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15.01.2016, 20:01Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
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15.01.2016, 20:56
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Da fällt mir doch der Bischof von Toledo ein, der 2015 folgendes sagte:
Frauen seien selbst schuld, wenn sie von ihren Männern körperlich misshandelt würden.Häusliche Gewalt habe ihren Ursprung darin, dass Frauen ihren Männern nicht gehorchten oder gar um eine Scheidung bäten, erklärte der Erzbischof in einer Predigt. "Frauen können verhindern, dass sie geschlagen werden, indem sie einfach das tun, was die Männer von ihnen verlangen", erklärte der Geistliche und löste damit einen Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien aus.
http://www.welt.de/politik/ausland/article151020428/Frauen-sollen-das-tun-was-die-Maenner-verlangen.html
Da fällt mir doch die Studie ein, wo Muslime und Christen zu ihrem Verständnis von Geschlechterrollen befragt wurden:
Hinsichtlich der Ansichten zu Gleichberechtigung und der Rollenverteilung zeigte sich:
- Christen und Muslime haben relativ ähnliche Einstellungen, wenn es um das Verhältnis zwischen Mann und Frau geht: Mit jeweils über 80 Prozent stellt Gleichberechtigung für beide Gruppen einen fest verankerten Wert dar.
- Nur eine Minderheit (unter Christen rund 11, unter Muslimen rund 17 Prozent) wies Ansichten auf, die zumindest teilweise als benachteiligend für Frauen einzustufen sind.
- Sowohl bei Christen als auch bei Muslimen wird die Hausarbeit größtenteils klassisch aufgeteilt: Aufgaben wie Wäsche waschen, Putzen und Kochen werden meist von Frauen erledigt, Männer hingegen erledigen etwa Reparaturen.
- In beiden Gruppen vertraten Personen, die ihren Alltag an religiösen Vorschriften ausrichten, traditionellere Einstellungen zu Geschlechterrollen.
Unterschiede zwischen den Befragten traten vor allem in folgenden Bereichen auf:
- Klassische Rollenbilder, bei denen der Frau Haushalt und Familie und dem Mann die "Ernährerrolle" zugeordnet wird, sind bei Muslimen stärker verbreitet als bei Christen ("Liberalitätsgrad" Muslime 57,3 Prozent; Christen 74,1 Prozent).
- In der jüngeren Generation findet unabhängig von der Religionszugehörigkeit aber eine deutliche Ablösung vom klassischen Rollenmodell statt ("Liberalitätsgrad" Muslime 71,1 Prozent; Christen 85,5 Prozent).
- Rund die Hälfte der in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Muslime misst Keuschheitsgeboten weiterhin eine hohe Bedeutung zu. Für die jüngere Generation unter den Christen haben sie so gut wie keine Bedeutung mehr.
- Bei zwei Dritteln der in einer Partnerschaft lebenden Muslime lautet die Erwerbskonstellation "Mann Vollzeit – Frau geringfügig oder gar nicht beschäftigt". Unter christlichen Paaren trifft das auf 38,2 Prozent der Befragten zu.
http://mediendienst-integration.de/artikel/studie-bamf-zu-verstaendnis-von-geschlechterrollen-bei-christen-und-muslimen.html
Vielleicht gelingt Integration wenn man merkt, wie nahe man sich bei verschiedenen Dingen ist.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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15.01.2016, 21:02Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
oder hier. Ich konnte es gar nicht glauben, dass dies heute noch so gelebt wird (und kann jetzt immer stärker vermiten, warum Frau Schröder und nicht Herr Schröder zurücktrat...)
Die SELK ist aber eine rechte, antifeministische, evangelikale Vereinigung. Das Verbot, Frauen das Pfarramt führen zu lassen, wird damit begründet, dass man "zeitgenössische Wandlungen" wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau ignorieren müsse, da im neuen Testament die Kirche den Männern zugeordnet werde. Mit so einem Grundsatz könnte man ja noch leben. In der Politik nennt man so etwas Konservatismus. Aber davon will die SELK nichts wissen. Sie versteht sich als "biblisch begründete Gegengesellschaft und heilsame Alternative". Darauf erstmal einen Messwein.
Ein Backlash vom Feinsten
Die SELK schmettert noch den Paulus Brief an die Korinther hinterher, wo es heißt, dass Frauen zu schweigen und sich unterzuordnen haben. Und wer was lernen will, soll zuhause den Gatten fragen. Aus imagetechnischen Gründen hätte die SELK es dabei eigentlich belassen sollen, aber es folgt die ultimative Knock-Out-Stelle:
"Ein Weib lerne in der Stille mit aller Untertänigkeit. Einem Weibe aber gestatte ich nicht, daß sie lehre, auch nicht, daß sie des Mannes Herr sei, sondern stille sei."
Das ist ein Backlash vom Feinsten. Die Rücksicht an die Bindung zur Heiligen Schrift nennt man übrigens Fundamentalismus. Und was die "biblisch begründete" und "heilsame Alternative" als Gegengesellschaft betrifft, hat sich in den letzten Jahren ein Begriff im öffentlichen Diskurs über die sogenannten Neuköllner Verhältnisse durchgesetzt: religiös begründete Parallelgesellschaften. Eine ihrer heftigsten und lautesten Gegnerinnen lautet übrigens: Kristina Schröder. Also, was Neukölln betrifft.
Natürlich ist in so einer christlich-fundamentalen Gesellschaft der Frau alles Mögliche verboten. Die Anweisungen werden wie in einer Fatwa präzise und unmissverständlich formuliert. "Es kann auf keinen Fall gehen, dass kirchlicherseits der 'Abtreibungspille' Mifepriston RU 486 die Zustimmung erteilt wird", sagt der emeritierte Bischof Dr. Diethard Roth in einem der Informationsblätter der SELK. Man muss übrigens lange kramen, suchen und recherchieren. An die große Kirchenglocke werden die Regeln und Weisungen gerade nicht gehängt.
Quelle: Frauenrechte: Mit der Fatwa für Feminismus |*ZEIT ONLINE
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15.01.2016, 21:17Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Ich fühle mich dem von dir Zitierten in keinster Weise nahe, da ich kein Christ bin und auch sonst nicht irgendeiner Konfession angehöre.
Und Deutschland besteht nicht NUR aus Christen und aus Menschen, die in irgendeiner Weise religiös gebunden sind.
Ich würde mich mit einem Moslem demzufolge auch nicht auf religiöser Grundlage auseinander setzen, sondern auf gesellschaftlicher/sozialer Basis.
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15.01.2016, 21:29Inaktiver User
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15.01.2016, 21:45Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Ich hoffe, dass ich dich richtig verstanden habe
: ja, ich würde mich mit seinem Bild von der Gesellschaft bzw. wie er in der Gesellschaft lebt, auseinandersetzen. (Ich weiß gar nicht, wie ich es genau formulieren soll.)
Dass er einen religiösen Hintergrund hat und dass der im Herkunftsland auch für das öffentliche Leben im Heimatland relevant ist, ist mir schon klar.
Ich kann aber mit ihm keine Vergleiche anstellen, wie es der Islam sieht und wie das Christentum. Das ist für mich und meinen Umgang mit dem Türken/Syrer auch nicht wichtig.
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15.01.2016, 21:48Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Du hast mich absolut richtig verstanden!
Danke!
Das heißt für mich den Menschen sehen!
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15.01.2016, 21:53
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15.01.2016, 21:59Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Ich würde gerne mehr wissen. Hat jemand einen Literaturtip für mich?
Tragen kurdische Frauen in Syrien eine gestrickte Mütze? Wie ist das Familienleben?
Da ich weder arabisch noch kurdisch kann und das Deutsche für solche Gespräche noch Zeit braucht, kann ich sie leider nicht fragen.
Vielen Dank!
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15.01.2016, 22:07Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Ich kenne kurdische Familien (aus dem Irak) über meine Kinder. Die Frauen sind sorgfältig frisiert und gestylt, arbeiten außer Haus und kochen gern. Das Familienleben würde ich, soweit ich das beurteilen kann, als ganz normal beschreiben. Man kümmert sich sehr gut um die Kinder und setzt auf eine ordentliche Schullaufbahn.
Der Umgang ist freundlich und herzlich - nicht anders als mit den anderen muslimischen Familien, die wir etwas näher kennen.
Die kurdischen Kämpferinnen in Syrien tragen meist keine Kopfbedeckung, Du findest Bilder von ihnen im Netz.



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