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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die KK findet vorehelichen Geschlechtsverkehr, Zusammenleben ohne Trauschein, Homosexualität usw. ebenso "verderbt" und all dies.
    Kommt ein bisschen darauf an, wen du fragst in der KK. Es gibt zB Pfarrer, die homosexuelle Paare segnen
    http://www.kath.net/news/48133

    heisst: das Christentum konnte sich säkularisieren, die politische Macht abgeben und sich auf die Seelsorge konzentrieren.

    Wenn das Christentum mit seiner blutigen Geschichte das kann, kann's der Islam grundsätzlich auch.

    gruss, barbara

  2. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist im Christentum genauso möglich, und hatten wir ja auch so in durchaus vergleichbarer Weise. Daß es hier nicht mehr so ist, ist doch allein der Aufklärung und Säkularisierung zu verdanken. Die KK findet vorehelichen Geschlechtsverkehr, Zusammenleben ohne Trauschein, Homosexualität usw. ebenso "verderbt" und all dies.
    nicht nur im christentum -wie wir aus unserer geschichte wissen, auch in unserer säkularisierten kultur
    (der nationalsozialismus fand 150 jahre nach der aufklärung statt)

    - auch in einer säkularisierten gesellschaft kann verhetzung, faschimus, rassismus und frauenfeindlichkeit entstehen.
    leider ist auch das keine garantie für eine freie, tolerante und lebenswerte gesellschaft (wenn auch, da gebe ich dir recht, ein ganz guter ansatz, den ich auch voll unterstütze!)

  3. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen

    heisst: das Christentum konnte sich säkularisieren, die politische Macht abgeben und sich auf die Seelsorge konzentrieren.

    Wenn das Christentum mit seiner blutigen Geschichte das kann, kann's der Islam grundsätzlich auch.
    Die Gesellschaft hat sich von der Religion entfernt. Wollte diese nicht ganz untergehen, mußte sie Zugeständnisse machen. Ich meine, so war's. Logo wäre das auch im Islam der Fall.

  4. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    nicht nur im christentum -wie wir aus unserer geschichte wissen, auch in unserer säkularisierten kultur
    (der nationalsozialismus fand 150 jahre nach der aufklärung statt)

    - auch in einer säkularisierten gesellschaft kann verhetzung, faschimus, rassismus und frauenfeindlichkeit entstehen.
    Da hast Du leider Recht. Dann muß man vielleicht so formulieren: Es sind diese unterdrückerischen und angeblich unverrückbaren Ideologien, egal ob religiös oder säkular.

    leider ist auch das keine garantie für eine freie, tolerante und lebenswerte gesellschaft (wenn auch, da gebe ich dir recht, ein ganz guter ansatz, den ich auch voll unterstütze!)
    Die Freiheit, und in einem humanistischen Menschenbild, ist letztlich alles, was zählt.
    Kann man es so sagen?

    Aus Deinem anderen vorhergehenden Beitrag:
    denn sie führt unweigerlich dazu, zu glauben, man sei die bessere kultur, die bessere religion, die bessere "rasse"
    Es ist sowieso dieses angeblich "besser" sein, und weil das eigene angeblich besser ist, dem anderen zu seinem Glück verhelfen und ihm dieses "Bessere" sogar aufzwingen wollen. Jeder soll doch machen, wie er mag. Dieses ständige bei anderen einmischen ist ein ganz großes Übel, nicht dieser Zeit, sondern ja schon lange.
    Jeder sollte sich um sich kümmern und nur in seinem eigenen Bereich bestimmen. Da hat man genug zu tun.
    Geändert von Inaktiver User (16.01.2016 um 13:56 Uhr)

  5. VIP

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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Unterschied ist, daß Religion hierzulande im Grunde keine Rolle mehr spielt. Diese "Nähe" in religiösen Dogmen mag vorhanden sein, aber möchte man doch lieber gar nicht wieder hervorkramen.
    Die Feststellung, dass auch bei christlichen Paaren die Frau auch 2016 weiterhin zum größten Teil für den Haushalt zuständig ist, ebenso wie bei den muslimischen Paaren - ist das eine religiöse Nähe oder eine gesellschaftliche Nähe? Und in wie fern spielt das keine Rolle mehr?

    Gesellschaftliche Integration ist zum einen Teil die Bewertung des Anpassungsnutzens und zum anderen die Bildungschancen der Kinder.




    • Kultur = geteilte Deutungsmuster (Werte, Normen) undVerhaltenspraktiken

    • Kultur Herkunftsland, Religion oder Ethnie

    • Lebenswelten mit bestimmten soziodemographischenEigenschaften bestimmen Kultur:
      Geographischer Raum (Stadt-Land)

    • Sozioökonomischer Status / Bildung
    • Familienstruktur


    https://www.uni-kassel.de/fb01/fileadmin/datas/fb01/Institut_fuer_Sozialwesen/Dintsioudi.pdf
    Geändert von xanidae (16.01.2016 um 15:15 Uhr)
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  6. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da hast Du leider Recht. Dann muß man vielleicht so formulieren: Es sind diese unterdrückerischen und angeblich unverrückbaren Ideologien, egal ob religiös oder säkular.


    Die Freiheit, und in einem humanistischen Menschenbild, ist letztlich alles, was zählt.
    Kann man es so sagen?
    .
    ich glaube, dass eine stabile soziale situation (also ein sozialstaat, der individuelle härten abfedert) und ein hoher bildungsgrad (nicht nur für die wirtschaft, sondern auch, um "demokratiefähig" zu machen) weitere grundlagen sind, um radikalisierung zu vermeiden.
    und staatliche kontrolle der machthaber. insofern ist ein verfassungsstaat, der eben nicht durch einen einzelnen aufgeweicht werden kann, ein weiterer parameter für eine friedliche gesellschaft, denke ich.
    Geändert von Inaktiver User (16.01.2016 um 16:09 Uhr) Grund: grammatikalische korrektur

  7. VIP

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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zum Thema Bildung gab es 2008 eine Auswertung der diversen Bildungsstudien und kommt zum Schluss, dass das deutsche Bildungssystem Migranten benachteiligt:

    Aber die ausgeprägten Disparitäten lassen sich nicht allein auf familiäre Hintergrundmerkmale der Migrantinnen und Migranten zurückführen. Überdies scheint die Zusammensetzungvon Schulkassen vernachlässigbar. Die Disparitäten werden vielmehr offensichtlich durch Mechanismen des deutschen Schulsystems und seiner Struk-tur der frühen Aufteilung auf Schultypen verstärkt. So bilanzieren Baumert u.a. (2001) mit Blick aufschichtspezifische Leistungsunterschiede: „DieAnalyse sozialer Disparitäten auf der Grundlageder PISA-Ergebnisse ergibt, dass es am Ende der Grundschulzeit beim Übergang auf weiterführende Schulformen zu gravierenden sekundären sozialen Disparitäten kommt“ (ebd.:182). Die schichtspezifischen Leistungsdifferenzen werden, so Bos u.a. (2004), laut der Grundschulstudie IGLU durch eine schichtspezifisch ausgeprägte Empfehlungspraxis noch verstärkt. Am Ende der Grundschulzeit ist die Chance eine Gymnasialempfehlung zu erhalten für Kinder ohne Migrationshintergrund bei vergleichbarer Leseleistung und Sozialschichtzugehörigkeit 1,66 mal höher, als von Kindern, deren Eltern beide außerhalbDeutschland geboren sind (Klemm 2007 mit Ver-weis auf Bos 2004:212). Allmendinger/Leibfried(2003) kommen auf der Grundlage einer international vergleichenden Analyse der PISA-Daten zu dem Ergebnis, dass in erster Linie das hoch selektive, soziale Ungleichheit reproduzierende, deutsche Schulsystem für die mangelnden Bildungserfolge verantwortlich zu machen ist, [...]

    Aus:
    Bedingungen erfolgreicherIntegration –Integrationsmonitoringund Evaluation
    Dieter Filsinger

    http://library.fes.de/pdf-files/wiso/05767.pdf








    Daran hat sich seit 2008 nicht viel verändert, weil z. B. die CDU und die CSU weiterhin für das geteilte Schulsystem sind, obwohl klar ist, wer benachteiligt wird.
    Geändert von xanidae (16.01.2016 um 15:15 Uhr)
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  8. VIP

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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Aus dem Jahresgutachten "Einwanderungsgesellschaft 2010"

    Integrationsoptimismus
    Ein Leitmotiv des Gutachtens ist die These, dass Integration in Deutschland keineswegs gescheitert sei. „Sie ist vielmehr in vielen empirisch fassbaren Bereichen durchaus zufriedenstellend oder gar gut gelungen.“ (S. 15) Damit hebt sich der Sachverständigenrat wohl tuend von den vielen öffentlichen Scheiternsdiskursen ab, die den Fehler begehen, vor allem auf die Probleme der Neueinwanderer zu schauen und dann das Scheitern des gesamten Prozesses beklagen. Daten aus dem Integrationsbarometer zeigen Vertrauensbestände zwischen Zuwanderern und Einheimischen, die keineswegs ein Scheitern der Integration belegen. Historische Erfahrungen klassischer Einwanderungsländer mit nativistischen Bewegungen von Einheimischen gegen Zuwanderer in Zeiten gesellschaftlicher und Migration bezogener Krisen verweisen allerdings darauf, dass die Mobilisierung von ethnisch - sozialen Spannungspotenzialen Erreichtes stark gefährden können. Latente Strukturen ethnischer Vorurteile und von Rassismus können zu manifesten werden und diskriminierendes Verhalten evozieren.
    Baustelle Bildung
    Das Jahresgutachten verweist auf die große „Baustelle“ der Bildung von Migrantenkindern, die vor allem das optimistische Integrationsbild relativiert. Hier stellt der Text kompetent Sachverhalte dar, die inzwischen von einer breiten politischen und Fachöffentlichkeit diskutiert werden und welche angesichts der demografischen Entwicklung einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert besitzen. Aufgefallen ist mir nur Folgendes: die Sachverständigen meinen im Bildungsbereich ein merkwürdiges „Paradox“ entdeckt zu haben: „Normativ widersetzt sich kaum jemand Vorstellungen von und Forderungen nach Gleichberechtigung im Bildungssystem. Zuwanderer wie Mehrheitsbevölkerung halten auch die eigenen Erfahrungen im Umgang mit ethnischer Heterogenität in den Institutionen des Bildungssystems durchaus für ‚gut’.

    https://www.boell.de/de/navigation/integration-jahresgutachten-einwanderungsgesellschaft-2010-deutschland-migration-integration-9648.html


    Geändert von xanidae (16.01.2016 um 15:16 Uhr)
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  9. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Die Feststellung, dass auch bei christlichen Paaren die Frau auch 2016 weiterhin zum größten Teil für den Haushalt zuständig ist, ebenso wie bei den muslimischen Paaren - ist das eine religiöse Nähe oder eine gesellschaftliche Nähe? Und in wie fern spielt das keine Rolle mehr?
    Es spielt für diese Personen schon eine Rolle. Aber gesellschaftlich nicht. Weil es kaum solche Leute (mehr) gibt. Unter jenen mit islamischem Glauben aber scheinbar ja schon, da scheint das noch weit verbreitet zu sein.
    Ach so, und: Es geht m.E. nicht darum, wer sich für den Haushalt eher zuständig fühlt. Das ist auch bei völlig säkularen Paaren ein Thema, auch durchaus Streitthema, daß das meist die Frau ist. Das ist viel zu banal, und muß nicht mal was mit Unterdrückung zu tun haben, kann ja auch freiwillig gewählt sein, der eine macht dies, der andere dafür das. Es kommt darauf an, ob die Lebensgestaltung frei gewählt werden darf, oder ob das gesellschaftlich geächtet wird, frei zu wählen.
    Geändert von Inaktiver User (16.01.2016 um 15:17 Uhr)

  10. VIP

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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es spielt für diese Personen schon eine Rolle. Aber gesellschaftlich nicht. Weil es kaum solche Leute (mehr) gibt. Unter jenen mit islamischem Glauben aber scheinbar ja schon, da scheint das noch weit verbreitet zu sein.
    Ach so, und: Es geht m.E. nicht darum, wer sich für den Haushalt eher zuständig fühlt. Das ist auch bei völlig säkularen Paaren ein Thema, daß das meist die Frau ist. Das ist viel zu banal, und muß nicht mal was mit Unterdrückung zu tun haben, kann ja auch freiwillig gewählt sein, der eine macht dies, der andere dafür das.

    Warum ist es meist die Frau? Hat das tatsächlich persönliche Gründe oder sind es vielleicht doch gesellschaftliche Gründe? Da es noch viele Paare gibt, wo die Frau den Hauptteil der Hausarbeit macht, auch wenn beide Vollzeit arbeiten, wage ich die Hypothese, dass dies gesellschaftlicher Konsens ist. Auch bei den Frauen.

    In Deutschland wird weiterhin die Vorsorgerehe unterstützt, d. h. Steuervorteile für kinderlose Paare, jedoch nicht für Alleinerziehende... Bestraft wird am Ende die Frau, Altersarmut ist noch immer weiblich.

    Auch diese Teile gehören zu unserer Gesellschaft, auch wenn Gleichberechtigung groß geschrieben wird, besonders zur Zeit.

    Unsere Gesellschaft ist vielschichtig und in vielen Bereichen ambivalent.
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