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  1. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Derzeit fallen leider viele Türken in Deutschland dadurch auf, dass sie den (auch religiös geprägten) Rechtsruck ihrer Regierung im Herkunftsland mitmachen. Ich fände es gut, wenn Deutschland aktiv Kräfte unterstützen würde, die sich für die Pressefreiheit und die Unabhängigkeit der Justiz in der Türkei stark machen. Das geht vor allem hier vor Ort, und gern auch offen!
    Wäre aber unglaubwürdig oder schizophren, da die deutsche Regierung den Rechtsruck in der Türkei und die Abkehr von der Demokratie nicht offen kritisiert und der Türkei sogar die wohlwollende Wiederaufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen zugesagt hat.

    Dass auf der diplomatischen Ebene leider mit Erdogan kooperiert werden muss, steht dabei auf einem anderen Blatt.
    Das würden die Deutschtürken mit Sicherheit ein bisschen anders sehen.

  2. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wäre aber unglaubwürdig oder schizophren, da die deutsche Regierung den Rechtsruck in der Türkei nicht offen kritisiert und der Türkei sogar die wohlwollende Wiederaufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen zugesagt hat.
    Die "wohlwollende Wiederaufnahme" ist meines Erachtens nach ein diplomatischer Köder.

    Und schizophren scheint auf den ersten Blick so manches. Entweder, weil unterschiedliche Kräfte am Werk sind (unsere Regierung ist schließlich kein monolithischer Block), oder weil aus unterschiedlichen Motiven heraus gehandelt wird. "Die" Deutschtürken gibt es übrigens auch nicht.

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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    in meinem fall denke ich an tierheim, berberhilfe und diverse vereine mit eigenem gelände.

    das möchte ich aber steuerlich berücksichtigt wissen.
    Wegen der Progression wäre steuerliche Berücksichtigung ganz schlecht. Warum sollte jemand mit geringem Einkommen bei gleichem Engament weniger rausbekommen. Das ruft nur fragwürdige Steuersparmodelle auf den Plan. Also wenn schon, dann steuerfreie Aufwandsentschädigung. Aber wieso sollte ein Tierheim oder ähnliches bei Bedarf sich nicht direkt an die Flüchtlingsbetreuer wenden, anstatt das jemand für die Vermittlung die Hand aufhält?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    und diverse vereine mit eigenem gelände.
    Supi, die Flüchtlinge sollen in Deinem privaten Schwimmvereinsfreibad den Rasen mähen und den Müll aufsammeln und Du kassierst auch noch Geld dafür, dass Du die Idee hattest...

  4. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die "wohlwollende Wiederaufnahme" ist meines Erachtens nach ein diplomatischer Köder.
    Das hoffe ich sehr. Im Grunde bin ich gar nicht so unglücklich darüber, wie Erdogan vorgeht und sich demaskiert hat, aber angesichts der Entwicklung in der EU befürchte ich, dass die Türkei trotz allem eines Tages tatsächlich zur EU gehören wird.

    Und schizophren scheint auf den ersten Blick so manches.
    Auch auf den zweiten Blick kann ich die Sache nicht viel überzeugender finden.

    Im übrigen ist das im Grunde eine Off-Topic-Diskussion, denn wie der ehemalige Neuköllner Bürgermeister Buschkowsky, der Kriminologe Christian Pfeiffer und andere immer wieder erklärt haben, SIND die Türken in Deutschland weitgehend integriert - ebenso wie mit den Deutschrussen haben sich die Dinge weitgehend eingerenkt. Das Problem sind aktuell andere Leute.

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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Zwitscherer Beitrag anzeigen
    Supi, die Flüchtlinge sollen in Deinem privaten Schwimmvereinsfreibad den Rasen mähen und den Müll aufsammeln und Du kassierst auch noch Geld dafür, dass Du die Idee hattest...
    habe ich was von müll geschrieben? du darfst nicht von öffentlichen freibädern ausgehen . . bei uns fliegt kein müll rum, den bringt jeder selbst zum mülleimer.

    was spricht dagegen, dass wir in unserem verein flüchtlinge bei der gartenpflege einsetzen und sie nebenbei integrieren? wenn sich da jemand bewährt, findet sich vielleicht auch ein job bei einem mitglied, wir haben einige unternehmer im verein.

    dein doch etwas merkwürdiges "du kassierst auch noch geld dafür" befremdet mich. vermutlich sind für dich alle unternehmer kapitalistenschweine.

    ich kann dir nur sagen, das ist nicht immer ein spass, selbständig zu sein. ich muss im monat 1.000 euro gewinn (nicht umsatz) machen, um mir nach steuer die beiträge zur freiwilligen kv leisten zu können.
    wenn der laden nicht läuft, hilft mir kein schwein. ich bin - im gegensatz zu deutsche bank, daimler und co - nicht "systemrelevant".

    luciernago
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  6. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Kein Grund, Dich zu rechtfertigen, luciernago. Kommt mal eine wirklich handfeste Idee, wird gleich gemeckert. Im übrigen: Die Flüchtlinge sollen doch der Wirtschaft dienlich sein, das ist doch das Gute an ihnen, Zwitscherer, heißt's doch immer. Und wenn nicht alles Facharbeiter sind:
    Aigner: 90 Prozent der Flüchtlinge unzureichend qualifiziert,
    dann ist es doch gut, wenn jemand unter diesen dann überhaupt eine Chance bekommt. Und vielleicht noch als "Quereinsteiger" dann in ein anderes Unternehmen.

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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kein Grund, Dich zu rechtfertigen, luciernago. Kommt mal eine wirklich handfeste Idee, wird gleich gemeckert. Im übrigen: Die Flüchtlinge sollen doch der Wirtschaft dienlich sein, das ist doch das Gute an ihnen, Zwitscherer, heißt's doch immer. Und wenn nicht alles Facharbeiter sind:
    Aigner: 90 Prozent der Flüchtlinge unzureichend qualifiziert,
    dann ist es doch gut, wenn jemand unter diesen dann überhaupt eine Chance bekommt. Und vielleicht noch als "Quereinsteiger" dann in ein anderes Unternehmen.
    genau so sehe ich das auch.

    ich war ehrlich gesagt fassungslos! man muss wohl besonders neidisch sein, wenn man bei meinem vorschlag auf die idee kommt, dass jemand, der praktikable (?) vorschläge hat, in erster linie ans geld und steuersparen denkt.

    ich war ja auf viele reaktionen gefasst (naiv, unmachbar etc), aber nicht auf solch eine . .

    luciernago
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  8. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Zwitscherer Beitrag anzeigen
    Supi, die Flüchtlinge sollen in Deinem privaten Schwimmvereinsfreibad den Rasen mähen und den Müll aufsammeln und Du kassierst auch noch Geld dafür, dass Du die Idee hattest...
    Du könntest auch Ideen entwickeln, die den Flüchtlingen weiterhelfen und dir nebenbei eine kleine Anerkennung bringen, anstatt auf jenen rumzuhacken, die sich einen Kopf machen.
    Aber produktiv nachdenken ist wohl deutlich anstrengender als zu stänkern.

  9. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    @ luciernago

    Ich verstehe es noch nicht ganz.

    Deine Vorstellung ist, dass die Flüchtlinge keine Vereinsmitglieder sind und unentgeltlich die Hallen ausfegen etc.?

  10. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du könntest auch Ideen entwickeln, die den Flüchtlingen weiterhelfen und dir nebenbei eine kleine Anerkennung bringen, anstatt auf jenen rumzuhacken, die sich einen Kopf machen.
    Aber produktiv nachdenken ist wohl deutlich anstrengender als zu stänkern.
    Zwitscherer kann ja alternativ den, der hier eingestellt würde, selbst einstellen. Bei besserem Gehalt, besserem Job, besseren Aussichten auf Übernahme/Job in sonstigem Unternehmen. Kein Ding, kann man machen.

    Ich kann mich erinnern, kam als Reihe mit 4 Fogen im Fernsehen, wie eine Augsburger Jungunternehmerin Langzeitarbeitslose mit wenig Aussichtsreichtum (auf einen Job) einstellte mit einem neuen Unternehmen. Sie hat ein halbes Jahr oder so mit ihnen "geübt", hat selbst zigtausend Euro investiert, weil sie ja keinen Verkauf hatte die erste Zeit. Sie war sehr sozial, hat einer dieser neu Eingestellten, die es einfach nicht hinbekommen hat, versucht, einen Platz im Unternehmen zu finden, den sie ausfüllen kann. Und war damit auch erfolgreich, die hat also ihren Arbeitsplatz auch gehalten. Ein ehemals Straffälliger war glaube ich dabei, der dort den Ehrgeiz entwickelte, von der eigenen Leistung zu leben. Usw.
    Aber weil sie die erste Zeit (neben eigenen Investitionsmitteln) auch Fördergelder erhielt, - wurde sie angefeindet. Das durfte nicht sein, daß sie nicht hundertprozent ins eigene Risiko geht. Als sei das dann nichts wert. Die Fördergelder gibt's längst nicht mehr, das Unternehmen schon. Und die Arbeitsplätze auch. Und sie hat übrigens von Beginn aber über dem Mindestlohn gezahlt.

    Du hast völlig Recht, luciernago, da geht's wirklich um Neid und Mißgunst.

    Ich warte dann mal, was Zwitscherer und andere Kritiker hier so mitteilen, was sie alles auf die Beine stellen für Flüchtlinge.

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