanden einstellen, kann ich gut nachvollziehen.
Beispiel: Meine Nachbarin war selbständige Masseurin mit einer Mitarbeiterin. Als sich diese beim Skifahren verletzte und nicht arbeiten konnte, musste die Nachbarin nicht nur ihren Lohn für 6 Wochen weiter bezahlen, sondern auch noch ihre Arbeit übernehmen. Das ist doch ein Witz.
Ein anderer Bekannter hätte ein Hotel übernehmen können. Er sagte: Wenn ich jedem Angestellten 1500,- Euro Lohn zahle, bedeutet das, dass ich erst einmal für jeden von ihnen 3000,- bis 3500,- Euro einnehmen muss, egal, wie der Laden läuft, ob das Wetter mit spielt oder nicht. Er hat das Hotel nicht übernommen.
Einverstanden.
Das erstaunt mich nicht, zeigt es doch den Unsinn von Förderungen. Besser wäre, die Löhne frei verhandeln zu lassen und ggfs. auch über Kündigungsfristen und Schutzbestimmungen nachzudenken.
In Zeiten, in denen selbst die Jungen oft nur in prekäre Arbeitsverhältnissen arbeiten (in einem Alter, in dem sie eine Familie gründen möchten), ist es auch nicht mehr möglich, die Älteren komplett abzusichern.
Wie soll das auf Dauer funktionieren? Die Jungen sollen denen, die früher in Pension gehen, diese Renten finanzieren, während sie selbst diese Möglichkeit nicht mehr haben werden? Wo soll denn das Geld dafür her kommen?
Was soll dieser absurde Vergleich? Selbständige und Arbeitnehmer sind zwei völlig verschiedene Arbeitsformen. Du scheinst davon auszugehen, dass das Angestelltendasein der "Normalfall" sei.
Verabschiede dich lieber von diesem Gedanken. Der Arbeitsmarkt ist im Umbruch, das "klassische Angestelltenverhältnis" mit all seinen sozialen Absicherungen gibt es immer weniger.
Damit nicht das ganze Risiko dieser veränderten Arbeitswelt auf die Jungen umgelegt wird, muss man darüber nachdenken, wie die Sozialsysteme inc. Renten auch trotz dieser Veränderungen aufrecht erhalten werden können.
Selbständige können prinzipiell so viel und so lange arbeiten, wie sie wollen. Über ihr wirtschaftliches Überleben entscheidet kein "Chef", das machen ihre Kunden. Deswegen sind Vergleiche wie: Was wäre, wenn sie angestellt wären, ohne jeden Belang.
Die Selbständigenquote ist im übrigen in Ö geringer als im EU-Durchschnitt. Es wäre also sinnvoll, sie zu fördern.
Ein Anfang wurde über die Steuerreform gemacht - immerhin ein Weg in die richtige Richtung.Geändert von Inaktiver User (16.01.2016 um 12:34 Uhr)
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16.01.2016, 12:32Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Beispiel: Meine Nachbarin war selbständige Masseurin mit einer Mitarbeiterin. Als sich diese beim Skifahren verletzte und nicht arbeiten konnte, musste die Nachbarin nicht nur ihren Lohn für 6 Wochen weiter bezahlen, sondern auch noch ihre Arbeit übernehmen. Das ist doch ein Witz.
Was genau soll daran ein Witz sein?
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16.01.2016, 12:37Inaktiver User
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16.01.2016, 12:46
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Ich hatte mit meinem Beispiel über die Förderung der 50+ Leute doch beschrieben, dass es diese Ansätze gibt, die jedoch von Unternehmen nur ausgenutzt werden, um mehr Profit zu machen. Und dass auch das Wegrationalisieren von älteren Arbeitnehmern dazu hergenommen wird, kurzfristig den Profit zu erhöhen.
Wie möchtest Du solchen Unternehmern "Motivation" geben, mehr Arbeitsplätze zu schaffen? Dein Weltbild dürfte ein idealistisches sein, die Realität ist jedoch beinhart.
Wobei es Lösungsansätze gäbe, wie z.B. die drastische Senkung der Lohnsteuer parallel zur Einhebung einer Maschinensteuer (wie in Österreich von der SPÖ vorgeschlagen).
Weil es inzwischen leider so ist, dass Arbeit den Unternehmern teurer kommt als Maschinen, die Arbeitsplätze vernichten.
Natürlich. Um noch mehr Knebelverträge möglich zu machen, um Lohndumping vom Feinsten zuzulassen, um Kollektivverträge auszuhebeln....ich frage mich da echt.Das erstaunt mich nicht, zeigt es doch den Unsinn von Förderungen. Besser wäre, die Löhne frei verhandeln zu lassen und ggfs. auch über Kündigungsfristen und Schutzbestimmungen nachzudenken.
*räusper* Den "absurden Vergleich" hattest DU gebracht.Was soll dieser absurde Vergleich? Selbständige und Arbeitnehmer sind zwei völlig verschiedene Arbeitsformen.
Siehe oben.Selbständige können prinzipiell so viel und so lange arbeiten, wie sie wollen. Über ihr wirtschaftliches Überleben entscheidet kein "Chef", das machen ihre Kunden. Deswegen sind Vergleiche wie: Was wäre, wenn sie angestellt wären, ohne jeden Belang.
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16.01.2016, 12:47
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Ja, danke für den Hinweis
Habe ich korrigiert.
Bei Selbstständigen ist es schon doof, wenn die Mitarbeiterin ausfällt und keine Rücklagen da sind, um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall abzufangen. Gibt es dafür keine Versicherung? Ähnlich wie das Krankengeld, das die Krankenkasse bei längerer Heilung zahlt?
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16.01.2016, 12:56Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Noch mal zu diesem Punkt.
Die langsame Erhöhung des Frauenpensionsalter betrifft nur Frauen ab Jahrgang 1969, erst ab diesem Jahrgang ist das Pensionsantrittsalter dem der Männer gleichgestellt. Im Jahr 2034 wird diese Gleichstellung erreicht sein.
Bei Beamtinnen gilt die Gleichstellung bereits jetzt.
Zum Vergleich: In D wurde das Renteneintrittsalter von Männern und Frauen bereits im Jahr 1992 (!) vereinheitlicht. Ö ist also allein in diesem Punkt über 40 Jahre später dran. Über ein Rentenantrittsalter von 67 Jahren, wie es in D gilt, wird hierzulande noch gar nicht gesprochen.
In D gilt inzwischen ein Rentenatrittsalter von 67, vorher lag es bei 65. Es steigt ab Jg. 1952 kontinuierlich an.
Die Regelungen, die derzeit für Frauen in Ö bestehen, sind also verglichen mit denen in D (und auch mit dem Rest der EU) sehr komfortabel - und sehr teuer für den Steuerzahler.Geändert von Inaktiver User (16.01.2016 um 13:04 Uhr)
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16.01.2016, 13:07Inaktiver User
AW: Rente: Deutsche viel schlechter abgesichert als Österreicher
Ich glaube nicht, denn es handelt sich ja nicht um ein versicherbares "Risiko", sondern um eine gesetzliche Bestimmung. Es würde schon helfen, wenn diese Kosten bei kleinen Unternehmen von der Sozialversicherung übernommen würden. Wer will sich denn sonst noch das Risiko antun, jemanden einzustellen?


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