wie viele flüchtlinge gibt es denn etwa in dem landkreis? (denn eine prozentzahl wäre dann ja auch interessant)
danke für den zweiten link, interessant darin fand ich dies:
Diese speziellen Heime, die Peter Keck zufolge „mit Sicherheit nicht in Wohngebieten liegen“, dienten nicht dazu, straffällig gewordene Flüchtlinge oder Mitglieder organisierter Kriminalität unterzubringen. Um diese kümmere sich die Polizei, betont er. Vielmehr sollten „besonders auffällige Bewohner“, die Schwierigkeiten hätten, sich in eine Gemeinschaft einzufügen, aus größeren Unterkünften „herausgenommen und andernorts untergebracht“ werden. Dort erhielten sie eine Chance, „sich in einer neuen Umgebung zu stabilisieren“.
es handelt sich also nicht um straftäter, die nicht zur rechenschaft gezogen werden, es handelt sich um leute, die"schwierigkeiten haben, sich in die gesellschaft einzugliedern".
(alos eben vielleicht leicht ausrasten, besonders auffällig durch massive traumatisierung sind oder so, wenn ich das recht verstanden habe)
so, wie ich es hier lese, kann ich das durchaus nachvollziehen. ist vielleicht gar nicht mal die schlechteste idee, gerade auch zum schutz der mehrheit in den flüchtlingsheimen, die dann vor übergriffen geschützt sind.
und vielleicht kann man jenen auch - ok, das ist vielleicht wunschdenken - gezieltere traumabehandlung zukommen lassen? deeskalationstraining?
dann könnte so eine einrichtung ja auch ein weg ZUR integration werden....
wie gesagt, auch hier liegt der unterschied in der berichterstattung, im detail, und letztlich darauf: sperren wir weg oder versuchen wir zu integrieren? (im von dir jetzt verlinkten beitrag lese ich nämlich erstmals eher letzteres, ein sehr unaufgeregtes: "wie lösen wir ein problem?" und kein: "so viele gewalttäter, eh klar")
und: man muss natürlich aufpassen, dass daraus keine "paralleljustiz für asylwerber" entsteht...
unterbringung in kleinen strukturen ist immer gut, übrigens. da haben menschen immer mehr die möglichkeit, sich endlich wieder als individuen zu fühlen, auch, als solche wahrgenommen zu werden.
aber das gilt natürlich nicht nur für gewaltbereite, sondern letztlich für alle menschen.
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02.01.2016, 13:08Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Geändert von Inaktiver User (02.01.2016 um 13:16 Uhr)
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02.01.2016, 13:10
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
falscher thread
Geändert von Xarin (04.01.2016 um 15:27 Uhr) Grund: s.o.
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02.01.2016, 13:23
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
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02.01.2016, 13:54
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Mal eine Verständnisfrage.
Wie kommt ihr darauf, das Flüchtlinge keine Strafen bekommen?
Das sie nicht angezeigt und vor Gericht stehen, wenn sie Straftaten begehen, die "gerichtswürdig" sind?
Ich weiß ja nicht, von welchen Taten hier die Rede ist, aber...
wenn sich zwei deutsche Männer schlagen ( und keiner von beiden ist schwer verletzt ) kommen sie auch nicht gleich vor Gericht. Bei uns ist es doch so, das man entweder schwere Straftaten begehen muss, oder viele kleine, damit überhaupt etwas passiert. Da find ich unsere Rechtsprechung eh zu lasch. Aber die gilt doch nun mal für alle.Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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02.01.2016, 13:59Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
@ lilith.
Das verstehe ich auch nicht. Gesetz ist Gesetz.
So ist es.
(Und mit diesem Mantra sowie dem Vollzug desselben verschaffe ich mir auch Respekt - unabhängig von der Staatsbürgerschaft. )
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02.01.2016, 14:07
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Ich habe nicht den Eindruck, dass die Polizei nicht gegen Straftaten in Flüchtlingsheimen vorgeht, vor allem, wenn sie da Einsätze hatte. Es geht dort nur alles seinen üblichen rechtsstaatlichen Gang, wie auch bei allen anderen Einwohnern hier. Die Hürde, um in Untersuchungshaft bis zum Verfahren zu kommen, ist ziemlich hoch. Wenn ein ganz normaler Bürger sich prügelt (auch wenn es eine schlimme Prügelei war), wird er nicht gleich in Haft genommen, sondern bleibt bis zum Verfahren auf freiem Fuß. Im Verfahren passiert ihm auch nicht viel, sofern er nicht eine riesenlange Liste mit ähnlichen Straftaten hat. Bestenfalls Sozialstunden, vielleicht ein paar Monate auf Bewährung. So ist nun einmal unser Strafrecht, was man für eine bestimmte Gruppe nicht außer Kraft setzen kann und auch nicht sollte.
Man muss andere Hebel ansetzen, die Verlegung in eine menschenleere Gegend mit wenigen Annehmlichkeiten mit beschleunigtem Verfahren und zügiger Abschiebung wäre ein wirkungsvoller. Denn meistens kommen die Gewalttätigen nicht aus Ländern, in denen ihnen Folter und Tod drohen. Wenn ich die Presse richtig verstanden habe, sind das häufig Marokkaner, Algerier, oder Südosteuropäer.
Was zur Integration beitragen könnte, ist, wenn die Agentur für Arbeit mal so richtig auf die Sprünge käme. Sehr schnell bilden sich Parallelgesellschaften, wenn in Familien Frauen nur daheim sind und weder Sprache noch Kultur kennen. Solange die Leute von staatlicher Unterstützung leben und nur irgendwie arbeitsfähig sind, sollte man sie in Maßnahmen nehmen und auch Ein-Euro-Jobs machen lassen. Hauptsache, nicht daheim sitzen. Gerade Frauen. Eine Freundin von mir war eine Zeitlang auf Hartz IV angewiesen. Obwohl sie drei Kinder hatte, davon eines auch behindert, wurde sie von der heimischen Kleinstadt zu einem Ein-Euro-Job vergattert mit der Begründung, die Kinder seien tagsüber alle nicht da, also könne sie in der Zeit auch was tun. Ich fand das damals ziemlich herbe. Aber als Signal "es gibt kein Geld fürs Herumsitzen, in dieser Gesellschaft muss man etwas tun, und zwar Frauen wie Männer gleichermaßen" wäre das ein wichtiges Signal für die Integration.
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02.01.2016, 14:12Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Die Agentur für Arbeit (alias Jobcenter) kann erst dann etwas machen, wenn derjenige Leistungen bezieht.
Das geht erst nach der Aufenthaltserlaubnis und dem Antrag auf ALGII.
Weiterhin hat der Integrationskurs Vorrang. Was soll jemand ohne Sprache im 1, 50 € - Job?
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02.01.2016, 14:15Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Theoretisch ja. Aber in der Praxis dauert es Monate, öfters sogar über ein Jahr, bis Anklage erhoben wird. Bis dahin sind die Flüchtlinge und die Zeugen dann nicht mehr in diesem Heim. Bis man wieder rausgefunden hat, wo sie jetzt sind, bis man alle Zeugen beisammenhat, bis man genügend vereidigte Dolmetscher (für jeden Zeugen) für den jeweiligen Fall gefunden hat, etc., etc. vergehen nochmal ein paar Monate. Also, nichts was man wirklich ernst nehmen müsste, wenn man damit rechnet, abgeschoben zu werden.
Kommt darauf an. Aber der deutsche Mann hat meist einen permanenten Wohnsitz, bzw. eine Familie, einen Arbeitsplatz, unterliegt der Meldeplficht und ist aufgrund der über ihn erfassten Daten viel, viel leichter ausfindig zu machen als so ein Flüchtling.
Ja. Und Vorschläge, wie Verfahren beschleunigt werden können, was für die Strafwirkung ganz essentiell ist und was für Strafen verhängt werden müssen, existieren schubladenweise. Nur an die Umsetzung hat sich bisher niemand gemacht ("es sind Fehler in der Vergangenheit gemacht worden"). Und jetzt sind die Juristen mit Asylanträgen und Ähnlichem überbeschäftigt und es wird mangels Personal zu keiner Reform kommen können.
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02.01.2016, 14:18Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Entschuldige bitte, seeegras.
Aber der letzte Satz ist Quatsch.
Juristen arbeiten fachbezogen. Asylrecht, Strafrecht und Zivilrecht sind unterschiedliche Bereiche. Dies gilt nicht nur für Anwälte (Fachanwalt für... ), sondern auch für Richter und Staatsanwaltschaften. Deshalb gibt es unterschiedliche Kammern und Gerichte.
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02.01.2016, 14:19Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Braucht man zum Park fegen so viele Sprachkenntnisse?
Nein, die Hindernisse liegen eher woanders.




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