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  1. Inaktiver User

    AW: Spaltet sich DL erneut in Ost und West bei der Flüchtlingsdebatte?

    Mal aus Sicht eines Umzüglers:

    Ich fand Thüringen schon ausländerfeindlich.
    Mehr ausländerfeindlich als speziell flüchtlingsfeindlich, aber unbewusst.
    Von Jungen Leuten kam durchaus mal, die Ausländer sollten doch in der Öffentlichkeit deutsch reden wenn sie hier sind (ging um Ostasiaten, dort damals am meisten vertreten).

    Miteinander.

    Jetzt sieht man einem Ausländer im Bus nicht an, warum er da ist, auf meine verblüffte Nachfrage, ob man sich denn dann selbst im Frankreichurlaub mit der deutschen Familie auch auf französisch unterhalten solle (analog zu: "Die Koreaner sollten im Bus deutsch reden!") kam Stottern.


    Und das war, vor der Flüchtlingswelle, ja nun nichtmal Islamfeindlichkeit, Ostasiaten sind ja verhältnismäßig selten Moslems, was das war, weiß ich gar nicht, vielleicht kannst Du das erklären, liebe TE?

    -Angst vor Überfremdung?


    Es ging auch nicht wirklich um Langzeitzuwanderer, gerade in einer Universitätsstadt mit diversen externen Forschungsintituten waren auch relativ viele Ausländer tatsächlich nur für einen begrenzten Zeitraum da, etwa um zu studieren oder ihren Doktor zu machen, und gingen dann wieder.


    Ich würde sagen in der Stadt war das sogar die Mehrzahl. von daher kann ich als Wessi gar nicht verstehen, woher das "die sollen gefälligst deutsch reden wenn sie herkommen!"

    kam.


    Nur, wenn man mit der Einstellung schon anfängt kann ich mir schon vorstellen dass man auf die Flüchtlingskrise auch eher kritisch reagiert.

  2. Inaktiver User

    AW: Spaltet sich DL erneut in Ost und West bei der Flüchtlingsdebatte?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Mich beunruhigt viel mehr, dass versucht wird, den Menschen eine Meinung aufzudrängen und den, der den Mund aufmacht (was man in einer Demokratie durchaus ja darf) in die rechte Ecke steckt.

    Im Prinzip ist es manchmal egal, WAS jemand sagt, wichtig ist doch, DASS er es sagen darf, ohne Angst haben zu müssen.
    Meinungsfreiheit ist keine Einbahnstraße. Wer den Mund aufmacht, der muss damit leben, dass ihm widersprchen wird.

    Wenn jemand bestimmte Positionen als rechts einordnet, dann darf er das in einer Demokratie ganz dezidiert äußern. Demokratie bedeutet eben nicht, dass die einen den Mund aufmachen dürfen und die anderen zu schweigen haben und ergeben nicken müssen.

  3. Inaktiver User

    AW: Spaltet sich DL erneut in Ost und West bei der Flüchtlingsdebatte?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (analog zu: "Die Koreaner sollten im Bus deutsch reden!")

    .
    Das sind traditionell meist Vietnamesen..................das nur so der Richtigstellung halber.

    Und denen die das sagen, geht es ums Prinzip. Wenn wir als Touristen in entsprechende Länder reisen, wird von uns selbstverständlich angepasstes Verhalten verlang.
    Wenn als ständige Einwanderer hier her kommen, kann man wohl auch erwarten, besonders da sie ja vorhaben dauerhaft zu bleiben.
    Im "klassischen Einwanderungsland USA", wird so was übrigens auch selbstverständlich vorausgesetzt.


    Der andere Punkt dürfte wohl sein, dass in der DDR aufgewachsene Menschen von den dort durchaus gar nicht so wenig vorhandenen Ausländern ein komplett anderes Verhalten gewohnt waren.

    Lautstarke Menschenhaufen, oder gar das beanspruchen ganzer Stadteile waren undenkbares Verhalten. Unsere Gastarbeiter haben sich tatsächlich benommen wie Gäste. Niemand wäre auch nur im entfernsteten auf die Idee gekommen uns im eigenen Land als "Scheiss Kartoffeln, Ungläubigen Abschaum" oder was weiss ich auch immer zu titulieren.
    Dem hätten die Genossen der VP nämlich umgehend die Heimreise ermöglicht.

    Sich nun alles ohnmächtig gefallen lassen zu müssen, ist für die welche das so nicht gewohnt waren schwer zu akzeptieren.

  4. Inaktiver User

    AW: Spaltet sich DL erneut in Ost und West bei der Flüchtlingsdebatte?

    Der andere Punkt dürfte wohl sein, dass in der DDR aufgewachsene Menschen von den dort durchaus gar nicht so wenig vorhandenen Ausländern ein komplett anderes Verhalten gewohnt waren.
    TStift
    Darf ich interesshalber mal fragen, aus welchen Ländern diese Ausländer in der ehem. DDR waren? Das hat mich schon immer interessiert, dachte auch immer, es gab keine. Stand auch glaube ich so in der Presse (im Zus. hang mit Pegida und so).

  5. User Info Menu

    AW: Spaltet sich DL erneut in Ost und West bei der Flüchtlingsdebatte?

    Zitat Zitat von Lakotia Beitrag anzeigen
    Ich habe festgestellt, dass ich im Nachbarstrang etwas durchgegangen bin.

    Hier nochmal zur Vollständigkeit das Thema Presse:
    ...........
    Es gibt Regeln im Journalismus. Egal welches Thema:

    Nachrichten müssen frisch sein. Das Aufwärmen bereist veröffentlichter Themen geschieht nur, wenn wirklich gravierende neue Erkenntnisse vorliegen. Namen von Verdächtigen müssen abgeändert werden und das muss gekennzeichnet werden: (Name von der Redaktion geändert). Andere Sichtweisen werden nur in Leserbriefen veröffentlicht und keine Redaktion ist verpflichtet jeden Leserbrief zu veröffentlichen.
    Dasselbe Thema wird höchstens noch einmal aufgewärmt, wenn ein nicht unbedeutender Politiker sich dazu äußert.

    Nachrichten sind eine Ware, mit der gehandelt und Geld verdient wird.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Inaktiver User

    AW: Spaltet sich DL erneut in Ost und West bei der Flüchtlingsdebatte?

    Wenn wir jetzt schon auf Wahrnehmungsunterschiede gehen:

    Ich fand Pegida selbst gar nicht so schlimm.

    Also, meins wärs nicht, aber mir ist schon klar dass viele die da mitlaufen keine Nazis sind, nichtmal weit rechts stehen.
    Gestört hat mich aber, auch privat schon gehört, und zumindest vor etwa einem halben Jahr auch recht offen vertreten, die Anlehnung an die Montagsdemos.
    Wie sagte eine Bekannte: "Das ist wie die Montagsdemos in der DDR, das Volk wehrt sich wieder!" oder so ähnlich.

    Ich gebe zu ich hielt meinen Mund.


    Innerlich stand mir quasi der Mund offen.

    Die Leute auf den Montagsdemos vor 26 Jahren haben richtig viel riskiert, sie wussten ja vorher nicht was geschehen würde, ich vermute, als DDR-Bürger auf eine Montagsdemo zu gehen, da gehörte Mut dazu.


    Und damit dann Pegida vergleichen?

    Ich empfands damals als Schlag gegen die DDR-Montagsdemonstranten, irgendwie fand ich deren Leistung nicht richtig gewürdigt dadurch dass sich da Pegida auf eine Stufe stellte.

    Heute denke ich, dass man das auch andersrum sehen kann: Als Schlag gegen den aktuellen Staat, der schon als so gefährlich empfunden wird wie die DDR.

    Nur, da fällt mir dann auch nichts mehr ein, wenn man sich hier so vom Staat gefährdet wähnt wie in der DDR, wie soll man das noch ernst nehmen?

    Wie soll man da noch anders als als arroganter Wessi drauf reagieren?



    Was der Grund dafür war dass ich bei sowas geschwiegen habe.

    Und mir mein Teil gedacht.

    Was natürlich, wenn das viele tun, auch wieder Mauern schafft.

  7. Inaktiver User

    AW: Spaltet sich DL erneut in Ost und West bei der Flüchtlingsdebatte?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und denen die das sagen, geht es ums Prinzip. Wenn wir als Touristen in entsprechende Länder reisen, wird von uns selbstverständlich angepasstes Verhalten verlang.
    Beherrschen der Landessprache verlangt aber wohl kaum einer von Touristen (außer vielleicht Franzosen, aber um die gings nicht).
    Wenn als ständige Einwanderer hier her kommen, kann man wohl auch erwarten, besonders da sie ja vorhaben dauerhaft zu bleiben.


    Lautstarke Menschenhaufen, oder gar das beanspruchen ganzer Stadteile waren undenkbares Verhalten. Unsere Gastarbeiter haben sich tatsächlich benommen wie Gäste. Niemand wäre auch nur im entfernsteten auf die Idee gekommen uns im eigenen Land als "Scheiss Kartoffeln, Ungläubigen Abschaum" oder was weiss ich auch immer zu titulieren.
    Äh - und die Vietnamesen etc. die aktuell in der DDR leben machen das?

  8. Inaktiver User

    AW: Spaltet sich DL erneut in Ost und West bei der Flüchtlingsdebatte?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn als ständige Einwanderer hier her kommen, kann man wohl auch erwarten, besonders da sie ja vorhaben dauerhaft zu bleiben.
    Im "klassischen Einwanderungsland USA", wird so was übrigens auch selbstverständlich vorausgesetzt.

    Da ist auch die Berufssprache Englisch.

    Es gibt durchaus Doktoranden, die gerade am Institut, also während der Arbeitszeit, nur Englisch reden, das IST auch die Wissenschaftssprache, in solchen Instituten sprechen dann auch die deutschen Mitarbeiter Englisch.

    Warum sollen die jetzt für die 3-5 Jahre die sie da sind sich noch mit deutscher Grammatik quälen?
    Nur für den Wocheneinkauf?

    Und selbst wenn sie es täten, wie kommt man auf die Idee dass sie dann mit Landsleuten Deutsch reden würden anstatt ihre eigene Sprache?

    Das erwarten auch die Amerikaner nicht.

    Ich spreche sehr gut Englisch, aber hätte ich einen Job im englischsprachigen Ausland und träfe dort auf deutsche Bekannte, ich würde ins Deutsche wechseln.

    Und das ist für Dich unhöflich?

  9. Inaktiver User

    AW: Spaltet sich DL erneut in Ost und West bei der Flüchtlingsdebatte?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    TStift
    Darf ich interesshalber mal fragen, aus welchen Ländern diese Ausländer in der ehem. DDR waren? Das hat mich schon immer interessiert, dachte auch immer, es gab keine. Stand auch glaube ich so in der Presse (im Zus. hang mit Pegida und so).
    Gerne . Sie waren hauptsächlich aus Vietnam, aber auch Kuba, Angola, Mozambique und andere "sozialistische Staaten" waren vertreten.
    Zur Zeit von Pinochet auch einige Chilenen.

    Dann eine nennenswerte Anzahl aus Polen und der CSSR.

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    AW: Spaltet sich DL erneut in Ost und West bei der Flüchtlingsdebatte?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    TStift
    Darf ich interesshalber mal fragen, aus welchen Ländern diese Ausländer in der ehem. DDR waren? ..
    Betonwerk Erfurt (selbst gearbeitet), Bekleidungswerk Erfurt (damalige Freundin) sowie Militätschule Prora (wieder ich).

    im Betonwerk habe ich mit Vietnamesen, Angolanern und Mosambikanern sowie in Prora mit Palestinensern und Kubanern zusammengearbeitet.
    Meine Freundin mit Vietnamesen und Kubanern.

    Das Integration nicht das selbe wie Anpassen ist hab ich erst nach der Wende gelernt..

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