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  1. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    charlotte, es hat zwar weder mit kurden noch mit syrern, sondern mit paschtunen, pakistan, taliban und mädchenrechten zu tun, aber ich kann das buch der nobelpreisträgerin malala nur empfehlen.
    ich habe sehr, sehr viiel gelernt bei der lektüre.

  2. gesperrt

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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich fühle mich dem von dir Zitierten in keinster Weise nahe, da ich kein Christ bin und auch sonst nicht irgendeiner Konfession angehöre.
    Und Deutschland besteht nicht NUR aus Christen und aus Menschen, die in irgendeiner Weise religiös gebunden sind.
    Ich würde mich mit einem Moslem demzufolge auch nicht auf religiöser Grundlage auseinander setzen, sondern auf gesellschaftlicher/sozialer Basis.

  3. gesperrt

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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Da fällt mir doch der Bischof von Toledo ein, der 2015 folgendes sagte:
    Frauen seien selbst schuld, wenn sie von ihren Männern körperlich misshandelt würden.Häusliche Gewalt habe ihren Ursprung darin, dass Frauen ihren Männern nicht gehorchten oder gar um eine Scheidung bäten, erklärte der Erzbischof in einer Predigt. "Frauen können verhindern, dass sie geschlagen werden, indem sie einfach das tun, was die Männer von ihnen verlangen", erklärte der Geistliche und löste damit einen Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien aus.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article151020428/Frauen-sollen-das-tun-was-die-Maenner-verlangen.html
    Der springende Witz an dieser Äußerung ist es, dass sich so gut wie keiner "aus diesem Kulturkreis" an so einer Äußerung aufhängt und diese Aussage schon gar nicht für voll oder ernst nimmt.

  4. VIP

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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich fühle mich dem von dir Zitierten in keinster Weise nahe, da ich kein Christ bin und auch sonst nicht irgendeiner Konfession angehöre.
    Und Deutschland besteht nicht NUR aus Christen und aus Menschen, die in irgendeiner Weise religiös gebunden sind.
    Ich würde mich mit einem Moslem demzufolge auch nicht auf religiöser Grundlage auseinander setzen, sondern auf gesellschaftlicher/sozialer Basis.
    Ja, die gesellschaftliche und soziale Basis ist der Teil wo sich auch auseinander gesetzt werden muss. Den zitierten Text fand ich spannend, weil sich manche Gegner der Integration sich auf die christlichen Werte, u. a. die Geschlechterrollen berufen.

    Wie fühlst du dich in einem Land, dass christlich geprägt ist, in dem zwei Parteien das Wort "Christlich" im Namen führen? Wo die Kirche vom Staat mit dem Einzug von Kirchensteuer unterstützt wird, es Einrichtungen (und somit Arbeitgeber gibt) die dem christlichen Menschenbild folgen und z. B. von ihren Mitarbeitern eine Angehörigkeit einer Kirche verlangen können. Wo christliche Feiertage in der Überzahl sind, "Grüß Gott" in manchen deutschen Gegenden die anerkannte Grußformel ist, es ein Tanzverbot an Feiertagen gibt, etc.

    Woher kommt deine Haltung zu den Geschlechterrollen? Was hat sie geprägt?

    Ich frage jetzt dich - weil es gerade passt, das musst du nicht beantworten. Dennoch glaube ich, dass auch wir - die ein Teil der Integration sind - uns fragen müssen woher kommen unsere Werte, woher kommen meine Vorstellungen von Geschlechterrollen, vom Zusammenleben. Woher kommt unsere Kultur? Was ist Deutschlandweit gleich? Was nicht? Wo sind Ambivalenzen?

    Wenn wir selbst das wissen, dann kann man die gesellschaftliche und soziale Basis auch besser vermitteln.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  5. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Der springende Witz an dieser Äußerung ist es, dass sich so gut wie keiner "aus diesem Kulturkreis" an so einer Äußerung aufhängt und diese Aussage schon gar nicht für voll oder ernst nimmt.
    kannst du dir vorstellen, dass das bei "denen" auch so war?

    dass die durchschnittliche syrische krankenschwester, der durchschnittliche syrische geschäftsmann sich nicht VORSTELLEN konnte, dass irgendjemand diesen mittelalterlichen wahnsinn, den der is (oder die taliban) predigt, ernst nehmen könnte?
    das ganze begann als aufstand der jungen, als facebock-revolution, leute des mittelstandes, die mehr demokratie einforderten - und die ein ganz normales, modernes leben lebten.
    dann kam der krieg, dann kam der is, der, wie es immer wieder bei superradikalem wahnsinn ist, eine gesellschaftliche und wirtschaftliche krise (nach den kriegen im irak, ursprünglich) ausnützte und die leute verhetzte. die waren dann recht schnell mit dem ausnützen der krise auch in syrien.
    gerade menschen aus mitteleuropa, die ein kliizekleines bisschen von geschichte verstehen, sollten das nachvollziehen können.
    kaum jemand konnte sich 1918/19 vorstellen, dass deutschland 20 jahre später in einem radikalen wahnsinn gefangen war, der menschenverachtender war als alles zuvor dagewesene.
    -hörte doch keiner den spinnern zu.....


    was das mit integration zu tun hat?
    integration beginnt in unseren köpfen. integration beginnt bei der würde der menschen, die flüchten mussten.

    ein dach über dem kopf ist wichtig, ist essenziell, die chance auf eine perspektive auch.
    genau so wichtig ist es aber, menschen als menschen zu sehen, sie nicht unter pauschalverdacht zu stellen und jedem einzelnen die würde zu lassen, die er als mensch verdient.

    ich fürchte mich vor dieser "geschichtslosigkeit", vor dem glauben, dass "mittelalterlicher wahnsinn" in nur einer kultur, in nur einem land, in nur einer religion verankert ist. - denn sie führt unweigerlich dazu, zu glauben, man sei die bessere kultur, die bessere religion, die bessere "rasse" (ein begriff, den es für menschen nicht mehr gibt).
    und genau diese gefühlte überlegenheit führt zu neid, missgunst und zur verhetzung gegeneinander.
    gleichzeitig führt gefühlte unterlegenheit, gefühlte chancenlosigkeit zu zunehmender radikalität und gewalt. ("wenn "der westen" uns ohnehin als unterlegen betrachtet, dann können wir uns auch bei ihnen aufführen wie die irren)

    ich fürchte mich vor dieser spirale. ich kann die anderen, die radikalen, die wahnsinnigen nicht ändern. aber ich kann nicht mitmachen, mich nciht verhetzen lassen und versuchen, diejenigen, die vor diesem wahnsinn geflüchtet sind, nicht unter den generalverdacht der wahnsinnigen zu stellen.


    edit.
    und ich meine damit keineswegs "nur den deutschen konnte das passieren", genau so wenig wie "nur den orientalen konnte das passieren" - wenn wir uns die geschichte der usa ansehen, sehen wir den KKK, sehen wir rassismen und pauschlisierungen ohne ende - so gut wie jede kultur/religion "hat das drauf" -leider.

  6. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    @ zwischenrose

    Mir geht es um das Leben, dass die Menschen dort führten. Ich nenne es den Bahnsteig auf dem sie stehen.

    Ich habe mehrfach Kurdinnen aus Syrien getroffen, die eine bestimmte Mütze trugen. Deshalb meine Frage, ob dies eine bestimmte Mode oder Tracht oder Zufall ist.

    Um Hintergrundinformationen zu erhalten, finde ich Literatur nicht schlecht. Wer etwas weiß.. gerne auch per PN. Danke!

  7. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    über kurdinnen fällt mir jetzt nix ein (abgesehen von reisebeschreibungen aus dem 19. jahrhundert, aber das ist wieder etwas anderes)
    -aber wie gesagt, das buch von malala ist eine "alltagsbeschreibung" in weiten teilen, gibt gute einblicke in das tatsächliche leben von menschen im swattal.

  8. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    .

  9. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen



    Vielleicht gelingt Integration wenn man merkt, wie nahe man sich bei verschiedenen Dingen ist.

    Der Unterschied ist, daß Religion hierzulande im Grunde keine Rolle mehr spielt. Diese "Nähe" in religiösen Dogmen mag vorhanden sein, aber möchte man doch lieber gar nicht wieder hervorkramen.


    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Der springende Witz an dieser Äußerung ist es, dass sich so gut wie keiner "aus diesem Kulturkreis" an so einer Äußerung aufhängt und diese Aussage schon gar nicht für voll oder ernst nimmt.
    jepp. Und ist auch gut so. Sonst hätten wir ja auch immer noch diese Verstaubtheit in der Gesellschaft.

  10. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich fürchte mich vor dieser "geschichtslosigkeit", vor dem glauben, dass "mittelalterlicher wahnsinn" in nur einer kultur, in nur einem land, in nur einer religion verankert ist.
    Das ist im Christentum genauso möglich, und hatten wir ja auch so in durchaus vergleichbarer Weise. Daß es hier nicht mehr so ist, ist doch allein der Aufklärung und Säkularisierung zu verdanken. Die KK findet vorehelichen Geschlechtsverkehr, Zusammenleben ohne Trauschein, Homosexualität usw. ebenso "verderbt" und all dies.

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